Wie sähe es in der Innenstadt aus, wenn alle Ladeninhaber dort ihre Bettlaken raushängen würden?

Jeder Laden in der Stadt hat eine Ladenbeschriftung, die man auch Außenwerbung nennt. Für die Anlage einer Außenwerbung benötigt der Ladeninhaber eine Baugenehmigung, denn er kann so etwas nicht „frei Schnauze“ installieren, z. B. blinkende Leuchtwerbung á la Las Vegas oder irgendwelchen Schnokus, der das Bild der Stadt empfindlich stört.

IMG_0671Die Bauaufsicht einer Stadt passt auf, dass die Außenwerbung den Bestimmungen nicht widerspricht. Das gilt nicht für Werbeanlagen, die nur für eine begrenzte Zeit angebracht werden, um auf besondere Veranstaltungen hinzuweisen und dann 1o bis 14 Tage im Einsatz sind.

Ich kenne die diesbezüglichen Bestimmungen der Stadt Ahrensburg nicht, was die Werbung an Fassaden betrifft. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Großtransparente in der Innenstadt an Häuserfassaden erlaubt sind – wie zum Beispiel an der Stadtbücherei neben dem Rathaus. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Laden mitten in der Innenstadt statt einer festen Außenwerbeanlage einfach ein beschriftetes Bettlaken über den Eingang hängen kann, wie es Photo Porst in der Rathausstraße tut – siehe Foto!

Nein, ich will hier nicht päpstlicher als der Papst sein, aber es stört mein ästhetisches Wohlbefinden, wenn ich dort entlanggehe und dieses fürchterliche Laken dort sehe. Die Firma ist kein kleines Unternehmen, das sich keine Firmenbeschriftung leisten kann, und deshalb sollte sie es auch tun. Denn wenn alle Ladeninhaber der Stadt ihre Bettlaken raushängen würden, dann sähe die City aus wie ein Schlafzimmer.

Habe ich Recht? Oder pflichten Sie mir bei…?  🙂

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Juni 2015

14 Gedanken zu „Wie sähe es in der Innenstadt aus, wenn alle Ladeninhaber dort ihre Bettlaken raushängen würden?

  1. Lonny

    Herr Dzubilla!
    Sie sehen die Bettlaken-Aktion völlig falsch!!! Hier wird ganz heimlich ein Testlauf gestartet!
    Aufgrund der sehr unschönen Optik des Rathauses wird nach dem Bettlaken mit der höchsten Qualität gesucht! Das Rathaus soll wie der Reichstag verhüllt werden! Wussten Sie bislang noch nichts davon? Ist vielleicht kostengünstiger als die Reinigung der Fassade und macht eine Menge her… 🙂
    Liebe Grüße Lonny

  2. HJLange

    Hallo Herr Dzubilla,
    gestern haben Sie formuliert:
    >Das Produkt „Ahrensburg“ ist zwar attraktiv, sieht aber nicht so aus.<
    Als Ahrensburger Gast denke ich intensiv über Ihren Satz nach.
    Beispielsweise darüber, was an Ahrensburg wirklich attraktiv ist ?
    HJL

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr Lange – trotz Rathausdreck und Schrottfahrräder: Ahrensburg hat attraktive Menschen, ein attraktives Kulturangebot, Ahrensburg hat attraktive Geschäfte und attraktive Restaurants, Ahrensburg hat eine attraktive Lage im Grünen zwischen Weltstadt und Meer, Ahrensburg hat eine gute Verkehrsanbindung, Ahrensburg hat gute Schulen, Ahrensburg hat Szene Ahrensburg. Und da kommen Sie als Gast aus dem verträumten kleinen Ammersbek und sehen das alles nicht? Wirklich nicht…? Gruß! Harald Dzubilla

  3. HJLange

    Hallo Herr Dzubilla,
    danke, Sie haben mir geholfen – als Gast – noch intensiver darüber nachzudenken, ob Ahrensburg wirklich attraktiv ist, obwohl es nicht so aussieht, wie Sie schreiben: Ich werde Ihren Rat ernstnehmen und noch genauer hinschauen (Eine gute Veeh hilft mir dabei … ).
    Und ich gebe auch zu, dass das Ammersbeker Rathaus nicht verdreckt ist. Dafür trägt es über dem Eingang in goldenen Lettern die Buchstaben „R A T H A U S“ – jawohl !
    Und unter die Bettlaken wollen wir bei diesem Sonnenschein besser auch nicht schauen,
    denn alles ist so gut, so friedlich und so verträumt.
    HJL

  4. HJLange

    Ja Herr Dzubilla,
    auf der Suche nach der >Attraktivität von Ahrensburg, obwohl sie nicht so aussieht< habe ich weiter nachgedacht. Zuerst über Ihr Beispiel des attraktiven Kulturangebotes. Ich beginne mit der „Kultur im Marstall“:
    1)
    Zugegeben: Die Attraktivität der dortigen Kunstausstellungen kann ich in Erinnerung an Ihre kürzliche Kunstkritik wirklich nicht in Abrede stellen.
    2)
    Auch die überaus attraktive Raumatmosphäre der Reithalle (Architekt ?) kann man sogar noch besser vergessen, wenn man die Augen schließt und sich allein dem Hörgenuss der Akteure auf der Bühne hingibt.
    3)
    Die Attraktivität der Reithalle wird aber erst dann so richtig deutlich, wenn
    Ihre attraktive Stadtverordneten-Versammlungen die Reithalle zum „Hohen Hause“ weiht. Gelegentlich schleiche ich mich auf einen der hintersten freien Stühle, die immer extrem reichlich vorhanden sind. Offensichtlich wollen Ihre über 30.000 MitbürgerInnen die äußerste Attraktivität dieser Veranstaltung nicht durch Anwesenheit stören oder erleiden müssen – oder ist das Vertrauen in die Politik aus Erfahrung grenzenlos ?
    4)
    Die besondere Attraktivität dieses Ensembles aus Kulturzentrum-Marstall samt Schloss zeigt ihren attraktiven Reiz immer dann, wenn sich der Gast mit einer Tasse Kaffee belohnen möchte. Da ein Café diese unvergleichliche Atmosphäre zweifelsfrei stören würde, gibt es dort folgerichtig keine derartige Einrichtung. Für den Beweis der ausgeprägten Liebe Ahrensburger BürgerInnen zu ihrem Schloss ist es eben nicht erforderlich, davor zu sitzen und Kaffee zu trinken. Auch das sehe ich ein.
    HJL

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr Lange – ich empfinde es nicht als sachdienlich, wenn Sie eine ganze Stadt „runtermachen“, bloß weil es bei uns ein paar Schwachstellen gibt (auf die ich ja regelmäßig hinweise), die es in jeder (ich wiederhole: jeder) anderen Stadt auch gibt. Das machen Sie analog zu Frau Veeh, die ihre Leser dabei sogar duzt: Sie schreibt alles schön (nicht zuletzt, weil sie damit Geld verdient), während Sie alles (ich wiederhole: alles) im schlechten Licht sehen. Damit gewinnen Sie bei den Lesern von Szene Ahrensburg keinen Blumentopf, im Gegenteil: Ich höre häufig die Kritik, dass Sie a) zuviel, b) zu verschlüsselt und c) meistens über dasselbe Thema schreiben. „Kaiserliche Werft“, wie ich das genannt habe.

      30.000 Bürger der Stadt sollen Ihrer Meinung nach in den Marstall kommen, also auch Säuglinge, Kleinkinder, Alte und Gebrechliche? Glauben Sie, dass alle Menschen in der Stadt, die arbeiten müssen, um ihr tägliches Brot zu verdienen, soviel Zeit haben wie Sie und ich…?

      Aber mal im Ernst: Ahrensburg ist eine sehr attraktive Stadt, die genauso ihre Schwachstellen hat wie andere Städte auch. Was Ahrensburg fehlt, das ist ein „Wir-Gefühl“, was meint: Genauso, wie die Bürger sich als eine „Familie“ fühlen sollten, so sollten sich auch die Politiker sich nicht als Gegner betrachten, sondern als Partner und mit der Verwaltung an einem Strick ziehen, und zwar am selben Ende. Dass es dieses Wir-Gefühlt heute nicht mehr gibt, liegt meiner Meinung nach daran, dass Ahrensburg schneller gewachsen ist als zum Beispiel Großhansdorf. Wenn Sie in der Waldgemeinde heute auf das Matjes-Fest gehen und es vergleichen mit dem Stadtfest in Ahrensburg, dann werden Sie erkennen, was ich meine.

      Und Großhansdorf hat, genauso wie Bargteheide, einen Bürgermeister, dessen Kandidatur von allen Fraktionen befürwortet wurde. Dafür muss es wohl Gründe geben. Frage: Warum gab und gibt es diese Gründe in Ahrensburg nicht…?

      Mein persönliches Fazit: Wir brauchen in Ahrensburg einen Bürgermeister, der aus Ahrensburg kommt, seinen familiären Mittelpunkt in Ahrensburg hat und der seinen Job im Rathaus nicht als Altersruhesitz missbraucht, sondern als Aufgabe und Herausforderung betrachtet und dafür sogar einen guten Job in der freien Wirtschaft aufgibt. Und wir brauchen einen Bürgermeister, der die Bürger nicht belügt hinters Licht führt, wie der zur Zeit amtierende das getan hat.

      Ich sage es hier ganz frei und offen: Noch einmal sechs Jahre mit Michael Sarach aus Schwerin, und die Stadt landet am Ende genau dort, wo Sie, Herr Lange, sie heute ketzerisch beschreiben. Und genau das sollte sich in Ahrensburg ganz schnell bis zur Wahl im September herumsprechen, bevor es zu spät ist. Sie, Herr Lange, tangiert das persönlich weniger, weil Sie in Ammersbek leben. Ich dagegen lebe seit Jahrzehnten in Ahrensburg und möchte, dass die Stadt rundum schön ist. Und dafür arbeite ich mit meinem Blog Szene Ahrensburg und freue mich über jeden, der mich bei dieser Arbeit unterstützt.
      HDZ

  5. HJLange

    Hallo Herr Dzubilla,
    es passt zu Ihrem Thema „Klartext“:
    1)
    Es hat viel Mühe und Zeit gebraucht, um heraus zu finden, was erforderlich ist, damit einem Ahrensburger / einer Ahrensburgerin der Kragen platzt.
    Nun war es Ihr Kragen.
    Offensichtlich ist in Ahrensburg nicht mehr möglich.
    Die Selbstheilungskräfte sind zu schwach.
    Zugleich ist damit meine Mission in Ihrem Blog beendet.
    Andere Missionen warten.
    2)
    Seit Jahrzehnten bin ich faktisch Ahrensburger.
    Es würde sich an der gemeinsamen Sache nichts ändern, wenn etwa ich mich in Ahrensburg formell mit erstem Wohnsitz anmelden würde.
    HJL

    1. Sabine Heinrich

      Lieber Herr Lange,
      ich hoffe, dass Sie Ihren Entschluss noch einmal überdenken! Mir würden Ihre von großem Hintergrundwissen geprägten kritischen Beiträge, deren Erstellung viel Zeit und Mühe gekostet hat, sehr fehlen!
      Also – lassen Sie Ihren Ärger über den Kommentar von Herrn Dzubilla verrauchen und machen Sie weiter!

      Mit hoffnungsvollen Grüßen!
      Sabine Heinrich

    2. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr Lange! Oh doch, es würde sich vieles ändern, wenn Sie Ahrensburger wären! In jeder Einwohnerfragestunde könnten Sie Ihre Fragen stellen. Die müssen auch beantwortet werden, sonst können sie sie neu stellen, bis Sie eine befriedigende Antwort bekommen. Und Ihre Fragen werden den Protokollen beigefügt. Und: Steter Tropfen höhlt den Stein.
      HDZ

  6. Thomas H.

    Hallo Herr Dzubilla,
    Jetzt verfallen auch Sie schon in den „Ahrensburg ist schön“ -Ton, zuletzt angeschlagen von Thomas Bellizzi, FDP, im MARKT, und regelmäßig ins Feld geführt von den durch die Stadtwerke gesponserten Werbeportalen. Und wer sich diesem hohen Ton nicht anschließt, läuft Gefahr, als Nestbeschmutzer disqualifiziert zu werden. Wenn Sie auf einmal alles in Ahrensburg so toll finden, dann frage ich mich, warum Sie es dem derzeitigen Bürgermeister nicht gönnen, sich hier im Rahmen einer Wiederwahl endlich seine Bürgermeisterpension zu verdienen? Und wenn alles so gut und schön ist, ist es doch egal, wer Bürgermeister ist , und es ist nebensächlich, ob der Bürgermeister ein paar Verhaltensweisen aufzeigt , die Ihnen vielleich nicht zusagen, aber umso mehr der SPD.
    Ich fürchte, Sie sind jetzt schon auf die Wahlkampftricks des amtierenden Bürgermeisters und der SPD hereingefallen!

    Beste Grüße
    Thomas H.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Thomas H. – Ich mag es nicht, wenn man verallgemeinert. Wenn in einer großen Schafherde ein Dutzend Schwarze Schafe herumlaufen, dann ist doch nicht die ganze Herde schwarz. Ich finde wahrlich nicht „alles“ toll in Ahrensburg, aber es gibt hier viele tolle Menschen, die das Beste für die Stadt wollen. Soll ich die jetzt alle mit verdammen, weil es in der Stadt auch ein paar schräge Vögel gibt? Das ist doch nicht Ihr Ernst, oder?

      Wer ist der größte Kritiker in der Stadt, nicht zuletzt des Bürgermeisters? Ich denke: ich. Aber ich schreibe Klartext und verallgemeinere nicht – denke ich jedenfalls.

      Denken Sie doch mal darüber nach.

      Mit freundlichen Grüßen

      Harald D.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Thomas H. – hatten Sie nicht gerade behauptet: „Wenn Sie auf einmal alles in Ahrensburg so toll finden…“? Warum, glauben Sie wohl, habe ich dieses Blog gegründet und schreibe bis heute darüber, was ich in Ahrensburg nicht so toll finde? Genau das werde ich auch weiterhin tun. Schönen Sonntag! – Harald D.

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