Wird der „Lindenhof“ noch einmal geplant – womöglich mit ausreichend Parkplätzen…?

Wenn man Beiträge in der Stormarn-Beilage vom Hamburger Abendblatt liest, dann hat man hinterher regelmäßig offene Fragen. So auch heute, wo die Beilage über das ehemalige Opel-Dello-Gelände in der Hamburger Straße berichtet, das nun verkauft wurde und bebaut werden soll.

Bereits geplanter Entwurf für den Lindenhof-Parkplatz

Bereits geplanter Entwurf für ein Gebäude auf dem Lindenhof-Parkplatz

In diesem Beitrag wird berichtet, dass auf dem besagten Gelände die Hamburger Architekten Dinse/Feest/Zurl (DFZ) planen. Und dazu lesen wir: „In Ahrensburg sollen die Hamburger Architekten künftig auch noch den Neubau eines anderen Investors planen: das neue Gebäude auf dem Lindenhof-Areal in der Nähe des Bahnhofes, dessen Baubeginn für den Herbst dieses Jahres vorgesehen ist“.

Meine Frage: Wie das? Für das Lindenhof-Gelände gab es einen Architekten-Wettbewerb, und zwar im Herbst 2014. Daran hatten sich sechs Architekten beteiligt, von denen sich DFZ durchgesetzt haben, wie uns Bürgern ausführlich vorgestellt wurde. Und nun soll eben dieses Architektenbüro den Bau künftig noch einmal planen? Da kann sich diese Planung doch bloß noch um die Einrichtung von ausreichend Parkplätzen handeln, oder…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. März 2016

8 Gedanken zu „Wird der „Lindenhof“ noch einmal geplant – womöglich mit ausreichend Parkplätzen…?

  1. Thomas H.

    Hallo Herr Dzublla,
    Ein richtiger Wettbewerb hat überhaupt nicht stattgefunden , cweder für das Lindenhofgelände noch sonstwo. Von einem Wettbewerb könnte man nur dann reden, wenn die Stadt selbst die Kriterien festgelegt und den Wettbewerb ausgeschrieben hätte. Das hat es aber gerade nicht gegeben. Stattdessen hat der Investor einen Wettbewerb ausgeschrieben. Naturgemäß sind dabei lauter Entwürfe nach dem Gusto des Investors herausgekommen.
    Auch ein Herr Bellizzi von der FDP hat erst hinterher gmerkt, was hier abgelaufen ist. Hinterher stellte er fest, dass man jetzt keine Alternative mehr hätte, wenn einem als Stadtverordneter keiner der Entwürfe gefallen würde. In anderen Worten: Die Stadtverodneten sind mit diesem „Wettbewerb“ wieder einmal an der Nase herumgeführt worden.
    Beste Grüße
    Thomas H.

  2. Rüdiger

    Das Ahrensburger Bauamt hat ja bereits gegenüber der Stormarnbeilage erklärt, dass die Investoren die demnächst überbauten Parkplätze nicht ersetzen müssen. Das sei Aufgabe der Stadt bzw. des Steuerzahlers, so das Ahrensburger Bauamt. Da die Investoren auf diese Weise die Kosten für eine zweite Tiefgaragenebene einsparen, bekommen sie das Grundstück von der Stadt sozusagen geschenkt.
    Rüdiger

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Na, da sind doch jetzt immer riesige Wasserpfützen nach jedem Regen. Und die würden ja durch eine Bebauung beseitigt werden. Einen anderen Grund wüsste ich auch nicht.

  3. H.J. Lange

    Heißer Tipp an das „Immobilienunternehmen“

    Zutreffendes Zitat der Zeitung: „Maßgeblich ist daher der Paragraf 34 Baugesetzbuch, nach dem die künftige Bebauung zulässig ist, wenn sie sich „nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt …“.“

    Deshalb mein Ratschlag an das „Immobilienunternehmen“ für das „Dello-Gelände“:
    Wollen Sie das Doppelte des nach § 34 Zulässigen bauen und entsprechend die Rendite erhöhen – bitten Sie den selbstlosen SPD Bürgermeister der Stadt Ahrensburg um seine gut-gemachte Zusage „besonderer Vorteile“.

    Zur Anschauung dieser unglaublichen Leistungskraft des SPD-Bürgermeisters, er kann mindestens das Baugesetzbuch aushebeln, steht die Modellbebauung auf dem „Alten Klinikgelände“ in der Manhagener Allee bereit: Hinter Show-Fassaden alter Villen wächst ein Rohbau empor, der zwar mit dem dort angeblich geschützten Villenviertel lediglich das Wort „Villa“ gemeinsam hat, aber dafür nach einem in Ahrensburg bewährten „System“ das Doppelte des Zulässigen umfassen wird.

    Zugegeben, das Unternehmen für das „Dello-Gelände“ hat den falschen Architekten verpflichtet (der SPD-Architekt Griesenberg hätte beauftragt werden müssen) und die Zusage des SPD-Bürgermeisters war nachweislich unzulässig.
    Erfahrungsgemäß bemerkt das aber niemand.
    Auch nicht die entscheidenden Stadtverordneten, die sich erfahrungsgemäß erst hinterher wundern, was sie ihrem SPD-Bürgermeister da so alles genehmigt haben.

    HJL

  4. Wolfgang König

    Unser Oberbaurat Thiele wollte auf sein „Filetstück Lindenhof“ immer einen Backsteinbau setzten, wie an der Großen Straße. Ahrensburger Innenstadtbauten sollten eine einheitliche Grundstrucktur haben. Nun ist es anders gekommen. Der Architektenwettbewerb des vorletzten Investors bezog sich nur auf das äußere Erscheinungsbild des Bauwerkes und der nahen Umgebung. Die konkrete Gebäudeplanung der Schale und des Kernes wird nun nach dem Ergebnis des Wettbewerbes durch einen anderen Architekten ausgeführt. Die Kosten des Dramas tragen die künftigen Nutzer. Es gibt dann wohl wieder Leerstände.
    Es soll einen neuen Investor für den Lindenhof geben. Gibt es damit auch einen neuen Vertragspartner? Gibt es neue Verhandlungsparameter wie zum Beispiel einen neuen Verkaufspreis nach fünf Jahren Wertsteigerung des Grundstückes und damit Zinsverlust für Ahrensburg und wie ist das mit der Klärung der Parkplatzfrage? Es ist dreist, dass wir Bürger immer wieder durch Ablösung und Verscherbelung unserer Parkplätze in der Stadt über Steuern und Abgaben Ersatzparkplätze selber zahlen müssen. Und Investoren stecken sich die Ablösung (Wertersatz), die sie uns Bürgern zahlen müssten, lächelnd in die Tasche. Irgendetwas stimmt da nicht.

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