Für die Alleinstellung weiblicher Führungskräfte

Nicht nur die Stadt Ahrensburg hat keinen Gleichstellungsbeauftragten, sondern auch der Kreis Stormarn hat keinen Gleichstellungsbeauftragten. Hier wie dort ist es eine Gleichstellungsbeauftragte; in Ahrensburg heißt sie Gabriele Fricke, für den Kreis Stormarn ist es Birte Kruse-Gobrecht. Und letztere macht ein Sommerfest.

Bildschirmfoto 2015-08-31 um 16.39.18Sommerfest? Was so harmlos klingt, ist in Wahrheit ein Skandal. Denn zu diesem Sommerfest werden nur Frauen aus der Wirtschaft, die dort  in Führungspostitionen stehen und Verantwortung haben, eingeladen, und zwar herzlich. Und wo findet das Fest statt? Halten Sie sich fest: Jagdschloss Malepartus in Bargteheide.

Wie ich vernommen habe, bietet dieser Abend einen Austausch zwischen Frauen aus Politik und Wirtschaft. Also genau das, um was eine Beauftragte für Gleichstellung sich dringlichst kümmern muss. Dafür bekommt die Birte mit Doppelnamen das Geld von Steuerzahlern – auch von Männern und Frauen, die nicht in Führung und Verantwortung in der freien Wirtschaft stehen, sondern an  der Werkbank arbeiten und an der Kasse im Supermarkt. Die aber dürfen nicht ins Jagdschloss Malepartus kommen, weil sie nicht herzlich eingeladen sind, oder…?

Ich versuche jetzt mal unisex zu denken. Und dabei komme ich nicht um die Frage herum: Frau Birte Kruse-Gobrecht, was denken Sie sich eigentlich dabei, wenn Sie überhaupt denken können…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. August 2015

4 Gedanken zu „Für die Alleinstellung weiblicher Führungskräfte

  1. Sabine Heinrich

    Aber, aber, Herr Dzubilla – warum so feindselig?! In diesem von Ihnen aufgegriffenen Fall kann ich es total verstehen, dass diese Veranstaltung nur für Frauen „geöffnet“ ist.
    Warum? Ich habe sehr oft erlebt – nicht nur z.B. bei Fortbildungen in meinem Beruf, in dem ja überwiegend Frauen tätig sind – dass manche Männer sehr gern das Wort an sich reißen und meistens die Frauen – auch wenn sie in der Mehrheit sind und Fundiertes zu sagen hätten, sich in höflicher Zurückhaltung üben.
    Insofern kann ich es sehr gut verstehehen, dass (jetzt werde ich mal polemisch) diese Frauen einmal für sich sein wollen und nicht den Herren – die da breitbeinig und zwei Stühle in Beschlag nehmend – allwissend und selbstgefällig monologisieren und das, was von Frauen kommt, sowieso nicht ernst nehmen und sogar gleich lächerlich machen.
    So einen Typen aus dem pädagogischen Bereich in Ahrensburg habe ich mal vor ca. 4 Jahren erlebt – das war ein Extremfall – und ich habe erlebt, wie niemand – außer 1 Person (leider nicht ich) – sich traute, ihm Paroli zu bieten.Es war sicher auch dieses arrogante Durchsetzungsvermögen, das ihm wenig später zu einem höher besoldeten Posten in Anderswo verholfen hat. Witzig: Eine gewisse Namensähnlichkeit war vorhanden – aber dafür können Sie ja nichts!

  2. J. P. Kirchhoff

    Wie Recht Sie haben, Frau Heinrich. Auch für die Gleichstellung sozialer Randgruppen muss etwas getan werden! Da ist ein Sommerfest auf dem Jagdschloss Malepartus genau der richtige Rahmen. Mehr kann man einfach nicht tun für die Gleichstellung benachteiligter Frauen in unserer maskulinen Gesellschaft *lol*.

  3. Christian Schmidt

    Hallo zusammen,

    Ich habe immer irgendwie das Gefühl, dass diese Gleichstellungsbeauftragten der Zeit hinterher hinken. In meiner Generation stellt sich in Diskussionen u.ä. niemand die Frage nach dem Geschlecht.
    Wir haben Argument nie nach Geschlecht gewertet….
    Hier werden nur Karrierefrauen angesprochen, das geht meiner Meinung nach in die falsche Richtung. Viel eher sollte über Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen werden. Beim Kinder bekommen gibt es keine „Gleichberechtigung“, wir Männer bekommen das nicht hin…
    Und wenn man bei der Kinderbetreuung, gerade am Anfang das Kindswohl in den Mittelpunkt rückt, ist Gleichberechtigung da auch schwer…
    Ich persönlich finde es viel wichtiger die Stellung der Erziehungsarbeit in der Gesellschaft aufzuwerten. Die Arbeit, die hauptsächlich Frauen leisten, ist extrem wichtig für unsere Gesellschaft. Der Investmentbänker würde jetzt sagen: Mütter sind extrem unterbewertet.
    In meinen Augen sind nicht die „Karrierefrauen“ die Zielgruppe von Gleichstellung, sondern die Mütter! Obwohl sich beides nicht ausschließt, aber schwer zu vereinen ist… Und wer zahlt den Preis?

    Vielleicht sollte die Gleichstellungsbeauftrage mal Mütter auf ein Schloß einladen….

    Gruß
    Christian Schmidt

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