Als ich in der vergangenen Woche über das Rondeel spaziert bin, wurde ich Zeuge von zwei Tatsachen. Zum einen: Der Blaumann steht immer noch da, wurde nicht versetzt, wie es die Stadtverordneten beschlossen haben. Und: Um den Blaumann liegt immer noch kein Belag, der Kinder beim Fallen schützt.
Kinder spielen gern auf dem Blaumann. Logisch, was sollten sie sonst auf dem langweiligen Rondeel tun?! Eine große Rutsche oder eine Klettergiraffe (siehe Foto aus dem Hansapark!) würde ihnen bestimmt viel mehr Spaß machen als der Blaumann auf der Schnecke mit seinem Glotzgesicht und der amputierten Hand mit Prothese.
Apropos: Kürzlich berichtete mir eine Mutter, dass sie Zeugin gewesen ist, wie ein Kind beim Rangeln mit einem Spielgefährten vom Blaumann gerutscht war und unsanft auf den Pflastersteinen gelandet ist. Steinen! Denn noch immer liegt dort kein Schutzbelag, obwohl der Blaumann von der Stadt ausdrücklich als „bespielbares Kunstwerk“ deklariert wird. Damit vernachlässigt der Bürgermeister seine Sorgfaltspflicht und kann froh sein, dass bis heute nichts Ernsthaftes passiert ist, was für ihn persönlich mit rechtlichen Konsequenzen verbunden wäre.
Wie so ein Rundum-Schutzbelag aussieht, habe ich gerade im Hansapark gesehen und fotografiert: Hier können die Kinder auf eine Robbe klettern und auch mal runterfallen, ohne dass sie sich besonders wehtun werden. Und so ein Schutzbelag liegt auch um die oben abgebildete Giraffe herum.
Das Geld für einen Schutzbelag hat die Stadt scheinbar nicht übrig. Obwohl Politiker wie Tobias Koch (CDU) doch immer wieder sinngemäß erklären: „Für unsere Kinder darf uns nichts zu teuer sein!“ Ne, da wird die Stadt im Ernstfall auch die Krankenhauskosten für ihre Kinder übernehmen müssen.












