Einwohnerversammlung: Reporter Christian Thiesen serviert seinen Lesern eine Ente

Am Dienstag war Einwohner-Versammlung in Ahrensburg. Am Mittwoch früh konnten Sie darüber auf Szene Ahrensburg lesen. Und heute endlich, also am Donnerstag, kommt auch das 3. Buch Abendblatt und berichtet aktuell über das Ereignis von vorgestern.

Offenbar war Reporter Thiesen nicht ganz wach während der Veranstaltung. In seinem Bericht schreibt er mehrfach, dass die Schallschutzwände wegen der S4 installiert werden sollen. Das ist natürlich Mumpitz, denn die S-Bahn benötigt keinerlei Schallschutz. Und obwohl Thiesen einen Einwohner mit den Worten zitiert: „Der Lärmschutz ist nicht nötig wegen der S 4, sondern wegen der Zunahme des Güterverkehrs durch die Fehmarnbeltquerung“ ... bleibt der Reporter auch weiterhin hartnäckig bei seiner Ente und schreibt von „geplanten S-4-Lärmschutzwänden“.

Und dann will Reporter Thiesen „rund 200 Bürger“ gezählt haben (ich selber schätze: nicht mehr als 160) und erklärt, dass das ein „guter Besuch“ ist. Klar, denn die Stadt hat ja nur 34.000 Einwohner. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2017

6 Gedanken zu „Einwohnerversammlung: Reporter Christian Thiesen serviert seinen Lesern eine Ente

  1. Britta S.

    Bisher hatte die Verwaltung beim Entwurf zum Flächennutzungsplan die Forderung nach über 18oo neuen Wohneinheiten gestellt. Gemäß der heutigen Berichterstattung in der Stormarnbeilage hat man jetzt wenigstens die Zahl der geforderten Wohneinheiten auf ca. 300 reduziert und den Zeitrahmen bis 2030 gestreckt. Diese Zahl umzusetzen ist ein Witz, weil die Neubauten an der Hamburger Straße bereits zwei Drittel dieser zusätzlichen Wohneinheiten abdecken. Demnach müssten in der Stadt bis 2030 lediglich 100 zusätzliche neue Wohneinheiten gebaut werden. Da überall in Ahrensburg neue Häuser aus dem Boden schießen, dürften die Forderungen des Landes für das Jahr 2030 bereits im kommenden Jahr erfüllt sein. Die Forderung nach der Erschließung zusätzlicher neuer Baugebiete ist also ein Schuss in den Ofen. Das zeigt, dass die Stadt Ahrensburg , insbesondere der Bürgermeister, unter Verwendung falscher Zahlen ohne Not einen enormen politischen Druck aufgebaut hat.

  2. Jürgen Plage

    Liebe Ahrensburger,
    als Anwohner der Waldstraße befasse ich mich seit 2008 mit dem Lärmschutz an der Bahntrasse. Damals ging es um die vom Gesetzgeber geforderte Lärmsanierung an Schienenwegen. Es gab den Beschluss der Stadtverordneten: keine Lärmschutzwände in der Innenstadt. Allerdings war zu der Zeit noch nicht bekannt, dass die Trasse den zukünftigen Transeuropa-Güterverkehr von Skandinavien nach Palermo aufnehmen soll. Als es dann zu der Lärmsanierung 2013/2014 kam, lehnte die Stadt Ahrensburg erneut 3m hohe Lärmschutzwände zwischen Bahnhof und der Manhagener Allee ab. Den betroffenen Anwohnern bot man Lärmschutzfenster und Lüfteranlagen für die dann “ lärmgeschützten“ Räume an. Zu diesem Zeitpunkt hatten schon meine Nachbarn und auch ich die Fenster aus wärmetechnischen Gründen erneuert und somit auch Lärmschutzfenster. Zusätzlich bot die DB Lüfter zur Raumbelüftung an, die bis dahin nicht gebraucht wurden. Da unsere Häuser inzwischen auch wärmesaniert sind, durchstößt man die Isolation der Außenhaut und lässt die kalte Außenluft bis an die Innenwände . Diese setzt man damit der Gefahr aus, dass sie innen feucht werden. Also hat sich niemand meiner Nachbarn darauf eingelassen. Ich konnte jedoch beobachten , dass an einigen Wohnblöcken, die ohnehin maroden Fenster in diesem Zuge saniert wurden.
    Mit dieser Aktion war der ganze Lärmsanierungsakt abgeschlossen. Für die Anlieger der Innenstadt hat sich bis dato also nichts geändert.
    Nun kommt die S4 mit zusätzlichen Gleisen ins Spiel! Das bedeutet, dass dieses eine „Wesentliche Änderung“ der Bahnstrecke ist und der Gesetzgeber, Lärmschutz nach den neuesten, jetzt verschärften Bestimmungen fordert; für die gesamte , nun wesentlich breitere Trasse .
    Dieses gilt für die Trasse, mit als auch ohne Güterverkehr!
    Die S4 ,mit ihren zusätzlichen Gleisen, ist Voraussetzung um den Transeuropa- Güterverkehr durch Ahrensburg möglich zu machen. . Damit aber nicht genug . Die DB plant zusätzlich auf dem Gleis 5 eine Güterzugüberholstrecke von 835 m langen Zügen.
    Weiter ist es fraglich, ob die S4 eine Verbesserung des Nahverkehrs von Ahrensburg nach Hamburg bedeutet. Bis Winter 2013 fuhren in den Hauptverkehrszeiten stündlich 5 Nahverkehrszüge zwischen Ahrensburg und Hamburg. Dann hat man den Fahrplan ausgedünnt auf aktuell 3 Züge mit den bekannten Auswirkungen. Jetzt argumentiert es sich natürlich besser, dass die S4 mit einem 10 Minuten Takt eine Verbesserung darstellt. Auf jeden Fall erhöht sich die Zahl der Stehplätze , die man dafür aber längere Zeit bis Hamburg genießen kann!
    Mit freundlichen Grüßen
    Jürgen Plage

  3. "Ahrensbürger"

    Ist in den vielen Eiden, welche der Herr Bürgermeister schon geleistet hat, auch einer mit dem Versprechen: „Schaden von der Stadt Ahrensburg abzuwehren“?

  4. Der Spatz vom Rathausdach

    Natürlich haben die Lärmschutzmaßnahmen nichts mit der geplanten S4 zu tun, es wird den Bürgern nur so suggeriert, damit sie sich nicht fragen: Was hat Ahrensburg denn für ein Interesse, dass kilometerlange Güterzüge durch die Stadt donnern sollen? Alle reden nur von der S4 und nicht von dem Güterverkehr, der gewaltig sein wird ––– wenn die Fehmarnbeltquerung denn wirklich kommen sollte. Käme sie nicht, brauchen wir auch keine S-Bahn, es würde ein zusätzliches Gleis für die Regiozüge genügen. Und was wir dann auch nicht brauchen, das sind 6 m hohe Lärmschutzwände. Und unnötige Einwohnerversammlungen.

  5. Frau Behnemann

    Kein Ahrensburger will die rasenden Güterzüge durch die Stadt haben. Und mit Hilfe der Medien soll den Menschen suggeriert werden, dass hässliche Lärmschutzwände bloß für die S-Bahn nötig sind. Furchtbar, was hier passiert! Wieso wehrt sich niemand gegen den Güterverkehr?

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