Wie der kleine Markus von einer Ahrensburger Pastorin zu Heiligabend “adoptiert” wurde

Im Familien-Gottesdienst der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Schlosskirche zu Ahrensburg erzählte Pastorin Martina Mayer-Köhn am Heiligen Nachmittag eine Geschichte, und zwar die vom kleinen Markus und seinem Vater, dem Herrn Dillinger. Eine lustige Geschichte, in der es um die christliche Weihnachtsgeschichte geht.

IMG_1090Die Geschichte hat den Namen: „Das Weihnachtsevangelium des kleinen Markus“. Und diese Geschichte stammt garnicht von Martina Mayer-Köhn, sondern sie wurde verfasst von der Schriftstellerin Margarete Kubelka, die aus Böhmen stammt.

Dazu mein Hinweis: Wer fremde literarische Texte öffentlich zu Vortragszwecken verwendet, muss den Namen des Autors bzw. der Autorin deutlich nennen und dafür auch Honorar zahlen, falls der/die Verfasser/in noch nicht 70 Jahre lang tot ist. Die Vortragende kann also nicht einfach so tun, als stamme die Geschichte von ihr selber; sonst begeht sie ein Plagiat, also einen geistigen Diebstahl. Und das fällt unter das 7. Gebot, Frau Pastorin.

Aber es war ein wunderschönes Krippenspiel, das der Kinderchor der Schlosskirche, inszeniert von Kirchenmusikdirektor Ulrich Fornoff, dem seine Gattin Ulrike zur Seite stand. Die Kirche war bis zum letzten Stehplatz besetzt und der Applaus der Besucher war langanhaltend.

Und natürlich war auch “die liebe Oma” (= pauschal gemeint) wieder da, die schon eine Stunde vor Beginn eine ganze Kirchenbank – natürlich ganz vorn – mit Klamotten belegt und damit für die liebe Familie “besetzt” hat, wie man das auf Mallorca gemeinüblich mit Handtüchern auf Sonnenliegen macht. Und als ihre Lieben dann gemütlich kurz vor Beginn kamen, hatten sie die besten Plätze zu einer Zeit, da schon viele Besucher nur noch Stehplätze gefunden hatten. So etwas finde ich garnicht witzig sondern einfach nur unverschämt, liebe Oma.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Dezember 2015

2 Gedanken zu „Wie der kleine Markus von einer Ahrensburger Pastorin zu Heiligabend “adoptiert” wurde

  1. Oma

    Ich mach’ das immer so, und das klappt wunderbar, gerade dort, wo es ruhig und kultiviert zugeht. Deswegen freut sich meine Familie schon, dass ich morgen beim Konzert wieder 4 Plätze auf meine Art reserviere und übermorgen im Theater sogar eine ganze Reihe! Meine Kinder und Enkel finden das toll und haben schon von mir gelernt. Dass ein paar Leute böse gucken, lässt mich kalt – die trauen sich ja nicht, was zu sagen oder einfach die Sachen beiseitezuschieben – und der Dank meiner Lieben ist mir gewiss! Unds das ist entscheidend!

  2. Pastorin

    Wie ärgerlich, dass dem Herrn Dzubilla das mit dem Text aufgefallen ist; ich dachte schon, dass das keiner merkt, weil die Autorin nicht so bekannt ist. Natürlich weiß ich, dass man auch bei fremden Texten, die man “nur” vorträgt, den Autor nennen muss; das habe ich schon während des Studiums gelernt. Gut, dass “Szene Ahrensburg” nicht so viele lesen und mir immer noch viele zu meiner schönen Geschichte gratulieren.

    Anmerkung Administrator: “Pastorin” ist keine Pastorin!

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