Plakative Bedrohung der Familie

Auf unseren Straßen steht ein Plakat mit der Schlagzeile: “Mut zur Wahrheit”. Das kann ich unterstreichen, denn deshalb habe ich schließlich Szene Ahrensburg ins Ahrensburger Leben gerufen.

2013-08-23 10.16.04Und dann steht da noch was auf dem Plakat, nämlich: “Die Familie ist bedroht. Wo bleibt IHR Rettungsschirm?” Das fragt eine “Alternative für Deutschland”. Und ich frage mich: Welche Familie ist bedroht? Meine eigene womöglich? Oder Familie Feuerstein? Vielleicht auch Familie Beimer aus der “Lindenstraße”, weil die Einschaltquote dieser TV-Serie fällt…?

Und darum sollen wir unseren Rettungsschirm aufspannen, was offensichtlich meint: Wir sollen die “Lindenstraße” häufiger einschalten. Und wir sollen am 22. September AfD wählen. Warum wir das tun sollten, kann ich dem Plakat nicht entnehmen.

Dass es gut wäre für unser Land, wenn es wieder mehr Familien geben würde mit mehr Kindern, das ist wohl wahr. Aber wer von “Bedrohung” spricht, der schürt die Angst der Bürger. Und wer das tut, der schreckt ab und bietet keine ernsthafte Alternative. Zumal diese neue Partei populistisch verkündet: “Die Bundesrepublik Deutschland steckt in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Die Einführung des Euro hat sich als eine fatale Fehlentscheidung erwiesen, die unser aller Wohlstand bedroht.”

Da fragt man sich nur, warum es der krisengeschüttelten Bundesrepublik Deutschland deutlich besser geht als den meisten anderen Ländern in Europa. Will die “Alternative für Deutschland” das vielleicht ändern…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. August 2013

Ein Gedanke zu „Plakative Bedrohung der Familie

  1. Justin B.

    Passen sie bloß auf. Die AfDler sind da GANZ empfindlich was Kritik angeht. Die schaffen es ja sogar als <5%-Partei ins Hamburger Abendblatt.
    Hoffentlich verschwindet diese Partei nach der Bundestagswahl wieder.

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