Kandidiert Angelika Andres demnächst auch für das Amt des Bürgermeisters…?

Hätte mir noch gestern jemand erzählt, Ex-Bauamtsleiterin Angelika Andres übernimmt die neue Planstelle „strategische Entwicklung“ im Rathaus und ist damit für das Stadtmarketing von Ahrensburg verantwortlich, dann hätte ich geantwortet: Und Christiane Link von der Stabsstelle „One Stop Agency“ übernimmt … sich ebenfalls in dieser Position.

Bildschirmfoto 2014-11-18 um 08.40.57Stadtmarketing? Angelika Andres? Welche Qualifikation weist sie für die Position nach? Mit dem Bauamt war sie hoffnungslos überfordert. Und die junge Frau wäre längst weg, wenn das Beamtenrecht dieses zulassen würde.

Nun hat der Bürgermeister aus der Not eine Tugend gemacht: Er hat eine Planstelle „Stadtmarketing“ installiert, die ihm die Politik vor Jahren im letzten Moment verweigert hat. Diese Planstelle benötigt Ahrensburg – mit fachlich fundierter Besetzung. Also jemand, der deutlich reden kann. Und der in der Stadtverordneten-Versammlung ans Mikrophon geht und den Politikern genauso wie der Verwaltung deutlich – und zwar sehr deutlich – vor Augen führt, dass sie es sind, die unsere Läden in der Innenstadt systematisch kaputtmachen.

Solange das Parkplatz-Problem nicht gelöst wird, und solange große Märkte sich weiterhin am Rande der Innenstadt ansiedeln können mit ihren kostenlosen Parkplätzen vor der Ladentür, solange sehe ich keine Chancen, dass sich die Laden-Leerstände in der Innenstadt beseitigen lassen. Im Gegenteil: Weitere kleine Geschäfte werden aufgeben. Hinzu kommt: Wenn der Wochenmarkt nicht endlich wieder attraktiv gemacht wird, dann wird auch dieser ehemalige Magnet für die Innenstadt bald nicht mehr funktionieren.

Ja, das alles müsste Angelika Andres in die Wege leiten. Und zwar nicht morgen oder übermorgen, sondern heute. Ich bezweifle, dass sie das kann. Ich bezweifle inzwischen, ob überhaupt jemand das noch kann.

Vielleicht ein neuer Messias Bürgermeister…?

Postskriptum: Die Frage in der Überschrift ist natürlich ironisch gemeint.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. November 2014

21 Gedanken zu „Kandidiert Angelika Andres demnächst auch für das Amt des Bürgermeisters…?

  1. Sabine Heinrich

    Eine neu geschaffene Stelle – mit A14-Besoldung? Für eine Frau, die offensichtlich jetzt schon – und sie ist ja noch jung – überfordert ist und keinen guten Abgang aus Ahrensburg gehabt hat?
    Warum fängt sie nicht woanders an?
    Na, wenn das z.B. Kindergärtnerinnen, Kranken- und Altenpfleger oder miserabel bezahlte Sekretärinnen im Rathaus oder in den Schulen lesen, werden sie sicher vor Begeisterung und Sympathie in die Hände klatschen!

    1. Sabine Heinrich

      Seilschaften – in Ahrensburg? Allein der Gedanke verbietet sich! 😉
      Gibt es wirklich keine Instanz, die den Ahrensburger Sumpf austrocknen oder zumindest die Erweiterung desselben verhindern kann?
      Ich erlaube mir eine Abweichung vom Thema und frage, warum dem damaligen CDU-Bürgermeisterkandidaten – einem (ich habe noch nichts Gegenteiliges gehört) integren Ahrensburger – ein Bewerber aus Schwerin vorgezogen wurde, der keinerlei Bezug zu Ahrensburg, sondern wohl nur das „richtige“ Parteibuch hatte.
      Unwesentliche Frage: Steht Frau Andres evtl. auch einer bestimmten Partei nahe?

  2. Thomas H.

    Lieber Herr Dzubilla,

    Sie ziehen Ihre Schlüsse etwas vorschnell. Bitte bedenken Sie Folgendes: Herr Sarach hat die Kandidatur von Frau Andres befürwortet. Sonst wäre sie wohl kaum Bauamtsleiterin in Ahrensburg geworden.
    Später hat er sie sozusagen „abgesetzt“ und Herrn Kewersun mit auffällig großer Medienpräsenz an ihre Stelle gesetzt. Damit hat der Bürgermeister zwei Baumtsleiterstellen statt einer Baumatsleiterstelle geschaffen, was den Haushalt der Stadt zusätzlich belastet. So etwas kann nur gut gehen, wenn der bisherige Amtsinhaber sich irgendwo anders einen neuen Job sucht. Das hat Frau Andres nicht gemacht. Sie sitzt wohl im 5. Stockwerk des Rathauses und hat nichts zu tun, dreht also sozusagen Däumchen.
    Der vermeintliche Schachzug des Bürgermeisters hat sich nun als Bumerang erwiesen und könnte den Bürgermeister bei der Kandidatur für eine zweite Amtszeit Stimmen kosten. Deshalb – schlau, schlau, – hat der Bürgermeister für Frau Andres diese neue Stelle gefunden. Alles klar?

    Gruß

    Thomas H.

  3. Waldemar

    Das Problem Andres ist ein Problem Sarach. Auch Beamte haben Probezeit. In dieser Zeit hätte der Bürgermeister Frau Andres sehr wohl loswerden können. Der Bürgermeister hat hier geschlafen und damit das jetzige Problem selbst verursacht.

    Gruß Waldemar

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Als ich den Bürgermeister damals in einer Einwohnerfragestunde gefragt hatte, ob Frau Andres ihre Probezeit schon bestanden hat, und wenn ja, warum – da hat Michael Sarach mir gesagt: Im Beamtenrecht gibt es keine Probezeit.

  4. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    im Frühjahr wurde verkündet, dass Herr Kewersun der neue Bauamtsleiter ist. Er kann nur kommissarisch diese Stelle einnehmen, solange Frau Andres diese Stelle inne hat. Während deren langen Erkrankung dachte ich, dass sie schon beim Amtsarzt gewesen wäre und weil sie nicht länger als acht Wochenstunden auf einer A14 Stelle zielorientiert arbeiten könne, aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt worden sei. Auf der Schanze lässt es sich gut leben.
    Das Beamtenrecht hat seine Feinheiten. Ob Frau Andres ohne Ausschreibung einfach so auf die neu geschaffene A14 – Stelle „Leitung des Stadtmarketings“ versetzt werden kann??????
    Ist dies möglich, kann die Stelle „Bauamtsleitung“ ausgeschrieben werden. Dann hat Herr Kewersun allerbeste Chancen. Ich drücke ihm die Daumen.
    Für manche Dinge reicht ein Geschäft aus. Aber nun haben wir 35 Friseure in der Stadt. Und wieviele Bäckereinen haben wir? Wieviele Geschäfte mit Kunst- und Geschenkartikeln gibt es? Die Delizie-Bar hat auch schon die Öffnungszeiten geändert. Es gibt wohl bessergelegene Frühstückanbieter.
    Mal schaun, ob Frau Andres auch die Mieten senken kann, mit Nochnichtdagewesenem Läden füllen kann, Internetbestellungen verhindern kann, den Tourismus ankurbeln kann, einen Weihnachtsmarkt herbeizaubern kann, Freiflächen im Beimoor-Gewerbegebiet füllen kann usw., usw., usw………. und das noch alles vor der Bürgermeisterwahl. Mal schau`n, mal schau`n.
    Übrigens, als ich letzten Samstag in die CCA-Tiefgarage gefahren wurde, hatte ich den Eindruck, dass in der Tiefgarage unter dem Marktplatz Autos standen. Ich bin davon abgebracht worden, dort nachzusehen. Schau`n Sie doch mal.
    So, nun habe ich genug inhaltslosen Stuss geschrieben wie andere mit einem Zweizeiler.
    Mit abschweifenden Grüßen
    Wolfgang König

  5. Thomas H.

    Lieber Herr Dzubilla,
    Wenn Herr Sarach nicht mal weiß, dass es im Beamtenrecht Probezeiten gibt, dann wundert mich gar nichts mehr!
    Beste Grüße
    Thomas H.

  6. Wolfgang König

    Wie schon einmal erwähnt, gibt es eine Probezeit für Beamte zu Beginn der Beamtenlaufbahn. Der Beamte erhält zu Beginn seiner Beamtenlaufbahn eine Ernennungsurkunde als „Beamter auf Probe“. Wenn er sich in dieser Zeit bewährt, wird er mit 27 zum „Beamten auf Lebenszeit“ ernannt und bekommt eine Eingangsplanstelle (Frau Andresen A12 oder A13) zugewiesen. Von dieser aus kann er sich bei guter Beurteilung auf Planstellen mit Beförderungsmöglichkeiten bewerben. Auf diesen Planstellen gibt es keine Probezeit mehr. Wenn der Beamte gut ist, wird kann er nach Beurteilung zügig befördert werden. Entweder wird die Planstelle angehoben oder er muss sich auf eine höherwertige Planstelle bewerben.
    Einen Beamten auf Lebenszeit wird man nur wegen Krankheit, Verurteilung über ein Jahr, Zureden zum Wegbewerben usw. los.
    Genug des Unsinns!
    Mit unwissenden Grüßen
    Wolfgang König

  7. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr Lucke,
    hallo Frau Heinrich,
    hallo Herr John,
    in der Stadtverordnetenversammlung am 24.11.2014 ab 19:30 TOP 11
    werden wieder erfahrene Seilschaften mit leisen Sohlen zu bestaunen sein, samt der internen und externen Hilfsbüttel.
    Die Anführer der Seilschaften werden (vorhersehbar) einen Gipfel erstürmen, den hinterher „niemand“ – vorher aber auch nur geahnt haben will (siehe Rampengasse).
    „Niemand“ sind die Stadtverordneten, die seit Jahren in bewundernder Verzückung verharren.

    Insofern war und ist es für mich auch denkbar, dass Frau Andres sich schlicht geweigert hatte, Mitglied dieser Seilschaften zu werden – weil sie als gelernte Planungsfachfrau nach kurzer Zeit die Gesetzwidrigkeiten ihres Arbeitgebers durchschaut hatte – Gesetzwidrigkeiten in Serie, die bis heute vergleichsweise schlicht gestrickt sind, aber umso erfolgreicher frisch, fromm, fröhlich und frei daherkommen.
    Bekanntlich neigt der ohnmächtige Bürger dazu, auf der Suche nach dem Schuldigen zunächst auf die anscheinend Schwächsten dreinzuschlagen – und dadurch zugleich die verschlagenen MacherInnen weiter stärkt..

    HJL

  8. Der Spatz vom Rathausdach

    Das muss man sich als Bürger mal durch den Kopf gehen lassen: Frau Andres bezieht auf ihrem neuen Job ein Jahresgehalt von 100.000 Euro!

  9. Claudia

    Herr Lange ist wohl auf der richtigen Spur. Mir ist ein Fall bekannt, bei dem Frau Andres die Genehmigung verweigert hat wegen der Nichteinhaltung § 34 BauGB. Sie wurde dann offensichtlich vom Bürgermeister per Dienstanweisung dazu aufgefordert , diese Genehmigung zu erteilen! Schauen Sie sich doch mal in Ahrensburg um. Vielleicht entdecken Sie das Gebäude!
    Claudia F.

  10. Hermann Jochen Lange

    Hallo „Claudia“,
    dem kritischen Leser von kritischen Beschlussvorlagen fällt auf:
    a) „federführend“ sind zu häufig irgendwie unbekannte Sachbearbeiterinnen
    Im Fall des obigen TOP 11 = B-Vorlage 2014/126 „Frau Schickel“ (?)
    Oder zurückliegend im Bereich Rampengasse eine „Frau Uschkurat“ (?)
    Die erste Rampengassenbaugenehmigung hat eine „Frau Schütz“ unterschrieben (?)
    b) Dem guten Herrn Thiele ist so gut wie nie (aber doch) der Fehler unterlaufen, irgend etwas in dieser Hinsicht Relevantes persönlich zu unterschreiben.
    c) Es gibt aber auch Mitarbeiterinnen oberhalb der Sachbearbeiterebene im Rathaus, die offenbar alles unterschreiben, was man ihnen vorlegt ( … )
    d) Kann sich der Verwaltungsmann Kewersun in dieser Damenriege behaupten ?
    e) Zur Gruppe c) gehören auch die dauerbeauftragten externen Fachbüros, z.B. Herr Schürmann, der ausgerechnet die Bürgereinwendungen gegen den obigen TOP 11 (B-Plan Nr. 95 bearbeitet hat, die sich kritisch mit seinen eigenen Texten zur Stützung des B-Planes Nr. 95 beschäftigen. Das sind wirtschaftlich abhängige Leute, die sich offiziell selbst kontrollieren, aber eben nicht dem Beamtenrecht unterliegen.
    f) usw.
    HJL

  11. Uwe John

    Hallo Herr Lange, Sie wissen, dass ich mich häufiger hier kritisch über unsere Politiker geäußert habe. Aber lassen Sie mich folgendes anmerken: Marketing wird an Hochschulen und Universitäten gelehrt. Und als guter Marketingfachmann muss man sich über einen längeren Zeitraum (Jahre)seine Sporen verdient haben. Aber es gibt immer wieder Genies (Frau Andres?), die diesen steinigen Werdegang nicht beschreiten müssen. Frau Link hat immerhin einen Schnellkusus mitgemacht, wofür andere Jahre brauchen. In Ahrensburg nennt sich so etwas „Fachpersonal“. Warten wir einmal ab, was in der Verwaltung noch aus dem Hute gezaubert wird. Grüße Uwe John.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Dazu kommt die Frage: Wenn der Bürgermeister Frau Andres doch für so super hält, wie es für den Marketing-Job erforderlich ist, warum führt sie denn nach ihrer Gesundung nicht das Bauamt weiter, denn dafür hat sie doch eine Ausbildung, oder…?

  12. Claudia

    Hallo Herr Dzubilla,
    Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Da es dem Bürgermeister aber offensichtlich gelingt, die Besetzung des Marketingpostens medial gut zu verkaufen, wäre es ohnehin am besten, wenn der Bürgermeister selbst den Job übernehmen würde . Er ist doch jetzt schon ein Meister der Selbstvermarktung!
    Viele Grüße
    Claudia.

  13. Uwe John

    Achtung, Achtung – Schuld ist Herr Dzubilla. Er hat immer wieder vehement eine Stadtmarketingstelle gefordert! Herr Dzubilla – übernehmen Sie die Verantwortung! Uwe John.

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