Heute ist ein evangelischer Feiertag: Reformationstag. An diesem Tag müssen sogar Atheisten nicht arbeiten genauso wie Menschen, die einer anderen Glaubensgemeinschaft angehören – was ich immer wieder als völlig irrsinnig empfinde. Aber heute ist auch Halloween, also der Tag, an dem es Süßes oder Saures gibt. Und während die Kinder am Abend an den Haustüren hoffentlich nur Süßes bekommen, geht Szene Ahrensburg den gegenteiligen Weg und serviert den Bürgern heute Saures. Genauer gesagt: Nicht alle Bürger bekommen Saures, sondern es sind einige ausgewählte Personen, die in Ahrensburg eine besonders schräge Rolle spielen.
Da ist zuerst einmal der Pfarrer, der in der Schlosskirche predigt. Aber nicht mit einer Andacht zum Reformationstag tut er das, sondern es geht in seinen Worten vorrangig um Spuk und böse Geister.
Und bestimmt steht auch in diesem Jahr wieder ein Sarg in der Schlosskirche, in dem kein Leichnam liegt, sondern hier wird ein böser Geist aufgebahrt, der sich in diesem Gotteshaus breitgemacht hat. Und der Halloween-Pastor wird sich vermutlich als Exorzist versuchen, denn das Ganze soll ja eine Show werden für Atheisten, die dann am Sonntag in die Kirche kommen und sich dort taufen lassen. Dass Jesus Christus dereinst eine Reinigung eines Tempels vorgenommen hat, ist nur der Vollständigkeit halber erwähnt – siehe die Abbildung oben links!
Ein Fest zu Halloween findet heute Abend im Foyer des Ahrensburger Rathauses statt. Hier wird die Fertigstellung der Fahrbahndecke der Rantzaustraße Nr. 1 bis 24 mit einer Party zu Ehren der Bauarbeiter begangen, die es mit gespenstischem Einsatz geschafft haben, dass dieser Teil der Straße genau zu Halloween fertig geworden ist, obwohl die Vollsperrung ja zuerst am 23. Oktober und danach am 29. Oktober 2026 aufgehoben sein sollte.
Und was das ganz Erstaunliche ist: Heute, also am Feiertag, sind Arbeiter auf der Baustelle in der Rantzaustraße mit ihren Fahrzeugen tätig.
Und was ist bei der BürgerStiftung Region Ahrensburg? Hier, meine lieben Mitbürger ist eigentlich das ganze Jahr lang Halloween. Denn dort An der Reitbahn 1 in Ahrensburg geht es von Januar bis Dezember mehr oder weniger gespenstisch zu. Über den Spuk, den Dr. Michael Eckstein und seine Helfershelferin Carmen Lau treiben, können Sie auf Szene Ahrensburg abendfüllende Beiträge lesen. Und damit niemand diese Stiftung mit der Bürgerstiftung Stormarn verwechseln soll, habe ich den Unterschied dieser beiden Stiftungen an Halloween in einer entsprechenden Sprechblase festgehalten.
Und an Halloween spielt heute der gespenstische Weihnachtsmann auf seiner Geige für meinen Wunsch, den ich für die WAB habe. Diese Radfahrer erklären auf ihrer Website ganzjährig: „Weihnachtszeit ist Wunschzeit“. Und da wünsche ich mir für diesen Horrorverein ein Requiem auf der Fidel mit dem Song: „Time to Say Goodbye“. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass damit ein Weihnachtswunsch vieler Ahrensburger in Erfüllung gehen würde.
