Kulturbetrieb Marstall: ein Selbstbedienungsladen…?

Es macht den Eindruck, als gäbe es in Ahrensburg bzw. im Kreise Stormarn keine freien Künstler mehr, die es wert sind, dass ihre Werke im Marstall ausgestellt werden. Nach der Papprollen-Suse und dem Witz-Würstchen haben die Kulturschaffenden um den Marstall sich Gedanken gemacht und überlegt: Welche Künstler sind genauso interessant wie honorig, dass man ihre Werke im Marstall präsentieren könnte?

Aus: Stormarn online (Bild: HDZ)

Aus: Stormarn online (Bild: HDZ)

Die Würfel sind gefallen, und zwar auf Katharina “Hurz” Schlüter und Armin Diedrichsen. Beide werden an diesem Samstag ihre “Exponate” im Kulturzentrum Marstall ausstellen, wie die Stormarn-Beilage uns heute berichtet.

Ich habe mich schon immer gefragt: Wer entscheidet eigentlich darüber, welche Künstler sich im Marstall präsentieren dürfen? Wird das ausgelost? Entscheidet eine sachkundige Jüry darüber? Oder ist es ein Windhundrennen nach der Jekami-Devise…?

Wer es nicht weiß: Die beiden Künstler, die ihre Exponate am Samstag im Kulturzentrum Marstall zeigen, sind Angehörige des Ahrensburger Kulturbetriebes. Katharina “Hurz” Schlüter ist Kuratoin der Stiftung der Sparkasse Holstein. Und Armin Diedrichsen ist so etwas wie ein künstlerischer Leiter der Bühne im Marstall.

Frage: Wer hat Schlüter & Diedrichsen ausgewählt, dass sie ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren dürfen? Welche Künstler standen alternativ zur Auswahl…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. April 2015

4 Gedanken zu „Kulturbetrieb Marstall: ein Selbstbedienungsladen…?

  1. J. P. Kirchhoff

    Eine Hand wäscht die andere. Bezahlen tut’s letztendlich der Bürger – über Steuern und mit Eintrittsgeld. Und über all dem wacht der Landrat als Oberauge über den Kulturbetrieb in Stormarn.

  2. Frau Behnemann

    Der Unterschied zwischen der Stormarnbeilage und Szene-Ahrensburg: Die Stormarnbeilage bringt, was der Kulturverein erzählt. Und Szene-Ahrensburg bringt, was nicht in der Stormarnbeilage steht.

  3. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    was Kunst ist entscheidet doch der Geldgeber. Sicherlich hat er ein Kunststudium und viel Humor. Wenn wir ein unfangreicheres, zinsloses Konto eröffnen, könnten wir als geförderte Junioren-Künstler auch bekannt werden. Ich hätte da schon meine Ideen. Ich kann zum Beispiel Katzenstangen zwischen Salzstangen anbieten, und Hundekekse zwischen Haferkeksen, Kalkmilch statt Kuhmilch, Sardinenbällchen mit Ingwer statt Hackbällchen mit Zwiebeln…………………
    Wir könnten aber auch Historisches ausstellen, Privatsammlungen usw.. Ich habe z.B. eine Sammlung aus Aluminiumgegenständen aus der Nachkriegszeit angefangen. Fossilien aus unserem Geschiebe habe ich auch noch – aber da kann ich mit dem Verein der Geschiebesammler nicht mithalten. Da haben wir noch Museen in Hamburg, die die Fossilien aus den Wartenbergen aufbewahren. Da gibt es noch die Hinterlassenschaften unseres Ehrenbürgers Alfred Rust bei dessen Tochter und da gibt es….. und da gibt es…….. und da gibt es.
    Mit ideenreichen Grüßen
    Wolfgang König

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