„Ahrensburg Ring“: Scheinheilige Spende an die Kirche, freundlich unterstützt mit Werbetext vom Bürgermeister

Was ich nicht mag, das ist Werbung, wo mir gesagt wird: „Wenn Du das hier kaufst, dann geht ein Anteil des Kaufpreises als Spende für einen guten Zweck.“ Denn: Die Spende bezahlt nicht etwa der Verkäufer, sondern die Spende zahlt der Kunde. Und der ist eigentlich erwachsen genug, um selber zu entscheiden, wohin er sein Geld spenden will.

Unbenannt-1Nehmen wir zum Beispiel den Ring zum angeblich 700. Geburtstag von Ahrensburg, den die Ahrensburger Firma Gödeke verkauft. In zwei Varianten, von denen die eine 148 Euro und die andere 198 Euro kostet. Und während beim ersten Ring 10 Euro gespendet werden, sind es beim zweiten Ring  sogar 20 Euro, obwohl der Ring nur 50 Euro mehr kostet.

Im Klartext gesprochen: Die Firma könnte ihren Ring auch für 138 Euro bzw. für 178 Euro anbieten, doch man schlägt stattdessen einen Spendenzuschlag für den Kunden drauf, denn solche Augenwischerei mutet doch so wunderbar sozial an, gelle?

Und was macht Gödeke mit dem vom Kunden gespendeten Geld? Man gibt es an die Evangelisch-Lutherische Kirche von Ahrensburg „zum Erhalt der Gottesbuden“, die unter Denkmalschutz stehen und deshalb von Propst und KGR nicht abgerissen werden können. Und Gödeke wirbt: „Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach zeigt sich begeistert von der Idee – so ein Ring würde sich gut als Geschenk für besondere Anlässe eignen.“

Da bin ich aber neugierig, ob der Bürgermeister die billigere oder die teurere Version gekauft hat und zu welchem besonderen Anlass! 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. August 2014

2 Gedanken zu „„Ahrensburg Ring“: Scheinheilige Spende an die Kirche, freundlich unterstützt mit Werbetext vom Bürgermeister

  1. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    Sie haben einerseits Recht: Propst und KGR können die Gottesbuden (eigentlich) nicht abreißen, weil sie denkmalgeschützt sind – wie die St. Johanneskirche auch.
    AAAber Propst und KGR könnten andererseits mit dem „Ringgeld“ einen „Gottesbuden-Bauzaun“ aufstellen und bezahlen.
    Damit könnten die jetztigen Nutzer daran gehindert werden, in ihre „Gottesbude“ zu gelangen – wie auch die Gemeindemitglieder St. Johannes in ihr (angeblich verschimmeltes) Gemeindehaus samt Gotteshaus.
    Und wie gehabt könnte dann Propst und KGR die unnützen (und vermutlich ja auch verschimmelten ? ) „Gottesbuden“ der Stadt für die Unterbringung der Schlosschulen-Hortkindern zum Preis von „1 Million Euro“ verkaufen.
    Motto: a) Alte oder / und Kinder raus – dann b) andere Kinder wieder rein – macht c) eine Million Rendite.
    Mit der Differenz zwischen Kaufpreis und Bauzaun-Restkosten könnte dann der St. Johannes-Gemeinde ein neues Gemeindehaus gebaut werden – und nur Gott weiß was sonst noch so alles …..

    Eine Bestätigung gibt es obendrein:
    Im Senioren-Magazin „Dialog“ Nr. 02 / 2014 Seite 13 ist folgendes zu sehen:
    Das Foto einer bauzaunfreien St. Johanneskirche wird so überschrieben / Zitat: „Kurioses aus der Nachbarschaft“ und wie folgt unterschrieben / Zitat: „Der Glaube versetzt sogar Zäune aus Metall“.
    Über dem Text, bzw. vor der Kirche sieht man den dortigen Bekanntmachungskasten mit folgendem Text / Zitat: „NUN DANKET ALLE GOTT“.
    Könnte Frau Pastorin Botta geklebt haben.
    Aber ich wussbte es immer: Alles wird gut. Man muss nur fest genug dran glauben.

    Seien wir deshalb ehrlich: Propst und KGR brauchen wir irgendwie gar nicht. Denn allein der Glaube zählt. Also verkaufen wir Propst und KGR – denn beide verursachen nur Kosten – die die Kirche nicht hat. Und Nein, ich habe nicht behauptet, beide seien verschimmelt – ich habe behauptet, beide arbeiten undemokratisch.

    Also – entweder ich habe da etwas verwechselt – oder ich bin anhaltend zornig.

    HJL.Amm

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