Wie dämlich ist das denn, Herr Soukup: Polizisten in Ahrensburg haben sich „gut benommen“…?!

René Soukup vom 3. Buch Abendblatt berichtet heute online, dass Polizisten, die im Ahrensburger Park Hotel untergebracht waren, sich nichts haben zuschulden kommen lassen. Der Reporter schreibt allen Ernstes: „Anders als die Kollegen, die nach einem Sex-Skandal nach Hause geschickt wurden, haben sich die Beamten in Ahrensburg gut benommen.“

aus: Hamburger Abendblatt Stormarn online

Ich zitiere: „Im Ahrensburger Park Hotel sind jetzt wieder rund 100 Polizisten aus mehreren Bundesländern in Einzel- und Doppelzimmern untergebracht, die den G20-Gipfel in Hamburg schützen sollen. Genauso viele beherbergte das Vier-Sterne-Superior-Haus auch bis vergangenen Montag. Im Unterschied zu den Kollegen aus Berlin, die in Bad Segeberg unter anderem durch Alkohol-Exzesse Schlagzeilen machten und von der Hamburger Polizei nach Hause geschickt wurden, ist es in der Schlossstadt ruhig geblieben.“

Ist das nicht eine irre Meldung? Da haben ein paar durchgeknallte Berliner Polizisten in Bad Segeberg echt Scheiße gebaut, worauf ein Reporter sofort in Ahrensburg recherchiert hat, ob die dort untergebrachten Polizisten sich womöglich ebenfalls danebenbenommen haben. Und weil sie das nicht getan haben, lautet die Meldung eben: „Park Hotel lobt G20-Polizisten als ‚vorbildliche Gäste'“. Und das Beweisfoto dazu hat der Wendler geschossen – siehe die Abbildung!

Ja, geht’s denn noch? Ein Gleichnis: Morgen gibt es womöglich in einem Hotel in Hamburg eine Sex-Orgie von Gästen in der Lobby. Und dann recherchiert und berichtet René Soukup aus Ahrensburg: „Park Hotel lobt seine Gäste als vorbildlich: „kein öffentlicher Sex“!

Ich will meine Abendblatt-Abo-Gebühr zurückhaben!  🙂

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Juni 2017

7 Gedanken zu „Wie dämlich ist das denn, Herr Soukup: Polizisten in Ahrensburg haben sich „gut benommen“…?!

  1. Peter D.

    Ich glaube, man nennt es „Sommerloch“, wenn den Zeitungsschreibern gar nichts mehr einfällt.

    Man könnte daraus auch eine Serie machen und jeden Tag über ein anderes Hotel berichten, in dem Polizisten untergebracht sind 🙂

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Stimmt! Mich würde zum Beispiel auch interessieren, wie sich die Beamten in der Ahrensburger Wache an der Reitbahn benommen haben. Wären Sie bitte so doof, Herr Soukup, auch dieses zu recherchieren?

  2. Frau Behnemann

    Mal eine Frage an Parkhotel-Direktor Deutsch: Wie hat sich denn der Abendblatt-Reporter Soukup benommen? 😉

  3. Wolfgang König

    Wenn junge Menschen in der Abgeschiedenheit ohne organisierte Zerstreuung kaserniert werden, werden diese nach mehreren Tagen jede Gelegenheit nutzen, ausgelassen zu sein. Hier handelt es sich um junge Polizisten und nicht um ältere Familienväter. Wer hat sie dort in ihrer Abgeschiedenheit beobachtet? Spanner oder Petzer? Nun werden alle über einen Kamm geschoren. Hat die Stormarnbeilage auch einmal hinter die Türen der Einzel- und Doppelzimmer des Park-Hotels geschaut? Die Hotelleitung stellt sich natürlich vor ihre Gäste.
    Ich kenne ein polizeiliches Streifen-Doppel, das während und nach der Schicht gemeinsam Ehebruch begangen hat. Wo bleibt bei solchen Einsätzen der Polizei-Psychologe?
    Polizisten sind auch Menschen.
    Mit verständlichen Grüßen
    Wolfgang König

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