Hamburger Abendblatt: Manipulation am Rathaus!

Bildschirmfoto 2013-09-22 um 22.56.28Liebe Mitbürger, heute zeige ich Ihnen das Ahensburger Schloss – siehe die Abbildung links! Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz und kostet uns Bürger unheimlich viel Geld. Gerade eben erst mussten der leeren Stadtkasse 100.000 Euro entnommen werden, um sie in die Sanierung des alten Herrenhauses zu stopfen. Und wenn Sie sich das Foto vom Schloss anschauen, dann werden Sie mir zustimmen: Die Hütte sollte man besser abreißen und neu bauen, statt sie weiterhin zu sanieren.

Klar, nun wird die eine oder andere Stimme kommen und sagen: Dzubilla manipuliert! Der zeigt doch gar nicht das gesamte Schloss Ahrensburg, sondern wir sehen nur einen Ausschnitt davon, nämlich den Eingangsbereich.

Das ist korrekt, liebe Leser. Ich will Ihnen mit dieser manipulierten Darstellung zeigen, wie es das Hamburger Abendblatt macht. Dazu Folgendes:

Der Zeitung liegt nicht nur die Stormarn-Beilage bei, sondern im Hamburger Abendblatt lag jetzt aktuell auch ein Anzeigenmagazin mit Namen “Stormarn”.  Und in diesem Blatt findet der Leser eine ganze Seite über das Ahrensburger Rathaus mit der (unbewiesenen) Behauptung, dass die meisten Bürger es nicht mögen, dass viele gegen die Unter-Denkmalschutz-Stellung sind und dass “mancher Politiker in Ahrensburg … das Rathaus am liebsten abreißen” würde.

Und zitiert wird der Fraktionsführer der FDP im Ahrensburger Stadtverordneten-Parlament, nämlich Thomas Bellizzi, der sich geäußert hat, dass das Rathaus ausschaut wie die “Aufbauten eines Flugzeugträgers”.  Außerdem erfährt der Leser, dass Bürgermeister Michael Sarach der Meinung ist, dass es sich um ein “Gebäude von besonderer Qualität” handelt. (Hier gebe ich dem Bürgermeister völlig Recht, denn er sieht – genauso wie ich – unser Rathaus nicht nur von außen, sondern auch von innen.)

Wie das Rathaus tatsächlich von außen ausschaut (als die Außenwände allerdings noch sauber waren), sehen Sie auf dem nachstehenden Bild (= Ansichtskarte) links. Und rechts daneben habe ich die Darstellung vom Hamburger Abendblatt gestellt. Erkennen Sie den Unterschied?

Das Rathaus von Ahrensburg: Auf dem linken Bild komplett, auf dem rechten die manipulierte Darstellung vom Abendblatt.

Rathaus von Ahrensburg: Links komplett, rechts die manipulierte Darstellung vom Abendblatt

Sie werden mir zustimmen, liebe Mitbürger, dass das, was das Hamburger Abendblatt seinen Lesern als “Rathaus Ahrensburg” in Sachen Denkmalschutz verkaufen will, angesichts der kompletten Darstellung die gleiche Manipulation ist wie meine obige Darstellung vom Ahrensburger Schloss.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. September 2013

6 Gedanken zu „Hamburger Abendblatt: Manipulation am Rathaus!

  1. "AhrensBürger"

    Hallo Herr Dzubilla,
    in Sachen Ahrensburger Rathaus ist schon viel geredet und geschrieben worden. Viele echte, und noch mehr selbsternannte, Fachleute haben sich zu Wort gemeldet.
    Ich empfehle ihren Lesern einen Beitrag des NDR-Fernsehens vom 19.09.2013

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag24133.html

    Sie finden in dem Bericht eine Einschätzung von Frau Astrid Hansen (Landesamt für Denkmalschutz).
    Für mich ein wohltuender Diskussionsbeitrag, welcher endlich einmal ohne machtvolle Worte, und auch ohne Verunglimpfung anders denkender Mitbürger, auskommt.
    Mit freundlichen Grüßen
    „AhrensBürger“

  2. Anne Frey

    Lieber Herr Dzubilla,

    Der vom Abendblatt beschworene Volksaufstand gegen das Ahrensburger Rathaus findet wohl eher in den Köpfen der Redaktion statt. Und wenn das Abendblatt sich immer wieder auf Herrn Bellizzi von der FDP als Kronzeugen beruft, vergisst man hinzuzufügen, dass diese extreme Position von den übrigen Lokalpolitikern gerade nicht bestätigt wird.

    Wäre es für die Diskussion nicht hilfreich, wenn das Denkmalschutzamt auch einmal für interessierte Bürger eine Führung durch das Rathaus anbieten würde?

    Viele Grüße

    Anne Frey

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Führung durch das Rathaus…? Meinen Sie nicht, liebe Frau Frey, dass das die Insassen erschrecken könnte – zumal wenn jemand fragen würde, warum die Verwaltung einen eigenen Zimmermann beschäftigt…?! 😉

  3. Anne Frey

    Lieber Herr Dzubilla,

    Wir müssen ja nicht so weit gehen, dass auch gleich die Mitarbeiter im Rathaus unter Denkmalschutz gestellt werden müssen. Es ist gut, dass die Leute vom Fernsehen die Gelegenheit hatten, sich von der Qualität der Innenarchitektur zu überzeugen. Die Argumentation der Denkmalschützer kann aber nur dann überzeugen, wenn auch wir Bürger die Gelegenheit bekommen, uns einmal einen Eindruck von der Holztäfelung in den Räumen des Bürgermeisters und anderen “verborgenen ” Schätzen des Rathauses zu verschaffen.

    Viele Grüße
    Anne Frey

  4. Wolfgang Koenig

    Ach, Herr Dzubilla,
    Sie können ja so witzig und ironisch sein.
    Unser Rathaus ist in Ehren ohne Reinigung von außen ergraut. Dies nutzen nun die Denkmalschützer für ihre berufliche Karriere. Mit über 3000 denkmalgeschützten Gebäuden in Hamburg wird dort der Haushalt zusammenbrechen. Dort werden daneben zusätzliche fünf Milliarden allein für Pensionäre benötigt.
    Der zwingend erforderliche Brand- und Wärmeschutz des Ahrensburger Rathauses wird zum Debakel.
    Und dann wollen da noch welche von der B 75 die Osttangente in den Kornkamp.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang König

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr König – ich habe auf Szene Ahrensburg verkündet, dass hier jeder seine Meinung unredigiert abgeben kann. Allerdings kann es manchmal auch zuviel werden. Insofern bitte ich Sie, möglichst sachlich und vor allen Dingen kurz zu kommentieren, wenn Sie ein Thema ergänzen wollen. Witzig und ironisch dürfen Sie dabei auch sein, wenn das für den Leser erkennbar wird. Ich wurde schon wiederholt gefragt, ob Herr König für die Veröffentlichung seiner vielen Kommentare an mich zahlt, oder ob ich die gar nicht lese… 🙁 Grüße! Harald Dzubilla

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