Jede Stadt hat ihre Schmuddelecken. Mal ist es der Müll in einer Ecke, mal wächst das Unkraut üppig auf Treppen und an den Rändern von Mauern. Und auch am Rand von privaten Grundstücken wuchert es nicht selten bis auf den Gehweg, was die Eigentümer vermutlich als Biotop deklarieren. Aber das Übelste, was ich sehe, das ist der Unrat an den Abfallcontainern!
Schauen Sie sich die Fotos an! Und die sind noch harmlos, denn ich habe vor diesen Containern auch schon Autoreifen, Matratzen und ein kaputtes Fahrrad gesehen. Und ich frage mich: Was sind das für Leute, die ihren Müll dort abladen?
Und was wäre wohl, wenn die Firma, die diese Container leert, alles, was davor auf dem Weg liegt, einfach liegen lassen würde…?
POSTSKRIPTUM: Dass das Beschmieren von Wänden, was man nicht mal mehr als Graffiti bezeichnen kann, in Ahrensburg überhand nimmt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
UPDATE von heute: Ein Szene-Leser schickte mir Bilder von aktuellen Schmierereien an Hauswänden in der City – siehe die Abbildungen rechts!
Leider gibt es keine Möglichkeit, Überwachungskameras in der Stadt zu installieren Während in den USA vermehrt flächendeckende, vernetzte Echtzeit-Scans zur Kriminalitätsbekämpfung stattfinden, fokussiert sich Deutschland fast ausschließlich auf die punktuelle Ahndung von Verkehrsverstößen (wie Blitzer) unter extrem strengen Datenschutzauflagen (DSGVO). So bleibt die Frage des Bürgers: Was tut die Stadtverwaltung, um die Täter zu fassen?
Und was bedeutet „Free S“? „Freie Schifffahrt“ vielleicht? Oder „Freies Syrien“? Eventuell befragt mal jemand diesen Sprayer, falls er ihm begegnet.

Leider ist die Videoüberwachung von Müllcontainern so streng geregelt, dass es nur erlaubt wird, wenn hier gefühlt Handgranaten und Kriegsmunition abgeladen wird. Für mich ist das unverständlich, aber so ist das leider Deutschland, Datenschutz und nochmals Datenschutz…
@ Peter:
Die zunehmende Verwahrlosung und Vermüllung der Stadt ist mir schon lange aufgefallen.
Das Beschmieren von Wänden – gerade auch in Unterführungen – hat Hochkonjunktur.
Datenschutz: Wie ich schon an anderer Stelle angemerkt habe, dient der Datenschutz nach meinen Erfahrungen auch im pädagogischen Bereich nur Tätern.
Und in „bester“ Erinnerung habe ich eine Begebenheit in Abg., als Ende 2020 eine genehmigte Kundgebung von Menschen gegen die Coronamaßnahmen vor dem Rathaus stattgefunden hat.
Die Antifa hat dort massiv gestört – etwas anderes kann sie ja nicht – aber es sind dann Autos laut hupend immer wieder im Kreis an der Versammlung vorbeigefahren, um ebenfalls massiv zu stören.
Jeder weiß, dass Hupen nur bei Gefahr/ im Notfall erlaubt ist.
Also rief ich am folgenden Werktag bei der Polizei in Ahrensburg an und fragte, ob diese Autofahrer mit einer Anzeige zu rechnen hätten.(Die Nummernschilder der Autos waren sehr deutlich zu erkennen; mich wunderte schon damals, dass die Polizisten diese Autos weder fotografiert, noch Kennzeichen notiert, geschweige denn, diese Autos gestoppt hatten – wo jeder Falschparker gnadenlos verfolgt wurde.)
Der unfreundliche, barsche Beamte erklärte mir höflich Fragenden, dass er mir das nicht sagen dürfe – aus Gründen des Datenschutzes!
Ich hatte meine Frage so und nicht anders gestellt!
Datenschutz dient – und ich bleibe auch nach anderen Erfahrungen – besonders auch im pädagogischen Bereich – vornehmlich Tätern!
In Großhansdorf wurden bereits vor ca. 8 Jahren die Altglas- und Papiercontainer nahe der Autobahnauffahrt entfernt, weil der von asozialen Elementen daneben abgelegte Müll nicht mehr zu bewältigen war.
Größenordnung: Bis hin zum Kühlschrank und anderen Großgeräten und Möbelstücken war alles – wirklich alles – dabei!
Ich will, dass solche Schmierereien drakonisch bestraft werden. Polizeipräsenz, Ordnungsamt, Kameras.. ich will den Verfall der Stadt nicht mehr sehen. Auch diese ganzen Aufkleber überall, von HSV über Antifa oder sonstwas.. es ist widerlich!!
@Fr. Heinrich:
Datenschutz schützt vor allem Täter – natürlich. Was auch sonst? Sobald die Polizei einer beliebigen Anruferin nicht telefonisch mitteilt, welche konkreten Maßnahmen gegen andere Personen ergriffen wurden, ist der Fall eindeutig gelöst: Der Datenschutz ist schuld.
Die etwas weniger spektakuläre Möglichkeit, dass die Polizei aus guten Gründen keine Auskunft über mögliche Verfahren, personenbezogene Daten oder polizeiliche Maßnahmen gegenüber unbeteiligten Dritten gibt, kann selbstverständlich ausgeschlossen werden. Schließlich weiß man als Außenstehende ja automatisch besser als die Polizei, welche Informationen diese am Telefon preisgeben darf.
Besonders beeindruckend ist auch die Logik: „Ich habe Kennzeichen gesehen, also muss die Polizei mir jetzt erzählen, was mit den jeweiligen Fahrzeughaltern passiert.“ Dass ein Kennzeichen sichtbar ist, macht es allerdings nicht plötzlich zu einem öffentlichen Wunschzettel für Auskünfte über Ermittlungen.
Und wenn man dann keine Antwort bekommt, gibt es nur eine mögliche Erklärung: Datenschutz schützt Täter. Nicht etwa Persönlichkeitsrechte. Nicht die Unschuldsvermutung. Nicht die Tatsache, dass Ermittlungs- und Verfahrensinformationen schlicht nicht für beliebige Anrufer bestimmt sind.
Aber gut – warum kompliziert denken, wenn man aus einem nicht beantworteten Telefonat auch eine komplette Theorie über den Zusammenbruch von Recht, Ordnung und Pädagogik basteln kann?
@Wischi: Ich will das auch – aber was hilft es, wenn die Zuständigen das nicht wollen oder es sie schlichtweg nicht interessiert?
Sie könnten schon – dessen bin ich mir sicher!
Genug Personal, das nicht viel zu tun hat – ich denke da an eine bestimmte Rathausangestellte – gibt es. m.E. genug.