Auf unserer Luxus-Toilette: “Entspannen und Wohlfühlen”

Im Oktober des vergangenen Jahres habe ich in der Einwohner-Fragestunde von der Stadtverordneten-Versammlung eine Frage an die Verwaltung gestellt, und zwar bezüglich des Toilettenhauses vor dem Rathaus, das von der Stadt dermaleinst angemietet wurde von der Firma JCDecaux, damit die Bürger dort hineingehen, wenn sie mal müssen, und nicht in die Rathaus-Toilette gehen sollen, wo die Ex-Bürgermeisterin Pepper nicht gestört werden wollte beim Pipimachen.

Hier noch einmal zur Erinnerung meine Frage und die Antwort des Bürgermeisters, die ich kurz danach schriftlich bekommen habe:

Bildschirmfoto 2014-05-07 um 18.04.17

Inzwischen ist rund ein halbes Jahr ins Land gezogen, und ich habe mich gefragt: Ist der Vertrag mit der Firma JCDecaux inzwischen wohl gekündigt worden? Oder zahlen wir bis in alle Ewigkeit in dieses Luxus-Klo, für das man auch einen Bungalow hätte bauen können mit mehreren Toiletten inkl. einer angestellten Reinigungskraft?

IMG_9464Immerhin: Der Bürgermeister hat auf meine damalige Anfrage inzwischen reagiert! Er ließ am Toilettenhaus ein großes Plakat anbringen, wo dem Bürger empfohlen wird: “Entspannen und Wohlfühlen” – siehe die Abbildung!

Mein Vorschlag: Natürlich könnte man das Häuschen auch weitervermieten. Zum Beispiel als Stundenhotel – hätten wir denn einen Straßenstrich in Ahrensburg. Oder aber die Stadt richtet dort ein Büro ein für den Kämmerer Kienel, denn der ist ja schließlich verantwortlich für die Kosten und Einnahmen der Stadt. Und für diesen seinen Job hat er dann gleich das passende Dienstzimmer und kann auf einem Luxus-Thron sitzen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. Mai 2014

5 Gedanken zu „Auf unserer Luxus-Toilette: “Entspannen und Wohlfühlen”

  1. Sabine Heinrich

    Ich fasse es nicht! Aber für die Verschönerung des Rathausplatzes müssen Spenden gesammelt werden!
    Man muss noch nicht einmal klaustrophob sein, um einer derartigen Toilette seine Geschäfte nicht anzuvertrauen, wenn es im Umfeld andere Möglichkeiten – mit Menschen in der Nähe – gibt, die man gegen einen kleinen Obolus oder sogar umsonst nutzen kann.
    Sicher schrecken viele deshalb vor dem “Besitzen” dieser Edelsanitäranlage zurück, weil sie – wie bei einem defekten Fahrstuhl – eine gewisse (berechtigte) Angst davor haben, im Notfall lange eingeschlossen zu sein.
    Vielleicht sollten die “Toilettenverantwortlichen” – nicht nur in Ahrensburg – mal einen Blick über die Grenze nach Österreich werfen: Da gibt es, so mein Eindruck, in jedem Ort, jeder Stadt – ganz gleich welcher Größe – picobello gepflegte öffentliche WCs. Und das nicht nur in reinen Touristenorten.
    Wann wird denn nun dieses geldfressende Ahrensburger ……haus abgebaut?
    Falls das nicht in absehbarer Zeit möglich sein sollte, finde ich Ihre Vorschläge zur Weiternutzung äußerst bedenkenswert, lieber Herr Dzubilla!
    Noch ein ganz ketzerischer, wirklich polemischer und durch nichts zu entschuldigender Gedanke (Ich schäme mich ja auch schon dafür):
    Wie wär’s, wenn man die Mehrheit des Kirchengemeinderates so lange in diesem Luxusetablissement beherbergen würde (1€ pro Nutzungsminute/Person), bis sie beim Gott des Mammons schwört (mit dem richtigen scheint sie nicht viel am Hut zu haben), nie wieder Menschen zu belügen, betrügen, zu hintergehen?

  2. schupi

    Man feiert 700 Jahre Ahrensburg
    begründet durch die Gründung aus Raubritterszeiten
    Rantzau hatte sich dann so viel zusammengeraubt, daß er die Ahrensburg bauen konnte.
    Als er pleite war, verkaufte er an Schimmelmann, der duch Menschenhandel reich geworden war.
    Weltberühmt wurde Ahrensburg durch den Kolaborateur A. Rust.
    So what?

  3. wolfgang koenig

    Hallo. Herr Dzubilla,
    bei den Preissteigerungen wird unsere Stadt 2014 wohl rund 45.000 Euro für das Edel-Sch..-Häuschen bezahlen. Die Stadtverordneten kümmern sich einen Sch.. um diese unnotwendige Ausgabe ohne nennenswerte Einnahmen. Diese decken noch nicht einmal die laufenden Stromkosten. Das ist so, als wenn Geld zum Fenster heraus gekehrt werden würde. Mir geht das Wut-Messer in der Tasche auf. Dieses Klo ist so erforderlich wie ein Kropf. Frau Schmick muss wegen der Verschönerung des Rathausplatzes und der Stadt betteln gehen. Herr Sarach muss (siehe oben) beim Gewerbe betteln gehen. Überall fehlt es an Geld. Die Stadtverordneten streiten um jede kleine Ausgabe, aber vor dem Rathaus gehen künftig jährlich 45.000 Euro mit wachsender Tendenz die Kloake hinunter. Für was zahle ich Grundsteuern? Ich sollte in Anbetracht dieser Verschwendung Grundsteuerbefreiung beantragen! Bei dem geringfügen Besuch des Edelklos würde auch eine Dixi-Toilette ausreichen. Sowohl am Tag als auch in der Nacht gibt es in Ahrensburg ein ausreichendes kostenfreies Toilettenangebot. Aber welcher bedürftige Bürger kennt schon die teure Luxusanlage vor dem Rathaus? Und wenn – erreicht er sie auch rechtzeitig?
    Die Stormarnbeilage sollte einmal eine Umfrage nach dem Standort dieser Toilette starten.
    Reinfeld führt uns vor, dass das waagerechte Gewerbe lukrativ an die Autobahn verlegt werden könnte.
    Unser Luxus-Abort reicht gerade für ein Quicki. In der Toilette soll ein Schild darauf hinweisen, dass sich die Tür nach einem gewissen Zeitraum automatisch öffnet. Peinlich! Aber wie wäre das mit einem Automaten-Klappbett für 50 Euro pro Stunde mit Rotlichtanlage? Sicherlich werden die Stadtverordneten dem Umbau zustimmen.
    Mit notdürftigen Grüßen
    Wolfgang König

    1. Jürgen Plage

      Ich lade Sie herzlich ein, am 14.5.14 ab 10 Uhr mit uns im Rahmen der Veranstaltung ” Wir sind Bürger” und der Inklusion unserer Behinderten, mit uns vor dem Rathaus zu demonstrieren. Sie werden sehen, dass dort sehr viele Erwachsene Rollstuhlfahrer dabei sind. Diese haben natürlich auch das Recht an ihrem Feierabend gerade jetzt im beginnenden Frühjahr und Sommer, in unseren Gartenlokalen ein kühles Getränk zu genießen. Das ist z.B. der Grund weswegen der Behindertenbeirat und der Seniorenbeirat darauf gedrungen haben, dass der Aufzug in der Manhagener Allee rund um die Uhr im Einsatz ist und nicht wie früher um 20 Uhr Schluss macht. Somit müssen unsere Rollstuhl fahrenden Mitbürger aus dem Süden der Stadt nicht um 20 Uhr in die Heia oder große Umwege in Kauf nehmen! Das Problem in der Stadt Ahrensburg ist, dass nur sehr wenige Lokale in Ahrensburg behindertengerechte Wcs haben. Also sind Behinderte gezwungen bei einem menschlichen Bedürfnis, eins unserer zwei öffentliche Wcs aufzusuchen. Von denen ist das am S-Bahnhof in keinem guten Zustand. Aus dieser Sicht relativiert sich dann plötzlich der Schein des Edelklos am Rathausplatz.
      Kommen Sie einfach am 14. vorbei und Sie werden die ganze Problematik der Inklusion erleben. Vielleicht können Sie sich ja entschließen uns zu unterstützen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Jürgen Plage
      Mitglied im Seniorenbeitat für den Sozialverband Ahrensburg

  4. wolfgang koenig

    Hallo, Schuppi!
    Schuppi zeichnete sich soeben wieder auch durch historische Unkenntnis aus.
    Und das hat überhaupt nichts mit unserer angeprangerten Luxus-Toilette zu tun.
    Ahrensburg feiert 700 Jahre, weil das kleine Wander-Dorf Woldenhorn bei Großhansdorf per Schenkungsurkunde den Besitzer gewechselt hat und dadurch ertmalig schriftlich erwähnt wurde.
    Peter Rantzau hat neben 4 1/2 Dörfern eine Burgruine von seinem im dänischen Kriegsdienst gefallenen Bruder geerbt. Da war die Raubritterzeit längst vorbei. Peter Rantzau war niemals ein Raubritter. Er hielt sich Leibeigene und durfte über sie richten.
    Schimmelmanns Lebensweise ist unbestritten. Sklavenhaltung war damals noch gebräuchlich. Ca. 2/3 der zwei Millionen Einwohners Roms unter Kaiser Augustus waren Sklaven. Die Sklaven hielten ihre Lebensweise für natürlich – von den Göttern gewollt.
    Wäre Dr. A. Rust ein Kollaborateur (mit Doppel-L geschrieben), hätte Frau Pepper ihm ein Bronzedenkmal vor das Rathaus gesetzt und ein Alfred-Rust-Museum hinter dem Marstall errichtet.
    Wahrscheinlich meint Schuppi Rust`s Beruf: weltbekannter Archäologe.
    Großkönig Suppiluliuma von Hatti (gesprochen: Schuppi……) war ein kluger Mensch.
    Mit aufmerksamen Grüßen
    Wolfgang König

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