Hamburger Abendblatt: Gratis-Essen im Park Hotel

Zum Thema „Kaffeefahrt“ lesen wir bei Wikipedia: „Eine Kaffeefahrt, auch als Werbefahrt bezeichnet, ist die verschleiernde Bezeichnung für eine organisierte Fahrt mit dem Bus oder Schiff mit angeschlossener Verkaufsveranstaltung. Teilnehmer sind typischerweise Rentner, die das Angebot einer scheinbar billigen Ausflugsfahrt mit Kaffee und Kuchen (daher der Name) oder einem Mittagessen  nutzen.“

Unbenannt-1Und nun bekam ich eine Einladung zu einem Gratis-Abendessen vom Hamburger Abendblatt, bei dem ich nur meine Getränke zahlen muss. Und drei weitere Personen darf ich mitbringen ins Park Hotel Ahrensburg. Hierzu schreibt Silke Jansen von der „Kundenbetreuung“:

„Sehr geehrter Herr Dzubilla, heute möchten wir uns einmal herzlich dafür bedanken, dass Sie auf die Berichterstattung Ihres Hamburger Abendblattes vertrauen. Als wichtigste Zeitung der Metropolregion Hamburg begleiten wir Sie täglich mit allen Informationen, einem umfangreichen Service-Angebot und interessanten Extras durch Ihren Alltag.

Um Ihnen eine kleineFreude zu machen, laden wir Sie zu einer exklusiven Abendveranstaltung rund um das Thema ‚Reisen‘ ein, die unser Partner Humboldt Reisen aus Berlin für uns veranstaltet. Reisen sind unvergessliche Eindrücke, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Kommen Sie gerne mit einer Begleitung und zwei weiteren Gästen Ihrer Wahl. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich am Abend zu informieren und auf Wunsch direkt zu buchen…“

Und klein am Fuße des Schreibens ist vermerkt: „Dieser Abend vom Hamburger Abendblatt wird realisiert von SOUTAIRE-marketing GmbH.“

Frage an den Chefredakteur: Lieber Lars Haider, haben Sie so so eine peinliche „Kaffeefahrt“ wirklich nötig? Vielleicht wollen Sie Ihren Lesern, die Ihnen vertrauen, demnächst auch noch Rheumadecken verkaufen…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Dezember 2013

12 Gedanken zu „Hamburger Abendblatt: Gratis-Essen im Park Hotel

  1. Horst Hilt

    Hallo Herr Dzubilla,

    diese „Dankeschön-Aktion“ des Hamburger Abendblattes ist in meinen Augen eine Beleidigung der eigenen Leserschaft, weil sie offensichtlich unterstellt, dass die eigenen Leser zu dumm sind, um diese Aktion zu durchschauen.

    Eine „Dankeschön-Aktion“ vergleichbarer Güte hatten wir doch schon mal kürzlich, als man den HA-Lesern als Dank für ihre Treue einen Gutschein über sage und schreibe eine ganze Flasche Rotwein zukommen liess – mit dem Pferdefuß, dass dieser Gutschein nur in einer der Rindschen’s Kontor-Filialen vor Ort in Hamburg eingelöst werden konnte.

    MfG

      1. Horst Hilt

        Hallo Herr Dzubilla, vielen Dank für das Angebot. Aber es ist mir – wie Ihnen offensichtlich auch – zu albern, wegen 1 oder 2 Flaschen Rotwein extra nach Sasel zu fahren.

        Wahrscheinlich hat das Abendblatt wie auch bei der aktuellen Aktion „keinen Pfennig dazubezahlt“. Ich vermute vielmehr, dass Rindchen’s Weinkontor diese Flaschen als Gegenleistung für die kostenlose Werbeaktion seitens des HA unentgeltlich beigesteuert hat.

  2. Wolfgang König

    Hallo. Herr Dzubilla,
    nun muss ich das Hamburger Abendblatt in Schutz nehmen. In jeder Zeitung finden Sie Werbung vor. Türkeireisen über acht Tagen Rundreise sind schon für 99 Euro netto pro Person zu haben. Mit Saisonzuschlägen, Ausflügen, Ernährung und Einzelzimmer komme ich dann auf 550 Euro. Darin sind drei bis vier Tage mit stundenlangen Werbevorführungen enthalten (Teppiche, Schmuck, Lederwaren, Geschenkartikel….)
    Das HA wird für Direktvorstellung von Reisen genutzt. Sie müssen keinen ganzen Tag von 6:30 bis 21:00 in einem Bus unterwegs zu einer fernen Massenabspeisung geringer Qualität sein, um als Gefangener versprochene Leistungen nicht zu erhalten oder über den Tisch gezogen zu werden. Sie können jederzeit die ortsnahe HA Veranstaltung verlassen und nach Hause fahren. Der Unterschied zu kaffeefahrten ist gewaltig. Ich weiß, was ich schreibe, da ich schon oft an Kaffeefahrten und Reise-Einladungen in das Park-Hotel teilgenommen habe. Wir nutzen so oft wie möglich die Veranstaltungen im Park-Hotel.
    Leider können Sie dort nur unter drei Dreigängemenüs auswählen, die sich bei jeder Veranstaltung wiederholen (eingefrorene, sehr schmackhafte Produkte einer Großküche?). Die vorgestellten Reisen bewegen sich bei realen Preisen. Sie können bei Gefallen diese Reisen auch bei anderen Veranstaltern zu höheren Preisen buchen. Nicht nur über das HA erfolgen solche Veranstaltungen im Park Hotel. Im Zuge der Veranstaltungen können Sie Gutscheine zur Vergünstigung der Reisen gewinnen.
    Es gibt dort keine Spezialdecken, Kochtöpfe, Q 10, Gesundheitsfahrräder usw.. Ich meine, dass diese Reiseveranstaltungen sehr entgegenkommend und korrekt sind. Nehmen Sie doch einmal teil. Sie werden bekannte Ahrensburger entdecken und bei einem guten Moderator werden Sie an Lachsalven teilnehmen. Gönnen Sie sich ein Vergnügen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang König

  3. Horst Hilt

    Hallo Herr König,

    natürlich wird auch in anderen Zeitungen für Reisen geworben Nur mit dem Unterschied, dass die entsprechenden Anzeigen dann auch klar und deutlich als „Anzeige“ kenntlich gemacht sind und nicht als “Dankeschön“ der Zeitung, in diesem Falle des HA, bemäntelt werden.

    MfG

  4. Observator

    Ich denke mal: Genau auf Abendblatt-Leser wie Wolfgang König zielt das Angebot der Zeitung ab: Sage ihnen, dass sie sehr wichtig sind, lade sie zum Essen ein, und sie werden Dir aus der Hand fressen und sogar ihre Getränke selber bezahlen!

    Warum wohl, Herr König, wendet sich die Reiseagentur nicht direkt an potentielle Kunden sondern schleicht mit dem Abendblatt zu ihnen?

  5. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    trotz letzter Meinungs-Unterdrückung freue ich mich weiterhin auf kurze Sonderveranstaltungen und Rentnerfahrten mit einfacher Abspeisung und Selbstzahler-Getränken. Das ist der Spaß des kleinen Mannes (Bürgers / Rentners). Man muss nur gut auswählen und die Grenzen kennen. Eine Bootsfahrt über die Plöner Seen oder über Mecklenburger Seen oder zur Seehundstation nach Nibüll oder in die Lüneburger Heide oder in ein Nobel-Resataurtant in Ahrtensburg hat doch Flair.
    Mit abenteuerlichen Grüßen
    Wolfgang König

    1. Gerhard Peters

      Hallo, Herr Dzubilla,
      ich bin durch Zufall auf diese Seite gestossen. Auch wenn seit 2013 ein wenig Wasser die Elbe herabgeflossen ist. Bei dieser Kaffeefahrtveranstaltung, wie sie es auch immer nennen mögen, werden über das HA nur Reisen von Humboldt-Reisen Berlin vorgestellt, bzw. angeboten. Humboldt-Reisen nutzt Bundesweit die große Leserschar der Zeitungsverlage , wie ich finde eine clevere Werbeidee. Diese Reisen sind hervorragend organisiert und frei von Werbeveranstaltungen. Wir sind wiederholt mit Humboldt verreist. Vergleichen Sie mal mit Studiosus oder Meier’s Weltreisen. Ähnliche Leistungen, aber erheblich günstiger. Schauen Sie sich einfach im Internet die Reisen von Humboldt an. Ausserdem es wird keiner gezwungen dort hin zu gehen oder zu buchen. aber es lohnt sich.

  6. Brandt

    am 19.06.2017 habe ich einen Beschwerdebrief an Humboldt Reisen bezüglich der Norditalienreise abgeschickt. Humboldt Reisen hat es nicht für nötig gehalten, sich dazu zu äußern, sondern schickt weiter
    überteuerte Angebote. Meine Bekannte und ich werden nicht mehr mit Humboldt verreisen.

  7. Lux

    Tja – nun sitz ich vor den Kommentaren und weiß nicht mehr, ob ich mich noch für die Abend-Reiseveranstaltung der Humboldt-Reisen, über die Ostsee-Zeitung erhalten, anmelden soll.
    Mir ist schon klar, dass es sich hier um eine Werbeveranstaltung, ähnlich einer „Kaffeefahrt“, handelt und ich stehe solchen Veranstaltungen schon skeptisch gegenüber. Andererseits düfte es sich ja wirklich nur um die Vorstellung und den Buchungsversuch für Reisen handeln – und ich muß ja nicht buchen. „Gefangen genommen“ werde ich wohl hoffentlich auch nicht. Also erwartet ich einen informativer Abend über die Welt und ihre Reisemöglichkeiten.
    Aber wer hat denn Abend-Reiseveranstaltung von Humboldt-Reisen mitgemacht und kann Erfahrungswerte dazu liefern. Erfahrungen irgendwelcher dubiosen „Kaffeefahrten“ interessieren mich nicht – da laß ich sowieso die Finger von.

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