Anmerkungen zu zwei Punkten im Grünen Newsletter

Unter der biblischen Überschrift „Friede auf Erden“ informiert Horst Marzi, Sprecher des Vorstandes vom Bündnis90/Die Grünen: „Die Beteiligung der Bundeswehr am ‚Kriegseinsatz‘ in Syrien führt zu weiterer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und verringert die Terrorgefahr in Deutschland in keiner Weise.“

Mail-AnhangAnalog dazu hätte der Grüne auch schreiben können: „Die Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien führt zu weiterer Gewalt in Deutschland und verringert die Terrorgefahr in Deutschland in keiner Weise.“

Und dann informiert der Stadtverordnete der Grünen, Christian Schmidt, zum leidigen Thema Moorwanderwegbrücke: „Bündnis 90/Die Grünen haben ebenfalls einen Antrag zum Haushalt 2016 gestellt. Wir haben beantragt, dass die Erneuerung der Moorwanderwegbrücke nicht auf das Jahr 2019 geschoben wird, sondern bereits in diesem Jahr stattfindet. Auf Bitten der CDU-Fraktion, die darüber noch beraten will, wird unser Antrag erst in der Februar-Sitzung behandelt.“ 

Woher das Geld kommen soll, verraten die Grünen allerdings nicht. Meine Empfehlung: Vom Kauf des Alten Speichers gaaanz schnell abspringen, bevor es zu spät dazu ist!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Januar 2016

4 Gedanken zu „Anmerkungen zu zwei Punkten im Grünen Newsletter

  1. Wolfgang König

    Ob Bundeswehreinsatz oder nicht: Wir stehen auf der Liste. Ob Bodentruppeneinsatz in Syrien und dem Irak oder nicht: Es ändert sich nichts an der Tatsache, dass es dort unter den Religonen und Machthabern von West-Afrika bis zum Chinesischen Meer brodelt. Diese Spannungen bestehen seit über 1000 Jahren. Da helfen dann nur Zäune und Mauern und blumen auf den Gräbern.
    Sicherlich kann die Verwaltung das Land und den Bund zu je einem Drittel beteiligen wie beim Speicher.
    Sicherlich könnte das THW den ganzen Sommer über die Moorwanderwegbrücke ehrenamtlich schwimmfähig sanieren, damit das Holz endlich aus dem Wasser kommt und nicht weitergammelt.
    Das wäre die einfachste und umweltfreundlichste Lösung. So werden noch etliche teure Gutachten ins Land gehen. Das THW wird ja nicht gefragt.
    Wo werden dieses Jahr Osterfeuer brennen?

  2. Christian Schmidt

    Hallo Herr Dzubilla,

    Ja, wir müssen damit leben, dass wir uns durch die Beteilgung der Bundeswehr an dem Syrienkonflikt nicht nur Freunde gemacht haben. Kurzfristig ist Deutschland dadurch „unsicherer“ geworden. Ob es sich langfristig lohnt werden wir sehen.

    Wenn ich mich richtig erinnere wurde im Zusammenhang mit der Moorwanderwegbrücke auch über den THW gesprochen. Das ist leider keine Lösung.
    Früher hat die BQS die Brücke ein paar Mal saniert, die steht aber auch nicht mehr zur Verfügung.
    Also bleibt uns nichts anderes.
    Nebenbei, in 2017/2018 ist die „Hauptuntersuchung“ für die Brücke fällig. Spätestens dann wird sie geschlossen.
    Der Haushalt wird wahrscheinlich erst im Mai vom Innenministerium genehmigt. Vermutlich gehen die Arbeiten an der Moorwanderwegbrücke dann erst Anfang 2017 los. Viel Spielraum haben wir nicht.

    Gruß
    Christian Schmidt

  3. H.J. Lange

    Paternoster

    Ja, Herr König und Herr Schmidt,
    es ist nicht verboten, wenn sich in dieser unserer Parteien-Demokratie auf kommunaler Parteiebene allgemein gesellschaftliche und sogar weltpolitische Auffassungen bilden und diese nach oben an den jeweiligen Partei-Bundesvorstand pressend gemeldet werden.
    Denn von dort oben kommen schließlich die knebelnden Gesetze, deren Umsetzung hier unten ohne Aufmucken bezahlt werden müssen – allerdings haben umgekehrt die da oben vorher nicht hier unten gegebene Möglichkeiten nachgefragt oder gar um Genehmigung gebeten.
    Noch seltener fragen kommunale Parteigänger die zwangsweise alles bezahlenden Bürger ganz ganz unten – die dann mit der maroden Moorwanderwegbrücke ganz tief untergehen.

    HJL

  4. Wolfgang König

    Es ist schön, dass über den THW gesprochen wurde, aber wurde auch mit dem THW gesprochen? Vielleicht wäre in den warmen Sommermonaten auch die Feuerwehr dabei, mit Schläuchen und Pumpen und ausgeschäumten KG-Rohren die Brücke wieder schwimmfähig zu machen. Vielleicht wären auch Pioniereinheiten der Bundeswehr begeistert, diese schöne Brücke wieder aufzurichten. Im Sommer war das Holz noch überwiegend in Ordnung. Ein paar Eichenbohlen und Nägel kosten nicht die Welt. Die könnte sogar ich spenden.

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