Schimmelmannstraße: Bordsteinkante tiefergelegt

BordsteinkanteEs mag einige Leser vielleicht amüsieren, ich aber kann darüber weniger lachen. Denn die Stadtverwaltung hat in der Schimmelmannstraße Sklavenhändlerstraße soeben die Bordsteinkante einfach tiefergelegt. Was bedeutet: Autos können jetzt ohne Probleme auf dem halben Bürgersteig parken – so, wie es auf der nebensehenden Abbildung (obere Aufnahme) zu erkennen ist.

Das könnte mir eigentlich egal sein, aber die städtische Tieferlegung der Bordsteinkante erfolgte nicht in der ganzen Straße, sondern exakt vor meinem Grundstück! 🙁 Und das finde ich gar nicht komisch. Hinzu kommt, dass der Streifen zwischen Gehwegplatten und Bordstein, den ich früher mit dem Rasenmäher bearbeitet habe, nach den städtischen Arbeiten zur leblosen Fläche geworden ist, weil dort nun ständig Autos parken – siehe den weißen Pkw! Und manchmal ist dort nicht mal mehr Platz für die Müllcontainer.

Als die Erdarbeiten vor meiner Haustür begonnen hatten, da hat man mir zuerst das Stromkabel durchtrennt. Und nun ist die sichtbare Grenze zwischen Straße und Bürgersteig so ähnlich wie in der Rathausstraße, wo es bekanntlich gar keine Bordsteinkante gibt. Honi soit qui mal y pense.

Also, Frau Andres, kommen Sie mal mit einem Spaten vorbei und bringen Sie das wieder in Ordnung, bevor ich Ihnen ein Ordnungsgeld verhänge! Oder lassen Sie hier wenigstens Holzpfähle einsetzen wie gegenüber dem Grundstück unseres verehrten Herrn Bürgermeisters!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Mai 2013

13 Gedanken zu „Schimmelmannstraße: Bordsteinkante tiefergelegt

  1. Stadtpirat

    Kann mir mal jemand erklären warum so viele (Verkehrs-/Bau-) Entscheidungen der Verwaltung OHNE gemacht werden OHNE vorher die Politk zu fragen? Ich kann mich nämlich nicht Entsinnen einen Antrag für Poller, oder Bordsteine in einem Bau und Planungsausschuss, einem Hauptausschuss oder gar in einer Stadtverordnetenversammlung gesehen zu haben. Oder kann die Verwaltung lustig das Geld zum Fenster raus werfen um dann am Ende des Jahres den Politikern dieser Stadt den Haushalt vorzulegen und ihnen die Eselsmütze (warum denn die Politik nicht spart) auf zu setzen?

  2. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    zum Text unseres Untergrund-„Piraten“ ist zu sagen, dass die Dienststellen Pauschbeträge für Büro-Material usw. erhalten. Dann stehen Mittel für ständig wiederkehrende und allgemeine Arbeiten bereit, wie Streudienst, Grünpflege, Poller, einfache Reparaturen an öffentlichen Wegen und Flächen usw.. Da vergibt die Verwaltung eigenverantwortlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und nach faleizu, überwacht die Leistung ständig und fachkundig und prüft die Abrechnungen sachkundig und gewissenhaft. Es müssen nicht jedesmal für Banalitäten die Ausschüsse und StV zustimmen. Allerdings wurde der Muschelläufer am Ausschuss und den StV vorbei für 15.000 € aufgestellt.
    Herr Dzubilla, da sind Sie heute aber lange weg gewesen oder die Bauarbeiter haben sich unglaublich beeilt.
    Vielleicht sind die Aufräumarbeiten nach dem harten Winter und die Arbeiten in Parkanlagen und an Straßenbegleitgrün schon beendet und es werden neue Betätigungsfelder gesucht.
    Vielleicht möchte die Stadt Ihnen das Heimkommen erleichtern.
    Vielleicht hat der Verfassungsschutz wie bei Ihrer angeblichen Stromstörung Sensoren eingebaut.
    Vielleicht hat ein guter Freund diese Maßnahme bezahlt, um bei Ihnen besser parken zu können.
    Vielleicht ein Dankeschön der Verwaltung? Fragen Sie Frau Andres.
    Übrigens: Für das Parken auch über einen abgesenkten Bordstein hinaus, vergibt die Stadt Mandate – Verwarn-Mandate. Der Weiße wäre fällig.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang König

  3. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    der Muschelläufer bleibt leider über die von Frau Pepper, Herrn Thiele und den Rotariern mit dem Künstler, Herrn Wolke, abgeschlossenen Verträge und über das Urheberrecht noch weit über 100 Jahre wie eine Zecke im Fleisch der Stadt auf dem Rondeel stehen. Wir bekommen ihn nur von dort weg, wenn Herr Wolke einer Verlegung an einen anderen Standort zustimmt (Rathaus, Schlossinsel, Am Rehm, Schweriner Schloss usw.). Oder die Verwaltung plant und die StVV beschließt, dass das Rondeel wieder für den Durchgangsverkehr geöffnet oder bebaut wird. Für kurze Zeit wird der Muschelläufer nur abgebaut, wenn Reparaturen anstehen. Die Stadt kommt für über 100 Jahre für den Unterhalt des Muschelläufers auf (Reparaturen bis zur Neuerschaffung). Das könnte extrem teuer werden für Ahrensburg. Einen Dank an Frau Pepper und ihre Rotarier für dieses Geschenk.
    Mich wundert, dass Herr Wolke nicht nachdrücklich die sofortige Reparatur fordert. Andere Reparatur-Anbieter wie Bootsbauer sollen weitaus preiswerter als Herr Wolke sein. Möglicherweise wird auf die nächsten Schäden gewartet.
    Vielleicht hat ja ein rechtsgelehrter Blog-Leser eine Idee, wie Ahrensburg den Muschelläufer einschließlich des Unterhaltes los wird.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang König

  4. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    wie sind wir vom Bordstein auf den Muschelläufer gekommen?
    Vielleicht gibt es einen mir unbekannten Grund, dass die StVV dem Geschenk und dem Aufstellungsort nach Verwaltungsvorschriften hätte zustimmen müssen (Verträge der Stadt, ggf. Nichtbeteiligung im Ausschuss für die Aufstellung des Kunstwerkes, Kostenhöhe, Standort usw.). Dann könnten das Geschenk, die Verträge, der Standort nachträglich vielleicht als nicht rechtswirksam abgelehnt werden.
    Wo war Herr Reich, als uns dieses Geschenk beschert wurde? Kannte er das Urheberrecht und dessen Folgen für Ahrensburg nicht? Unsere letzten Bürgermeister und Herr Reich sind uns sehr kostbar.
    Mit fröhlichen Grüßen
    Wolfgang König

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Vergessen Sie nicht, dass die Schenkende (Frau Pepper als damaliges Vorstandsmitglied der Rotarier) und die Empfängerin des Geschenkes (Frau Pepper als Bürgermeisterin) ein und dieselbe Person sind!

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Das Geschenk bekam die damalige Bürgermeisterin nach Aufstellung vom Blaumann, und zwar aus der Hand des Plastikers Wolke: Eine Miniaturausgabe des Muschelläufers, die angeblich wertvoll sein soll. Und da stellt sich mir die Frage: Wo ist diese wertvolle Skulptur abgeblieben? Steht sie A) im Büro von Bürgermeister Sarach? Oder steht sie B) auf dem Nachtschrank von Frau Pepper? Oder ist sie C) den Weg über ebay gegangen? Oder wollen Sie C) über den Verbleib der Skulptur Ihren Joker setzen, lieber Herr König…?

  5. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    bei „Geschenk“ dachte ich an das Original und nicht an Nippes.
    Wie hoch schätzen Sie den Sach- oder Kunstwert des Muschelläufers ein? Und da soll die Miniatur-Ausgabe angeblich wertvoll sein? Ist die etwa aus Aluminium- oder gar Messing- Spritzguss und handbemalt? Wir haben 263 schöne Katzen-Miniaturen als Staubfänger. Meinen Sie wirklich, dass der Mini-Muschelläufer einen Büro- oder Nachttisch ziert? Dann müssten Sie doch diese Miniatur gesehen haben! Ich glaube kaum, dass solch eine Witz-Figur über ebay zu veräußern ist. Ich hätte diese dem Gelben Sack zugeführt.
    Für diese Wette ist mir mein Joker zu schade.
    Mit muscheligen Grüßen
    Wolfgang König

  6. Aufmerksamer Mitleser szene-ahrensburg.de

    Moin Herr Dzubilla,

    falls die Pfosten bei Ihnen gesetzt werden, kann der Wagen gleichmal auf dem Rückweg durch die Hermann-Löns-Straße fahren und ein riesiges Schlachloch mit ca. 30 Litern Inhalt verfüllen? Da bin ich mit dem Fahrrad jetzt schon mehrfach fast reingefallen.

    Mit radfahrenden Grüßen,
    K.I.

  7. Aufmerksamer Mitleser szene-ahrensburg.de

    FASZINIEREND, absolut faszinierend!

    Die Löcher sind verfüllt. Und das ist jetzt kein Witz. Nicht nur das Riesenloch, auch ca. 5 weitere Löcher wurden verfüllt, der frische Sand liegt noch daneben.

    Ihr Blog funktioniert – oder es handelt sich bloß um einen Riesenzufall.

  8. Pingback: Bordsteinkante: Eine unendliche Geschichte | Szene Ahrensburg

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