Spendenskandal in Ahrensburg? Wen interessiert das eigentlich, denn in China hat doch ein Brunsbeker nackt geheiratet!

Seit Sonntag steht in Ahrensburg der Verdacht im Raum, dass Spendengelder in nicht unbeträchtlicher Höhe, die für Flüchtlinge bestimmt waren, offenbar veruntreut worden sind. Und zwar von der Veranstalterin des Gutshof-Benefiz-Festivals und mit Wissen vieler Helfer inkl. des Schirmherrn der Veranstaltung. Und…?

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Und die Stormarn-Beilage berichtet heute darüber, dass ein Brunsbeker nackt in China geheiratet hat – siehe die Abbildung!

Warum wohl gehen Stormarn-Beilage und ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg) bis heute mit keiner einzigen Silbe auf diesen ungeheuerlichen Spendenskandal ein und versuchen, die Hintergründe zu erhellen? Ganz einfach: Sie sind alle geschäftlich verbandelt mit Felizitas Thunecke, der Veranstalterin der Ahrensburger Musiknacht, die sich nach Vogel-Strauß-Manier zu den Vorwürfen äußert, indem sie einfach den Kopf in den Sand steckt. (Aber möglicherweise ist sie ja auch in Urlaub gegangen.) Notabene: Es geht hier nicht um Peanuts, sondern um schätzungsweise 7.000 Euro, für die es bis heute keine Erklärung gibt.

HühnIch bin wirklich neugierig, wie viele Ahrensburger Firmen ihre Geschäftslokale im kommenden Jahr für die Ahrensburger Musiknacht zur Verfügung stellen werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Dezember 2015

28 Gedanken zu „Spendenskandal in Ahrensburg? Wen interessiert das eigentlich, denn in China hat doch ein Brunsbeker nackt geheiratet!

  1. Sabine Heinrich

    Kleine Anmerkung zur „Musiknacht“: Zumindest von einer „Location“ (in der Hagener Allee) weiß ich, dass der Inhaber vor 4 oder 5 Jahren sogar noch bezahlen musste (was ich zunächst gar nicht glauben konnte), damit Musiker bei ihm auftreten konnten. Den Preis hatte er auf 250€ heruntergehandelt (von 500€), sonst hätte er nicht mitgemacht.
    Da sich das „Event“ für ihn trotz guten Besuchs nicht gelohnt hat, war für ihn das erste auch gleichzeitig das letzte Mal.
    Das ist schon alles sehr seltsam! Nun stellt sich mir natürlich auch die Frage, ob und wieviel andere (gastronomische) Betriebe zahlen mussten und auch, ob „Locations“, die mit Gastronomie gar nichts zu tun haben, Geld bekommen haben – und wenn ja, wieviel. Es entsteht ja immer der Eindruck, als wenn die Inhaber ihre Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellen.
    Ich hoffe, dass hier schnellstmöglich Transparenz geschaffen wird! Gutshof-Festival, Benefizgala für Vince Weber – ich verlange Aufklärung!
    Und wenn sich die Redaktion des Abendblattes an dieses heiße Eisen nicht herantraut, sollten es das Stormarner Tageblatt und die Lübecker Nachrichten in ihrer Stormarnbeilage tun!

    1. Thomas Groth

      Der Fairness halber muss man sagen, dass es sich bei der Musiknacht um eine rein kommerzielle Veranstaltung ohne jeden Spendencharakter handelt.
      Zahlen muss jeder, der seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und dadurch (so die Argumentation) Werbung für sein Unternehmen machen kann. Egal ob Kneipe, Bank oder Sportclub – jeder zahlt.
      Außerdem müssen die Musiker auf Kosten des Inhabers der Räumlichkeit verpflegt werden.
      Einzige Einnahmen sind die Erlöse aus dem Getränkeverkauf. Und die sind nicht sehr prickelnd……

      1. Harald Dzubilla Artikelautor

        Wenn ich das mal mit Überschlag berechne: Die Läden bezahlen damit quasi die Künstler. Und die Gelder aus dem Kartenverkauf bekommt der Veranstalter. Scheint also ein sehr gutes Geschäft für den Veranstalter zu sein.

          1. Thomas Groth

            Na ja, die Zahlungen der Läden werden alleine sicherlich nicht ausreichen. Aber ein gutes Geschäft bleibt es allemal.
            Dagegen ist ja auch prinzipiell nichts einzuwenden. Wir alle freuen uns über ein gutes Geschäft.
            Aber wenn Spendenveranstaltungen nicht transparent abgerechnet werden ist das schon eine richtige Sauerei!!

        1. Sabine Heinrich

          Interessant, Herr Beuermann!
          Nun schließe ich die Frage an, ob denn z.B. Holzland Wulf, Betten Bubert und andere, die nichts mit Gastronomie zu tun haben, auch dafür zahlen mussten, dass sie ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben. Das kann ich mir absolut nicht vorstellen, zumal die von mir beispielhaft genannten Betriebe hier in Ahrensburg konkurrenzlos sind. Bekommen sie vielleicht sogar etwas dafür, dass sie dies tun?
          Wurden nur die gastronomischen Betriebe zur Kasse gebeten? Ich habe von der Finanzierung solcher „Events“ keine Ahnung – erbitte Aufklärung!

          1. Chris Beuermann

            Sehr geehrte Frau Heinrich, ich habe da leider keine „direkte “ Informationen. Ich vermute dass die auch mit ähnliche Beträge zu tun haben und dies unter Vermarktung oder ähnliches verbuchen.

            Ich vinde persönlich dass bestimmte Events nicht immer „nur“ in die Gastronomie stad finden müssen und begrüße es auch dass der Einzelhandel hier in Ahrensburg solche sachen mitmacht. In Ahrensburg ist jetzt mehr los dann vor einige Zeit. Ob Events in Ahrensburg immer durch eine bestimmte Firma organisiert werden soll wie z.b Oktober Fest (wo am ende des Abends die Besucher davon die Toiletten voll Pinkeln, den Magen entlehren, noch einen alten Kumpel „herzlich begrüßen“ in die lokale Gastronomie.

            Mit freundlichen grüßen Chris

          2. Chris Beuermann

            Ich habe hatte Ihnen nicht alle Fragen beantwortet. Das Vertigo macht nicht mit mit Ahrensburger Musiknacht oder Musik for free. Wir haben 2 mal im Monat sowieso Live Musik. Wenn es zufällig so ist dass bei uns gerade auch was stadtfindet , dann ist es halt so. Was die berechnung für ein Event angeht: hängt davon ab was man erreichen möchte. Ein Bettenbuber möchte z.B. Vielleicht nur mal auf eine andere art neue Kunden im laden bekommen. Ich habe hier ein Gast der ein Laden in Ahrensburg betreibt und circa €50.000 an Anzeigen im Markt macht und an solche Events mitmacht um die „Stammkunden “ mal was anderes bieten zu können und eventuelle neue Kunden damit zu bekommen. Ein großer Sanitär Firma in Hamburg macht dass auch 2 mal im Jahr, mit Bands wie Torfrock oder Lotto King Karl.

          3. Sabine Heinrich

            Vielen Dank für Ihre ausführlichen Erläuterungen, Herr Beuermann.
            Nun sehe ich wieder etwas klarer.

            Mit besten Grüßen
            Sabine Heinrich

  2. Observator

    Wenn ich gemein wäre, würde ich vermuten, dass die Veranstalter von ihren Einnahmen vielleicht die großzügige Berichterstattung im HA Stormarnbeilage und bei abg24 von Spendengeldern bezahlt haben. Und der Rest wurde dann als Schweigegeld ausgegeben. So jedenfalls mutet es an, denn warum sonst schweigen die Medien denn sonst in getrennter Einmütigkeit…? ;–)

    1. Chris Beuermann

      Die Presse schweicht gerne mal in Ahrensburg . Wenn man genug werbung macht dann wird auch gerne mal eine presse mitteilung gemacht. Richtige reporter wird mqn hier nicht finden. Söhne Mannheims, Panter zusammen mit Hamburg Blues Band und Ton Stein Scherben oder Musiker die mit Heart, Melissa Ethridge, Lindsay Buckingham, Beoncé etc spielen regelmäßig hier in Ahrensburg. Einen Bericht über sowas hat leider niemals stattgefunden. Als Vorbild http://www.janetrobin.com War schon 2 mal in Ahrensburg und wird voraussichtlich in Mai wieder hier sein.

      Mit freundlichen grüßen Chris

      1. Sabine Heinrich

        Was? Die supertolle Gitarristin Janet Robin war in Abg. und kommt bald wieder?
        Als begeisterte Musikliebhaberin habe ich nichts davon mitbekommen – und das will etwas heißen! Vielleicht sollten Sie doch ein wenig Werbung machen – z.B. bei Szene Ahrensburg.

        1. Chris Beuermann

          Klein aber fein. Wenn die Ahrensburger Presse nur die Sahnehäupchen haben möchte….. Einen Markt lebt von Anzeigen (sehr verständlich) sowie ein Ahrensburg TV. Dass ineressante ist dass die Redaktionen alles mitbekommen aber irgentwie eine sehr enge Auswahl haben.

  3. Wolfgang König

    Warum ist unser MARKT bei dieser großen Aufmachung in Wort und Bild ( 3 0 0 0 ,- €)
    nicht stutzig geworden und hat hinterfragt, von wem nach ganzen 10 Wochen Verzögerung der Spendenbetrag auf genau 3000.- Euro aufgerundet worden ist?
    Dieser Aufrunder hätte doch auch Anerkennung und Lob im MARKT verdient. Dass da aber jemand kräftig abgerundet haben könnte, auf die Idee ist die MARKT-Redaktion nicht gekommen. Hauptsache ein Aufmacher.
    Wer überwacht eigentlich die korrekte Abrechnung von Benefilz-Veranstaltungen? Die Begünstigten? Der Benefilzer? Das Finanzamt? Dem Besucher der Veranstaltung ist es egal. Er hat bezahlt und hat seinen Spaß. Der Brunsbeker hat es auch geschafft, mit einer Ente (Lüge) in die Zeitung zu kommen. Das Paar nur unter der Kleidung nackt. In China hat weiße Langnase Schlitzaugen bekommen. Und die Stormarn-Beilage macht den Unsinn mit. Wen interessiert es? Es ist doch egal, ob der Leser veralbert wird oder in China fällt ein nackter Reissack um.

  4. "Ahrensbürger"

    Hier hilft vielleicht nur ein „Offener Brief“

    Bedeutung aus WIKIPEDIA:
    „Der offene Brief in seiner bekanntesten Form wird häufig verwendet, um Personen des öffentlichen Interesses, Vereine oder Unternehmen mit kontroversen Aussagen, gebrochenen Versprechen oder Unwahrheiten zu konfrontieren oder um ein aus Sicht des Verfassers des Briefes notwendiges Handeln des Adressaten zu provozieren.“

    Bedeutung aus WIKTIONARY:
    „(1) dem Empfänger (zumeist eine prominente Persönlichkeit oder Institution) zugestellter und gleichzeitig der Presse zur Veröffentlichung übersandter oder übergebener Brief, in dem, unter anderem, ein zumeist gegenwartsbezogenes gesellschaftspolitisches Thema behandelt, ein die Allgemeinheit angehendes Problem aufgeworfen, ein kritischer Meinungsbeitrag ausgesprochen oder dergleichen dargelegt wird“

  5. Wolfgang König

    Aber was nutzt ein Offener Brief, wenn er nicht offiziell gelesen sondern ignoriert wird? Er sollte besser als Einschreiben mit Rückantwort zugestellt werden.
    Ich bin schon beim Finanzamt vorgestoßen, aber ich sollte es in diesem Fall noch einmal schriftlich tun und hinterfragen, wie das Finanzamt mit Benefilz-Veranstaltungen umgeht.

  6. Wolfgang König

    Das Finanzamt wird es schon machen. Die haben auch Hönni und viele, viele andere den Staatsanwaltschaften gemeldet. Die Finanzämter sind gut im genauen Überprüfen bis in die Vergangenheit und können den Staatsanwaltschaften bessere Beweise liefen als ein verdächtigender Normalbürger.
    Und in 2016 müssen alle fiskalen Handlungen Steuerpflichtiger für 2015 abgerechnet sein – so auch Benefiz-Veranstaltungen aus dem Oktober…………..siehe gleich…………

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Ein erkennbares Delikt ist die Unterschlagung von Spendengeldern, die für Flüchtlinge bestimmt waren. Ob der oder die, die die verschwundenen Gelder eingestrichen hat/haben, diese versteuert haben oder noch versteuern werden, steht für mich erst mal nicht zur Diskussion. Denn wurden die Gelder ordnungsgemäß als Gewinne versteuert, muss das Finanzamt garnicht tätig werden.

  7. Kirchberger

    Thunecke? Macht die nicht auch die Soiree Dinatoire-Veranstaltungen in der Stadtresidenz Domizil Inkl. einem 3-Gänge-Menü? Ist das etwa auch eine Benefizveranstaltung? Oder werden die Künstler und Frau Thunecke dort bezahlt?

  8. "Ahrensbürger"

    Lieber Herr König,
    ein „Offener Brief“ an die Veranstalter mit Kopie an die örtliche Presse!
    Wenn dann keine Reaktion erfolgt, wissen wir alle (und vermuten nicht nur), hier ist etwas faul!

  9. Peter Holzer

    Ich habe gestern den nachfolgenden Hinweis an Ahrensburg24 geschickt zu dem Beitrag über die Geldübergabe. Frau Veeh prüft den immer noch, bis jetzt wurde er nicht veröffentlicht:

    1. Sabine Heinrich

      Viel Spaß beim Warten, Herr Holzer…
      Und wenn S/sie nicht gestorben sind…
      Viel harmlosere, auch nur ansatzweise kritische Kommentare, die der Netiquette entsprechen, sind bei Frau Veeh unerwünscht – und man bekommt – was eigentlich der Anstand gebietet – noch nicht einmal eine kurze Begründung dafür, warum ein sachlicher Kommentar nicht veröffentlicht wird.
      Weshalb kommentiert wohl kaum noch jemand – nicht einmal ich 😉 – bei abg24? Dabei ist allgemein bekannt, dass Leserbriefe bzw. Kommentare Leser (also auch potenzielle Kunden der Werbenden) anziehen.
      Also – warten Sie mal schön und kommen Sie – wartend – gut ins neue Jahr!
      Sollte doch noch die Veröffentlichung Ihres Kommentars vor dem Jahreswechsel erfolgen,
      nehme ich meine ironische Bemerkung zurück!

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