Heitere Medienschau aus und um Ahrensburg herum

(Bild: Szene Ahrensburg)

(Bild: Szene Ahrensburg)

Hier folgen drei Meldungen aus drei Medien, die nicht einer gewissen Komik entbehren. Und falls Sie heute noch nicht gelacht haben sollten: Hier sind drei gute Gründe, um wenigstens ein wenig darüber zu schmunzeln.

Die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt berichtet aktuell von einer „Schlägerei nach Feuer in Mehrfamilienhaus“, die gestern in Bargteheide stattgefunden hat. Da denkt der Leser beim Einstieg in das Thema doch sofort, dass in unserer Nachbarstadt jemand den Feuerteufel verprügelt hat, oder?

Dem nachfolgenden Beitrag entnimmt der Leser: In einem Mehrfamilienhaus in Bargteheide hat es gebrannt, und die Feuerwehr musste anrücken. Und Reporterin Mira Frenzel hat erfahren: Der Brandherd konnte unterdessen ermittelt werden: der Schuhschrank des Mannes.“ Und:  Die übrigen Mieter konnten dennoch nach Lüftung der Feuerwehr wieder in ihre Wohnungen.“

Nein, nicht: „Lüftung durch die Feuerwehr“, sondern tatsächlich: „Lüftung der Feuerwehr“!

Wie die „Lüftung der Feuerwehr“ vonstatten ging, verrät die emsige Reporterin nicht. Aber immerhin erfährt der Leser, dass die zwei Männer, die „in einen handfesten Streit geraten“ sind, mit dem Feuer offenbar gar nichts zu tun haben. Ich denke: Bloß gut, dass sich nicht ein Pärchen am Rande des Feuers geliebt hat – Mira Frenzel hätte ihren Beitrag vermutlich überschrieben: „Heiße Liebe nach Feuer im Mehrfamilienhaus“. 😉

Bildschirmfoto 2015-05-27 um 11.09.04ahrensburg24 berichtet von einer Künstlerin aus Groß Boden (Kreis Herzogtum Lauenburg), die eine Ausstellung in Hamburg macht. Was das mit Ahrensburg oder mit Stormarn zu tun hat? Ha, ahrensburg24 hat die Lösung gefunden, um einen Beitrag, der nicht aus Stormarn stammt, zu veröffentlichen: „Groß Boden bei Bad Oldesloe“, informiert das Werbeportal. Klar, und Bad Oldesloe liegt in Stormarn, sodass über die Künstlerin aus dem Herzogtum Lauenburg, die in Hamburg ausstellt, auf ahrensburg24 ausführlich berichtet werden kann!

Und wenn morgen in China eine Reisschaufel umfällt, dann wird ahrensburg24 darüber berichten mit dem Hinweis, dass der danebenstehende Reissack möglicherweise für ein Restaurant in Groß Boden bestimmt war, das bei Bad Oldesloe liegt.

Bildschirmfoto 2015-05-27 um 11.15.05Heute ist MARKT-Tag in Ahrensburg. Und nachdem wir es überall schon lesen konnten, berichtet heute auch der MARKT darüber, nämlich: „Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn zieht positive Bilanz für 2014“ – siehe die Abbildung!

Was für eine tolle Meldung! Aaaber: Hätte die Sparkassen-Kulturstifung Stormarn etwa auch eine schlechte Bilanz 2014 ziehen können…? Ich weiß es nicht. Aber ziemlich sicher bin ich mir, dass die Bilanz 2015 nicht so rosig ausschaut, wenn ich auf die Galerie im Marstall blicke: Hier wurden Stiftungsgelder (Stichwort: Burwitz) erkennbar aus dem Fenster geworfen.

Ich bin neugierig, ob das im kommenden Jahr zum Ausdruck kommt. Tanja Lütje, die Kreiskulturreferentin (siehe 2. von links und 3. von rechts!) jedenfalls sieht es schon heute nicht rosig, wenn Sie mal einen Blick in ihre Augen werfen wollen!  Oder ist sie nur geblendet von den schmunzelnden Vertretern der Sparkassen-Kulturstiftung…? 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Mai 2015

6 Gedanken zu „Heitere Medienschau aus und um Ahrensburg herum

  1. Sabine Heinrich

    Hallo, lieber Her Dzubilla,
    ist es nicht schön, dass es Beiträge wie die von Mira Frenzel gibt?
    Hätten wir ohne diese nicht schon längst unser HA-Abo gekündigt?
    Jetzt mal im Ernst: Ich verstehe nicht, dass eine Praktikantin, die ganz offensichtlich noch sehr viel zu lernen hat, unkontrolliert und zum Schaden der Stormarnbeilage auf uns Leser losgelassen wird?
    Dass Frau Lütje bei dem Fototermin ihre Augen hinter einer Sonnenbrille verbirgt, sagt einiges! Nein – da komme mir niemand mit dem Argument der Lichtempfindlichkeit!
    Es ist einfach nur unhöflich. Oder feige, weil man nicht „Gesicht zeigen“ möchte.

    1. Feige

      Und wir, die feigen Blogteilnehmer?? Sind wir besser?? Wir verstecken uns hinter einem Pseudonym unter dem wir bequem auf andere losgehen können. Bürgermeister, Stadtverordnete, Journalisten und andere – keiner ist vor uns sicher. Wir brauchen denen ja nicht in die Augen zu schauen, wenn wir über sie wettern!

  2. HJLange

    Hallo Herr Dzubilla,
    wenn Sie erlauben füge ich Ihrer bunten Medienschau das hinzu, was mich als Mann heute morgen aus der Stormarnbeilage Seite 3 angesprungen hat:
    Zitat: “ … … … Männer dürfen nicht mitmachen.“ („Philosophinnen gesucht“)
    Die gute Initiatorin, Frau Frau Bogateck, stellt nicht nur ausdrücklich und vollauf begeistert ungleich, sondern auch wieder mit Unterstützung von Kirchensteuergeld. Vorher war sie an derartigem Spiel im Kirchenkreis Hamburg Ost beteiligt, um etwa Kirchensteuergeld in eine ungleichstellende Kirchenstiftung zu stecken. *)
    Sie ahnen es bereits: Dort ist der gute gute Herr Propst Buhl Kirchenkreisratsvorsitzender und hält die Ruder fest in der Hand – also – so zu sagen alle Ruder – eine Art evangelischer Führer aller Boote.

    *) Denkaufgabe:
    Ist es rechtlich korrekt möglich, Kirchensteuergeld in eine weltlich-steuersparende Stiftung (FSS) zu geben und deshalb „auf ewig“ dort festzulegen ? Gesetzliches Grundprinzip: Weg ist das Kapital.
    Wie soll aus einer derartien Stiftung mehr Geld erwirtschaftet werden, als ohne Stiftung ?
    Und zudem für einen ungleichstellenden Zweck ?
    Und das alles ohne von „Untreue“ zu sprechen ?
    Antwort: Im Kirchenkreis Hamburg Ost ist zu vieles möglich.
    HJL

      1. Sabine Heinrich

        Kicher! Ich möchte Sie ausdrücklich dazu ermutigen! Nur zu!

        Und wieder mal im Ernst – als ich „Männer dürfen nicht mitmachen…“ schon heute morgen gelesen habe, dachte ich nur: „Was wäre, wenn man „Männer“ gegen „Frauen“, „Ausländer“, „Behinderte“, „Homosexuelle“ austauschen würde?“ Den lauten Aufschrei mag ich mir gar nicht vorstellen!
        Ich empfinde so eine Ausgrenzung als diskriminierend!
        Ich – als Frau – hätte keine Lust, an so einem Gesprächskreis teilzunehmen, der von vornherein auf Ausgrenzung setzt.
        Dass so eine Veranstaltung auch noch durch Steuergelder finanziert wird, ist zu Zeiten knapper Kassen ein Skandal!
        Es scheint in Ahrensburg in der Tat nichts zu geben, was unmöglich ist!

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