Glosse: Lilliveeh ist empört über einen „dreisten Diebstahl“ und verstößt damit selber gegen geltendes Presserecht

Tagtäglich hören wir von Einbrüchen in unserer Stadt, von Überfällen und Diebstählen. Jetzt aber ist passierte ein Delikt, das es zuvor noch nicht gegeben hat: Ein komplettes Haus wurde gestohlen. Und das schon zum zweiten Mal!

aus: ahrensburg24

aus: ahrensburg24

Genauer: ein Vogelhäuschen ist verschwunden, und zwar „in der Nachbarschaft von Ahrensburg“, nämlich „in der Gerhard-Hauptmann-Straße in Ahrensburg“. Was für Lilliveeh von ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg) ein „dreister Diebstahl“ ist. Und die selbsternannte Qualitätsjournalistin fragt empört: „Wer, bitte schön, klaut denn ein Vogelhäuschen?“

Ja, wer, bitte schön, tut so etwas Böses und das schon zum zweiten Mal? Eine Frage, die durch unsere Stadt geht wie die Frage: Kann die Polizei uns Bürger überhaupt noch schützen gegen Eigentumsdelikte?

Dass in Ahrensburg viel Wohnraum benötigt wird von Einwohnern und Flüchtlingen, das ist bekannt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass z. B. ein Flüchtling ein Vogelhäuschen stiehlt, um damit vielleicht symbolisch anzuzeigen, dass es in der Stadt zwar ausreichend Häuser für Vögel gibt, nicht aber für Menschen.

Außerdem handelt es sich hier gar nicht um ein Wohnhaus für Vögel, sondern um eine Tafel für unsere gefiederten Freunde, wo sie sich ihre Nahrung gratis abholen können. Sinn macht das eigentlich nur, wenn Eis und Schnee das Land bedecken, so dass die Nahrungssuche für Vögel sehr schwer ist.

Sie mögen mir widersprechen, aber ich habe da einen ziemlich konkreten Verdacht, wer das Vögelhäuschen gemopst hat, und zwar – eine diebische Elster, jawohl!

Ich gehe so lange von dieser meiner Vermutung aus, bis Lilliveeh nach intensiver Recherche möglicherweise einen anderen Täter ermittelt hat und uns, die wir nun in brennender Sorge um unser eigenes Haus sind, darüber informiert.

Postskriptum: Dass Prinzessin Lilliveeh aus dem Reklamemärchenland auch mit diesem Beitrag wieder manipuliert und gegen das Presserecht verstößt, zeigt sie mit der Abbildung: Das gezeigte Vogelhäuschen wurde gar nicht gestohlen, sondern das Foto stammt aus dem Archiv von pixelio.de, wo sie es gratis entnommen hat. Und was sie später dann auch zugegeben hat.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Januar 2016

7 Gedanken zu „Glosse: Lilliveeh ist empört über einen „dreisten Diebstahl“ und verstößt damit selber gegen geltendes Presserecht

  1. Martens

    Hallo! Ich habe ein Vogelhaus in meinem Garten stehen, das dem abgebildeten zum Verwechseln ähnlich sieht. Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass ich es nicht in der Gerhard-Hauptmann-Straße gestohlen, sondern in einem Baumarkt redlich erworben habe. Leider habe ich die Quittung nicht mehr. 🙁

  2. Ornithologe

    Frau Veeh weist zweimal hintereinander ausdrücklich darauf hin, dass es ein „älterer Herr“ war, dem die Vogelhäuser geklaut wurden. Frage: Wenn es ein jüngerer Herr gewesen wäre, hätte die Schreiberin dann auch zweimal hintereinander „jüngerer Herr“ geschrieben? Und ab wieviel Jahren ist ein Herr ein älterer und älter als wer? Und ab wann ist ein Herr ein alter Herr?

  3. Paula Specht

    Es gibt Vögel, die in kleinen Käfigen gehalten werden. Das ist wider die Natur, weil es keinen Grund dafür gibt, Vögel für die Wohnstube zu züchten, die sich in freier Natur nicht zurechtfinden. Diese künstlich geschaffenen Geschöpfe dienen quasi menschlichem Voyeurismus. Bei einem Futterhaus, das gefüllt wird, wenn draußen kein Schnee liegt und die Piepmätze sich natürlich und sinnvoll in freier Natur ernähren können und Schädlinge verspeisen, ist auch ein Akt wider die Natur. Nur Störchen muss man helfen durch Zufütterung und Hilfe beim Nestbau. Oder sehe ich das falsch?

  4. Wolfgang König

    Welcher jüngere Mann hängt sich ein Vogelhäuschen in den Garten oder an den Balkon? Der hat mit Vögeln etwas anderes im Sinn – z.B. einen leckeren Gänse-Braten zu Weihnachten.
    Für Vogelhäuschen gibt es einen Diebstahlschutz: Man schraubt sie mit 10 10-Zentimeter-Schrauben oder klebt sie mit Zwei-Komponenten-Kleber auf einen einen Kubikmeter großen Betonklotz.
    Die Naturschutzvereine sehen die ganze Vogelfütterei ohnehin nicht gerne. Das ist wider die Natur. Und bei dieser Klimawandel-Witterung ist das Unsinn. Besser ist, man lässt mehr Laub in den sterilen Gärten liegen.
    Das Ganze ist doch wieder ein Veeh-Fake.

  5. Wolfgang König

    Ach, ja, wie funktioniert die Zufütterung von Störchen? Indem man sie fängt und mit Fröschen aus den Eimern von Froschfallen stopft? Oder Frösche und Schlangen mit Helium aufbläst und steigen lässt?

  6. Wolfgang König

    Herr Dzubilla!!!!!!!!!!!!! So fütterte man früher der Sage nach Frauen auf. Frauen sind für Störche unverdaulich. Störche sind keine Greifvögel mit Riesengewölle. Glauben Sie auch noch immer an den Weihnachtsmann?

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