Ollefant war ein Ahrensburger Traditionsladen rund ums Kind. Gefühlt seit einem halben Jahrundert am Rathausplatz, wo ich für alle meine drei Kinder eingekauft habe vom Schaukelpferd bis zum Schulranzen
und immer wieder Geburtstagsgeschenke für die Kids. Gestern kam ich an dem geräumten Geschäftslokal vorbei und hatte feuchte Augen, als ich sah, dass der Laden bereits komplett leer war und Renovierungsarbeiten vorgenommen werden. Hoffentlich bleibt dort kein längerfristiger Leerstand, bzw. kommt hier kein Maklergeschäft rein, kein Hörgeräteakustiker, Friseur, Tättoostudio oder Physiotherapeut!
In den Rathauspavillon kommt auf jeden Fall „Daisy’s Café & Cake“. Und am dortigen Briefkasten stehen die Namen: D. Ahmadi und A. Mohammadi. Ein Café in der City ist keine schlechte Idee, zumal das Café Gerads
aufgegeben hat. Und wenn das Angebot stimmt, die Betreiber freundlich sind und das Ambiente zum Verweilen lockt, dann könnte es was werden nach dem vorangegangenen Reinfall mit belegten Semmeln, der absehbar gewesen war..
Fragen tue ich mich in diesem Zusammenhang: Wie sind die Mieter in den städtischen Pavillon gekommen – gab es eine öffentliche Ausschreibung oder ein Angebot über einen Makler? Dass dieser Laden unter der Hand also quasi „for friends“ vergeben worden ist, vermag ich nicht zu glauben.
Und hoch über dem Rathausplatz an der Fassade der Stadtbücherei wird weiterhin angezeigt: Kinosommer in Ahrensburg, der am 21. August 2026 begonnen hat und am 23. dieses Monats beendet gewesen ist. Und heute
schreiben wir den 1. Oktober 2026. Ja, meine lieben Mitbürger, man muss schon im Schilda des Nordens wohnen, um an diesem Blow-up-Poster keinen Anstoß zu nehmen.
Bereits am 8. September 2026 habe ich auf diesen Unfug hingewiesen; aber offensichtlich sind die dafür Verantwortlichen zu lahmarschig, um zu begreifen, dass das nicht gerade dem optischen Bild der Stadt zugute kommt, zumal wenn Besucher von außerhalb kommen und sich fragen: Liegen die Menschen in Ahrensburg im Dornröschenschlaf?
Und um die Ecke vom Rathausplatz geblickt sah ich gestern in der Rampengasse eine Dame, die mit einem Schild direkt vor dem Eingang vom City Center saß und gebettelt hat. Kein angenehmer Anblick für Kunden, die im CCA eingekauft haben und mit ihren Lebensmitteln auf die Straße kommen.
Ich zitiere: Betteln ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt und nicht strafbar. Das sogenannte „stille Betteln“ – also das passive Sitzen oder Stehen im öffentlichen Raum, um Almosen zu bitten – fällt unter die allgemeine Handlungsfreiheit gemäß Artikel 2 Abs. 1 des Grundgesetzes und wird überall toleriert. Aber Städte und Gemeinden können das auch untersagen.

Im Zusammenhang mit dem neuen Café am Rathausplatz der Hinweis, dass Mehmet Taci Bakan sein Café Goldene Biene in der Hagener Allee von heute an bis zum Rest des Monats renonviert.
Könnte es womöglich sein, dass die Frau, die vor dem CCA sitzt, aus dem Rathaus kommt und Spenden sammelt für die Stadt, weil die doch dringend Geld benötigt?