Politiker haben meinem Antrag endlich zugestimmt: Ahrensburg soll nun tatsächlich unterirdisch werden!

Es wird den Bürgermeister fuchsen, aber wieder zeigt ein Beispiel, dass die Politiker die Anträge auf diesem Blog ernstnehmen im Gegensatz zum Bürgermeister, der nicht erkennt, wie hilfreich Szene Ahrensburg für unsere Stadt ist. Sonst hätte er schon vor Jahren einen sinnvollen Antrag an die Politik gestellt, von dem hier die Rede gewesen ist und also lautend:

„Der Zukunftsweg von Ahrensburg ist unterirdisch. Bevor die 21 Millionen verplant sind, mache ich deshalb schon mal vorab meinen Vorschlag. Wie jeder weiß, ist das zentrale Problem von Ahrensburg das Parkplatzproblem in der Innenstadt. Und wenn auch noch die Autos der Erlenhof-Bewohner dazu kommen und der Lindenhof-Parkplatz (erst mal) entfällt, und niemand bis heute weiß, wo diese Autos bleiben sollen, dann ist das gar nicht auszudenken. Aus diesem Grunde rege ich an: „Unterkellerung“ des  Stormarnplatzes! Was meint: Unter dem Stormarnplatz sollte eine riesige Tiefgarage mit mehreren Ein- und Ausfahrten entstehen, wobei auch der Untergrund der Sportplätze einbezogen werden könnte.

aus. Hamburger Abendblatt

Dann wären Hunderte von Autos aus der Innenstadt plötzlich „verschwunden“. Und es wäre ein Stück Städtebauförderungsprogramm, aus dem sich sogar Erlöse ergeben würden. Auf diese Weise könnten dann auch die Autos vom Rathausplatz verschwinden, damit der endlich neugestaltet werden kann im Rahmen vom Städtebauförderungsprogramm.“

Dieses schrieb ich am 3. April 2014. Ein besserer Vorschlag ist bis heute nicht gemacht worden. Stattdessen haben CDU und WAB im Bau- und Planungsausschuss meinen Antrag gestellt und angenommen. 😉 Das hat zwar 3 Jahre und 8 Monate mit zwischenzeitlichen Erinnerungen von mir gedauert, dafür soll die Tiefgarage unter dem Stormarnplatz aber schon in 2 Jahren fertig sein – wenn die Stadtverordneten dem zustimmen.

Und die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt, die all die Jahre vehement gegen neue Parkplätze geschrieben hat, weil nach Meinung der Redaktionsleitung in Ahrensburg ausreichend Parkplätze vorhanden sind? Sie stellt die gute Nachricht nicht auf ihre Seite 1, wo stattdessen der sensationelle Aufmacher zu lesen ist, dass Zivilfahnder der Polizei ein paar Trickbetrüger in Ammersbek festgenommen haben – donni, donni aber auch! Autor dieses Beitrages ist der berühmte Ahrensburger Reporter Ralph Klingel-Domdey.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. Dezember 2017

16 Gedanken zu „Politiker haben meinem Antrag endlich zugestimmt: Ahrensburg soll nun tatsächlich unterirdisch werden!

  1. Martens

    Und? Was is‘? Haben Sie schon Blumen vom Stadtforum bekommen? Oder warten die noch auf die Zustimmung der Stadtverordneten?

  2. E. Thurau

    Bezüglich Klingel-Domdey muss man sich mal vor Augen führen: Dieser Mann ist leitender Redakteur vom Hamburger Abendblatt in Hamburg und arbeitet im Lokalteil von Stormarn als Polizeireporter! Ob man in der Zentralredaktion in Hamburg wohl heute kräftig gelacht hat? Oder sagt man sich, wenn der Kollege in Ahrensburg bleibt, dann stört er in Hamburg nicht?

    Der Background zu dem Blaulicht-Bericht aus Ammersbek: Es war wohl keine Leistung der Kripo, denn vermutlich hat die Bank die Polizei benachrichtigt, weil eine 80 Jahre alte Dame plötzlich ihr gesamtes Erspartes abgehoben hat. Das aber darf die Polizei nicht mitteilen, weil die Bank ja dem Datenschutz unterliegt.

  3. Frank B.

    Die von den Stadtverordneten angesetzten Zahlen für die Planung (780 000 Euro) und die Ausführung (2,8 Millionen) für eine Tiefgarage mit 24o Stellplätzen sind unrealistisch.

  4. T.Panschwitz

    Was Herr Dzubilla hier beschreibt ist eigentlich ein ganz normaler Vorgang und entspricht ganz der Zweckbestimmung des Politikbetriebes. Einem selbst geschaffenem Problem Namens Parkplatzmangel soll durch den Bau einer Tiefgarage abgeholfen werden. Interessant wird es in ein paar Jahren wenn die Gesamtsumme der Baukosten für die Tiefgarage ermittelt worden ist. Da könnte es dann sein, dass sich die Stadtverordneten verdutzt die Augen reiben weil (vielleicht sogar aus Kiel) ihnen vorgeworfen wird, dass der alte Zustand der wirtschaftlich sinnvollere gewesen wäre . Die Erfahrungen mit Bauprojekten der zurückliegenden Jahre im Großraum Hamburg zeigen, dass man mit der Einplanung einer Verdoppelung der Bausumme Realismus zeigt .

  5. Frieda B.

    In dem Zeitungsartikel ist zu lesen, dass durch die Neubebauung des Lindenhofparkplatzes etwa 100 Parkplätze verlorengingen. Wie mehrfach zu lesen war, wird für jeden verlorenen Parkplatz eine Ersatzzahlung in Höhe von 10 000 Euro fällig. Da der Investor aber nur 500 000 Euro als Ersatzzahlung an die Stadt bezahlt hat, hat er anscheinend nur für die Hälfte der verlorengegangen Parkplätze bezahlt. Demzufolge sind die Bürger der Stadt Ahrensburg hier schon mal vermutlich um eine Summe bis zu 500 000 Euro geprellt worden.
    Bei der bisherigen Kalkulation für die neue Tiefgarage wird für die Errichtung eines Stellplatzes kaum mehr als 10 000 Euro angesetzt. Dafür kann man aber keinen Tiefgaragenstellplatz bauen. Wie von Herr/Frau Panschwitz bereits richtig angemerkt wurde, dürften die Kosten am Ende ungefähr doppelt so hoch liegen. Dann hätten die Bürger der Stadt Ahrensburg noch einmal 10 000 Euro zu den von dem Investor bezahlten 10 000 Euro pro Parkplatz draufgelegt, um den verlorengegangenen Parkplatz zu ersetzen. Rechnet man das alles zusammen, dann hat der Investor mit diesem Deal aller Voraussicht nach ca, 1,5 Millionen Euro einsparen und diese Kosten auf die Bürger der Stadt Ahrensburg abwälzen können.
    Sämtliche Berechnungen und Planungen wurden zwischen dem Investor und der Stadtverwaltung abgestimmt und von der Verwaltung geprüft, bevor sie den Stadtverordneten zur Abstimmung vorgelegt wurden. Das Ergebnis lässt darauf schließen, dass der Verwaltung hier vermutlich der finanzielle Gewinn des Investors wichtiger war als der Schutz des Gemeinwohls.

    1. H.J. Lange

      Hallo Frieda B.,
      glücklicherweise hat Ahrensburg den Bürger-Chefaufklärer Peter Egan von der WAB / Zitat: „Schließlich sind das alles Projekte, auf die wir uns einmal geeinigt haben.“ so das HA am 6.12.17.
      Studieren Sie bitte dort auf Seite 3 unter dem irrealen Titel“ Ahrensburgs Politik diskutiert über Investitionsstau“ auch Herrn Egans Auffassung: a) Projekt beschließen, dann b) die Finanzierung suchen und c) gegebenenfalls in neuen Schulden finden und schließlich d) fragen, ob die Rathausverwaltung für die Umsetzung fähig ist, bzw. e) dafür genug Personal hat, das folgerichtig f) aufgestockt werden muss und g) selbstverständlich noch zusätzlich bezahlt werden muss – mal h) abgesehen von den Folgekosten . . . . . Und das alles in genau dieser Reihenfolge.
      Herr SPD Achim Reuber dazu.: “ .. für mehr Personal in der Verwaltung … , um dem Investitionsstau Herr zu werden (SPD“ so die Zeitung.
      Dieses Prinzip wird übrigens gerade auch von der (bisher schuldenfreien) Stadt Bargteheide trainiert: Wir wollen dütt und datt, haben aber kein Geld, folglich müssen wir uns das Geld von den Kindergeneration borgen.
      Frage: Fehlte da vielleicht ein Finanzierungsnachweis in den Beschlussvorlagen der Bürgermeister ?
      Oder war der Nachweis vielleicht unvollständig bis falsch ?
      Wollten die Bürgermeister vielleicht erst einmal das JA zum Projekt – um dann weiter zu wurschteln ?
      HJL

  6. Rüdiger

    Anscheinend wird der Bau der neuen Tiefgarage als Vorwand benutzt, um für die Bauabteilung mehr Personal zu fordern. Das ist wieder einer der in Ahrensburg üblichen Verwaltungstricks. Auch in diesem Fall scheint sich wieder ein undurchsichtiges Verfahren anzubahnen, das die Politiker anscheinend nicht durchschauen. Nichts Anderes lässt sich aus den Politikerzitaten herauslesen, die von Herrn Lange in seinem Kommentar erwähnt werden. In den Köpfen mancher Stadtverordneten scheint ein ziemliches Chaos zu herrschen.
    Für den Bau einer Tiefgarage ist keinerlei zusätzliches Personal nötig, sofern die üblichen Regeln bei der Vergabe eines derartigen Projektes eingehalten werden: öffentliche Ausschreibung und Vergabe im Wettbewerbsverfahren . Wenn nach Abschluss eines Wettbewerbsverfahrens ein Generalunternehmer den Auftrag bekommt, kann die komplette Ausführung diesem Generalunternehmer übertragen
    werden – zu einem vorher festgelegten Preis, versteht sich.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Rüdiger – das sehen Sie möglicherweise falsch. Ich vermute, man benötigt (männliches) Personal, das zu Spaten und Schaufel greifen soll, um die Tiefgarage zu erstellen. So würde sich m. E. auch der günstige Preis erklären: Man hat sich gar kein Fremdangebot eingeholt! 😉

  7. Frank B.

    Hallo Frieda, Ihre Rechnung ist unvollständig. Der Investor muss in der Tiefgarage nur ca. 55 Stellplätze herstellen. Für die Büros und die Geschäfte wurden von der Stadt keine Stellplätze gefordert. Wer also dort zukünftig ein Büro, eine Praxis oder ein Geschäft besucht, findet dort keinerlei Parkmöglichkeit. Damit hat der Investor nochmals einen Betrag eingespart, der aller Wahrscheinlichkeit im siebenstelligen Beriech liegen dürfte. Wenn man das alles zusammenrechnet, war der Bauplatz Lindenhofgelände so etwas wie eine Morgengabe an den Investor.

  8. Rüdiger

    Hallo Herr Dzubilla, Sie haben Recht. Hier bahnt sich wieder ein riesiges Durcheinander an, das so nicht funktionieren kann. Zum einen ist kein ordentliches Ausschreibungsverfahren in Sicht, zum anderen hat man nicht festgelegt, was oberirdisch passieren soll. Wäre der Stormarnplatz danach nicht mehr für die Bebauung geeignet, dann wäre diese Tiefgarage ein riesiger Schildbürgerstreich.

  9. Fritz aus Ahrensburg

    Die Planung einer städtischen Tiefgarage macht nur dann Sinn, wenn ein schlüssiges Innenstadtkonzept vorliegt. Dafür ist die Abteilung Stadtplanung zuständig. Diese Abteilung hat aber seit Jahren nichts Derartiges geliefert. Dort verplempert man anscheinend lieber die Zeit mit der Umsetzung der so genannten „Stadtverschönerung“.

  10. Paul

    zu Fritz: Wenn die Abteilung Stadtplanung sich nur um die „Stadtverschönerung“ kümmert, dann ist das entschieden zu wenig für eine ganze Abteilung innerhalb des Bauamtes. Bereits der Entwurf zum Flächennutzungsplan wurde von einer Fremdfirma erarbeitet. Und ansonsten gibt es immer nur Einzelprojekte, aber keine übergreifende Stadtplanung.

  11. Britta S.

    Der Artikel in der Stormarnbeilage über die geplante Tiefagarage trägt mehr zur Verwirrung als zur Aufklärung der Leser bei, weil dort der Bau einer städtischen Tiefgarage mit der von der Verwaltung angestrebten Stellenaufstockung in der Bauabteilung vermischt wird. Rüdiger hat dieses Thema in seinem Kommentar bereits angesprochen. Tatsächlich ist für den Bau dieser Tiefgarage keine zusätzliche Stelle nötig, aus folgenden Gründen:
    1) Es gibt Firmen, die darauf spezialisiert sind, größere Bauprojekte zu überwachen. Sie können dies weitaus effektiver und günstiger tun als eine städtische Bauaufsicht, weil sie nicht anderes machen , als bei größeren Projekten die Bauaufsicht zu führen.
    2) Es gibt Generalunternehmer mit jahrzehntelanger Erfahrung , die ein derartiges Projekt von Anfang bis Ende betreuen und dann der Stadt das fertige Produkt übergeben können. Ein Großteil der Probleme beim Bau der Elbphilharmonie rührte daher, dass die Stadt Hamburg die Bauaufsicht führte, aber dieser Aufgabe nicht gerecht wurde. Hätte die Hamburger Verwaltung die Bauaufsicht nicht abgegeben, wäre die Elbphilharmonie vermutlich heute noch nicht fertig.
    3) Die Stadt Ahrensburg verplempert viel Geld für nutzlose Gutachten, wie z.B. das Gutachten über die anscheinend zu hohe Zahl an Parkplätzen in der Innenstadt. Jedes jahr werden unsinnig hohe Summen für Gutachten und Machbarkeitsstudien ausgegeben. Beim Bau der Tiefgarage macht es aber endlich einmal einmal Sinn, Fremdfirmen einzuschalten, weil auf diesem Weg bares Geld eingespart werden kann.

  12. H.J. Lange

    Die Kommentarschreiber Rüdiger und Britta S. haben es richtig aufgeschrieben, es wäre doch ein „Schildbürgerstreich“, wenn unter dem Stormarnplatz lediglich eine Tiefgarage bebaut würde – aber nicht zugleich eine Teil-Bebauung darüber.

    Tatsächlich hat dort die „städtische Verwaltung“ ein Gelände im Besitz der Allgemeinheit an der Hand, auf dem eine Vision verwirklicht werden könnte:
    1. Im Untergrund eine öffentliche Tiefgarage.
    2. auf deren Betondecke eine sog. Sportplatzhalle
    3. und darüber (neben der Stormarnstraße) ein hoher Gebäudekomplex,
    4. der überwiegend „bezahlbaren Wohnraum“ enthält.
    Selbstverständlich ist ein derartiges Projekt – nach einem Wettbewerb – optimal für einen Generalübernehmer geeignet.
    Übrigens gibt es in Ahrensburg mehrere derartige Kombinations-Möglichkeiten.
    HJL

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