Ich sehe schwarz für Ahrensburg: Statt Lakritz nun AWO!

Bin ich eigentlich der einzige Bürger in Ahrensburg, dem es unangenehm auffällt, wie unsere Stadt von der AWO, der sogenannten Arbeiterwohlfahrt „unterwandert“ wird? Wenn Sie meinen Blog-Eintrag über diese Ahrensburger Warenhandels-Organisation“ noch in Erinnerung haben und nachlesen, was ich sonst noch über die AWO berichtet habe, dann müssten Sie eigentlich genauso nachdenklich geworden sein wie ich es schon lange bin. Die AWO ist mehr und mehr zu einer riesigen Krake in der Schlossstadt geworden.

Ich rufe noch einmal in Erinnerung: In der Ahrensburger Stadtverordneten-Versammlung sitzen zwei Herren aus dem Vorstand der AWO, die dort in der Fraktion der SPD mitregieren: Jürgen Eckert und Achim Reuber. Und die SPD hat auch einen Laden im AWO-Haus in der Manhagener Allee, wo man den Bürgern die Politik dieser Partei direkt über die Ladentheke verkaufen will. Dieser Laden ist aber die meiste Zeit geschlossen, da die an den Schaufensterscheiben plakatierten Ladeninhaber dort nicht ständig anzutreffen sind, will meinen: nicht zu üblichen Geschäftszeiten. So herrscht dort zumeist ein Publikumsverkehr wie im gegenüberliegenden Laden auf der anderen Straßenseite.

Ich hatte geglaubt und gehofft, dass die Expansion der AWO in unserer Innenstadt endlich mal beendet wäre, aber ich wurde eines Schlechteren belehrt: Der Lakritzladen in der Manhagener Allee, der leider aufgeben musste, weil die Inhabern die Miete dort nicht mehr erwirtschaften konnte, wird nun von der AWO übernommen. Ein Schild an der Tür verkündet, dass das sogar schon am 1. Juli 2016 passiert sein soll, was vielleicht auch geplant war, aber nicht passiert ist – siehe die Abbildung rechts!

Unter dem sozialen Deckmantel „BürgerNAH“ betreibt die AWO nun ein „Repair Cafe“ und eine „Fundgrube Technik“ im ehemaligen Lakritz-Laden. Und die Miete wird als Zuschuss aus dem Sozialetat des Bundes bezahlt – vermute ich jedenfalls. Und damit gibt es in der Manhagener Allee heute vier AWO-Läden und vier Optiker-Läden, so dass die Straße eigentlich A&O-Allee heißen müsste. 😉

Ich frage mich, wie die Politiker der anderen Fraktionen diese Dominanz einer gemeinnützigen Organisation in Ahrensburg sehen, die in meinen Augen mehr gemein als nützig fungiert. Ich denke, wenn die AWO, die auch im Kita-Bereich tätig ist, bei der nächsten Kommunalwahl mit einer eigenen Partei antritt, würde sie aufgrund ihrer Lobbytätigkeit zur größten Fraktion in der Stadtverordneten-Versammlung gewählt werden. Frage: Wollen wir Bürger das wirklich…?

SPD-Laden in Ahrensburg. An der Tür ein Hinweis auf den Eingang zur AWO

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Juni 2017

6 Gedanken zu „Ich sehe schwarz für Ahrensburg: Statt Lakritz nun AWO!

  1. Fritz aus Ahrensburg

    Die AWO bekommt auch Zuschüsse von der Stadt Ahrensburg. Wie hoch sind diese Zuschüsse? Sind diese Zuschüsse zweckgebunden?

  2. Ahrensbürgerin

    Wie mir zu Ohren gekommen ist, stimmen die beiden AWO- Funktionäre in der Stadtverordnetenversammlung auch regelmäßig mit ab, wenn es um die Bewilligung von öffentlichen Geldern für die AWO geht.

    1. H.J. Lange

      Martin Schulz (SPD) würde diese unzulässige Abstimmungsteilnahme als bewussten „Anschlag auf die Demokratie“ beschimpfen. Bürgervorsteher Wilde (CDU) hatte einen derartigen „Anschlag“ gesehen und gehört, aber ignoriert. Blogger Dzubilla hatte einen derartigen „Anschlag“ mit Text und Foto dokumentiert. Meine Augen und Ohren bestätigen diesen „Anschlag“. Und ?

      Dzubillas obiges Foto des AWO-Ladens weist auf einen weiteren SPD- „Anschlag auf die Demokratie“ hin:
      Torsten Albig (SPD) wurde von den „lieben Wählerinnen und Wählern“ in den Landtag gewählt. Sein Mandat hatte er aber weggeworfen (man nennt das „respektabel verzichtet“), als klar wurde, dass er nicht wieder Ministerpräsident werden konnte. Ergebnis: Der tatsächlich nicht gewählte SPD-Mann T. von Pein (siehe obiges Foto) rückte „über die Liste“ auf Albigs Stuhl nach.

      Ich kenne aktive SPD-Leute, denen beide Vorgänge unbekannt geblieben sind. Und ?
      Leider ist es vorhersehbar, wie Dzubilla immer wieder über verwerfliche „familiäre“ Bande in Ahrensburg schreibt – und nichts passiert. So werden „Wutbürger“ gemacht.
      HJL

  3. Kassandra

    Wenn ich mal in meine Glaskugel gucken darf: Nach der nächsten Kommunalwahl heißt der neue Bürgervorsteher von Ahrensburg Jürgen „Awo“ Eckert (SPD). 😉

  4. Ladeninhaber

    Und der Bürger blicket stumm
    um die vielen Läden rum,
    und er sieht voll Unbehagen:
    Untergang Allee Manhagen.

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