Trauerspiel um Sankt Johannes

Nein, ich bin nicht zur Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde von Ahrensburg gegangen. Zum einen hatte ich dazu keine Einladung Bildschirmfoto 2013-10-28 um 09.20.04bekommen, obwohl ich Mitglied dieser Gemeinde bin. Und zum anderen wollte ich mir dieses Trauerspiel nicht antun, über das ich in Vergangenheit schon wiederholt berichtet habe. Und heute berichtet die Stormarn-Beilage über die Versammlung der Gemeinde – siehe die Abbildung!

Ja, die Gräben, die von den Kirchenhäuptern gegraben wurden, sind tief. Auch der Verein zur Rettung der Sankt Johanneskirche begreift allmählich, dass die Kirche kein demokratischer Verein ist, mit dem man auf gleicher Augenhöhe reden kann. Im Gegenteil: Die Kirche hat ihre eigenen Gesetze, die deshalb auch Kirchengesetze heißen. Und Propst Buhl, der hier das unheilige Wort ergreift, ist nicht etwa demokratisch gewählt, sondern er ist von oben herab bestimmt worden, weil die Kirchenhäupter auf diese Position offenbar einen „harten Hund“ haben wollten und keinen Gottesmann der Versöhnung, die es nicht geben soll.

Ich wiederhole zum wiederholten Mal in Wiederholung: Gegen die Hohen Priester unserer Kirche helfen weder Worte noch Gebete. Gegen diese Diktatoren helfen nur Taten, wie wir sie vom Kirchengründer Martin Luther kennen. Dazu gehört in erster Linie, dass alle Gemeindemitglieder sich solidarisch erklären mit ihren Glaubensbrüdern und -schwestern der Sankt Johannes-Gemeinde. So könnten alle gemeinsam aus der Kirche austreten, was vielen Gläubigen natürlich schwerfallen würde – mir auch. Aber wir Protestanten können auch anders protestieren, und zwar:

Kein Mitglied der Gemeinde betritt an Sonntagen die Schlosskirche oder den Kirchensaal am Hagen! (Hinweis: Es gibt auch Gottesdienste im näheren Umland!) Und die kirchlichen Stätten in Ahrensburg bleiben so lange leer, bis Botta, Buhl & Co von der Bühne verschwunden sind wie der Limburger Protz-Bischof aus seiner Residenz. Das wäre ein Signal, das im ganzen Lande gehört werden würde.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Oktober 2013

8 Gedanken zu „Trauerspiel um Sankt Johannes

  1. Uwe John

    Herr Dzubilla,
    es gibt noch eine andere Möglichkeit. Man wechselt in die Gemeinde, welche annähernd an Ihre Idealvorstellung herankommt. Dann hat die Seele wieder ihren Frieden.
    Grüße Uwe John

      1. Christian Schubbert

        Hallo Herr Dzubilla,
        die Wahl der evangelischen Kirchengemeinde ist nicht an den Wohnort gebunden, sondern nur an eine Willenserklärung. Sie können sich die Kirchengemeinde, der Ihre Kirchensteuern zufließen sollen, in ganz Deutschland aussuchen.
        So lässt ein Freund von mir, der inzwischen ganz woanders wohnt, aus alter Verbundenheit, der Kirche, in der er Zivildienst absolviert hat, immer noch seine Kirchensteuern zukommen. Der Berliner Dom wirbt auch in ganz Deutschland um Gemeindemitglieder http://www.berlinerdom.de/content/view/42/59/lang,de/.

        sonnige Grüße

        Ihr

        Christian Schubbert

          1. Behnemann

            Richtig! Man sollte deshalb schon eine Gemeinde wählen, die nicht in den Amtsbezirk von Propst Buhl fäll!

  2. Uwe John

    Hallo,
    ich wollte nicht eine Diskussion anstoßen über Geld. Wenn die Mitglieder einer Kirche aber ihr nicht mehr trauen (heimliche Überweisungen? Geldgeschäfte? Haushaltspläne?), dann sollte man die Kirche verlassen. Es gibt viele Wege, christlich und wohltätig zu leben.
    Grüße Uwe John

  3. Der Spatz vom Rathausdach

    Habe ich das falsch in Erinnerung oder wollte die SPD sich wirklich für den Erhalt von St. Johannes einsetzen? Darüber hört man gar nichts mehr.

  4. schupi

    Ich hab gehört, der Denkmalschutz ist ohne Widerspruch durch. Dann ist die Aufgabe der SPD doch erfüllt!
    Oder- wollten die dort eine Pateizentrale einrichten?

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