Verdammt tierische Reklame: Abendblatt & BILD mit hohlen Phrasen

Wenn wir das Hanburger Abendblatt empfehlen, meine lieben Mitbürger, dann bekommen wir dafür eine Prämie von 250 Euro. So jedenfalls zeigt es der Funke-Verlag an. Leider kann ich das Blatt mit reinem Gewissen nicht empfehlen. Zum einen wegen des geschrumpften und luschig redigierten Stormarnteils. Zum anderen hatte ich des öfteren Lieferausfälle, wobei der Verlag den Abonnenten am Telefon abwimmelt mit Paula, einer Kunstperson wie Alexa nur weniger hilfreich.

Die Reklame vom Abendblatt ist tierisch. Dort sehen wir einen Hasen und eine Katze mit Hund. Warum dieses bestialische Darstellung? Ich habe versucht, die Begründung für eben diese Tiere in fabelhaften Sprechblasen zu fassen, damit Sie „immer wissen, was los ist“ – siehe die Abbildungen!

Nicht weniger dumm ist die Werbung der BILD-Zeitung: Mit einer Erinnerung an Matthias Reim („Verdamm ich lieb‘ Dich!“) lesen wir dort: „Verdammt, ich les Dich!“ Warum der Leser sich verdammt, wenn er BILD liest, dazu kann sich jeder sein eigenes Bild machen – siehe auch meine nachfolgende Sprechblase!

Es ist schon verdammt lange her, als ich Werbeleiter der BILD-Zeitung bei Axel Springer gewesen bin. Aber bei aller Selbstbescheidenheit: Nachdem ich gegangen war, ging auch die Werbung für die Zeitung den Bach runter, weil man nach meinem Weggang diverse Werbeagenturen geholt hatte, während ich zu meiner Zeit alles in der eigenen Werbeabteilung durchgeführt habe.

Und: Damals hatte BILD noch eine Auflage von 5 Millionen Exemplaren, und zwar täglich. Heute ist die Auflage unter die Millionenmarke gerutscht; allerdings kommt BILD-Online dazu, sodass die Reichweite immer noch beträchtlich ist.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. Juli 2026

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