Beschwerde eines Abonnenten an die Chefredaktion vom Hamburger Abendblatt

Hallo Herr Chefredakteur! Ich bin Abonnent vom Hamburger Abendblatt online und zahle dafür jeden Monat bares Geld an Ihren Verlag. Neben meinem Print-Abo, denn ich möchte online die aktuellen Nachrichten lesen, die das gedruckte Papier noch nicht bringt.

Bildschirmfoto 2016-02-23 um 08.50.48Gestern war Stadtverordneten-Versammlung in Ahrensburg. Gestern. Und ich war heute früh ganz gespannt darauf zu erfahren, was dort gestern passiert ist. Aaaber: Keine Bericht darüber auf Stromarn Online! 🙁

Kann es sein, dass kein Reporter aus der Stormarn-Redaktion dort gewesen ist? Oder waren die Themen so wenig interessant, dass es sich nicht gelohnt hat, darüber heute aktuell zu berichten? Oder – ich mag es gar nicht denken: Nehmen Sie Ihre zahlenden (!) Leser eigentlich nicht ernst?

Warum haben Sie überhaupt ein Online-Portal? Um für Werbung zu kassieren? Oder um über aktuelle Verkehrsunfälle zu berichten? Oder – wie gestern – vom Betrunkenen in Bad Oldesloe, der gegen eine Laterne fährt und seine Frau schlägt? Ist so ein Thema vielleicht wichtiger als Themen aus der Ahrensburger Stadtverordneten-Versammlung…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Februar 2016

9 Gedanken zu „Beschwerde eines Abonnenten an die Chefredaktion vom Hamburger Abendblatt

  1. Hans Wurst

    Sofern diese Beschwerde auch direkt an den Chefredakteur und in Kopie an die Hauptredaktion des HA gesendet wurde, kann eine Antwort möglich sein, ansonsten verbleibt alles rethorisch.
    Früher waren die Redakteure und Fotografen regelmäßig vor Ort, auch abends. Dass zumindest sind meine Erfahrungen in Bezug einer größeren Regionalausgabe einer anderen Tageszeitung. Leider ist das HA lammfromm und unkritisch. Als Leser frage ich mich mittlerweile nicht mehr, ob die Grundsätze guten Journalismus in der Ahrensburger Redaktion bekannt und gelebt werden. So hat man wenigstens etwas zum Lachen. Und die noch verbliebenen Anzeigenkunden sind milde gestimmt.

    1. H.J. Lange

      Hallo Herr Dzubilla,
      aber ich war da und ich bin auch schon wach:

      Wie gehabt wurde darum gerungen, mehr Geld auszugeben, als in der Kasse liegt.
      Nur die rechts vorne sitzende SPD wollte wie vorhersehbar das Problem durch Steuererhöhungen ein wenig mildern.
      Mit den weiter steigenden Schulden und den Folgen morgen und übermorgen, sowie den schwindsüchtigen Einnahmen usw wollte sich nicht wirklich ein einziger Volksvertreter beschäftigen.
      Das Schließen der Rednerliste war weit attraktiver.

      Nur ein Stadtverordneter erklärt den zahl-armen Besuchern, dass die Vorentscheidungen bereits in den Ausschüssen fallen würden. Dort würde aber eifersüchtig darauf geachtet, dass nur in den anderen Ausschüssen weniger ausgegeben wird.

      Kommen dann noch die eigentlich unbezahlbaren Vorgaben aus Berlin hinzu (z.B. Kinderbetreuung: Ein Krippenplatz kostet pro Monat weit mehr als eine Durchschnittsrente niedrig ist) – dann, ja dann ist der Bürgermeister „gut gemacht“ überfordert, der Ausgabenwut in den Ausschüssen Einhalt zu gebieten, etwa durch kreative Vorschläge zur Lageverbesserung.
      ———————–

      Und:
      Hat ein Bürger ein wenig Einblick in das Zustandekommen von Investitionskosten, fällt heute wie auch früher schon auf, dass bereits die im Rathaus eingehenden Ausführungsangebote etwa für bauliche Vorhaben im Vergleich zur sog. freien Wirtschaft weit jenseits der Hoch-Grenze von Gut und Böse liegen.
      Ein Grund:
      Die Entscheider geben nicht ihr eigenes Geld aus, sondern Steuergeld, das es immer reichlich gibt, letztlich als „Fördergeld“.
      Das dazu vergleichsweise niedrige Niveau der baulichen Ergebnisse ist etwa als schlecht verlegtes Steinpflaster in der „Rampengasse“ und Großen-Straße mit den Füßen zu treten.

      HJL

  2. Lorenz

    Meine Beobachtung von heute,
    in der Bismarckallee sollten von Mitarbeitern des Bauhofes Frostschäden der Fahrbahndecke behoben werden. Dafür wurde Sand in die Löcher gekippt und …… beim nächsten Regen sind die Frostschäden bestimmt wieder da!

  3. Martina Meckelein

    Vielleicht liege ich falsch, aber könnte es nicht auch sein, dass die Abendblatt-Redakteure der Stormarnbeilage zur Zeit in Bad Oldesloe „trollen“? Auffallend viele Texte in den vergangenen Tagen über die Stadt, oder? Vielleicht versucht Funke neue/alte Leser zu akquirieren? Nur ein Gedanke.
    Einen nächtlichen Gruß sendet
    Meckelein

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Was für ein goldiger Kommentar! Zum einen ist der Beitrag gar nicht in der Stormarnbeilage vom 23. 2. 16 erschienen, sondern er ist auf Stormarn online veröffentlicht worden. Und zwar nachdem ich mich beschwert hatte, dass der Bericht dort nicht zu lesen war. Also: Erst mal recherchieren vor dem Jubilieren, Jubillierer!

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