Lindenhof: “Das schlechte Gewissen” – ein heikler Fall, der alle Bürger von Ahrensburg sehr nachdenklich machen sollte!

Weil das Stormarner Tageblatt in Ahrensburg nicht so präsent ist, mache ich heute auf einen Artikel vom gestrigen Tage aufmerksam. Es geht um das Thema Lindenhof-Bebauung. Und wenn man liest, dass mehr Bedenken gegen dieses Objekt bestehen als Gründe, es umzusetzen, dann fragt sich der unbeteiligte Bürger  doch: Was passiert hier eigentlich in meiner Heimatstadt Ahrensburg…?

aus: Stormarner Tageblatt

aus: Stormarner Tageblatt

Die CDU ist der Hauptbefürworter des Projektes. Warum? Und wieso sind sich alle CDU-Stadtverordneten dabei einig – bei den Grünen gab es zumindest eine Stimmenthaltung. Spielen hier Dinge im Hintergrund eine Rolle, von denen wir Bürger vielleicht was ahnen, aber nichts wissen sollen…?

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass alle Stadtverordneten der CDU in dieser Sache der gleichen Meinung sind. In meinen Augen liegt hier ein Fraktionszwang vor nach dem Motto: “Tobias Koch, befiehl – wir folgen blind! Denn wir wollen ja auch in Zukunft im Marstall dabei sein, und das nicht auf den Zuschauerstühlen!”

Wie sehen Sie das, liebe Mitbürger? Kommentare sind willkommen. Denn ich schneide das Thema an, weil Ahrensburger Bürger es dann auch noch nach Jahren nachlesen können. Nota bene: Das Internet vergisst nie!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. November 2016

10 Gedanken zu „Lindenhof: “Das schlechte Gewissen” – ein heikler Fall, der alle Bürger von Ahrensburg sehr nachdenklich machen sollte!

  1. Bürger von Ahrensburg

    Tobias Koch stammt aus dem Banker-Business. Als Landespolitiker agiert er über die Grenzen der Stadt Ahrensburg hinweg. Das muss Ahrensburger Bürgern immer vor Augen gehalten werden.

    Die Stadt Ahrensburg hat vom Investor angeblich 500.000 Euro bekommen für wegfallende Parkplätze. Und für diesen Betrag soll laut Statement von Koch der Alte Lokschuppen aufgestockt werden? Wer bezahlt die Differenz – Sie, Herr Koch…?

  2. Kassandra

    Tobias Koch hält Hof in Ahrensburg: Zuerst der Erlenhof, dann der Lindenhof. Wem das nicht passt, der wird vom Hof getrieben. Schade.

  3. Frieda B.

    Es fällt schon sehr auf, dass Tobias Koch die treibende Kraft für die Durchsetzung der Erlenhofbebauung war. Das Gleiche gilt für die Lindenhofbebauung. Tobias Koch tritt auch fast nur dann über die Presse in Kontakt mit den Bürgern, wenn es darum geht, die Bürger auf neue Investorenprojekte vorzubereiten. Tobias Koch ist offensichtlich der Funktionsträger, der für die Umsetzung von Investoreninteressen innerhalb seiner Partei zuständig ist. Man muss also davon ausgehen, dass Tobias Koch neben dem Bürgermeister die zentrale Anlaufstelle für Investoren ist, wenn diese Investoren in Ahrensburg ein für sie lukratives Geschäft durchziehen wollen. Das bedeutet nichts Gutes für die Zukunft von Ahrensburg.

  4. Petra

    Dieses Abstimmungsergebnis macht eines deutlich: Für die Mehrheit der Stadtverordneten ist das Allgemeinwohl nicht von Bedeutung.

  5. Hofmann

    Sowohl der Beschluss pro Erlenhof als auch der Beschluss pro Lindenhof ist mit äußerst knapper Stimmenmehrheit gefällt worden. Wäre es keine Option, dass für Beschlüsse einer bestimmten Größenordnung eine Mehrheit von ⅔ der Stimmen erforderlich ist? Beim jetzigen Zustand bekomme ich als Bürger echt Bauchschmerzen. Da genügt es schon, dass zwei Stadtverordnete aus Krankheitsgründen fehlen, und schon kommt ein Beschluss zustande, der möglicherweise gar keine richtige Mehrheit gehabt hätte. Diese Frage richtet sich an Bürgervorsteher Wilde, aber der antwortet ja auf Bürgerfragen nicht. (Neulich hörte ich den Spruch: Der Bürgervorsteher heißt deshalb VORsteher, weil er nicht HINTER den Bürgern steht!)

  6. Fritz aus Ahrensburg

    Es ist ein Jammer. Dieses Gelände gehörte bis zum Verkauf den Bürgern der Stadt Ahrensburg. Man hätte damit etwas planen können, wovon auch die Bürger dieser Stadt etwas gehabt hätten. Aber auf diese Idee ist kein einziger Stadtverordneter gekommen. Stattdessen fand wieder einmal eine Planung statt über die Köpfe und die Interessen der Bürger hinweg. Und besonders der Kommentar von Tobias Koch zeigt, dass ihn und andere Stadtverorndete die Interessen und Wünsche der Bürger nicht im geringsten interessieren.

  7. H.J. Lange

    Es fehlt Transparenz und Wahrhaftigkeit.

    Die Stadt Ahrensburg arbeitet in städtebaulicher Hinsicht mit unverbindlichen “Konzepten”. Sie hat keine verbindlichen “Rahmen-Planungen” für übergeordnete Belange der Allgemeinheit.
    Beispielsweise gibt es keinen “Generalverkehrsplan”. Es gibt auch keine “Grundsatz-Planung” für Pkw-Stellplätze. Und auch keine städtebauliche Prioritätenliste, kein verbindliches sog. “Einzelhandels-Konzept” usw..
    Sind die “100 Tage” des neuen Bauamtsleiters endlich vorbei ?

    Tatsächlich offenbart sich zu häufig ein rathaus-gestütztes, mehrfach rechtswidriges “System”, das bewusst nicht dem “Wohl der Allgemeinheit” dient, sondern für die öffentlich erörterten Bauprojekte den Investoren die Möglichkeit “besonderer Vorteile” einräumt. Diese sammeln sich die Rosinen raus.
    Die Verantwortlichen verlangen dafür selbstredend keine offiziellen Gegenleistungen.
    Den Schaden trägt die Allgemeinheit.

    Mehrere Bürger recherchieren diese fragwürdigen Großprojekte. Bekanntlich habe ich selbst die “Baumfällungen in der Großen-Straße”, die “Rampengasse” und das “Alte Klinikgelände” bis in den vorletzten Winkel dokumentiert. Abgründe tun sich auf.
    Dafür sind sogar mehrere “Familien” verantwortlich, die ihr rechtswidriges “System” vorsätzlich anwenden.
    Aufsichtsbehörden und Strafverfolger verweigert nachweislich ihre vom Bürger beauftragte und bezahlte Arbeit.
    Entsprechend lernt das “System”, dass keine Sanktionen drohen. Weiter geht´s.

    Ohnmacht und daraus “Wut” und “Hass” der Bürger bestimmen die Schlagzeilen.
    Erkenntnis und Wandel in der politische Klasse ? Null.

    In den aktuellen Berichten aus den USA wird wieder der Begriff der 68-er verwendet: Das “Establishment” – beide Seiten sind gemeint und extrem abwertend. Wenig überraschen die dort für möglich gehaltenen Bürgeraufstände.

    Bezeichnend das heute vom Abendblatt (S. 25) groß und breit ausgerollte Zitat von T. Koch: “Wir brauchen eine andere Diskussionskultur in der CDU”.
    Er meint damit aber nicht die Diskussion mit den auch ihn bezahlenden Bürgern, sondern die innerparteiliche Diskussion / Zitat: “… zum Wohl von Land und Partei…”. Tatsächlich geht es dem Berufspolitiker T. Koch erklärtermaßen um den Machtwechsel in Kiel 2017.

    Zum Vergleich: Die ev.-luth. Kirchenadministration hat vor zwei Jahren für Ahrensburg sogar das Mitspracherecht seiner zwangsweise zahlenden Mitglieder ausgesetzt und damit die in der Kirchenverfassung verankerten Demokratie-Strukturen.
    Aktuell möge man mir erklären, was unter den Zahlenspielereien zur anstehenden KGR-Wahl auf Seite 11 des aktuellen Kirchenblattes Nr. 94 zu verstehen ist.
    Auch dort fehlt Transparenz und Wahrhaftigkeit.

    HJL

  8. Ahrensbürgerin

    Auch wenn die Lindenhofbebauung nur ein kommunales Thema ist: Die CDU und die Grünen treiben die Wähler geradewegs in die Arme der AfD.

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