Unglaublich: Werbung für Schüßler-Salze in der Volkshochschule, und Sonnenstudio schützt “nachweislich” vor Krebs

„Man muss nicht immer einer Meinung sein mit Dzubilla. Aber er liefert Hintergründe, bringt starke Argumente, deckt auf und regt zum Nachdenken an.“ Nein, dieses Statement ist kein Eigenlob des Bloggers, sondern diese Aussage war eine Begründung der Axel Springer Akademie, die mir vor einiger Zeit mal den “Award der Woche” verliehen hatte für meine Bloggerei. Hier ist das Corpus delicti.

Bildschirmfoto 2016-03-15 um 17.22.52Ich schreibe das, weil es in und um Ahrensburg herum Leute gibt, die sich nicht von mir zum Nachdenken anregen lassen. Zum Beispiel unser aller Bürgermeister. Oder die Schreiber von der Stormarn-Beilage. Oder jüngst die Volkshochschule Großhansdorf: Ich habe die Damen und Herren darauf hingewiesen, dass sie Kurse veranstalten für Schüßler-Salze, die unlautere Werbung sind, für die der Teilnehmer auch noch bezahlen muss. Und Lilliveeh vom Werbeportal ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg), die mir nur glaubt, wenn die Zentrale für unlauteren Wettbewerb ihr meine Meinung ausdrücklich bestätigt, die bringt es fertig, Schleichwerbung für die Schleichwerbung der Schüßler-Salze auf ihrem Werbeportal zu bringen.

Nun wird die VHS Großhansdorf und das Werbeportal ahrensburg24 in der deutschen Kommunikationsbranche bekannt, denn ich hänge den Fall an die große Glocke: Morgen erscheint der abgebildete Beitrag  in der Zeitung HORIZONT. Dort habe ich nicht nur über Schüßler-Salze und die Unlauterkeit der Werbung geschrieben, sondern auch über einen Werbeflyer vom Ahrensburger Sonnenstudio berichtet, wo allen Ernstes verbreitet wird, dass das Liegen auf der Sonnenbank “nachweislich” vor Krebs schützt, weil man dabei “Vitamin D tanken” kann. Gruselig!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. März 2016

6 Gedanken zu „Unglaublich: Werbung für Schüßler-Salze in der Volkshochschule, und Sonnenstudio schützt “nachweislich” vor Krebs

  1. Wolfgang König

    Manche Werber glauben wohl selber an den Quatsch,, für den sie werben. Da muss man die Leichtgläubigkeit der Umworbenen schon entschuldigen. Ein Prof., Dr.,Dr. Dr. Lallakalla aus Heidelberg bot auf einer Rentnertour Q 10 an und schwor, dass das Zeug auch gegen Diabethes helfen würde. Die Mutter seines Freundes sei innerhalb von zwei Wochen völlig gesundet. Der Stoff sei für Männer und Frauen mit unterschiedlichem genetischen Material produziert worden. Dieses Produkt würde durch ein spezielles Kühlsystem in der Pappschachtel mindestens ein Quartal haltbar sein.
    Ein Rentnerehepaar hatte gleich zweimal eine Kaufberechtigung erworben. Die beiden waren überglücklich. Sie wurden mit einem Taxi quer durch S-H gefahren, um Geld für den Kauf zu holen.

  2. Anarcho

    Meine Großmutter väterlicherseits hatte sich ihr linkes braunes Holzbein sogar mit Q 11 eingerieben. Jetzt ist es grün.

    1. Anarcho

      Danke Herr König für den Tipp.
      Und tatsächlich. Aufgrund des wieder einsetzenden Saftflusses im Holzbein sind auch die neuen kleinen Verdickungen erklärlich. Es handelt sich um zarte österliche Austriebe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)