Schlagwort-Archiv: MARKT

Schützenfest: Bürgermeister und Bürgervorsteher pfeifen auf Ahrensburger Tradition

In meiner Jugendzeit gab es in Ahrensburg weder Stadtfest noch Oktober- oder Weinfest. Aber es gab das Schützenfest, das ein großes Ereignis in der Stadt gewesen ist. Mit Umzug der Schützen durch die Innenstadt, mit einem Festzelt und mit einem „Ahensburger Dom“ auf der Alten Reitbahn. Und natürlich mit dem Schützenball im Festzelt als krönendem Abschluss. Kurzum: Das Schützenfest war in Ahrensburg wie in vielen Städten und in Gemeinden eine Tradition und sehr beliebt bei den Bürgern.

Aus: Anzeigenblatt MARKT

Und heute? Die Ahrensburger Schützen haben eine Halle, die dereinst von der Stadt finanziert worden ist. Und dort sind sie heute ganz unter sich. Wie der MARKT  berichtet, hat es in diesem Jahr nicht mal einen Schützenkönig gegeben, welcher früher einmal mit Gefolge vom Bürgermeister im Rathaus empfangen wurde. Aber immerhin: Der Schützenverein, der 1955 gegründet wurde, lebt. Und wird negiert vom Bürgermeister genauso wie vom Bürgervorsteher – siehe MARKT-Bericht!

Nein, ich bin weder Schütze noch Vereinsmitglied. Aber für mich ist unser Schützenverein ein Stück Tradition. Und wenn die Stadtverwaltung den Schützenumzug durch die Innenstadt verbietet mit fadenscheinigem Argument, dann wird er vermutlich auch das vom Stadtforum angedachte Ahrensburger Stadtfest verbieten mit der Begründung: „Geht nicht mehr wegen der Velo-Route in der City!“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. Februar 2023

Kinder hungern und Kicker duschen im Luxus – ist das vielleicht sozial?

Unter dem Rubrikenkopf „Notdienste“ äußert sich heute der Stadtverordnete Oliver Böge (Die Linke) im Anzeigenblatt MARKT. Sein Thema: „Flucht und Not machen auch vor Ahrensburg nicht halt“. Und der Stadtverordnete weist zu Recht darauf hin, dass „Notunterkünfte“ eine Ausnahme bleiben müssen und sozialer und bezahlbarer Wohnraum vorangetrieben werden muss. Oliver Böge: „Möge der soziale Zusammenhalt in Ahrensburg keine leeren Phrasen oder Metaphern beinhalten, sondern diese mit neuen Ideen belebt werden.“

Und nun zur leeren Phrase des Linken Stadtverordneten eine Metapher aus Ahrensburger Gegenwart: Die Fraktion Die Linke hat zugestimmt, dass die Stadt Ahrensburg ein Dusch- und Umkleidehaus in der Innenstadt baut, damit dort u. a. auch die Roter Stern Kicker duschen und sich umziehen können. Kosten für den Steuerzahler: rund 4 Millionen Euro inklusive Grundstück und Außenanlagen. Ein Gebäude, das die meiste Zeit „unbewohnt“ vor sich hin steht und das wahrscheinlich in absehbarer Zeit überflüssig wird, weil die Fußballplätze dort bestimmt nicht für alle Ewigkeit bleiben werden.

Das ist Luxus pur und alles andere als sozial. Denn man hätte schon seit langer Zeit für weniger Geld die sanitären Anlagen im Bruno-Bröker-Haus sanieren können, wo die Kicker bis jetzt geduscht haben. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Februar 2023

Warum ich dem Stadtverordneten Stephan Lamprecht (SPD) widerspreche: Meckern gehört zur Demokratie!

Heute füllt Stephan Lamprecht, SPD-Stadtverordneter und Mitglied im Finanzausschuss, die MARKT-Kolumne unter der Rubrik: „Notdienste / Aus der Redaktion“. Und ich erkläre, dass ich grundsätzlich alles, was der Politiker dort schreibt, unterstreiche mit Ausnahme der letzten drei Sätze, die Lamprecht äußert.

Diese drei Sätze lauten: „Noch besser wäre natürlich, Sie bringen sich selbst ein. Als Kandidat für die Kommunalwahl. Denn Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht Meckern.“

Meine Begründung gegen die Meinung des Politikers: Wenn Sie, lieber Mitbürger, als Kandidat in Ahrensburg kandidieren wollen und einen Sitz in der Stadtverordneten-Versammlung erringen möchten, dann können Sie das als Neuling in einer der hier agierenden Parteien nur erreichen, wenn Sie bei der Wahl ein Direktmandat erzielen. Oder wenn Sie auf einer Parteiliste einen der vorderen Plätze einnehmen. Und beides ist nicht sonderlich aussichtsreich für ein Neumitglied. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Februar 2023

Anzeigenblatt MARKT: Keine Kritik an der Ahrensburger Stadtverwaltung, sondern Käse von Famila

Der MARKT ist ein Anzeigenblatt. Das bedeutet: Der Verlag gibt es kostenlos an die Haushalte ab, weil die Inserenten dafür an den Verlag zahlen für die Schaltung ihrer Anzeigen. Der MARKT, der in Ahrensburg erscheint, sollte sich deshalb bemühen, dass es den Läden in der Ahrensburger Innenstadt gut geht, denn einige von diesen schalten ihre Werbung im Anzeigenblatt.

Heute ist Markttag. Nicht nur auf dem Rathausplatz, sondern auch in den Briefkästen der Bürger, wo der MARKT steckt. Ich habe heute früh in die Ausgabe geguckt, weil ich dort lesen wollte, was der MARKT zu den 40 Parkplätzen schreibt, die ab heute in der Klaus-Groth-Straße wegfallen, nachdem zuvor schon die Parkplätze in der Stormarnstraße beseitigt worden waren. Und was las ich darüber im MARKT?

Lesen Sie es selbst: Der MARKT verbreitet die offizielle Anzeige Mitteilung aus dem Rathaus von Ahrensburg. Kein Wort, dass die Kunden und Mitarbeiter in der City ihre Autos nicht mehr in der Klaus-Groth-Straße abstellen können, weil die Parkplätze dort für rund zwei Jahre ersatzlos (!) beseitigt worden sind, weil ein Bremer Investor den ehemaligen Parkplatz Alte Reitbahn bebaut. Weder Interviews dazu im MARKT mit den Autofahrern, noch mit den Geschäftsleuten in der City. Warum nicht? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Februar 2023

Ahrensburger Sensation: Die WAB rettet das Tunneltal vor den Gleisen der S4!

Die Politiker-Kolumne im MARKT, die dort unter der Rubrik „Notdienste/Aus der Region“ zu finden ist, wird heute gefüllt von Peter Egan, dem Fraktionsvorsitzenden der WAB. Und der schreibt „Über die Rolle der WAB in der Ahrensburger Politik“ und stellt klar:

„Wir werden nicht zulassen, dass unser FFH-Gebiet Tunneltal zerstört wird, weil der Bau der S4 und der Gütertrasse nach Skandinavien ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen werden soll.“

Diese klare Kante der WAB gegen den geplanten Frevel durch die Bahn ist mir bislang neu, denn ich habe nirgendwo von einem so unmissverständlichen Aufbäumen der Wählervereinigung gegen die Pläne der Bahn für die S4 gehört oder gelesen. Und wenn die WAB diese Pläne nicht zulässt, dann ist das Thema für die Initiative „Ahrensburg gegen Gütertrasse“ damit scheinbar erledigt, oder?

Ich hoffe nicht, dass Peter Egan seinen Mund zu voll genommen hat und dass seine klare Kante nur eine Absichtserklärung ist, von der sich weder der Ahrensburger Bürgermeister noch die Bahn irritieren lassen, um auf ihrem derzeitigen Gleis weiter zu fahren.

Können wir der WAB vertrauen? Oder ist das nur ein Wahlkampfmanöver der Fraktion vor der bevorstehenden Kommunalwahl? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Januar 2023

Zwei traurige Plätze in der Innenstadt mit einer passgerechten Werbung im MARKT. Und dazu eine Allianz mit einem Makler in der Rampengasse.

Wir kennen alle das Rondeel in Ahrensburg und den Rathausplatz. Beide Stätten sind todtraurig. Auf dem Rondeel stehen Tische und Stühle ungeordnet und dazwischen dürfen Radfahrer rasen und die Fußgänger belästigen – voll der Wahnsinn, aber von der Verwaltung ausdrücklich so gewollt. Und der Rathausplatz? Seit über 20 Jahren besteht die Absicht, diesen Platz zu gestalten, der bis heute ein unansehnlicher Parkplatz ist und ein Trauerspiel.

Apropos todtrauriges Rondeel und Trauerspiel Rathausplatz: Der MARKT hat dazu heute eine Anzeigensonderveröffentlichung gemacht. Den Aufmacher liefert passgerecht das Ahrensburger Bestattungsinstitut Wulf e. K., das „einfühlsam, kompetent, diskret“ ist – siehe die Abbildung!

Und der Leser erfährt, dass Bestattermeister Christian Wulf bei der Vorsorge darauf achtet, „dass die eingezahlte Summe passgenau ist fürs gewünschte Paket!“ Was für mich sonderbar klingt, denn ich hatte immer geglaubt, dass eine Bestattung im Sarg oder in einer Urne passiert – dass man auch in einem Paket beerdigt werden kann, ist mir neu. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Januar 2023

„Notdienste/Aus der Region“: Eine Linke macht sich selber zur Stadtverordneten

Es kommt selten vor, dass ich einen Wortbeitrag der Partei Die Linke lobe. Aber was Karin Schrader heute im MARKT unter der Rubrik „Notdienste/Aus der Region“ schreibt, ist zum Teil recht vernünftig. Und nur zum Teil deshalb, weil die junge Frau auch Drolliges schreibt wie zum Beispiel: „Und die Stadt ist auf einem guten Weg sich zu entwickeln, sei es das Parkleitsystem, die Badlantic-Bauplanungen oder auch der Beginn des digitalen Rathauses.“

Kenner der Szene wissen natürlich, dass es immer noch kein Parkleitsystem gibt, sondern dass es bis heute nur ein Parkleidsystem ist. Und ob es sich bei den Badlantic-Bauplanungen, die es schon seit einigen Jahren gibt, um einen guten Weg handelt, wird sich erst noch zeigen. Und das digitale Rathaus? Dort hatte man schon unter dem Alt-Bürgermeister damit begonnen, von einer Digitalisierung zu reden.

Karin Schrader hat offensichtlich nicht den vollen Überblick. Nicht mal zu ihrer eigenen Person, denn sie behauptet von sich, dass sie „Bürgerliches Mitglied der Fraktion DIE LINKE in der Ahrensburger Stadtverordnetenversammlung“ sei. Weil mir das neu war, bin ich gleich auf die Homepage der Stadt und dort auf Info-Net gegangen. Und siehe hier: Keine Karin Schrader in der Ahrensburger Stadtverordnetenversammlung zu entdecken. Vielleicht hat sie sich mit Erik Schrader verwechselt…? 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Januar 2023

Presseschau: Lesenswertes im Anzeigenblatt MARKT und eine Selbstentzündung im 3. Buch Abendblatt

Heute stelle ich einmal zwei Beiträge aus MARKT und Abendblatt-Stormarn nebeneinander zum Vergleichen. Der Aufmacher vom MARKT ist ein Bericht über einen jungen Mann aus Bargteheide, der auf seinem Fahrrad einen Monat lang durch Europa gefahren ist und am Ende sehr liebenswert „auf den Hund gekommen“ ist. Und in der Stormarn-Ausgabe vom Abendblatt findet der Leser einen Beitrag, der überschrieben ist: „Kunst schaffen – wie eine Selbstentzündung“ – siehe die Abbildungen!

Den Bericht im MARKT habe ich mit Freude gelesen und hätte mir gewünscht, wenn die Geschichte noch ausführlicher gewesen wäre. Es erinnert mich an meine frühe Kindheit, wo der Reiseschriftsteller Heinz Helfgen im Schulfunk über seine Fahrradtouren durch die Welt erzählt hat, was man in zwei spannenden Büchern nachlesen konnte, die noch heute in meinem Bücherschrank stehen.

Beim Beitrag im Abendblatt-Stormarn habe ich nur die Künstlerin aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg angeschaut vor ihrem Werk (Unterzeile: „Die freie Künstlerin und Kostüm- und Bühnenbildnerin Claudia Spielmann (60) vor einer aktuellen, fast fertigen Monotypie“) – und schon habe ich weitergeblättert. Denn ein Fliegenschiss an der Windschutzscheibe meines Autos ist für mich eindrucksvoller als das fast fertige Werk der Künstlerin – wenn Sie bitte mal darauf klicken wollen!
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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Dezember 2022

Putin-Propagandisten in Ahrensburg: Hirnis von links außen

„Frieden mit Russland & China“, hat der Ahrensburger Ortsverband der Partei Die Linke gefordert und dazu erklärt, dass der ukrainische Präsident Selenskyj für den Krieg in seinem Land verantwortlich ist. Weitere Aussagen dieser irren Art erspare ich mir; wenn Sie möchten, dann können Sie den nachstehenden Artikel aus dem MARKT lesen und sich fragen: Wie kann man solche Hirnis noch erst nehmen?!

Und der MARKT berichtet über ein „jüngst neugewähltes Vorstandsmitglied des Ahrensburger Ortsverbandes, das die Nennung seines Namens in Zusammenhang mit seinen Ursachen und Hintergründen des Krieges in der Ukraine ausdrücklich nicht genannt haben will“.

Und? Es ist unglaublich: Der MARKT nennt den Namen tatsächlich nicht! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Dezember 2022

Warum fällt der Ammersbeker Bürgermeister seiner öffentlichen Bibliothek in den Rücken?

Der Mensch kann vieles tauschen. Zum Beispiel Briefmarken, Kochrezepte und Partner genauso  wie auch Geld in andere Währungen oder in Ware. Man kann Meinungen tauschen, Arbeitsplätze und Wohnungen. All dieses habe ich schon getauscht und noch vieles mehr. Nur eines tausche ich niemals: Bücher.

Wer ein Buch lesen will. der kann es in einer Buchhandlung käuflich erwerben genauso wie in einem Antiquariat. Wer Geld sparen will, kann das Buch auch kostengünstig leihen in einer öffentlichen Bibliothek wie beispielsweise in der Stadtbücherei Ahrensburg. Oder in der Bibliothek Ammersbek. Und sowohl durch den Verkauf in der Buchhandlung als auch durch das Leihen in der Bücherei bekommen Autor und Verlag eine Abgabe für ihre Leistungen.

Umso verwunderter bin ich, dass sich der Ammersbeker Bürgermeister Horst Ansén höchstpersönlich für eine Bürgerin einsetzt, die einen „ersten Büchertausch“ in Ammersbek eröffnet hat, bei dem die Autoren und Verlage keinen Cent für ihre Arbeit bekommen. Warum tut der Bürgermeister das und setzt damit einem privaten Tun sein amtliches Siegel auf? Würde ein Ammersbeker den ersten Partnertausch öffnen, würde Horst Ansén dann ebenfalls als Zugpferd durch die Medien galoppieren? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Dezember 2022