Sparkasse Holstein in der Ahrensburger Galerie im Marstall: erneute Veruntreuung von Stiftungsgeldern

Ich hatte bereits am 23. März 2015 auf den Auftritt eines Würstchens – Name: Baldur Burwitz – in der Galerie im Marstall hingewiesen. Ich bin aber nicht zur Eröffnung hingegangen, weil ich mich ungern verarschen lasse von irgendwelchen Schnöseln. So, wie Burwitz alle Besucher verarscht hat – inklusive Landrat und die Kuratorin der Sparkassen-Kulturstiftung, die für mich nur noch “Frau Hurz” heißt.

Unbenannt-1Einen Bericht von der Eröffnung schrieb das Stormarner Tageblatt. Ich selber war heute in der Galerie, um zu gucken, was von der Vernissage noch übriggeblieben ist. Es war nix. Nein, noch weniger als nix. Und kein Mensch war da. Eine leere Halle, die uns Bürgern gehört und nicht der Sparkasse Holstein. Und diese Halle soll noch bis zum 7. Juni 2015 für einen dahergelaufenen Spinner zur Verarschung der Menschen leerstehen…?

Was mich auf die Palme bringt: Die Sparkasse Holstein veruntreut hier Stiftungsgelder. Und unterliegt dabei einem Irrtum, wenn der Stiftungsvorstand glaubt, sich für Stiftungsgelder öffentlich nicht rechtfertigen zu müssen. Denn solche Gelder sind kein Privatgeld, mit dem man machen kann, was man will. Gelder von Stiftungen sind quasi öffentliches Geld, das dem Staat aus den Händen genommen wird. Sprich: Hier gehen Steuergelder für allgemeine Zwecke verloren, mit denen die Stiftung selber entscheidet, welchen sozialen, bzw. kulturellen Zwecken diese Mittel zugute kommen. Aber:

Burwitz in der Ahrensburger Galerie im Marstall

Burwitz in der Ahrensburger Galerie im Marstall

Kulturell war es nicht, wie Burwitz sich im Marstall aufgeführt hat. Selbst von Subkultur zu reden, wäre zu hochtrabend für das, was der Mann veranstaltet. Möglicherweise aber ist es sozial, falls Burwitz ein Sozialfall sein sollte … was ich vermute. Doch für den Unfug, den er hier im Marstall getrieben hat, Stiftungsgelder zu verschwenden, das ist schon ein ziemlich starkes Stück.

Der Blödsinn geht noch weiter...!

Und der Blödsinn soll tatsächlich noch fortgesetzt werden!

Und immer wieder vernehme ich, dass Kunst heutzutage eben mehr ist als Bilder und Skulpturen. Klar, auch das Verscheißern von Menschen ist eine Kunst. Aber das haben Till Eulenspiegel und Joseph Beuys schon sehr viel besser gemacht; und wer danach kam und kommt, ist ein armseliger Plagiator. Auch wer auf dem Rondeel die Hosen runter lässt, dort einen Haufen hinlegt und ein Fähnchen hineinsteckt, ist deshalb noch lange kein provozierender Künstler, der mit Stiftungsgeldern der Sparkasse subventioniert werden kann. Das sollte sich auch beim Finanzamt des Kreises herumsprechen, denn es ist in meinen Augen ein klares Fehlverhalten der Stiftung.

Hier noch einmal der letzte Absatz vom Stormarner Tageblatt und also lautend: „Ich stehe voll hinter zeitgenössischer Kunst und voll zu solchen Ausstellungen. Man muss sehen, wie es ankommt. Wir wollen natürlich nicht mutwillig Kunstinteressierte vertreiben“, so Katharina Schlüter, Kuratorin der Sparkassen-Kulturstiftung. „Zeitgenössische Kunst ist eben mehr als nur Malerei oder Fotografie. Ich finde es wichtig, dass das hier stattfindet. Vielleicht ist Stormarn manch mal noch nicht ganz soweit oder man muss sich auch ein neues Publikum erschließen. Mir selbst gefällt die Performance sehr gut“, so Schlüter.“

Klar, Stormarn ist manchmal noch nicht ganz soweit, Frau Schlüter Hurz. Wir leben ja auch nicht in Schilda. Oder wie Bertold Brecht es ausgedrückt hat: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.“

Postskriptum: Gäbe es nicht Gründe genug, dem Kulturverein Marstall die Galerie zu entziehen und sie den allgemeinen Interessen von Bürgern zu überlassen wie z. B. eine Kita dort unterzubringen…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. April 2015

14 Gedanken zu „Sparkasse Holstein in der Ahrensburger Galerie im Marstall: erneute Veruntreuung von Stiftungsgeldern

  1. Frau Behnemann

    Was sagt eigentlich Landrat Klaus Plöger dazu, der die Ausstellung eröffnet hat und der doch eigentlich ein Mann der klaren Worte ist…..???

  2. Sabine Heinrich

    Ach, käme doch die Putzfrau – ohne die legendäre Frage zu stellen: ” Ist das Kunst, oder kann das weg?”
    Ich hätte gern wenigstens eines der gelben Tischtücher – Ketchup hab’ ich selbst.
    Waren das noch Zeiten, als z.B.einem Künstler namens Piening im Marstall Raum gegeben wurde!
    Was muss man eigentlich tun oder sein, um im Marstall ausstellen zu dürfen?
    Ich kann mich des Verdachtes nicht erwehren, dass da eine gehörige Portion Vitamin B nicht von Nachteil ist!
    Vielleicht sollte ich ein Konto bei der Sparkasse Holstein eröffnen – möglicherweise hätte ich dann eine gewisse Chance, die geistreichsten meiner Kommentare – handgeschrieben natürlich – in 20facher Vergrößerung dem in Strömen fließenden Publikum zu präsentieren? 🙂
    Ich müsste mir nur noch überlegen, wie ich das Publikum bei der Vernissage verärgere bzw. vera….e, um in die Zeitung zu kommen.
    Hat vielleicht jemand einen Vorschlag?
    Es ist wie so oft in der Schule: Die im negativen Sinne Auffälligsten bekommen die meiste Aufmerksamkeit und Zuwendung.
    So – jetzt warte ich auf den Shitstorm, der nun wegen dieses Satzes vermutlich über mich hereinbrechen wird.

  3. Hermann Jochen Lange

    Mein fragender Blick über die Grenzplanke – nach Ahrensburg:

    Wieder mal verteh ich Ihre ganze Aufregung und Empörung der letzten Tage überhaupt nicht.
    Da mockieren Sie sich kleinlich über “die im negativen Sinne Auffälligen, die die meiste Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen” (Zitat Frau Heinrich).
    Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall – jawohl.
    Lesen Sie doch bitte einfach mal, wie Ihr überaus duldender Bürgervorsteher R. Wilde heute in der HA-Stormarnbeilage zitiert wird: “Rof Griesenberg hat den Charakter der Stadt Ahrensburg maßgeblich geprägt”. Niemand bestreitet das ernsthaft – zumindest nicht öffentlich. Und gerade Herr Wilde muss es wissen, weil er von mir ausreichend Infomaterial bekommen hat und störendes Papier seinem hohen Amt entsprechend sicherlich erst später in die große Tonne entsorgt.
    Die jubelnden Bürger haben beiden Heroen sogar obendrein (und noch einem Stern) einen ehrenden Gedenkbaum bezahlt.
    Im Langsitzen auch noch Charakter zeigen, das ist es !
    HJL

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr Lange, ich verstehe Sie nicht: Den Ausspruch unseres Bürgervorstehers – “Rolf Griesenberg hat den Charakter der Stadt Ahrensburg maßgeblich geprägt” – werden Sie doch wohl im Inhalt nicht bestreiten können, oder…? 😉

  4. Hermann Jochen Lange

    Nein, Herr Dzubilla, Sie haben Recht,
    den von der SPD bejubelten, bau-chrakterbildenden Einfluss von Herrn R.Gr. kann niemand ernsthaft bestreiten.
    Die wie in Stein gemeißelte Lobeshymne Ihres Bürgervorstehers R. Wilde – gesungen auf den immer so bescheiden im Hintergrund arbeitenden Herrn R.Gr. ist für jeden Ahrensburg durchstreifenden Fan sichtbar.
    Hervorzuheben sei dabei der charaktervolle Charme der “Rampengasse”.
    Dieser jedes Vorstadtparkdeck locker übertrumpfende R.Gr.-Charme ist dermaßen überwältigend – wissen Sie – es gibt sogar Bürger Ihrer Stadt, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, durch diese von IHM so liebevoll gestaltete Gasse aber auch nur getragen zu werden – aus tiefer Ehrfurcht vor dem Macher.
    Denn R.Gr. hat es sogar geschafft, in die ehemals sooo triste Fahrbahn zwei unstreitig charakterbildende lochähnliche Bauwerke zu fräsen (die sog. “Rampen”) , die wie ein Weltkriegsbunker jeder bereits beschlossenen Stadtreparatur trotzen werden – versprochen. R.Gr.-Charakter-Qualität setzt sich bekanntlich durch.
    Die große Frage lautet: Wer hält länger ? Der R.Gr.-Ehrenbaum (noch ohne SPD-Fahne) oder seine Roten “Rampen” ? Vielleicht noch mal 41 Jahre ?
    Tipp:
    Wer mehr Zeit in die Suche nach dem Bau-Charakter von R.Gr. investieren möchte, möge sich der Entstehungsgeschichte des Peter-Rantzau-Hauses widmen.
    HJL

  5. Ketzer

    Vielleicht sollte mal der sägefreudige Herr Kroschke auf dieses spezielle Griesenbergbäumchen aufmerksam gemacht werden. Daran könnte er seiner Fällfreude nachkommen.
    Ansonsten – aufgemerkt, liebe Hundebesitzer: Es gibt da in einer gewissen Straße ein gewisses Bäumchen…!
    Wobei zu bemerken ist: Der Baum kann ja nichts dafür – angesichts der architektonischen Vergewaltigungen des Stadtbildes durch den geehrten Herrn hätte er sich bestimmt vor Schreck und Gram für immer all seiner Blätter entledigt!

  6. hermann Jochen Lange

    Ja, Herr Dzubilla, das ist zutreffend:
    R. Gr. war -felsenharter- Architekt für das sog. Klotz-Geschäftshaus Klaus-Groth-Straße Ecke Große-Straße (unten mit Pennymarkt) und nicht nur Dealpartner des Investors Skrabs – das war der, der von SPD-Uschi Pepper mit mindestens 400 qm öffentlicher Straßenfläche beschenkt wurde.
    Aber auch SPD-R.Gr. wurde von SPD-Uschi Pepper mit einer nachgewiesen gesetzwidrigen Baugenehmigung beschenkt (gilt auch für die “Rampen”). Darin wurde ihm (und Skrabs) gesetzwidrig erlaubt, die Festsetzungen des dort geltenden Bebauungsplans um quasi das Doppelte auszunutzen (daher “Klotz”) – alles nicht zum Nutzen, sondern zum Schaden der Allgemeinheit.
    Frage an die Stadtverordneten:
    Warum haben Sie den B-Plan zuerst verabschiedet, wenn sich ihr Kollege Stadtverordneter R.Gr. hinterher mit Genehmigung Ihrer damaligen SPD-Bürgermeisterin nicht daran halten musste ?
    Damit Sie IHM heute einen Ehrenbaum pflanzen ?
    Wieder verschenkt von der Allgemeinheit ?
    HJL

  7. Thomas H.

    Der SPD- Grandseugneur des Ahrensburger Filzes, dem ein öffentlicher Auftrag nach dam anderen zugeschoben wurde und der mit dem Terrakotta-Klotz das Symbol des Ahrensburger Filzes in die Stadtmitte geklotzt hat, wird nun in einem öffentlichen Festakt geehrt.
    Frau Philipp von der CDU , die auch auf den Geschmack gekommen war, musste ihr Amt aufgeben, und das mit den Stimmen der Grünen und der WAB, bevor sie überhaupt ein Projekt an Land ziehen konnte. Warum erheben diese beiden Gruppierungen eigentlich nicht ihre Stimme gegen die Ehrung von Rolf Griesenberg?
    Thomas H.

  8. Sabine Heinrich

    Berechtigte Frage. Schade nur, dass weder diese noch die meisten zahllosen anderen Mißstände, Ahrensburger Politik betreffend, in anderen Medien außer SzA diskutiert werden (dürfen).

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