Wahlplakate (6): Die Spitze der Grünen legt offenbar keinen Wert auf Erststimmen

Der Grüne Politiker Christain Schubbert, der sich zur Verwirrung der Bürger parallel auch Christian Schubbert-von Hobe nennt, ist Kandidat im Wahlkreis 29, was u. a. bedeutet: Ahrensburg. Das wiederum heißt: Wer diesen Kandidaten nach Kiel wählen möchte, der muss auf dem Wahlzettel ein Kreuz machen bei den Grünen, und zwar bei der Erststimme.

Wenn ich mir die Wahlplakate der Grünen in Ahrensburg anschaue, dann fordern die uns Wähler nur dazu auf, der Partei unsere Zweitstimme zu geben – siehe Abbildung rechts! Warum…?

Dazu lesen wir: „Mit Herz gegen Hass“ und sehen eine Frauenhand (helle Haut) in einer Männerhand (dunkle Haut). Und dazu ein Band, das sich gelöst hat. Und am Fuße dieses Plakates steht dann noch der Hinweis: „nur mit Grün“.

Was soll dieses “nur” bedeuten? Dass jeder, der seine Zweitstimme nicht den Grünen gibt, sich damit herzlos für Hass entscheidet, oder was…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. April 2017

15 Gedanken zu „Wahlplakate (6): Die Spitze der Grünen legt offenbar keinen Wert auf Erststimmen

  1. Observator

    Vergleichen Sie mal die Farbe der abgebildeten Männerhand mit der Gesichtsfarbe des Kandidaten Schubbert, dann erkennen Sie, dass der auf dem Plakat sozusagen Hand in Hand geht mit dem Vorstand der Grünen in Kiel!

  2. Dummfragerin

    Der Blogger hat reihenweise die irgendwie faktenfreien Wahlplakate vorgestellt.
    Er hat sich sogar Gedanken über den “Punkt” hinter einem Namen gemacht.
    Aber die Anzahl der “Kommentare” tendiert gegen Null.
    Muss ich daraus auf eine zweifelsfreie Wahlattraktivität der Kandidatenköpfe schließen oder auf das Desinteresse der Wähler an konkreten Wahlversprechen ?

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Da ich ablesen kann, wie viele Leute die einzelnen Beiträge lesen kann ich Ihnen mitteilen: Die Wahlbeiträge liegen über dem Durchschnitt. Warum die nicht nicht oder kaum kommentiert werden? Vermutlich, weil mir keiner widersprechen kann. 😉

  3. N.C.

    Vermutlich weil Wahlplakate die Wähler noch nie zu einer bestimmten Partei getrieben haben oder sich Wähler umentscheiden, weil ihnen ein Plakat so gut gefällt oder gar Nicht-Wähler plötzlich zu den Urnen hechten, weil Tobias, Christian, Wolfgang und Co. so nett lächeln.
    Diese Plakate sind so austauschbar und dümmlich in ihren inhaltslosen Sprüchen, dass es weh tut.

  4. Dummfragerin

    Versteh ich immer noch nicht:
    Werden die Parteien für ihr Mitwirken an der Meinungsbildung nicht mit Steuergeld bezahlt ?
    Hat denn die geneigte Wählerin statt der vielen aussagefreien aber bunten Wahlplakate wenigstens von jeder Partei deren gedrucktes Wahlprogramm auf dem Tisch ? Oder kommt das noch ?

    Oder muss sich der Wähler in Wahlkampfzeiten selbst um die textlichen Waffen der Kämpfenden kümmern ? Oder ist das alles nur ein vorgetäuschter Schein-Kampf ?

  5. Dummfragerin

    Hallo lieber Wahlkämpfer Schmidt,
    das ist wirklich einfach, an das grüne Wahlprogramm zu gelangen. Ich werde es studieren.
    Wissen Sie denn vielleicht auch, wo ihre Wahlkampfgegner Wahlprogramme anzubieten haben ?
    Stehen die am Mittwoch morgen alle auf dem Rondeel und verteilen ausgedruckte Heftchen ?
    Oder muss eine jede Wählerin einen PC betreiben, auf dem es schwierig ist, Wahlprogramme zu vergleichen ? Oder ist es besser, wenn jede Wählerin das halbe Dutzend Wahlprogramme selber ausdrucken lässt ? Wissen Sie, das Informieren ist gar nicht so einfach, denn das Grüne Programm allein hat schon 85 Seiten.

    1. Dummfragerin

      Begrüßenswert ist es, wenn auf http://www.szene.ahrensburg nachlesbare Wahlprogramme angeboten werden. Aber haben denn außer GRÜNE und FDP auch die anderen Parteien nachlesbare Wahlprogramme?
      Und wie soll ich es in diesem Zusammenhang verstehen, wenn ich heute im Abendblatt mehrfach über „Leichte Sprache“ informiert werde, mit der wir Wählerinnen über das Verfahren zur Landtagswahl versorgt werden?
      Aber halt: In der Zeitung werde ich auch über einen „Wahl-O-Mat“ unterrichtet. Der fragt bei mir „38 Thesen“ ab. Und am Ende „spuckt der Wahl-O-Mat“ aus, wie hoch die Übereinstimmung mit den Programmen der bekannten Parteien ist“: http://www.wahlomat.de/sh.
      Das bedeutet wohl, dass ich die anderen Wahlprogramme gar nicht mehr lesen muss?
      Ich folge also einfach der Empfehlung des „Wahl-O-Mat“?
      Oh wie einfach doch Demokratie geht.

  6. Christian Schmidt

    Hallo zusammen,

    Der Vollständigkeit halber sind hier die fehlenden Wahlprogamme:

    http://spd-wir-machen-das.sh/schleswig-holstein-gerecht-und-modern-spd-wahlprogramm-2017-2022/
    https://www.cdu-sh.de/sites/www.cdu-sh.de/files/downloads/wahlprogramm_cdush_2017_web.pdf
    https://www.linke-sh.de/landtagswahl-2017/wahlprogramm/

    Ich habe mich an den Parteien orientiert, die heute auf dem Rondeel zu finden waren.

    Jetzt kann sich hier jeder/jede informieren. Bitte machen sie das auch. Treffen sie keine Bauchentscheidung, weil ein Kandidat oder eine Kandidatin irgend was gesagt hat, oder besonders nett ist.
    Schauen sie sich die Programme an. Treffen sie ihre Entscheidung aufgrund der Dinge, die die Parteien tatsächlich umsetzen wollen.
    Ich gebe zu, dass kostet Zeit und Mühe, das sollte es uns aber wert sein. Wählen und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Das ist ein hohes Gut.

    Gehen Sie wählen. Informieren Sie sich vorher so, dass sie hinterher gut begründen können, warum sie sich so entschieden haben.

    Gruß
    Christian Schmidt

    1. Dummfragerin

      Sehr geehrter Herr Schmidt,
      vielen Dank. Ohne Ihre überholende Schnelligkeit und Ihren Fleiß hätte ich keinen Zugang zu den Wahlprogrammen, weil ich nie und nimmer an die politischen Informationsstände auf dem Rondeel gekommen wäre.
      Denn Sie müssen wissen, es gibt in Ahrensburg zwei Orte, die ich nie, nie begehe. Da ist einmal die grauenvolle Angststraße, die Herr Dzubilla nur „Rampengasse“ nennt. Und auf dem Rondeel könnte angesichts des plump-dummen Plastikmannes mein Feinsinn für Kunst ernsthaften Schaden nehmen. Bitte nehmen Sie als zupackendes Parteimitglied in Ihr nächstes Wahlprogramm das Versprechen auf, dieses Ungetüm beseitigen zu lassen. Im Gegenzug verspreche ich Ihnen, die dortigen politischen Informationsstände wieder zu besuchen. Also vor der Bundestagswahl. Abgemacht ?

        1. Dummfragerin

          Bis eben hab ich überlegt. Einerseits verspricht mir DIE LINKE „Kein Kind soll mittags hungern.“ Also wissen Sie, soll ich mich auch noch darum kümmern ? Sollen sich doch die Eltern um ihre hungernden Kinder kümmern. Oder der Staat. Oder DIE LINKE. Ich jedenfalls hab mich für den Tipp von Herrn Dzubilla entschieden. Wenn mir also Herr Schmidt verspricht, den grauseligen Plastikmann vom Rondeel zu schaffen, verspreche ich ihm hiermit, GRÜN zu wählen. Ist das jetzt so in Ordnung Herr Schmidt ?
          Muss Demokratie eigentlich immer so schwierig sein ?

  7. Christian Schmidt

    Hallo Dummfragerin,

    Nein, dass ist nicht in Ordnung.
    Für den Muschlläufer hätte ich einen anderen Standort besser gefunden, der thematisch mehr gepasst hätte.
    Aber der steht jetzt schon so lange da, das er sich da irgendwie fest gesetzt hat.
    Abgesehen davon, wären die Kinder wahrscheinlich traurig, wenn der “blaue Mann” weg wäre. Für die ist das ein prima Spielgerät.

    Muss Demokratie immer so schwierig sein? Ja, wahrscheinlich schon.
    Der Kernpunkt bei Demokratie ist ein möglichst großer Konsens. Dazu gehören Diskussionen und ein Abwägungsprozess.
    Das kann dauern und ist manchmal anstrengend. Es ist aber besser als die Alternativen, die es gibt.

    Gruß
    Christian Schmidt

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Lieber Herr Schmidt –

      sorry, aber ich kann es nicht mehr hören, dass der Blaumann “ein prima Spielgerät” für Kinder ist. Eine Rutsche oder ein Kletterturm wären bessere Spielgeräte als der Alien mit der Muschelhand und wären überdies zum Spielen durch den TÜV freigegeben worden im Gegensatz zu der Schießbudenfigur. Und: Was sollen kleine Kinder sonst auf dem Rondeel machen, wenn ihre Eltern dort Kaffee trinken? Fußball spielen? Sackhüpfen vielleicht? Oder Eierlaufen…?

      Aprops Eierlaufen: Fröhliche Ostern! 🙂
      Harald Dzubilla

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