Wie der Michi seine Genossin Uschi in die Pfanne haut

Wir haben inzwischen erfahren, dass der zur Zeit noch amtierende Bürgermeister Michael Sarach (SPD) nach seiner ersten Amtsperiode zum zweiten Mal antreten will, um mit Unterstützung seiner Partei für weitere sechs Jahre im Rathaus zu sitzen, um dort aus dem Fenster zu gucken und zu beobachten, wie Autofahrer um einen Parkplatz kämpfen. Und viele Bürger fragen sich: Warum kandidiert der noch einmal? Nun hat Michael Sarach öffentlich gestanden: In seiner ersten Amtszeit konnte er noch gar keine Eigenleistungen erbringen.

Amtsübergabe: Uschi übergibt ihre Arbeit an Michi zum Abarbeiten!

Amtsübergabe: Uschi übergibt ihre unerledigte Arbeit an Michi zum Abarbeiten! (Foto: HDZ)

Wir lasen sein Bekenntnis in der Stormarn-Beilage und also lautend: „Meine ersten vier Jahre im Amt wurden geprägt von den Aufgaben, die noch aus der Ära meiner Vorgängerin stammten“. Was meint: Die Genossin Uschi hatte ihr damaliges Pensum noch gar nicht erledigt, als sie in Pension gegangen ist, sodass ihr Nachfolger das alles aufarbeiten musste. Was er bis heute nicht geschafft hat, denn siehe, lieber Bürger: Der Blaumann steht als Symbol immer noch auf dem Rondeel und glotzt vor sich hin!

Und nun? Was würde Michael Sarach tun, wenn er noch einmal für sechs Jahre gewählt wird? Klar, er müsste dann erst mal das alles aufarbeiten, was er an eigenen Aufgaben in der verflossenen Amtszeit nicht erledigen konnte, weil er doch erst mal abarbeiten musste, was die Blaufrau ihm auf dem Schreibtisch hinterlassen hat.

Was sagt uns Bürgern das? Mir sagt es: Wir brauchen einen Bürgermeister im Rathaus, der nicht nach hinten, sondern nach vorn schaut. Und der nicht nur verwaltet, sondern auch gestaltet. Frage: Kennen Sie so einen Kandidaten für dieses Amt…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. März 2015

8 Gedanken zu „Wie der Michi seine Genossin Uschi in die Pfanne haut

  1. Der Spatz vom Rathausdach

    Warum regen sich eigentlich so viele Bürger über den Herrn Sarach auf? Der hat doch gar nichts getan! 😉

  2. Sabine Heinrich

    Was immer die von mir wenig geschätzte Frau Pepper alles getan – oder nicht getan – hat, aber diese öffentliche Äußerung von Herrn Sarach ist ungehörig, unfair und einfach mies – versucht er doch jetzt, die Gründe für seine eigenen Versäumnisse, Unzulänglichkeiten und Fehler der letzten bald 6 Jahre seiner Vorgängerin anzulasten. Das ist unter aller Kritik, und damit hat er sich auch noch menschlich ins Abseits gerückt.
    Wie mag dann nur sein Umgangsstil mit den noch im Rathaus Tätigen aussehen?

  3. Lonny

    Lieber Herr Dzubilla!

    Nun kann ich endlich verstehen, warum der Herr Bürgermeister immer noch nicht auf diverse Schreiben geantwortet hat!!! Wenn das so weiter geht, erwarte ich eine Regung frühestens in 5 Jahren, wenn ich das noch erleben darf!
    Herzliche Grüße Lonny

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Liebe Lonny –

      das dürfen Sie Michael Sarach möglicherweise nicht anlasten. Meiner Meinung nach kann der Mann gar nicht schreiben. Sonst hätte er ja wohl mehr als einmal an dieser Stelle etwas antworten müssen. Ich denke mal, dass alle Briefe und Anträge, die er unterschreibt, von anderen Personen – nicht zuletzt von Advokat Reich – unterschrieben wurden und werden.

      Liebe Grüße
      Harald Dzubilla

    2. Horst Hilt

      Ich schliesse mich der Meinung von Frau Heinrich an: Ein mieseres Urteil über die Arbeit seiner Vorgängerin kann man sich kaum vorstellen. Und die SPD teilt diese Meinung ganz offensichtlich – schliesslich ist der fragliche Artikel in der Stormarn-Beilage mit “Die SPD unterstützt die Kandidatur von Michael Sarach” überschrieben.
      Wenn er mit dem Aufräumen und Abarbeiten von Liegengebliebenem fertig ist, dann kann er endlich so richtig loslegen – stellt der Bürgermeister in Aussicht. Da könnten sich die Ahrensburger ja noch auf einiges gefasst machen, wenn sie ihn denn tatsächlich ein zweites Mal zum Bürgermeister wählen würden.
      H. Hilt

  4. Biggi

    Moin, moin,
    Eigentlich hat er doch nur gesagt, dass er zu Ende bringen musste, was angefangen war. Ohne Wertung. Und das ist doch bei jedem Amtswechsel so. Aber als Nicht-Ahrensburgerin versuche ich wohl nur, nicht jede Möglichkiet zum “Draufhauen” zu nutzen. Gebe zu, dass ich die wirkliche Leistung oder Nicht-Leistung des BM nicht beurteilen kann.
    Aber der Blaumann stört mich schon lange nicht mehr, wenn ich mal in Ahrenbsurg einen Kaffee auf dem Rondeel trinke. Der ist doch nett und die Kinder freuen sich, klettern drauf rum. Was soll das ewige Gehacke. Es gibt schlimmere “Kunst” und letztlich habe ich in vielen Gesprächen mit Künstlern gelernt, dass jeder auf seine Art etwas ausdrücken will. Ob wir alle es verstehen, ist ne andere Sache. Das heißt es tolerant sein.
    Frohe Ostern!

  5. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    es ist sehr schwierig, sich von den vielen Altlasten der Vorgänger zu befreien, wenn man blauäugig ein unbekanntes Amt übernimmt. Herr Sarach hat bei seiner Wahl-Vorstellung vor der WAB phantasievoll geschildert, was er so alles vor hat……..dies aber nicht erreicht hat. Vielleicht hätte er weniger Zeit für seine persönliche Öffentlichkeitsarbeit, Immobiliengewinnen, dienstlichen Heimfahrten usw. aufwenden sollen und dafür sein Personal lenken sollen. Hat er einen Doppik-Lehrgang absolviert? Die Internas (Pepper-Nachlass), die damals auf ihn lauerten, hatte er sicherlich noch nicht erfasst gehabt: Ein lockerer und hochdotierter Posten in der verschlafenen Kleinstadt Ahrensburg mit rundum SPD-Unterstützung.
    Der Spatz vom Rathausdach hat sich wieder einmal äußerst witzig gemeldet.
    Ihre Frage: Kennen Sie so einen Kandidaten für dieses Amt…..? Leider nicht. Aber möglicherweise wäre dieser bei der Bundeswehr zu finden: Ein Major, ein Oberst oder ein Generalleutnant (auch mit Gehaltsverlust) ohne Parteibindung, der nicht nach hinten blickt sondern gezielt vorwärts marschiert, der seine Truppe (Verwaltung) an der Front (Aufgabenbereich) ohne Rücksicht auf mögliche Verluste (vorgeschützte Erkrankung und Kündigung/Zurruhesetzung wegen Unfähigkeit im Amt oder eigenveranwortlicher Dauerkrankheit) zum Ziel führt, wäre der Mann an der Spitze. Das würde zwar kosten, aber auf Dauer schützen. Unsere drei Kandidaten werden alle wie bisher den Weg des geringsten Widerstandes gehen müssen, die Mitarbeiter pfleglich behandeln, an Ausbildung derselben besonders wegen des unerhört hohen Krankenstandes sparen, viele Gutachter wegen internes Unwissen und des Krankenstandes beauftragen und bei Beschuss tief in Deckung gehen. Ich sehe keinen, der bereit ist, gegen die Zweitbürgermeister in der Verwaltung zu agieren.
    Mein Niederlassungsleiter bei der Telekom hatte an einem Freitag in Juli 2002 um 17:00 (also nach Dienstschluss) uns alle Leiter zusammenkommen lassen, um uns abzufalten. Wir sollten dann an unsere Schreibtische zurückkehren, um ihm schriftlich per Email bis 20:00 mitzuteilen, ob jede Person noch bereit wäre, aufopferungsvoll auf seinem Dienstposten für die Telekom mitzuarbeiten und was jeder gedenkt, für die äußerst schlechte statistische Misere unserer Niederlassung unverzüglich zu tun. Seine Leistungsprämie und sein Audi-Dienstwagen hingen von uns ab. Die Antwort von zwei Leitern hat ihm wohl missfallen. Er hat sie kurzfristig abgelöst und ersetzt. Vielleicht sollten wir unseren Bürgermeister auch leistungsorientiert und nicht pressenachweisbar bezahlen? Können wir über unsere Selbstverwaltung unsere Stadt-Verwaltung privatisieren und nach EU-Norm zertifizieren lassen? Haben wir diese Möglichkeit und können wir sie über die Parteien durchsetzten?
    Nun habe ich wieder streichfähig hintergrundlos abgeseicht und grüße meine Mitleser und Sie mit einem gleich kommenden und nicht ernst gemeinten A-Brill, A-Brill, A-Brill vom Euro-Point.
    Wolfgang König
    P.S.: Gustav Gans hatte immer eine Hasenpfote als Glücksbringer in der Hosentasche. Was für einen Glücksbringer habe ich in meiner Hosentasche? Die Errater lade ich zu “Mister Wu” ans Buffet ein!!!!!!

  6. Hermann Jochen Lange

    Ihre Aufregung verstehe ich nun wirklich überhaupt gar nicht !

    Denn sah sich die reizende Frau SPD-Pepper in der “Rampengasse” noch gezwungen, die höchst einträgliche Inszenierung ihres “SPD-Bau-Systems” nur erdenken zu müssen – stand ihr Nachfolger, Herr SPD-Sarach, unverhofft vor der schier übermächtigen Aufgabe, dieses höchst einträgliche “SPD-Bau-System” auf dem “Alten Klinikgelände” virtuos zur höchsten Vollendung ausfeilen zu müssen – die Silberlinge hat er sich verdient.
    Leider ist der Meister aller SPD-Bürger für die Unterrichtung der an seinen Lippen hängenden Fans viel zu bescheiden.
    Deshalb hab´ich mich selbstlos als helfender Wasserträger verpflichtet. Das Interesse an einer Gratis-Kopie der SPD-Partitur ist allerdings überraschend gering. Insbesondere aus dem Kreis der nickend mitmusizierenden Stadtverordneten.
    Auch der vor Begeisterung sich selbst verleugnende Herr SPD-Proske spendet seinem SPD-Meister lieber blinden Applaus, als sich der Mühe des Nachlesens zu unterziehen. Hurraaah !
    LJH

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