Wirtschaftsförderung für die Stadt Ahrensburg? Nein, sondern städtisches Missmanagement!

Wer wie ich schon ein paar Jahre länger in Ahrensburg oder Umgebung beheimatet ist, der hat ihn noch in blühender Erinnerung: Der Ahrensburger Wochenmarkt war ein Prunkstück in der Innenstadt. Damals war der Rathausplatz voll mit Ständen bis zum Rand, und das Angebot war wunderbar und vielseitig. Die Händler kamen von weither genauso wie viele Kunden, um sich auf dem Ahrensburger Wochenmarkt zu tummeln. Wir Ahrensburger konnten wirklich stolz sein auf unseren Wochenmarkt. Damals, wie gesagt. Und heute? Heute herrscht dort Tristesse in toter Hose.

Parallel mit der Amtszeit des derzeitigen Bürgermeisters haben sich die Schulden der Stadt auf- und der Wochenmarkt abgebaut. Als wir heute über den Rathausplatz gingen, es war kurz vor 12 Uhr, da herrschte dort nicht nur gähnende Leere, sondern auch Trübsal. Der Platz war mehr Parkplatz für Autos als Marktplatz für Menschen. Ein gruseliges Bild, wenn Sie sich das bitte mal selber anschauen wollen:

Ahrensburger Wochenmarkt 2016

Nein, das lag bestimmt nicht am Wetter, denn Regen gab es auch schon früher! Der Grund dafür ist vielmehr im Rathaus zu suchen, nämlich in der Person des „Gut-gemacht!“-Bürgermeisters Michael Sarach. Denn Verwaltung und Gestaltung des Wochenmarktes liegen in den Händen der städtischen Verwaltung. Und dort schaut man seit Jahren unbeteiligt zu, wie unser ehemaliges Paradestück verkommt wie die Straßen in unserer Stadt.

Bildschirmfoto 2016-01-30 um 13.11.07Die Abteilung Wirtschaftsförderung der Stadt indes sieht das nicht so. Sie zeigt im Internet einen blühenden Wochenmarkt in Ahrensburg, den es gar nicht gibt – siehe die Abbildung! Da fragt man sich in der Tat, ob die Verantwortliche dumm ist oder nur beschränkt denken kann.

Eine Stadt ohne einen attraktiven Wochenmarkt ist wie ein Segelschiff ohne Segel. Man könnte den Ahrensburger Wochenmarkt auch als Wrack bezeichnen. Hier werden keine Kunden mehr in die Innenstadt gelockt, die auch die Umsätze der Läden heben.

Wie ich schon in Vergangenheit geschrieben habe: Der Wochenmarkt gehört in private Hände, und zwar so schnell wie möglich, denn es ist bereits fünf vor zwölf! Wir können einfach nicht mehr länger mit ansehen, wie ein paar beamtete Luschen hier nichts tun außer Standgebühren zu kassieren. Und der Bürger bezahlt seit über einem Jahr für ein städtisches Marketing, das nicht arbeitet. Eigentlich ein Fall, der vor das Verwaltungsgericht gehört, finden Sie nicht…?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Januar 2016

49 Gedanken zu „Wirtschaftsförderung für die Stadt Ahrensburg? Nein, sondern städtisches Missmanagement!

  1. Der Spatz vom Rathausdach

    Lieber Herr Dzubilla, machen Sie doch mal ein Preisausschreiben mit der Preisfrage: Was hat Bürgemeister Michael Sarach während seiner sechs Amtsjahre wirklich gut gemacht! Sollte tatsächlich eine Antwort eingehen, dann kann die nur von einem Genossen des SPD-Bürgermeisters kommen. Und auf die bin ich sehr gespannt!

  2. Paul Schmitt

    Bestimmt trägt auch der Wandel in der Gesellschaft dazu bei, dass immer weniger Mensch zum Markt gehen. Frisches Obst und Gemüse gibt es ja mitlerweile überall.

        1. Harald Dzubilla Artikelautor

          Der Markt muss einfach gemanagt werden.Das kann ein Herr Dorow nicht, wie man in Vergangenheit gesehen hat und bis heute sieht. Die Konsumenten wollen Bio, Vegetarisches und zunehmend Veganes. Und sie wollen frisches Obst direkt vom Erzeuger und aus der Region. Und frische Blumen und Pflanzen. Aber: Sie wollen auch Parkplätze, damit sie ihre Einkäufe nicht meilenweit schleppen müssen. Die stehen leer unter dem Rathausplatz und sind gesperrt auf dem Stormarnplatz, wo nur Zirkuswagen parken dürfen. Und die Kunden wollen Wurststände und auch mal was Neues zum Aus-der-Hand-essen. Und schönes Ambiente wollen sie und eine tolle Atmosphäre. Und originelle Händler wie früher den Pflanzenhändler aus Holland und Hein & Hein. Und wo gibt es in Ahrensburg so frische Krabben wie am Verkaufswagen, der direkt von der Nordsee nach Ahrensburg kommt? Aber wo bleiben originelle Aktionen, Musik und Fröhlichkeit? Wann gab es in Ahrensburg mal Werbung für das Wochenmarkt-Erlebnis mit besonderen Angeboten…?

  3. Kassandra

    Bei einer Misswahl in Ahrensburg würde Christiane Link zur „Miss Management“ gewählt werden, wenn sie verstehen, was ich meine.

  4. Uwe Bartels

    Wenn Sie mit den Händlern sprechen, dann erfährt man allerdings, dass etliche Händler derzeit Winterpause ( der Urlaub sei Den Marktbeschickern gegönnt) machen. In ungefähr 14 Tagen wird das Bild wieder ein etwas anderes sein.

    Ob man städtische Beamte als „Luschen“ bezeichnen sollte, möchte ich allerdings bezweifeln…selbst wenn man, wie auch ich, wirklich mit etlichen Dingen überhaupt nicht einverstanden ist.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Dann treffen wir uns mal in 14 Tagen wieder auf demselben Platz! 😉 Und eine „Lusche“ ist ein „Versager“. In meinen Augen ist zum Beispiel der amtierende Bürgermeister ein Versager. Finden Sie nicht…?

  5. Wolfgang König

    Vor ein paar Jahren hat sich auch die Politik direkt um das Wiedererstarken des Marktes bemüht (WAB: Herr Aschmann). Doch was ist dabei herausgekommen?: Parkplätze auf dem Marktplatz.
    Die Parkplätze unter dem Rathausplatz lassen sich nicht gegen den Willen des Eigentümers aktivieren. Für „Eigentum verpflichtet“ gibt es kein allgemeines Gesetz und Enteignung ist sehr schwierig.Der gute Wille des Eigentümers fehlt. Er lässt lieber Ratten laufen.
    Der Markt in Volksdorf und in Sasel ist immer gut bestückt und gut besucht.
    Am 23.01. gegen 12:00 war ich auf unserem Marktplatz. Es herrschte fast gähnende Leere. Zur Hauptverkaufszeit sah es schon nach Abbruch aus.
    Aber im CCA-Durchgang Große Straße tat sich etwas. Gegenüber dem Müllplatz ist Farbe an die weiße Wand gekommen.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Apropos Tiefgarage: Die Stadt hat dem Eigentümer eine öffentliche Zufahrt gestattet, damit dieser an seine alte Einfahrt ein Geschäftslokal (Apotheke) bauen und dafür Miete kassieren konnte. Warum hat die Stadt das getan, wenn die Tiefgarage zum größten Teil gesperrt ist? War das vorher so vereinbart? Warum wird die öffentliche Zufahrt via Rampe für den Garageneigentümer nicht gesperrt, genauso, wie der die Parkplätze sperrt? Bestimmt wurde das juristisch geprüft – warum berichtet die Verwaltung nicht über den aktuellen Stand, nachdem der BML schon vor Monaten erklärt hat, es würde sich dort etwas bewegen…? (Man nennt das „Kommunikation“, Herr Bürgermeisterlehrling!)

      Tipp: Die Rampenzufahrt völlig abbauen und eine Einfahrt an anderer Stelle schaffen, über die kein Zugang zur Garage des Sturkopfes führt. Das hätte den weiteren Vorteil, dass die Rampengasse dann wieder zur Klaus-Groth-Straße werden könnte!

      Warum berichten die örtliche Presse und das regionale Fernsehen eigentlich nicht über die Unverschämtheit, die hier passiert, und über die Hintergründe…? Weil die Bürger kein Interesse daran haben zu erfahren, dass ein Eigentümer eine Stadt zum Narren macht…?

      1. fritz lucke

        Moin Herr Dzubilla,
        ich will mal die „3 kleinen Äffchen“ neu interpretieren:
        „KEINE Lösung, KEIN Bericht, KEIN Problem“
        Manche Dinge sind doch soooo einfach, noch einen schönen Sonntag

  6. Wolfgang König

    Schilda hat sich selbst in den Sumpf geritten. Anliegende Eigentümer haben ein Recht auf Zugang. Bei mir kommt nun immer Fröhlichkeit auf, wenn ich an die vorschnellen und zeitraubenden Aktionen unserer Stadt denke oder sie sehe. Spontan fällt mir ein: Methan, Kastenlinden, Fällaktion, Moorwanderweg-Brücke, Kitas, Krankenhausgiebel, Erschließung an der A1, Lindenhof, Reitbahn, Kino, Nordtangent, Südtangente, Brückenbauwerk………………………..und das ganze kostspielige Drumherum.
    Wo bleibt der zweite Gewerbe-Rundturm an der Umgehungsstraße?

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      …und für die dringend notwendige Schulhofsanierung der Grundschule am Schloss ist kein Geld vorhanden, weil das in die Sanierung der nutz- und wertlosen Ruine hinter dem Marstall gesteckt wird, den Alten Speicher. 🙁

      1. Christian Schmidt

        Hallo Herr Dzubilla,

        bitte streichen Sie die Schulhofsanierung bei ihren Argumenten. Ich glaube darüber müssen wir uns keine Sorgen machen.
        Sie sind scheinbar nicht mehr up-to-date. 🙂

        Gruß
        Christian Schmidt

          1. Christian Schmidt

            Hallo Herr Dzubilla,

            schauen Sie doch in das Bürgerinformationsssystem der Stadt Ahrensburg.
            Da können sie einen entsprechenden Antrag finden.

            Verlassen Sie sich bei ihrer Informationsbeschaffung nur auf ihre Kollegen?

            Gruß
            Christian Schmidt

          2. Harald Dzubilla Artikelautor

            Hallo Herr Schmidt! Ein Antrag ist, wie Sie wissen müssten, ein Antrag und kein Auftrag. Anträge werden ständig gestellt – auch von mir: Ich stelle hiermit den Antrag, den Alten Speicher umgehend wieder zu verkaufen. Frage: Muss ich mir jetzt keine Sorgen mehr machen…? Und was ist mit dem Blaumann, wo der damalige Antrag in einen Auftrag übergegangen ist…? Freundliche Grüße Harald Dzubilla

  7. Mark

    Wenn es doch nur der Wochenmarkt wäre ..fast die gesamte Innenstadt Ahrensburgs ist wie eine Geisterstadt . Wenn ich mich erinnere wie lebendig diese Stadt bis vor 10 Jahren war… 🙁

  8. Hans Wurst

    Am Samstag war ich dieses Mal bereits gegen 8 Uhr auf dem Markt. Große Pfützen sorgten für einen Slalomlauf. Viel los war um diese Uhrzeit bei den Händlern nicht. Ich empfand es typisch für das Regenwetter. Dennoch empfinde ich das Angebot auf dem Wochenmarkt in Volksdorf in Teilen abwechslungsreicher und ansprechender. Dort bekomme ich eher nicht alltägliche Vielfalt, die laut Nachfrage bei Marktbeschickern in Ahr Neuburg nicht ausreichend gewünscht werden. Oder schafft ein Markt nicht auch seine Kunden. Anfänge wurden einige Male von neuen Händlern unternommen, doch nach einigen Malen waren diese dann nicht mehr in Ahrensburg. Am Ende des Tages muss der Einzelunternehmer noch genügend Geld in der Tasche behalten nach Abzug aller Kosten.
    Das Thema Markt trifft leider auch auf die Einzelhandelsgeschäfte zu. Ahrensburg benötigt nicht unbedingt noch mehr Geschäfte als sogenanntes Mittelzentrum, sondern einen guten, attraktivem Mix aus Geschäften, der alle Ahrensburger ausreichend gut mit Waren und Dienstleistungen versorgt – auch noch in 10-20 Jahren, zumal mehr und mehr Einkäufe im Internet detätigt werden.
    Lösungen? Einkaufserlebnisse schaffen.

  9. Fritz aus Ahrensburg

    In den Jahren 2007-2009 investierte die Stadt Ahrensburg mehrere Millionen Euro, um die Innenstadt attraktiver zu machen. Aus der Großen Straße sollte eine Flaniermeile für die Ahrensburger werden, in ungefähr vergleichbar mit dem Jungfernstieg in Hamburg. „Das wird eine Granate“, versprach der damalige Bauamtsleiter Thiele. Herausgekommen ist „tote Hose“. Das Geld ist trotzdem futsch.
    Das gleiche Verfahren wiederholt sich derzeit unter dem wiedergewählten „gut gemacht“ Bürgermeister Sarach.
    Fritz aus Ahrensburg

  10. Wolfgang König

    Vorletzten Samstag lagen zwischen Aldi und Deli unzählige nasse Blätter Zeitungspapier. Der MARKT wird nun mittels Luftpost ausgetragen. Kein anliegender Gewerbetreibender hat die Fetzen aufgelesen. Kein Gewerbetreibender hat die Böllerreste seiner Gäste vom öffentlichen Grund gekehrt und entsorgt. Was kehrt mich das?Das da draußen gehört mir nicht.
    Sicherlich hat die Stadtreinigung auf dem Rathausplatz, in der Klaus-Groth-Str., in der Großen Straße usw. aufgekehrt und entsorgt. Wir haben unsere Böllerreste aufgehoben und entsorgt. Welcher Bürger macht das noch? Ggf. wird das Zeug dem Nachbarn vor die Tür gefegt.
    Flaniermeile Große Straße? Da muss der Bürger aufpassen, dass er bei diesem maroden Pflaster nicht stolpert oder mit den Absätzen stecken bleibt.
    Anträge stellen? Die werden meist nur bei Posten-Umbesetzungen angenommen oder wenn sie politisch konform sind. Ist das nicht der Fall oder kosten sie gar noch Geld, werden sie mehrheitlich von der anderen Seite abgelehnt. Herr Dzubilla, das haben Sie richtig erkannt.

  11. Christian Schmidt

    Hallo Herr Dzubilla,

    Nach Ihrer Reaktion vermute ich mal, dass sie sich das Bürgerinformationssystem nicht angesehen haben.

    Ich will sie hier einmal formlos zitieren:
    „Ich stelle hiermit den Antrag, den Alten Speicher umgehend wieder zu verkaufen.“

    Wenn Sie den Antrag ernst meinen, warum stellen Sie ihn dann nicht auf der nächsten Einwohnerversammlung? 🙂
    Ihr Blog ist wohl kaum der richtige „Ort“ einen ernst gemeinten Antrag zu stellen… so ein oder zwei Formalien müssten da schon eingehalten werden.

    Gruß
    Christian Schmidt

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Ach, lieber Herr Schmidt, Sie können ja richtig (real)satirisch sein! Wenn ich in der Einwohnerfragestunde in der Einwohnerversammlung ans Mikrophon trete und sage: „Ich stelle den Antrag…“ – dann komme ich nicht mehr weiter, weil unser Bürgervorsteher mich unterbrechen wird mit dem Hinweis: „Sie können hier keine Anträge stellen sondern nur Fragen!“

      Aaaber: Wenn der GRÜNE Stadtverordnete Christian Schmidt sich dann erhebt und sagt: „Dann stelle ich eben den Antrag, dass der Alte Speicher sofort wieder verkauft wird!“ …

      … dann, lieber Herr Schmidt, ziehe ich vor Ihnen meinen Hut, den ich an diesem Tage extra aufsetzen würde. Also: Tun Sie es…? (Übrigens: Ein potentieller Käufer hat sich schon bei Szene Ahrensburg gemeldet!)

      Mit freundlichen Grüßen
      Harald Dzubilla

      1. Christian Schmidt

        Hallo Herr Dzubilla,

        Nein, ich werde so einen Antrag nicht stellen, nur weil ich sie zitiert habe. Aber netter Versuch. 🙂

        Bitte verwechseln sie nicht die Einwohnerfragestunde (der Stadtverordnetenversammlung oder der Ausschüsse) mit der Einwohnerversammlung. Eigentlich sollte sich ein Journalist, der über Kommunalpolitik schreibt den Unterschied kennen.

        Gruß
        Christian Schmidt

        1. Harald Dzubilla Artikelautor

          Ich habe Sie nicht richtig verstanden: Was, sagten Sie, ist aus dem Beschluss der Stadtverordneten geworden, den Muschelläufer zu versetzen – siehe Abbildung!?

          Außerdem: Wenn ein Bürgermeister sich in seinem Amt nicht auskennt
          http://www.shz.de/lokales/stormarner-tageblatt/rechtsstreit-endet-mit-vergleich-id11504481.html muss ein Blogger sich auch nicht in der Kommunalpolitik auskennen. Und wenn er alles wüsste, der Blogger, dann wäre er ja Stadtverordneter geworden…! 😉

          1. Christian Schmidt

            Hallo Herr Dzubilla,

            sie weisen immer auf die kleinen oder großen Fehler ihrer Kollegen (Markt, Abendblatt oder ahrensburg24) hin. Dabei habe ich das Gefühl, dass sie viel Sachkenntnis haben.
            Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass sie sich aus in der Kommunalpolitik bestens auskennen. 🙂

            Soll ich Ihnen noch einmal den Unterschied zwischen Einwohnerfragestunde und Einwohnerversammlung erklären?

            Gruß
            Christian Schmidt

          2. Harald Dzubilla Artikelautor

            Hallo Herr Schmidt!

            Sie sind mir schon so ein kleiner Scherzbold. Also: Der Unterschied zwischen Einwohnerfragestunde und Einwohnerversammlung ist der gleiche Unterschied wie zwischen Fußball und Elfmeter. 😉

            Mein Tipp: Wenn Sie einen Journalisten treffen, der von sich behauptet, alles zu wissen, dann sollten Sie misstrauisch werden! Wenn z. B. ich alles wüsste, dann würde ich nicht Szene Ahrensburg machen, sondern ich würde auf dem Stuhl bei Herrn Jauch sitzen und Millionär werden. Stattdessen stelle ich hier Fragen, weil ich vieles nicht weiß. Und ich freue mich über sachdienliche Antworten, wofür ich Ihnen, der Sie Stadtverordneter sind, besonders dankbar bin. Und das meine ich ehrlich.

            Freundliche Grüße
            Harald Dzubilla

  12. Der Carsten

    Liebe Leser,

    ich schreibe mal an dieser Stelle weil ich mich gerade richtig aufrege, nachdem ich diesen Artikel im HA gelesen habe.

    http://www.abendblatt.de/region/stormarn/article206985753/Haushalt-2016-Politiker-streiten-sich-ums-Geld.html

    Ich habe ja während des Wahlkampfes schon gesagt, das Ahrensburg einen Finanzmann bzw. einen Controller braucht. Was ich heute lesen muss entsetzt mich als Kaufmann bis ins Mark. Wie ich dem Artikel entnehme, weiß im Moment keiner wie viel Geld eigtl. in der Kasse ist. Genaue Zahlen gibt es von 2012.

    Das ist ja super!

    Was macht der Kienel? Es macht doch keinen Sinn sich über Planungen für 2016 zu streiten, wenn keiner weiß wie 2013 final abgeschlossen wurde…

    In der Realwirtschaft nennt man so was unter Umständen Insolvenzverschleppung! Der einzige Vorteil darin währe, dass ein erfahrener Verwalter bestimmt wird, und die alten Verantwortlichen abgesetzt werden.

    Ich habe es doch vor ein paar Monaten gesagt. Wenn eine Stadt wie Ahrensburg in derart schwierigen finanziellen Verhältnissen steckt, dann wählt man keinen Verwalter oder It Mann. Man wählt einen der sich mit Finanzen auskennt.

    Jetzt werden die „gut gemacht Michi“ Wähler sagen… „Wer soll denn wissen dass der keine Ahnung von Finanzen hat? Wer sollte das ahnen?“

    Bei der nächsten Wahl wähle ich die Thunecke. Die weiß wie man zurechtkommt!

    Sorry, bin gerade echt entsetzt!

    Gruß
    Der Carsten

    1. Christian Schmidt

      Hallo Der Carsten,

      Bei dieser Thematik gibt es gleich mehrere Probleme.
      Die Umstellung von Kameralistik auf Doppik ist nicht ganz einfach. Da gab es wohl viele Fragen. Und es gab eine Menge Probleme durch längere Ausfallzeiten.

      Was sie ansprechen sind die Jahresabschlüsse. Die kommen jetzt nach und nach und so langsam sollten wir aktuell werden.

      Was die Stadt auf den Konten hat, ist bekannt. Die Bilanzen sind noch nicht auf dem laufenden. Das ist ein Unterschied.

      Ich stecke in dem Thema nicht ganz drinne, aber was ich gehört habe, ist dass wir eigentlich besser dastehen, als gedacht.

      Gruß
      Christian Schmidt

  13. Wolfgang König

    Aber Herr Sarach berichtet doch bei jeder Stadtverornetenversammlung über den Stand der Finanzen. Das ist wohl nur der Personalhaushalt zur Beruhigung der Mitarbeiter. Da muss doch irgend etwas mehr sein? Eine Glaskugel in der Schreibtischschublade? Der Wähler wollte es doch so.
    Und so kommt man vom Gemüsemarkt zum Finanzmarkt.
    Gibt es heute keinen neuen Blog? Schneeglöckchen und Winterlinge stehen schon in Blüte. Was macht Frau Andres?

  14. Hans Wurst

    Wenn ich mir den Markt vom Wochenende ansehe, den ich mir von der Tankstelle mitnahm, so gibt es sicherlich Themen wie zum Beispiel die Fehlplanungen für die Kindergarten- und Hortplätze in Ahrensburg, wo einige Elternteile ihre Arbeit aufgeben müssen, so sie keinen Kindergarten- bzw. Hortplatz haben werden. Das Thema schleppt sich schon die letzten Jahren durch die Verwaltung und Politik.

  15. Britta S.

    Ein Streitpunkt vor der Verabschiedung des Haushalts sind jedesmal die aufgeblähten Personalkosten. Dabei haben die Stadtverordneten ihre Zustimmung dazu erteilt, dass der Stadtjustiziar – abweichend von der Regelbesoldung A 15 – vom Bürgermeister auf A 16 hochgestuft wurde. Das allein kostet die Stadt jedes Jahr mehrere tausend Euro. Zudem habe die Stadtverodneten ihre Zustimmung dazu gegeben, dass eine hochdotierte Bauamtsleiterin vom Bürgermeister auf die neu geschaffene Stelle für das Stadtmarketing abgeschoben wurde. Für diese Stelle ist aber weder eine Besoldung für eine Leitungsfunktion noch überhaupt eine Verbeamtung erforderlich. Zudem sind Architekten auf einer derartigen Stelle absolut fehl am Platze. Diese Stellenbesetzung wurde nur vorgenommen, weil der Bürgermeister seine Privatkrieg mit der ehemaligen Bauamtsleiterin bis vor das Verwaltungsgericht getragen und dann vor Gericht verloren hat. Der Bürgermeister hat seine Fehde mit der ehemaligen Bauamtsleierin über Jahre hinweg auf Kosten der Steuerzahler ausgetragen, und die Stadtverordneten haben dem nicht Einhalt geboten. An der Misere mit den hohen Personalkosten sind also die Parteien sehr wohl mit verantwortlich.
    Britta

  16. Thomas H.

    Es ist auch ein Zeichen von Missmanagement, wenn die Stadt Ahrensburg die Gewerbeflächen Beimoor-Süd für 7 Millionen statt zum Marktwert von ca. 14 Millionen an die WAS verkauft.
    Beste Grüße
    Thomas H.

  17. Christian Schmidt

    Hallo zusammen,

    @ „Hans Wurst“ – an dem Problem Kita/Hort arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck. Die Lösung wird noch etwas auf sich warten lassen, denn leider kann man nicht so einfach Plätze aus dem Hut zaubern.
    Worauf sich aber alle schon mal einstellen können ist, dass die Kosten steigen werden. Es gab ja eine „dicke“ Gehaltserhöhung für die ErzieherInnen.

    @ „Thomas H“ – Ihre Zahlen sind nicht richtig. Das könnte daran liegen, dass der ganze Vorgang nicht öffentlich ist.
    Eine Info zu Gewerbegebieten: Die Kommunen machen mit der Verkauf der Grundstücke selten „Gewinn“ (Sie müssen auch die Erschließungskosten einkalkulieren). Der „Gewinn“ für die Kommunen kommt über die Gewerbesteuer.

    @ „Britta S.“ – Ahrensburg hat keine „aufgeblähten Personalkosten“, im Gegenteil es fehlt an allen Ecken und Enden Personal.
    Die Aufgaben, die die Verwaltung übernehmen muss sind mehr geworden, das Personal aber nicht. Nebenbei, jedes Jahr wird der Stellenplan sehr kritisch von der Politik geprüft, da werden eher zu wenig Stellen genehmigt.

    Der andere Fall, den Sie ansprechen ist sehr kompliziert. Als normaler Arbeitnehmer kann man sich das schlecht vorstellen. Hier verursacht das Beamtenrecht für die Stadt erhebliche Kosten.
    Nur so viel dazu:
    Mit der jetzigen Leitung ist das Bauamt wesentlich besser aufgestellt.
    Und ich erwarte von jemanden der studiert hat, dass er/sie sich auch in neue Bereiche „einarbeiten“ kann – das ist der Hauptunterschied zwischen Studium und Ausbildung. Meiner Meinung nach ist Stadtmarketing recht komplex, anspruchsvoll und wichtig (wenn es richtig gemacht wird) und durchaus mit einer Bauamtsleitung zu vergleichen.

    Gruß
    Christian Schmidt

    1. Frau Behnemann

      Hallo Herr Schmidt!

      Ihre Ausführungen sind schlüssig, allerdings geben sie mir Anlass zu einer Frage: Wenn die studierte Stadtmarketingleiterin doch fähig für dieses Amt ist: Warum dann hat sie nach über einem Jahr (!!!) nicht schon wenigstens ein Konzept vorgelegt, von der Umsetzung gar nicht zu reden….???

      Gruß von Frau Behnemann & Familie

  18. Britta S.

    Sehr geehrter Herr Schmidt,
    Das , was Sie zu den Stellenbesetzungen schreiben, belegt mir nochmals , wie unbedarft Ahrensburger Stadtverordnete argumentieren. Sie übersehen komplett, dass sich der Bürgermeister im Fall der früheren Bauamtsleiterin rechtswidrig verhalten hat. . Wenn Sie behaupten, dass ein provisorischer Bauamtsleiter, der nicht einmal die Qualifikation für das Fach hat, besser sein soll als die dafür qualifizierte frühere Amtsinhaberin, dann frage ich mich, warum in Ahrensburg überhaupt noch Stellenausschreibungen durchgeführt werden. Aus Ihren Beiträgen wird zunehmend deutlich, dass Sie einfach nur das wiederholen, was die Verwaltung vorgibt.
    Eines ist für mich klar geworden : Für mich sind Sie ein Repräsentant der Grünen. Ich habe früher in Ahrensburg über Jahre hinweg die Grünen gewählt. Das werde ich mit Sicherheit nicht noch einmal tun!
    Britta

  19. Fritz aus Ahrensburg

    Hallo Herr Schmidt,
    Sie sind wirklich putzig. Nur fehlt es bei Ihrer Argumentation manchmal an der nötigen geistigen Trennschärfe. Wenn jeder Akademiker auf jeder Stelle einsetzbar wäre, dann sollte man doch demnächst die Grundschullehrer den Dienst von Fluglotsen übernehmen lassen . Und die Dipl. Psychologen könnten dann unsere Düsenjets fliegen. Genau nach diesem Prinzip werden in der Ahrensburger Verwaltung die Spitzenjobs vergeben.
    Fritz aus Ahrensburg

    1. Christian Schmidt

      Hallo „Fritz aus Ahrensburg“,

      Ich denke mit ein bißchen Unterstützung bekommt ein(e) qualifizierte(r) Bauamtsleiter(in) das schon hin…

      Gruß
      Christian Schmidt

  20. Christian Schmidt

    Hallo zusammen,

    @Frau Behnemann & Familie: Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt… Ich kann da nur Vermutungen anstellen, das hier zu äußern wäre nicht nett.

    @“Britta S.“: Ja, in diesem Fall wurden einige, sehr ärgerliche Fehler gemacht. Und ich bin nicht glücklich darüber.
    Meine Einschätzung über die Leistung der provisorischen Bauamtsleitung beruht auf den Erfahrungen, die ich gemacht habe. Ja, das ist natürlich subjektiv.
    Auch wenn Sie mir unterstellen, dass ich wiederhole was die Verwaltung sagt, ich habe mir meine Meinung selber gebildet.
    Und ich komme zu dem Schluss, dass die provisorische Bauamtsleitung das bessere Ergebnis abgeliefert hat.

    Die Stelle ist im Moment nur „provisorisch“ besetzt. Es ist aber notwenig sie „ordentlich“ zu besetzen. Deswegen gibt es eine Ausschreibung.
    Das hat nichts mit den Leistungen der provisorischen Bauamtsleitung zu tun.

    Gruß
    Christian Schmidt

  21. Thomas H.

    Werter Herr Schmidt,
    Tja, Herr Schmidt, wenn ich Ihre Beiträge so lese, dann stelle ich fest, dass zwischen den Auffassungen der Verwaltung und den Auffassungen der Grünen keine Unterschiede mehr zu erkennen sind.
    Sie nehmen den Mund ziemlich voll, wenn Sie behaupten, dass meine Zahlen zum Verkauf von Beimoor-Süd nicht stimmen. Ich habe die Zahlen nämlich aus der Stormarnbeilage. Dort war ganz klar abgedruckt, dass die Gewerbeflächen für 7 Millionen an die WAS gegangen sind. Und ca. ein halbes Jahr zuvor war zu lesen, dass der Marktwert der Flächen um die 14 Millionen liegt.
    Pikant ist, dass die Stadtverordneten sich von der Verwaltung dazu verpflichten ließen, den Verkaufspreis nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen, obwohl es dazu überhaupt keinen Grund gab. Schließlich handelte es sich gerade nicht um ein Veräußerungsgeschäft, bei der die Privatinteressen von Käufer oder Verkäufer hätten geschützt werden müssen.
    Es ging also bei diesem geheim gehaltenen Verkaufspreis ausschließlich darum, dass die Bürger nicht erfahren sollten, zu welchem Schleuderpreis ihr Eigentum verhökert wurde. Und wenn ich bedenke, dass sämtliche Parteien bei diesem Zirkus mitgemacht haben, bedeutet dies für mich , dass ich bei der nächsten Kommunalwahl keiner Partei meine Stimme geben werde.
    Beste Grüße
    Thomas H.

    1. Christian Schmidt

      Hallo Herr Thomas H.

      Der ganze Vorgang war nicht öffentlich. Mehr kann ich Ihnen dazu nicht sagen.
      Ziehen Sie mal von den 14 Millionen die Erschießungskosten (die sollten in den Haushalten der vergangenen Jahre noch als Verpflichtungsermächtigungen enthalten sein) und andere „Nebenkosten“ ab, dann kommen sie ganz schnell in Richtung der 7 Millionen…
      Die Erschließungskosten sind jetzt nicht mehr im Haushalt…
      In diesem Fall hat die Politik der Vorlage zugestimmt. Davon auf die allgemeine „Auffassung“ der Grünen zu schließen ist gewagt… Kennen Sie denn alle unsere Positionen und die entsprechenden Positionen der Verwaltung und die Positionen der anderen Parteien?

      Gruß
      Christian Schmidt

  22. H.J. Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    an den oben anschließenden Kommentaren können Sie meine zurück liegende Entscheidung nachvollziehen, meine Mission in Ihrem Blog aufzugeben, Ihr Rathaus und Ihre Stadtverordneten argumentativ aber auch nur wenige Millimeter hervorzulocken.

    Denn die ausgeprägte Abneigung von DENEN-DA-OBEN gegen infrage stellende Kommunikation gleicht dem Charakter der sog. „Gemeindeversammlung“ der ev.-luth. Kirchengemeinde Ahrensburg, am Montag im Kirchsaal Hagen: Eine Zumutung für das alles bezahlende Volk – eigentlich unerträglich.

    Wenn das Volk weglaufen wollte, wohin würde es laufen ?
    Weg von den Wahlurnen ? Weg aus den Kirchen ? Hin zu den Radikalen ?

    HJL

  23. Thomas H.

    Werter Herr Schmidt, Ich sehe, dass die Diskussion mit Ihnen nicht weiterführt, da Sie auf meine Argumente gar nicht eingehen. Wenn ich mit Argumenten und Begründungen arbeite und Sie mit Behauptungen und Statements reagieren , ist eine inhaltliche Auseinandersetzung und ein darauf basierendes Gesprächsergebnis nicht möglich. Was mir immer wieder auffällt , ist dass die Ahrensburger Politiker gar nicht daran interessiert sind aufzunehmen, was und wie Bürger denken, und welche Sorgen die Bürger bewegen. Sie haben mir ein sehr beredtes Beispiel von diesem Abwehrverhalten gegeben. Damit ist mein Gespräch mit Ihnen beendet.
    Thomas H.

  24. Christian Schmidt

    Hallo Thomas H.,

    Ich könnte mich jetzt empören… Aber das wäre wohl kontraproduktiv.
    Vermutlich werden wir bei dem Thema Gewerbegiebt nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Müssen wir ja auch nicht.

    Ich habe lediglich versucht ein Thema zu erklären, über das ich nicht detailliert sprechen kann (die „nicht Öffentlichkeit“ ist gerechtfertigt, wir haben das vorher geprüft) .
    Die Personalangelegenheiten über die wir uns hier unterhalten haben ist sehr komplex und ich möchte da nicht zu sehr ins Detail gehen. Immerhin geht es hier um eine einzelne Person und ich finde da gibt es Grenzen.

    Ich glaube die Ahrensburger PolitikerInnen nehmen sehr viel auf, was ihnen die Bürgerinnen und Bürger mitteilen.
    Jeder Mensch in unserem Land hat das Recht die Argumente seines/r Gesprächspartner für sich zu bewerten und sie sich entweder
    zu Eigen zu machen oder eben nicht. PolitikerInnen dürfen das auch.
    Das hat nichts mit Abneigung gegen Kritik zu tun.

    Ganz im Gegenteil, konstruktive Kritik und vernünftige Lösungsvorschläge sind immer willkommen. Wir freuen uns über BürgerInnen, die in die Ausschüsse/Stadtverordnetenversammlung kommen oder die die Veranstaltungen der Parteien besuchen.

    Gruß
    Christian Schmidt

    1. Christian Schmidt

      Hallo Fritz aus Ahrensburg,

      Ich darf doch hier Kommentare schreiben, wenn ich das Bedürfnis danach verspüre, oder? 🙂

      Gruß
      Christian Schmidt

      P.S.: Na los, noch einen Kommentar, dann sind die 50 voll und Hr. Dzubilla freut sich.

  25. Waldemar

    Ich schätze, dass bei der nächsten Kommunalwahl die Wahlbeteiligung zwischen 30% und 40% liegen wird. Und dann werden die Kommunalpolitiker wieder sehr lange darüber nachgrübeln, woran das wohl liegen könnte! Die Antwort ist in diesem Blog zu finden!
    Waldemar

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