Hat der Bürgermeister-Wahlkampf schon begonnen…?

Unbenannt-3Im kommenden Jahr wählen wir Ahrensburger unseren Bürgermeister. Bislang steht offiziell nur ein Kandidat fest, und zwar ein Mann aus Schwerin, der hier in Ahrensburg zur Zeit im Rathaus ein Praktikum macht.

Und nun sah ich auf der Rückseite vom aktuellen MARKT eine Anzeige, die darauf schließen lässt, dass es sich hier um ein Wahlkampfinserat handelt, mit dem sich noch ein weiterer Kandidat zur Wahl stellt – wenn Sie sich bitte die nebenstehende Anzeige einmal anschauen wollen, liebe Mitbürger!

Oder … ist es womöglich der derzeitge Amtsinhaber, der endlich das Foto von seinem letzten Wahlplakat durch ein aktuelles ersetzt hat? Es könnte aber auch sein, dass der Typ dort im Bilde sich maskiert hat, weil er noch nicht erkannt werden will. Und in seine Anzeige hat er geschrieben: “GESCHNENKT”. Weshalb es sich möglicherweise um einen Bürgermeister-Kandidaten von früher handeln könnte, der bei der letzten Wahl durchgefallen ist und es jetzt noch einmal versuchen will.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Dezember 2014

12 Gedanken zu „Hat der Bürgermeister-Wahlkampf schon begonnen…?

  1. Der Spatz vom Rathausdach

    In der Tat: Auch ich sehe hier einen ehemaligen Kandidaten, der eigentlich im Archiv des Rathauses sitzen sollte/wollte, stattdessen aber hochbesoldet neben dem zur Zeit noch im Amt befindlichen Bürgermeister sitzt.

  2. K. Beissert

    Sehr geehrter Herr Dzubilla,

    als relativ neuer Ahrensburger verfolge ich Ihren Blog seit einiger Zeit – auch um mir einen Überblick zu verschaffen, was hier so vor sich geht.

    Mir fällt auf, dass es zwei bis drei regelmäßig sehr bis äußerst kritische Blogteilnehmer gibt, die allerdings aus dem Rest der Leserschaft (ich meine, Sie hätten mal ca. 8000 / Monat erwähnt) so gut wie keine Zustimmung auf ihre Beiträge erfahren. Daher frage ich mich schon, wie ernst ich das überhaupt nehmen kann.

    Auf Ihre eigenen Beiträge kommen zwar bei kritischen Themen (die ja auch meist mit guten Begründungen versehen sind) mehr Kommentare – doch sind diese recht häufig anonym und ohne viel Substanz.

    Sie hatten es selbst schon einmal erwähnt: Es ist schade, dass es nicht mehr Blogteilnehmer mit substantiellen Beiträgen gibt. Das würde sicherlich die Qualität Ihres Blogs erhöhen.

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Sehr geehrter Herr Beissert –

      danke schön für Ihren Kommentar! Szene Ahrensburg hat inzwischen über 9000 Unique-Visitors innerhalb von 30 Tagen. Sie haben es richtig beobachtet: Es gibt sehr kritische Blog-Teilnehmer, und die haben wenig Zustimmung von anderen Blog-Lesern. Zum Beispiel Herr Lange. Aber ich erwarte hier weniger Zustimmung (weil Nichtwissen) als vielmehr das Gegenteil: Warum nehmen die Personen, die Herr Lange angreift, keine Stellungnahme und weisen die Vorwürfe weit von sich…?

      Aber Sie wissen ja sicher auch, was Paul Watzlawick gesagt hat: “Man kann nicht nicht kommunizieren.” Was bedeutet: Auch Schweigen ist vielsagend.

      Dass viele Leser unter Pseudonym kommentieren, muss ich wohl oder übel so hinnehmen, weil es heute in der Online-Welt so üblich ist. Einige dieser Kommentatoren haben auch einen Grund, sich nicht zu outen, bei anderen frage ich mich, warum sie sich wohl verstecken.

      Ihren letzten Absatz unterstreiche ich voll! Denn ich habe Szene Ahrensburg als Kommunikationsforum für unsere Stadt gegründet in der Erwartung, dass hier jeder Bürger seine Meinung sagt, auch wenn ich die nicht teile ;). Ich will Denkanstöße geben und dabei natürlich auch provozieren. Und dann wäre es schön, wenn sich daraus eine Diskussion unter den Lesern ergeben würde – gern mit Widerspruch! Aber vielleicht kommt das ja noch… 😉

      Mit freundlichen Grüßen – Harald Dzubilla

      1. Klaus Beissert

        Sehr geehrter Herr Dzubilla,

        wie bei so vielen Dingen im Leben kann es auch bezüglich des Schweigens unterschiedliche Ansichten geben.

        Die Aggressivität einiger Blogbeiträge finde ich schon erschreckend. Leser wie ich finden das eher abstoßend. Und die Vielzahl der angegriffenen Personen scheint sich ja einig zu sein: Ignorieren.

        In der Kommunikationsberatung wird Schweigen bzw. nicht beachten als Reaktion auf Vorwürfe durchaus als eine der möglichen Strategien empfohlen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Klaus Beissert

        1. Martens

          Die Erfahrung hat gelehrt: Schweigen ist die dümmste Reaktion, wenn man im öffentlichen Shitstorm steht. Weil die Menschen dann denken: Der kann sich nicht verteidigen, also bekennt er sich schuldig.

          Und man darf nicht vergessen: Das Internet vergisst nie!

        2. Sabine Heinrich

          “Schweigen…nicht beachten…” wird “… als eine der möglichen Strategien empfohlen.”
          Das ist interessant! Ich vermute mal, dass Leute, die so einen Umgang mit anderen empfehlen und Sie zu der Generation gehören, denen das ewige Diskutieren ihrer Eltern und deren Bekanntenkreis (verständlicherweise) irgendwann einmal zum Halse rausgehangen hat.
          Das ist jetzt nicht ironisch gemeint, glauben Sie mir!
          So eine Strategie wäre in den 70ern bis in die 90er Jahre undenkbar gewesen.
          Wie mag wohl eine Beziehung aussehen, in der bei Problemen die Strategie des Schweigens angewendet wird?
          Im Berufsalltag ist es ähnlich. Da habe ich Schweigen, das Nichtansprechen von Problemen als lähmend, misstrauenfördernd und destruktiv erlebt.
          Ich würde es sehr begrüßen, wenn die sich angegriffen gefühlten Menschen Stellung beziehen würden – natürlich auch unter Pseudonym – manchmal geht es eben nicht anders.

          1. Klaus Beissert

            Hallo Frau Heinrich,

            ich habe gesagt: „…… wird als eine der möglichen Strategien empfohlen.“ Ich bin kein Kommunikationsstratege und Internet und Social Community ist an mir vorbeigegangen – aber ich verstehe das so, dass es eben eine von mehreren Möglichkeiten ist. Dass ich diese Strategie anwende, habe ich mit keinem Wort gesagt.

            Es werden Bürgermeister, sowohl aktive als auch ehemalige, Stadtverordnete, Architekten, Gutachter die sich an der Stadt bereichern usw. usw. angegriffen. Keiner erhebt ein Gegenwort. Daraus kann man doch eigentlich nur schließen: Man ignoriert parteiübergreifend diese Angriffe und alle sind sich darin einig, dass Schweigen die beste Antwort ist. Und das können ja nicht nur dumme sein! Ich kann nur mutmaßen, dass es eine Vorgeschichte zum Verhältnis Lange / Politik usw. geben muss, die dem Normalleser nicht bekannt ist (und neuem Ahrensburger schon gar nicht).

            Auf den heutigen Text von Herrn Lange weiter unten wüsste ich, ehrlich gesagt, keine Antwort. Das übersteigt meinen Horizont.

  3. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    der Posten des Bürgermeisters muss bundesweit ausgeschrieben werden, wie der Posten des Bauamtsleiters. Der neue Manager-Posten für das Stadt-Marketing müsste, nach meiner unbedeutenden Meinung, ebenfalls ausgeschrieben werden. Aber wir haben ja Verwaltungsspezialisten, die die für Ahrensburg teure Versorgungsgrundlage unseres Bürgermeisters auch nicht erkannt haben. Sonst hätten wir heute einen besseren ersten Kandidaten.
    Wie kommen Sie darauf, dass dieser kommentarlose Weihnachtsfrosch unser erster und bisher einziger Bürgermeisterkandidat Altbürgermeister Sarach in Verkleidung ist? Oder die Schleim-Werbung eines Ex-Kandidaten? Darüber ist eine Anzeige von “Weber” -oder soll das “Werber” in Verbindung mit “Werbung” heißen? Ein Geschnenk?
    Das Bild zeigt offenbar den Froschkönig aus dem Märchen der Gebrüder Grimm, der zur Weihnachtszeit als Weihnachtsmann verkleidet dem Stadtbrunnen entkrochen ist. Ahrensburger, hütet Euch, ihn zu küssen. Es ist nicht der eiserne Heinrich. Dieser Frosch gehört zur Gattung der Unken. Deren Geunke soll zwar Gutes verheißen, aber diese Reptiliengattung verfügt über Hautgifte. Habt also bewusste Berührungsängste. Kommt ihm nicht zu nahe. Streichelt ihn nicht und küsst ihn nicht. Diese Unke kränkelt. Unken haben einen braunen Kopf und keinen grünen Prophetenkopf wie Laubfrösche. Er ist Bazillenträger. Mund und Augen deuten auf Schmerz hin und sind geschwollen. Wer hat schon einmal eine Unke lachen sehen oder eine Unke mit Schneidezähnen? Das könnte auch Drakula sein.
    Dieser Kandidat betreibt schon lange heimlichen Wahlkampf und laicht auf Pressebildern ab.
    Mit brunnentiefen Grüßen
    Wolfgang König

  4. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr K. Beissert,
    die allgemeine Ignoranz von Kritik spiegelt die Erfahrung mit der Ignoranz des angeblich existierenden und kämpferisch zur Selbstkorrektur fähigen Rechtsstaates, der Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden, der zur internen Kontrolle verpflichteten kommunalen Verwaltung, der nur zur Kontrolle berechtigten sog. Politik (keine direkte Pflicht).
    Deren Ignoranz von Kritik-Inhalten spiegelt zugleich die Ohnmacht der Bürger.
    Diese Ohnmacht spiegelt die sog. Parteien- und Politikverdrossenheit, die sog. Wahlmüdigkeit : Der Wähler ist schuld (früher der Souverain) – selbst die ev.- luth. Nordkirche (die mit den “10 Geboten”) hat mit der Abschaffung von demokratischen Wahlen begonnen – Wahlen stören das Jonglieren mit den kirchlichen Millionen.

    Die Ohnmacht der Bürger spiegelt die Abwendung von der Demokratie, vom eigenen Staat, vom offenen Diskurs – oder wahlweise auch alles umgekehrt.
    Diese beliebige Gemengelage zeigt tatsächlich eine Nicht-Demokratie, die komplett durch-ökonomisiert ist.
    Werden wir Bürger bald zum “Konsum” gezwungen ? Damit das “Wachstum” gerettet wird ? (Erinnere die Wahlplakate zur Europawahl).
    Es gibt Rankinglisten für Tennisspieler, Kreditwürdigkeit und Korruption (Wo steht D, wo SH, wo Abg. ?)
    Der bekannte “Ifo-Präsident Sinn sieht in Einwanderung Verlustgeschäft und kritisiert Regierung” – so das HA v. 30.12.14 Seite 3 oben links – auf Seite 3 unten rechts sieht eine SPD-Frontfrau dagegen “unseren Wohlstand in Gefahr” und alle Parteigänger zusammen sehen in der Pegidabewegung die Möglichkeit, sich gegenseitig in die Pfanne zu hauen.
    Dagegen beklagen auf kommunaler Ebene ausgerechnet SPD-Leute die hohen, ihnen in Berlin auferlegten Kosten etwa für Kinderkrippen: Diese Kosten sind pro Kind höher als das durchschnittliche Rentenniveau (warum ist das so ? Stimmen die Babys mit den Fußen ab – oder die Eltern – oder “die Wirtschaft” ? – zumindest ist alles politisch äußerst korrekt – und entspricht sogar Art. 11 in der protestantischen Kirchenverfassung).
    Gleichzeitig thematisiert Herr Dzubilla die tausendfache Kinderarmut (siehe blaue Fähnchen).
    Lieber Herr Beissert:
    Stellt die Kleinstadt Ahrensburg lediglich einen von vielen Sensoren dar, die zur allgemeinen Frage führen:
    Regiert allein die Rendite – also die schweigende Nicht-Herrschaft des Volkes ?
    Der augenscheinlich erbärmliche Zustand des Ahrensburger Rathausplatzes – als “Versammlungsplatz der Demokraten” – führt zu einem spontanen JA : Allein das Geld regiert – oder zutreffender gesagt: Die Schulden regieren – nicht der mahnende Redner-Demokrat auf der Kiste mitten auf dem Platz. Der würde wegen Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung von der Polizei abgeführt. Seinen Kopf darf er noch behalten.

    Was wird der Rutsch ins Jahr 2015 verändern ? Allein deshalb nix.

    HJL

  5. Sabine Heinrich

    Zu den Kommentaren von Herrn Beissert:
    Wenn man seit Jahren erleben muss, dass sowohl von den Kirchenoberen als auch von der Stadt sehr viele Bürger in wahrlich arroganter Manier ignoriert, vor vollendete Tatsachen gestellt, mit Halb- oder Unwahrheiten konfrontiert werden; dazu noch ein offensichtlicher, aber für uns Normalbürger nicht mehr durchschaubarer Sumpf existiert, darf es nicht verwundern, dass der Ton der Kommentatoren auch einmal schärfer wird – zumal nach meiner Erkenntnis keines der hier verfügbaren Medien wagt, – von SEHR seltenen Ausnahmen abgesehen – auch einmal ein kritisches Wort zu den Geschehnissen in dieser Stadt zu äußern bzw. entsprechende Leserbriefe zeitnah oder überhaupt zu veröffentlichen.
    In meiner Generation galt Schweigen als feige – da wurde “bis zum Anschlag” diskutiert – Ergebnis offen.
    Wir haben uns die Köpfe heiß geredet, Freundschaften sind trotz z.T. sehr voneinander abweichender Meinungen nicht zerbrochen.
    Schweigen – meiner Ansicht nach eine ganz miese Form der Kommunikation – die leider auch im Privatleben immer mehr zuzunehmen scheint..
    Das ist ja auch bequemer, als sich mit anderen (Meinungen) auseinanderzusetzen.
    Schon Marius Müller-Westernhagen brachte vor vielen Jahren einen Song mit dem Titel “Schweigen ist feige” heraus.
    Dem kann ich mich nur anschließen!

  6. Hermann Jochen Lange

    Ja Herr Beissert,
    es gibt nicht nur die vielzitierte “Bürgerpflicht” der ein Bürger nachkommt – oder nicht – oder daran erkrankt – oder gar menschlich zerbricht – sich vor Enttäuschung völlig zurückzieht.

    Und ja, es gibt auch eine konkrete “Vorgeschichte” (von mehreren) : Vor einem viertel Jahrhundert – in der damals von Asbest leergekratzten Heimgarten Schule. Da ging es um alte und neu eingebaute Fasern, um Schaum, Samusch-Blausäure, offenliegenden Kommerz, sog. U-Boote usw. usw.
    Und es gab einen SPD-Stadtverordneten K., der in jenem Bau von Elternvertretern verbal in die Ecke gedrängt etwa so geantwortet hat: Wenn ich alles richtigstellen wollte, was in der Zeitung steht, dann hätte ich den ganzen Tag nichts anderes zu tun. Also sage ich gar nichts. Basta.

    In jener Zeit war gerade erst das Faxgerät in Gebrauch gekommen.
    Aber das Schweigen der von den Bürgern bezahlten Bürgervertreter hält bis heute an.
    Herr Beissert, Sie wissen doch: Die da oben, die ……
    Herr Beissert, Sie helfen ja bereits aktiv mit, das Schweigen zu zerbrechen. Das ist gut.
    HJL

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