Fußball in Brasilien, Samba in Großhansdorf. Und was ist in Ahrensburg…?

An diesem Samstag ist wieder „Sommerzauber“. Nein, nicht in Ahrensburg, sondern in unserer Nachbargemeinde Großhansdorf. Dort ist dann wieder richtig was los auf dem Platz vor dem Rathaus: Ein volles Programm mit tanzenden Waldgeistern, dem Schulchor der Grundschule Schmalenbeck, Musik der Freiwilligen Feuerwehr, es singen der Männergesangsverein und die Stormarn-Singers. Und zu sehen und hören gibt es Fogo do Samba mit Tänzerinnen.

Fogo do Samba in Großhansdorf

Fogo do Samba in Großhansdorf

Außerdem ein Kinderprogramm mit Disco, Karussell, dem Zauberer Georg und viele weitere Sachen, die kleinen Kindern großen Spaß machen. Dazu natürlich Essen und Trinken. Und das Programm beginnt um 13.30 Uhr mit der Versteigerung von Fundsachen und endet ab 20 Uhr mit Disco und DJ.

Warum ich darüber berichte, obwohl es doch eigentlich kein Ahrensburger Thema ist? Eben genau darum: Weil es kein Ahrensburger Thema ist! Und darum meine Empfehlung an den Ahrensburger Bürgermeister: Wenn Sie am Wochenende nicht zufällig in Schwerin sind, dann sollten Sie mal nach Großhansdorf fahren und den „Sommerzauber“ erleben! Nein, der wird nicht veranstaltet von der Gemeinschaft der Kaufleute oder kommt im Rahmen einer Veranstaltungstournee, sondern die Verwaltung (!) der Gemeinde organisiert das! Was zur Folge hat: Die Fahrt im Kinderkarussell ist gratis! Und im vergangenen Jahr wurde den Kleinen auch noch ein Eis spendiert.

Aaaber: Ist so etwas auf unserem tristen Rathausplatz überhaupt möglich? Kann dort fröhliche Stimmung entstehen? Ich denke: nein. Aber hinter dem Rathaus, auf dem Stormarn-Platz wäre es möglich. Ein „Sommerzauber“ für die Ahrensburger Bürger, veranstaltet von der Verwaltung als kleine Geste aus dem Rathaus nach dem alten Slogan vom Hamburger Abendblatt: „Seid nett zueinander!“

Oder hat jemand von Ihnen was dagegen, liebe Mitbürger…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Juni 2014

11 Gedanken zu „Fußball in Brasilien, Samba in Großhansdorf. Und was ist in Ahrensburg…?

  1. Martens

    In diesem Zusammenhang: Wir haben doch einen „Mehrzweckplatz“ hinter dem Marstall. Warum gibt es dort heute Abend kein Public Viewing? Damit könnte der Marstall-Verein sogar richtig Geld verdienen, was uns Steuerzahler entlasten würde.

    Ja, ich weiß, dass sich früher mal die Anwohner bzw. Hotelgäste über eine Veranstaltung dort beschwert haben. Aber geht hier nicht Gemeinnutz vor Eigennutz? Das Stadtfest zum Beispiel geht laut in die Nacht hinein, und das drei Tage lang. Und eine Fußball-WM gibts nur alle vier Jahre! Und die Gäste vom Park Hotel können ihre Autos an so einem Tage ja auch mal anderswo parken und ebenfalls zum Public Viewing kommen.

    1. Observator

      Aber, aber, Frau/Herr Martens: Fußball hat doch nichts im Kultur- ! -Zentrum Marstall zu suchen! Es sei denn, man würde die WM als Subkultur betrachten. Und wo sollen die Autos parken, wenn der Platz voll ist?

  2. Wolfgang König

    Einen Parkplatz findet man um den Marstall immer. Selbst ich schaffe es, dort in der Gegend meinen LT zu parken.
    In der Aufzählung von Veranstaltungen wurde die Europameisterschaft vergessen. Vor Wochen hatte ich gelesen, dass die Allgemeinheit und die Polizei die Augen zudrücken soll, weil manche wichtigen Vorrunden-Spiele in der Nacht stattfinden. Da haben die Spielverderber aber Pech. Die letzten Spiele enden noch vor Mitternacht.
    In Ahrensburg gibt es in zwei Ortsteilen privat organisierte Stadtteilfeste: im Gartenholz und in der Siedlung Am Hagen. Dann haben wir noch das Stadtfest, Stormarn kocht auf, das Weinfest, das Oktoberfest, das Bierfest bei Sky, den Schlemmerabend bei Sky, Zirkus, Flohmärkte ohne Ende usw., usw..
    Warum sollte die Stadtverwaltung noch etwas organisieren und Gelder für Kinderfreuden ausgeben, wenn es gerade für Spaltholzpoller reicht?
    In Großhansdorf sind solche privaten Angebote eher schmal. Aber die Gemeinde tut etwas für ihre Bürger. Und deshalb bin ich in meinem Herzen noch immer ein Großhansdorfer.
    Wir sehen uns und wir hören uns am Samstag auf der Festwiese. Das Wetter soll schön und warm werden.
    Wolfgang König

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Apropos Weinfest: Hier handelt es sich um eine Promotion ausgewählter Weingüter aus Rheinhessen, Pfalz, und Nahe, die im Rahmen ihrer Werbetournee auch nach Ahrensburg kommen. Und wenn es schon nur deutsche Weine auf einem deutschen Weinfest in einer deutschen Kleinstadt zum deutschen Euro gibt: Warum keine Frankenweine? Und warum keine Weine aus Baden und aus Württemberg? Wo sind die Weine von der Ahr und von der Mosel? Diese Weine gibt es für Ahrensburg nicht. Dafür Bier – auf einem Weinfest. Da bleibt mir nur die Frage: „Warum ist es am Rhein so schön, am deutschen Rhein…?“

  3. Uwe John

    Nein, nein lieber Herr Dzubilla! Ich bin nicht dafür, dass die Stadt ein Fest veranstaltet – kostenlos für ihre Bürger. Solange in Ahrensburg so schlecht von den Politikern gewirtschaftet wird, sollte man den Schuldenberg als Rodelstrecke benutzen. Um unseligen Kommentaren gleich zu entgehen – die Politiker beschließen den Haushaltsplan und nicht (!!) die Verwaltung. Grüße Uwe John

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Lieber Herr John, der „Sommerzauber“ in Großhansdorf ist nicht kostenlos für die Bürger. Aber es verdienen dort keine auswärtigen Winzer Geld, weil alles in der Hand von Gemeinde und Vereinen liegt. Die Stadt bzw. eine Mitarbeiterin macht „nur“ die Organisation. Und das vorangegangene „Matjesfest“ wurde vom dortigen Lions-Club organisiert.

      Viele Grüße! Harald Dzubilla

  4. Uwe John

    Hallo Herr Dzubilla, vielleicht habe ich Ihre Zeilen nicht richtig verstanden. Haben Sie nicht geschrieben, dass das Karussell für Kinder kostenlos ist und die Gemeinde im letzten Jahr den Kindern ein Eis spendiert hat? Wissen Sie, wer für die Kosten aufgekommen ist? Und wer bezahlt die Mitarbeiterin der Gemeinde? Grüße Uwe John.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr John – ich erkläre es Ihnen gern. Also: Zum einen wird das Eis für rund 100 Kinder gerade mal 100 Euro gekostet haben. Ob der Großhansdorfer Bürgermeister die aus eigener Tasche bezahlt hat, weiß ich zwar nicht, könnte es mir aber vorstellen. Und glauben Sie, dass Ahrensburg für kleine Kinder keine 100 Euro mehr übrig hat? Sind wir schon sooo am Ende, weil der Ahrensburger Bürgermeister das Geld mit vollen Händen ausgibt (siehe zum Beispiel die NDR-Sommertour, die Ihnen doch so missfallen hat!)…?

      Zurück zu Großhansdorf: Von den Erlösen aus Getränke-Verkauf und Gegrilltem, von Kaffee und selbstgebackenem Kuchen kann ein Karussell bezahlt werden. Und die Mitarbeiterin der Gemeinde, die das alles organisiert hat, ist angestellt und wird ohnehin aus der Gemeindekasse bezahlt. Und angenommen, die Ahrensburger Verwaltung würde eine ihrer Überwachungskräfte für diese Arbeit freistellen, glauben Sie wirklich, dass dieses den Bürgern missfallen würde…?

      Fazit: Man muss nur Ideen haben und auf die Bürger und Vereine zugehen, dann klappt das auch mit dem „Sommerzauber“! Gruß Harald Dzubilla

      Postskriptum: Natürlich muss man auch so beliebt sein bei den Bürgern wie Janhinnerk Voß! 😉

  5. Sabine Heinrich

    Tja, es liegen eben in mancher Hinsicht nicht nur 3 km, sondern Welten zwischen Großhansdorf und Ahrensburg!
    Auf der „Insel der Seligen“ können Autofahrer sogar (noch) parken, ohne zur Kasse gebeten zu werden!
    Ganz gleich, wie tief man hier gräbt – mir ist nicht bekannt, dass in Ghdf. in den letzten ca. 15 Jahren (Ära BM Voß) irgendwelche Klüngeleien zwischen Verwaltung und Wirtschaft gefunden wurden.

    Sabine Heinrich

    PS. Dafür, dass die mit der Planung des „Sommerzaubers“ befassten Angestellten auch dieses Jahr wieder die mitreißende Gruppe „Fogo do Samba“ engagiert haben, sage ich schon einmal jetzt ein ganz GROßES DANKESCHÖN!

  6. Hermann Jochen Lange

    Gute Männer,
    Sie diskutieren über 100 Euro für 100 Eis für 100 Kinder.

    Was ist das gegen die Beschussvorlage Nr. 2014/078, die Ihr Bürgermeister am Montag unter TOP 16 vorlegen will.
    Darin geht es um die Kosten für die „Zentrale Juiläumsveranstaltung 700 Jahre Ahrensburg“.
    Wer die Vorlage verstehen will, muss allerdings studiert haben – oder doch mindestens Ahrensburger Stadtverordneter sein.
    Zu verstehen ist allerdings, dass die Verwaltung, also Ihr Bürgermeister, für dieses „Projekt“
    13.000 Euro zu wenig „veranschlagt“ hat – weil er als ausgewiesener Finanzfachmann die Mehrwertsteuer vergessen hat.
    Tatsächlich liest sich das in seiner Beschlussvorlage so:
    Zitatanfang:
    „Die Anmeldung im Haushalt 2014 erfolgte auf der Grundlage einer Kalkulation, bei der die Verwaltung davon ausgegangen war, dass die gesetzliche Mehrwertsteuer in den ausgewiesenen Beträgen enthalten sei. Dies hat sich nunmehr als Irrtum herausgestellt.“
    Zitatende.

    Also Gute Männer,
    Profis diskutieren wegen 13.000 Euro für 13.000 Eis für 13.000 Kinder – vergessen oder nicht vergessen – das ist hier nicht die Frage – weil es nur ein „Irrtum“ war.

    HJL.Amm

  7. Wolfgang König

    Das sind doch Mini-Peanuts (Peanuts: siehe Deutsche Bank). Flüchtigkeitsfehler passieren jedem eimmmmlal.
    Ich bin jedenfalls am Samstag in Kiekut und unterstütze so oder so die Großhansdorfer Kinder.
    Wolfgang König

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