Schlagwort-Archiv: MARKT

Schilda des Nordens: Janne Bollingberg, Vorsitzende der CDU Ahrensburg, blickt in eine Fata Morgana

„Politiker haben das Wort“ ist die Kolumne im Anzeigenblatt MARKT überschrieben, die an diesem Wochenende gefüllt wird von Janne Bollingberg, Vorsitzende der CDU Ahrensburg. Und die junge Frau bedankt sich bei den „Wählenden in Ahrensburg!“. Aus ihrem Werbetext habe einen Absatz herausgenommen und zum Lesefrüchtchen vergrößert – wenn Sie bitte mal einen Blick darauf werfen und lesen wollen, liebe Ahrensburger!

Ich habe eigentlich gedacht, dass ich als Blogger der Szene Ahrensburg immer mit wachsamen Augen auf unsere Stadt blicke. Aber dass dort gerade eine politische Wahl stattgefunden hat, bei der Ahrensburger Kommunalpolitiker von der CDU als stärkste Kraft hervorgegangen sind – das habe ich wirklich nicht mitbekommen.

Also habe ich recherchiert auf der Homepage unserer Stadt. Dort wird die „Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung“ nach Parteien aufgeführt. Und hier geht deutlich hervor: Die CDU ist mit 8 Stadtverordneten keineswegs die stärkste Kraft in Ahrensburg, wie Anne Bollingberg das suggeriert, sondern nur die zweitstärkste. Denn die stärkste Kraft sind hier Die Grünen vom Bündnis90 mit 9 Sitzen – siehe die nachfolgende Abbildung unten rechts! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Juli 2024

Aktueller MARKT-Bericht der SPD: Bereits vor 50 Jahren hat sich Rolf Griesenberg für „Vorfahrt für Fußgänger“ auf dem Rondeel eingesetzt

In der MARKT-Werbekolumne für Politiker und Parteien macht heute der Stadtverordnete Belá Randschau (SPD) Werbung für seinen Genossen Rolf Griesenberg. Überschrift: „Rolf Griesenberg – Visionär und Realist / 50 Jahre und kein Ende in Sicht.“ Also Lob für einen echten Parteisoldaten, wie ihn eine Partei sich diesen nur wünschen kann. (Dass Rolf Griesenberg heute 89 Jahre alt ist, verschweigt der Kolumnist, vermutlich aus Respekt vor dem Alter seines Parteikollegen.)

Aus dem Beitrag von Belá Randschau, der zugleich Fraktionsvorsitzender der SPD ist, habe ich einen Satz herausgepickt, der wie folgt lautet: „Er setzte sich bereits im Frühjahr 1974 für ‚Vorfahrt für Fußgänger am Rondeel‘ ein.“ Und wer heute als Fußgänger über das Rondeel geht, der erkennt: Hier gibt es bis heute keine Vorfahrt für Fußgänger, sondern das Rondeel ist eine sogenannte Velo-Route, wo Radfahrer den Fußgängern die Vorfahrt nehmen, zumal dort gar kein Radfahrweg eingezeichnet ist.

Für 50 Jahre ehrenamtlicher Kommunalpolitik kann man durchaus Respekt aussprechen. Aber als Stadtverordneter musste Rolf Griesenberg häufig Pausen einlegen. Und zwar musste er immer dann vor die Tür gehen, wenn im Bau- und Planungsausschuss oder in den Versammlungen der Stadtverordneten über öffentliche Bauvorhaben abgestimmt worden ist, wo der Architekt Griesenberg mit seiner Firma in einem Interessenkonflikt gestanden hat. Und das kam nicht selten vor. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Juni 2024

Wo eine Hand die andere wäscht, wo angeblich EM-Fanartikel verlost werden und wo Müllsäcke unschön sind

Das Anzeigenblatt MARKT ist Mitglied im Stadtforum. Und der BürgerStifter Dr. Michael Eckstein ist ebenfalls Mitglied im Stadtforum mit seiner Firma Stifter-Service Ahrensburg GmbH & Co. KG – warum auch immer. Und wenn Sie den MARKT an diesem Wochenende gelesen haben, dann konnten Sie staunen: Der MARKT berichtet tatsächlich darüber, dass 10 Bürge je 100 Euro an die BürgerStiftung des Dr. Eckstein gestiftet haben. Was als „Spendenaktion ‚100 mal 100 Euro'“ bezeichnet wird. Und was in meinen Augen eine Lachnummer ist, weil hier nicht die Stiftung gestiftet hat sondern die Bürger an die Stiftung, damit diese in der Lage ist, stiften zu können.

Auf andere Art lustig ist eine Leuchtwerbung im City Center Ahrensburg (CCA). Der Besucher wird dort aufgefordert: „EM-Gewinnspiel 2024 mitmachen & gewinnen!“ Dazu erfährt man:  „5 x 1 EM-Fanartikel-Paket im Gesamtwert von 500 € zu gewinnen!“ – siehe die Abbildung!

Und? Was sind das für „EM-Fanartikel“? Und wen interessiert der „Gesamtwert von 500 €“, den niemand gewinnen kann? Außerdem: Es werden nur zwei Personen abgebildet, bei denen es sich um m oder d handelt. Warum werden Frauen (w) hier nicht angesprochen? Und last but not least: Was muss der Bürger tun, um an der Verlosung überhaupt mitmachen zu können und auch zu gewinnen wie versprochen…??? 

Schön, es gibt dort am Fuße der Werbung noch winzige Hinweise auf Facebook und die CCA-Homepage. Aber bevor jemand das lesen kann, ist das Plakat schon weggeflimmert. Ja, liebe Leute: Werbung sollte man schon machen können, bevor man sie machen kann! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juni 2024

Der Bürgerentscheid von Ahrensburg, das Schweigen der Medien und was Heinrich Zille (1858-1929) damit zu tun hat

Es ist ein wichtiges Thema, nämlich der Bürgerentscheid über Parkplätze in der Ahrensburger Innenstadt aus dem Jahre 2022. Und weil dieser Entscheid von großer Bedeutung ist für die Stadt Ahrensburg, deshalb versuchen Verwaltung und Politik den aktuellen Stand zu verschweigen, damit die Bürger nicht mitbekommen sollen, welcher Spruch an der Wand von Bürgermeister Eckart Boege hängt. (Genauer: angeblich hängen soll. 😉 ) Es ist dieses ein Wort von Heinrich Zille (1858-1929) und eine Devise des Verwaltungsleiters, die da lautet: „Wie herrlich ist es, nichts zu tun, und dann vom Nichtstun auszuruh’n!“

Ein verantwortungsvoller Stadtverordneter, nämlich Wolfgang Schäfer aus der Fraktion der FDP, hat heute seine Kolumne im MARKT überschrieben mit der Frage: „Erinnern Sie sich noch?“ Ein empfehlenswerter Beitrag zum Geschehen bzw. Nichtgeschehen in der Stadt Ahrensburg, die man nicht zuletzt deshalb auch das Schilda des Nordens nennt.

Den Beitrag von Wolfgang Schäfer können Sie im MARKT von heute lesen. Doch weil Papier zwar geduldig jedoch vergänglich ist und der MARKT auch seine Online-Ausgaben nach einiger Zeit löscht, halte ich die Kolumne von Wolfgang Schäfer hier auf Szene Ahrensburg fest, wo sie bleiben wird, damit später auch Ihre Enkelkinder sie hier bei Bedarf noch nachlesen können: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Juni 2024

Hätten Sie das für möglich gehalten: famila ist beliebter als schnieke stücke und Betten Bubert?!

Das ist wieder mal eine dicke Chuzpe, die veranstaltet wurde vom Anzeigenblatt MARKT und dem Warenhaus famila! Ich musste es wirklich zweimal lesen, um tatsächlich zu glauben, was dort veröffentlicht wird, nämlich: „Die MARKT-Leser zeichnen famila Ahrensburg als Lieblingsladen aus!“, tönt das Warenhaus in einer redaktionell gestalteten Anzeige mit betriebseigenen Fotomodellen.

Wer nun glaubt, dass diese Werbeaussage von famila auf einer repräsentativen Umfrage beruht, der glaubt auch, dass der bekannte Enkeltrick nur eine magische Nummer der Ehrlich-Brothers ist. In Wahrheit ist die Umfrage vom MARKT eine Manipulation³ ! Nach meiner Überzeugung verstößt die Aussage in der famila-Anzeige sogar gegen das Wettbewerbsgesetz; aber ich bin ja kein Jurist und kann das Geschehen nur aus meinem eigenen Blickwinkel beurteilen. Was Sie, liebe Mitbürger, natürlich auch können und Ihre Schlüsse daraus ziehen.

famila der „Lieblingsladen“ der MARKT-Leser? Ich hätte da eher auf das Kaufhaus Nessler getippt. Aaaber: Nessler durften die MARKT-Leser garnicht wählen! Auch andere Läden in Ahrensburg und im Verbreitungsgebiet des Anzeigenblattes waren bei der Wahl über den „Lieblingsladen“ ausgeschlossen! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. Juni 2024

Bloggers Wort zum Sonntag: Warum wird die Stadt Ahrensburg vom „Runden Tisch“ öffentlich ins Zwielicht gestellt?

Im Anzeigenblatt MARKT ist an diesem Wochenende eine Anzeige erschienen, ganzseitig und vierfarbig. Ob es sich dabei um eine bezahlte oder vom Verlag gratis zur Verfügung gestellte Seite handelt, weiß ich nicht. Jedenfalls ist dieses „eine Initiative von: Runder Tisch Ahrensburg – für Zivilcourage und Menschenrechte“, wo rund 70 Firmen, Parteien und Institutionen aus Ahrensburg mit ihren Logos anzeigen: „Wie sind die Brandmauer – Ahrensburg für Demokratie und Menschenrechte“ – siehe die Abbildung!

Zitat aus dem Text der Veröffentlichung: „In unserer Stadt leben und arbeiten Menschen verschiedener Herkunft friedlich zusammen. Dies soll auch weiterhin so bleiben. Hass und Ausgrenzung haben in unserer Stadt keinen Platz. Leider sehen wir seit geraumer Zeitt, dass diese grundliegenden Werte infrage gestellt werden. Im Bewusstsein der deutschen Geschichte sehen wir uns heute in der Verantwortung, diesen Kräften nicht tatenlos zuzuschauen. Das Eintreten für unsere Demokratie und die entschiedene Ablehnung jeder Form von Rechtsextremismus und Rassismus eint uns ALLE. Ahrensburg ist standhaft  Für Demokratie und Menschenrechte.“

Dass Demokratie und Menschenrechte das A und O eines freiheitlichen Staates sein müssen – das unterschreibe ich voll. Und: Wenn deutsche Idioten brüllen: „Ausländer raus!“ oder Migranten ein Kalifat für Deutschland fordern – beides ist in meinen Augen gleichermaßen verwerflich und bedarf massiver Kritik. Aber sachliche und berechtigte Kritik an Ausländern ist noch lange keine Ausländerfeindlichkeit, wie das häufig dargestellt wird. Von „Deutschfeindlichkeit“ spricht auch niemand, wenn deutsche Bürger von Ausländern kritisiert werden. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juni 2024

Die Bürgschaft – nicht von Friedrich Schiller, sondern von der Stadt Ahrensburg

In Ahrensburg soll am vergangenen Samstag eine Veranstaltung über zahlreiche Bühnen gegangen sein, die von Bürgermeister Eckart Boege eröffnet worden ist, und zwar in der Holzhandlung Wulf. Dafür gibt es auch ein Beweisfoto, das vermutlich ein Selfie des Bürgermeisters ist, auf dem er sich mit der Veranstalterin Felizitas Schleifenbaum im trauten Nebeneinander auf Facebook präsentiert – siehe die Abbildung!

Veranstalterin und Bürgermeister im Holzland (Selfie Eckart Boege…?)

Die Sprechblase stammt vom Blogger, der Inhalt jedoch vom Bürgermeister, und zwar aus seinem Grußwort im Programmheft der „Ahrensburger Musiknacht“, denn um diese Veranstaltung geht es hier.

Und was für den Blogger höchst wundersam ist: Im Vorfeld haben Abendblatt-Stormarn und Stormarner Tageblatt groß auf die Veranstaltung hingewiesen. Und danach? Danach war tote  Hose in den Redaktionen, denn ich habe nirgendwo einen Bericht über das Ereignis gelesen. Ein Ereignis, für das die Stadt Ahrensburg immerhin eine Bürgschaft in Höhe bis zu 15.000 Euro übernommen hat, was zeigt, wie wichtig diese Musiknacht für Verwaltung und Politik gewesen ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Mai 2024

Scheingefecht um die S4: Wasch‘ mich, aber mach‘ mich nicht nass!

Wie naiv können Ahrensburger Stadtverordnete eigentlich noch sein?! Sie wollen eine S-Bahn für Ahrensburg mit zusätzlichem Bahnhof, wohl wissend, dass damit schwerwiegende Eingriffe in die Natur und ins Stadtgebiet erfolgen werden. Und die Politiker wissen auch, dass die S4 nur deshalb gebaut wird, damit die Bahn die derzeitigen Gleise benutzen kann für die kommenden XXXL-Transitgüterzüge, die dann bei Tag und Nacht in kurzen Abständen durch unser Ahrensburg donnern werden. Und dafür gibt es keine Lärmschutzwände, sondern die gibt es nur für die S4, die keine benötigt.

Was die Stadtverordneten Béla Randschau (SPD) und Wulf Köpke (WAB) zu Pfingsten im MARKT äußern, ist ein Witz, über den ich aber nicht lachen kann. Randschau und Köpke wollen sich waschen lassen, aber dabei auf keinen Fall nass werden. Sprich: S4 ja, aber bitte ohne Unannehmlichkeiten für Mensch und Natur!  Wer nur ein bisschen denken kann, der hat spätestens am 7. September 2023 bei der Präsentation der Bahn im Peter-Rantzau-Haus begriffen: Die Bürger können auf die Barriakden gehen so viel und so lange sie möchten –  die Bahn wird machen, was sie machen will. Denn dafür hat sie ein Placet von höchster Stelle. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Mai 2024

Für die Grünen von Ahrensburg ist auch Kunststoffrasen so grün wie die Natur

Ich habe in Vergangenheit schon häufig erklärt, was ich von den Fußballplätzen auf dem Stormarnplatz halte, nämlich gar nix. Diese Spielflächen sind ein Relikt aus dem vorigen Jahrhundert, als es in der Stadt Ahrensburg noch reichlich Plätze für den Wohnungsbau gegeben hat. Und ich habe bis heute noch kein vernünftiges Argument gehört, dass Fußballplätze direkt hinter dem Rathaus in der Innenstadt sein müssen, wo Wohnraum sehr viel vernünftiger wäre. Weder beim HSV noch beim FC St. Pauli liegen die Stadien in der City. Und beide Vereine stehen in der Tabellenwertung sehr viel höher als der ATSV, der SSC Hagen oder die Roter Stern Kicker. 😉

Und nun haben zwei Ahrensburger Grüne sich etwas Unterirdisches ausgedacht: Erdsonden unter einem Fußballplatz. Was ich als Science Fictions sehe, die in der City von Ahrensburg allerdings reine Utopie wären. Eben grün wie Elke Dullweber und Christian Schubbert von Hobe, zwei putzige Erdmännchen vom Bündnis 90 / Die Grünen – siehe Abbildung ihrer Kolumne im Anzeigenblatt MARKT!

Da Sie den MARKT vermutlich in Ihrem Briefkasten haben, könnten Sie die Vorstellungen der beiden Grünen dort nachlesen und sich dann Ihre eigene Meinung dazu bilden. Ich selber zitiere in diesem Zusammenhang nur ein Wort meines Kollegen Johann Wolfgang und also lautend: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Mai 2024

Der MARKT als Witzblatt und zwei offizielle Werbewitzfiguren aus der Stadt Ahrensburg

An diesem Wochenende veröffentlicht das Anzeigenblatt MARKT wieder einmal seine beliebten Anzeigenkollektiv-Seiten unter der Überschrift: „HIER LEB‘ ICH, HIER KAUF‘ ICH“. Unter diesem Slogan werben Läden und Dienstleister im Wochenblatt, und zwar in der Ausgabe „Ahrensburg/Bargteheide/Trittau“. Tenor: Vor Ort einkaufen, denn das hat viele Vorteile für die Kunden und für die soziale Gemeinschaft vor Ort. Und für die Anzeigenkunden vom MARKT ebenfalls.

Beim MARKT allerdings propagiert man das selber mit Januskopf. Der Verlag hat zwar einen Laden in bester Ahrensburger Innnenstadtlage, aber versuchen Sie mal, hier eine Anzeige aufzugeben oder wie früher Tickets für Veranstaltungen zu kaufen – rien ne va plus! 

Und völlig „Abgefahren!“ ist  in dieser Kampagne die Anzeige eines Zweiradfachgeschäftes aus Hamburg (!) – wenn Sie mal einen Blick auf die Abbildung werfen wollen! Und auf derselben Seite steht auch noch das Inserat eines Händlers aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Damit konterkariert der Verlag die eigene Aktion für den Einkauf vor Ort. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. April 2024