Ahrensburg: Die Geschichte von dem Buben Michael und seinen drei Herzdamen Felizitas, Daniela und Monika

In der Schlossstadt Ahrensburg im Kreise Stormarn regiert König Michael, der Sozialdemokratische. In Wahrheit ist Michael natürlich gar kein König, sondern er ist nur ein Bürgermeister und damit ein Beamter von Volkes Gnaden. Aber dieser Bube tut so, als ob er tatsächlich ein König wäre. Und darum unterhält er auch drei Hofdamen, für die er mehr tut als er eigentlich tun dürfte in seinem öffentlichen Amt, das er innehat.

Der Bube Bürgermeister und seine 3 Herzdamen

Der Bube Bürgermeister und seine 3 Herzdamen

Da ist zum Beispiel die Herzdame Felizitas. Die hat schon mal aus der Stadtkasse rund 45.000 Euro locker gemacht, um den Boden für einen Kulturbetrieb in der Stadt zu prüfen, den sie angeblich betreiben wollte. Diese Prüfung des Bodens geschah auch tatsächlich, doch die von der Dame Felizitas angekündigten Investoren, die einen Teil der Kosten übernehmen sollten, sind dann niemals in Ahrensburg aufgetaucht. Nicht einmal ihre Namen hat man jemals erfahren. Und so mussten die braven Bürger von Ahrensburg die rund 45.000 Euro für die Bodenproben selber berappen. Für was? Für das Versprechen von Herzdame Felizitas, das so leer war wie vermutlich ihre eigene Firmenkasse leer gewesen ist zu jener Zeit.

Und Herzdame Felizitas ist bis zum heutigen Tage ein Weib für Wein und Gesang in der Stadt Ahrensburg. So fanden und finden Gesangsabende in Ahrensburg stand, bei denen der Bube Bürgermeister als Schirmherr auftritt wie gerade wieder im Herbst dieses Jahres. Bei der „Ahrensburger Musiknacht“ zum Beispiel verdient sich Herzdame Felizitas dumm und dämlich, denn die Kosten werden zu einem großen Teil von Sponsoren übernommen, die offenbar nicht wissen, was sie tun. Und nach der letzten Benefiz-Veranstaltung sind nach Berechnungen des Hofnarren Dzubilla geschätzte 5.000 bis 10.000 Euro verschwunden. Geld, das eigentlich den Flüchtlingen gehört, die in der Stadt um Asyl gebeten haben.

Die zweite Herzdame vom Buben im Rathaus ist Daniela. Die hat es verstanden, für den Buben Bürgermeister ein sogenanntes Bürgermeister-PR-Journal „Rathaus-Journal“ herauszugeben, bei dem sie sich eine goldene Nase verdient hat mit Hilfe des Amtsinhabers, versteht sich. Als das Spiel vom Hofnarren der Stadt, dem Blogger Dzubilla, durchschaut und auf Szene Ahrensburg publiziert worden war, wurde das „Rathaus-Journal“ kurzerhand eingestellt und durch ein „Ahrensburg-Magazin“ ersetzt. Dieses Blättchen, von dem Herzdame Daniela im Internet erzählte, dass bei den Bürgern ein „gigantischer Bedarf“ dafür vorhanden wäre, wurde hauptsächlich finanziert durch den Bürgermeister, und zwar in seiner Rolle als Vorgesetzter des Stadtkämmerers, der wiederum als Geschäftsführer der Stadtwerke fungiert und das „Ahrensburg-Magazin“ mit gaaanz vielen Anzeigenseiten gesponsert hat, die so sinnvoll waren wie ein Kropf und ein Blinddarm zusammen.

Bildschirmfoto 2015-12-27 um 21.23.15Nachdem der Hofnarr hier wiederum eingeschritten war und Bürger und Inserenten aufgeklärt hatte, dass der Bedarf tatsächlich unterirdisch gewesen ist, schaut es nun so aus, als wäre das „Ahrensburg-Magazin“ still beigesetzt worden. Nur der Bube Bürgermeister will das einfach nicht wahrhaben und lässt auf der Homepage von Ahrensburg immer noch seine Herzdame Daniela in Erscheinung treten, obwohl deren Firma gar nicht in Ahrensburg ansässig ist – siehe die Abbildung!

Und dann ist da noch die Herzdame Monika. Die macht ein Online-Reklameportal, bei dem man nicht immer so genau weiß, wo die Redaktion aufhört und die Reklame anfängt. Viele Beiträge sind nur mehr oder weniger umgeschriebene Pressemitteilungen. Auch die Zentrale gegen unlauteren Wettbewerb hat sich bereits mit dem Portal ahrensburg24 befasst und der Inhaberin ihre schrägen „Advertorials“ untersagt. Trotzdem wird Werbung auf dem Portal noch immer nicht ordnungsgemäß deklariert, sodass die Leser hinters Licht geführt werden.

Und dieses Werbeportal sponsert der Bube Bürgermeister von Beginn an mit Werbung der Stadtwerke Ahrensburg, also vergleichbar wie beim „Ahrensburg-Magazin“. Hier wie dort läuft das Mäzenatentum via den Stadtkämmerer in seiner Doppelrolle, die der hochrangige Beamte in Ahrensburg spielt. Diese besondere Güte gegenüber der Herzdame Monika fällt umso mehr auf, als andere Werbeträger (z. B. Szene Ahrensburg) überhaupt keine Werbung der Stadt bekommen. Oder nur vereinzelt bedacht werden wie MARKT und Hamburger Abendblatt.

Und noch etwas: ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg) hat zwar eine Kommentar-Funktion, aber Herzdame Monika veröffentlicht nur Kommentare, die ihr genehm sind. Woraus der Hofnarr Dzubilla mutmaßt, dass Monika, die vom Blogger auch als Lilliveeh bezeichnet wird,  Leserbriefe mit dem Stadtkämmerer vor Veröffentlichung abstimmt. So, wie sie es früher schon mal in einem Fall mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke gemacht hat, als sie noch für das Anzeigenblatt MARKT geschrieben hat.

Drei Damen und ein Bube. Sie spielen in Ahrensburg Monopoly-Quartett nach der Regel: Den Schwarzen Peter lassen wir uns auf gar keinen Fall zuschieben! Und die Sozialdemokraten der Stadt unterschreiben das mit den Worten: „Gut gemacht, Michael Sarach!“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Dezember 2015

24 Gedanken zu „Ahrensburg: Die Geschichte von dem Buben Michael und seinen drei Herzdamen Felizitas, Daniela und Monika

  1. Peter Holzer

    Apropos Herzdame Monika: Klicken Sie doch mal bei ahrensburg24 auf das Insert „MusikNacht“! Wo werden Sie dort hingeführt? Auf einen redaktionellen Beitrag von Monika Veeh! Tango korrupti, oder wie das heißt! Da bringt Monika doch keine Leserkommentare gegen Herzdame Felizitas, denn eine Krähe hackt der anderen beknntermaßen kein Auge aus! Würde mich auch gar nicht wundern, wenn Veeh für die große Berichterstattung über die Benefiz-Veranstaltung bar auf die Hand kassiert hat!

    Max Liebermann: „Ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!“

  2. Wolfgang König

    Das Geschehen ist wie aus einem Märchen, liest sich aber wie die reale Familiengeschichte einer osteuropäischen Großfamilie.
    Heute gegen 14:30 erfuhr ich aus einem berufenen Mund in einem Ahrensburger Nobel-Restaurant, dass die Angabe von fast 700 Besuchern beim dritten Ahrensburger Gutshof-Festival mit ganzen 15 Konzerten erstklassiger Livemusik eine Ente des MARKTes und der Veranstalterin ist. Es sollen nur 170 Besucher auf den Benefiz-Konzerten gewesen sein. Dann rechnen sich natürlich die 3.000 Euro mit Gewinnen aus Getränken und Nahrung, erklären aber immer noch nicht die glatte Summe von 3.000 Euro.
    Nur 170 Besucher auf einer groß angekündigten Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Flüchtlingshilfe? Die Ahrensburger sollten sich dann in Grund und Boden schämen!!!!!! Da waren dann nur Mitglieder des Ahrensburger Sozial-Netzwerkes.

      1. Wolfgang Schrimpff

        Hallo Herr Dzubilla,
        zunächst wünsche ich Ihnen und allen „LeserInnen“ Ihres Blog ein glückliches neues Jahr, in dem es hoffentlich weniger Anlässe für derartige, nachdenklich machende Beiträge mehr geben wird.
        Ich denke, dass Herrn Königs Hinweis zur Besucherzahl, der sich auf eine ihm glaubwürdig erscheinende Quelle stützt, deutlich zur Versachlichung der hier seit Tagen aufheizenden Diskussion beitragen kann zumal die Zahl von rund 170 Besuchern anhand des von Frau Veeh veröffentlichten Bildmaterials durchaus nachvollziehbar erscheint. Über die von ihr und ebenso in anderen Medien zuvor kolportierte Zahl von rund 700 Besuchern kann dagegen von jenen wie mir, die der Veranstaltung nicht beigewohnt haben, nur spekuliert werden. Möglicherweise entspringt diese Zahl einer vorgefertigten Pressemitteilung und wurde, wie es leider immer häufiger geschieht, nicht durch eigene Recherche verifiziert.
        Der hier von Ihnen angewandte Algorithmus führt somit zu Einnahmen aus Kartenverkauf i.H.v. 2.295 EUR, die ergänzt um die Nettoerlöse aus dem Getränke- bzw. Speisenverkauf das schließlich gemeldete Spendenaufkommen schon plausibler erscheinen lässt.
        Eine öffentliche Erklärung der Veranstalterin bzw. der ihr verbundene Medien könnte hier letztlich Klarheit verschaffen wäre jedoch mit dem Eingeständnis des deutlich geringeren Gesamterfolges verbunden.
        Wer geht schon gerne und als Erster über diese Brücke?
        Mit nachbarlichen Grüßen
        Wolfgang Schrimpff

        1. Harald Dzubilla Artikelautor

          Prosit Neujahr, Herr Dr. Schrimpff!

          Sie meinen wirklich, nicht nur die Veranstalterin, sondern auch alle (!) Medien haben ihre Leser nach Strich und Faden belogen, indem sie vom großen Erfolg (!) des Festivals mit rund 700 Besuchern (!) berichtet haben, obwohl sie selber vor Ort gewesen sind? Das wäre in meinen Augen nicht weniger zu kritisieren als wenn Geld auf unerklärliche Weise verschwunden wäre. Lügen ist auch Betrügen.

          Wer ist der „Insider“, der Herrn König privat informiert hat? Wenn er selber zu den Organisatoren gehört und damit Einblick „in die Wahrheit“ hat, warum äußert er sich dann nur „unter vier Augen“ dazu und nicht öffentlich?

          Natürlich kommt der Veranstalter aus dieser Nummer nicht raus, ohne alles beim Finanzamt Stormarn ordnungsgemäß zu belegen. Sonst könnte je jeder kommen im Namen der Wohltätigkeit…

          Freundliche Grüße
          Harald Dzubilla

        2. Martens

          Merkwürdig: Auf einem einzigen Foto auf Abg24 sind schätzungsweise schon rund 170 Menschen zu sehen. Es gab aber insgesamt vier Spielorte, oder nicht?

  3. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    sind Sie mir wieder gut? Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie auch einen guten Rutsch, Gesundheit, Erfüllung vieler Wünsche und weiterhin viel Schaffenskraft. Eigentlich wollte ich mir auch noch einmal die Decke über den Kopf ziehen, aber ich bin so aufgeregt. Die Angabe „170“ stammt wirlich aus dem Mund eines glaubwürdigen Mannes. Sollte sich Frau Thunecke verzählt haben? Veranstalter tun das sehr gerne.
    Mit knallenden Grüßen
    Wolfgang König

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Haben Sie meine beiden Kommentare nicht gelesen? Monika Veeh, Silke Mascher, Julia Sixtl, MARKT u. a. waren live dabei und berichten übereinstimmend von rund 700 Besuchern. Dass ein Verantwortlicher die Zahl jetzt plötzlich (und nicht offiziell!) minimieren will, zeigt, wieviel Sumpf in und um Thunecke steckt.

  4. Wolfgang König

    Ich wollte zum Jahreswelchses noch einmal witzig sein. Das ist wie das Bleigießen der Freischützen bei Gerhard Hauptmann. Das ist makaber aber lustig bei Assoziationen. Gleich fahre ich lustvoll los und hoffe auf sehr viel Spaß. Übertreibe ich, gibt es Nackenschläge. Und im nächsten Jahr beginnt wieder der Ernst des Lebens.

  5. Observator

    In der Tat, sehr pfiiffig. Da wird einfach die Besucherzahl runtergerechnet, damit der Spendenbetrag wieder stimmt. Dumm nur, dass Fotografen und Journalisten auf der Veranstaltung gewesen sind.

  6. Thomas H.

    Ach so ist das! 170 Besucher werden gezählt für die Flüchtlingshilfe und das Finanzamt , und die restlichen 500 Besucher haben sich einfach in Luft aufgelöst. Hier wird mit der Not der Flüchtlinge Schindluder getrieben.
    Beste Grüße zum neuen Jahr
    Thomas H.

    1. Martens

      Vielleicht war es so: 170 Besucher haben im Vorverkauf eine Eintrittskarte gekauft und bekommen. Die anderen 500 bekamen am Eingang keine Eintrittskarte sondern vielleicht ein Stempelchen auf die nackte Hand? Oder ein Bändchen um den Arm? Wer hat die Einnahmen (Benefiz!!!) eigentlich kontrolliert – ein Notar? Oder Schirmherr Sarach? Übrigens: Auch seine Stellvertrerin, Frau Behr, war dabei. Und ihr Fraktionskollege Conring ebenfalls. Warum äußern die sich eigentlich nicht, es würde doch der Wahrheitsfindung dienlich sein?!

  7. Sabine Heinrich

    Ich spendiere sowohl eine hochwertige Taschenlampe als auch eine aus Edelstahl bestehende Mistgabel, wenn denn beide dazu dienen, sowohl Licht in diese Affäre zu bringen als auch einiges zu bereinigen!

  8. Andreas Puk

    Wenn all das stimmen sollte mit den ca. 700 zahlenden Besuchern und nur 3000 Euro Spendeneinnahmen, dann kann man über den Koruptionssumpf in Ahrensburg unter der Ägide des Verwaltungschefs nur fassungslos den Kopf schütteln.

    1. HJLange

      Hallo Andreas Puk,
      Sie schreiben: “ … Korruptionssumpf in Ahrensburg unter der Ägide des Verwaltungschefs …“.

      Zu diesem Thema trage ich bei:
      Auf ahrensburg-24 hatte es Frau Veeh zugelassen, dass ein anonymer Kommentator mir vorwerfen konnte, ich hätte öffentlich, z.B. in diesem Blog, dem Ahrensburger Bürgermeister „persönliche Bereicherung“ vorgeworfen, auch „Korruption“ genannt, bzw. Bestechlichkeit gem. § 332 Strafgesetzbuch.
      Tatsächlich habe ich diese Behauptung nicht definitiv erklärt.
      (Allerdings drängt sich der entsprechende Verdacht auf, wenn man einige öffentlich bekannte Aktivitäten des Bürgermeisters recherchiert und gegenüber stellt – man nennt es auch Kontrolle. Das ist ein Tun, dass z.B. in der Ahrensburger Politik völlig unbekannt ist).
      Stattdessen bringt die Bürgermeister-SPD das Kunststück fertig, den Kopf in den Sand zu stecken und gleichzeitig „Gut gemacht“ zu plakatieren).

      Frau Veeh hatte schließlich den entsprechenden Kommentar-Text unzulässig nachträglich verändert, schließlich ganz zum Verschwinden gebracht – aber nach massivem Drängen doch meine Gegendarstellung abgedruckt.

      Aus der allem folgenden Strafanzeige (Verleumdung, üble Nachrede) hat sich (mal wieder) ein, sagen wir mal: interessanter Schriftverkehr mit der Staatsanwaltschaft Lübeck entwickelt, die sich (mal wieder) in ein intellektuell anspruchsvolles Argumentations-Dilemma verwickelt hat, da sie sich (mal wieder) weigert, in die Sach-Ermittlungen einzusteigen, die (mal wieder) die Rechtswidrigkeiten in Serie der städtischen Verwaltung entlarven würde.
      Gelegentlich drängt sich der Verdacht von Strafvereitelung im Amt auf (§ 258 a StGB)..
      Selbstverständlich wird inzwischen die Behördenspitze einbezogen, die Justizministerin Spoorendonk (SSW und Mitglied in einer Einstimmen-Mehrheits-Landesregierung / was sagt der CDU-hüh-und-hott-Doppelabgeordnete Herr T. Koch dazu ?).

      Allerdings ist es doch für die gerne alles bezahlenden Bürger nachvollziehbar, dass sich Mitglieder einer Behörden-„Familie“ nicht gegenseitig wehtun möchten . . . . .

      HJL

  9. Britta S.

    Neu an diesem Fall ist die Tatsache, dass sozusagen unter den Augen der Öffentlichkeit größere Summen Geld verschwunden sind . Erschwerend kommt hinzu, dass hier Geld verschwunden ist, das von Bürgern gespendet wurde, um die Not der Flüchtlinge zu lindern. Und ganz unschön wid die Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass das Konzert genau auf den Tag vor der Bürgermeisterwahl gelegt wurde. So etwas ist natürlich kein Zufall. Damit hat die Veranstalterin dem Bürgermeister ausreichend Gelegenheit gegeben , sich vor dem Festival und während des Festivals allen Medien, und damit allen Ahrensburgern , als Gutmensch zu präsentieren. Eine Hand wäscht die andere!
    Britta S.

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