Es gibt eine Geschichte, die sich nicht einmal im alten Schilda zugetragen haben könnte, denn so doof war man dort im Rathaus nun auch wieder nicht!

Stellen Sie sich einmal vor, liebe Ahrensburger, es gibt in Deutschland eine Stadt, in der höchst Wundersames geschieht, das man auch mit dem Begriff „Steuergeldverschwendung“ bezeichnen könnte! Der Tathergang ist folgender: Die Stadtverwaltung hat über Jahrzehnte auf Kosten der Stadtkasse (sprich: Steuergeld!) viele Kunstwerke angekauft. Am Ende waren es rund 100 Exponate. Und was hat die Stadt mit all diesen Werken gemacht? Sie werden es nicht glauben: Im Keller des Rathauses hat man sie eingelagert. Seit Monaten, seit Jahren, seit Jahrzehnten.

Und wen in der Stadt interessiert das? Antwort: niemanden. Bis ein einzelner Bürger den Skandal aufgedeckt hatte und auf die Idee gekommen war, den Bürgermeister zu fragen, wozu und warum die Stadt all diese Kunstwerke denn eigentlich erworben hat, wozu er als mögliche Antwort die Frage gestellt hat: Vielleicht nur, um sie im Keller des Rathauses zu verstecken?

Diese Frage kam für den Amtsleiter so überraschend, dass ihm die Sprache zwecks Antwort weggeblieben ist.

Und dann noch die Kirsche auf der Torte: Obwohl das Thema schon seit Jahren bei Verwaltung, Politik und Bürgern bekannt ist, wird es in der Stradt verschwiegen. Auch die örtliche Presse verliert darüber kein Sterbenswörtchen. Kurzum: Der Fall interessiert in der Stadt wie der Pups einer Eintagsfliege im Foyer des Rathauses.

Dieser Blog ist eine Wiedervorlage. Denn Leser von Szene Ahrensburg wissen natürlich, dass es sich bei der Stadt um das Schilda des Nordens handelt. Am 21. Juli 2025, also vor einem Jahr, konnten Sie meine diesbezügliche Frage zuletzt auf Szene Ahrensburg lesen. Eine Antwort von Bürgermeister Ecksart Boege habe ich bis heute nicht bekommen. Genauso wie auch auf viele andere Fragen nicht, weil der Rathaus-Scheffe offensichtlich überfragt ist.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juli 2026

2 Kommentare zu „Es gibt eine Geschichte, die sich nicht einmal im alten Schilda zugetragen haben könnte, denn so doof war man dort im Rathaus nun auch wieder nicht!

  1. Kunstliebhaber

    Sind Sie sicher, dass die Kunstwerke dort auch wirklich lagern – und nicht an den Wänden irgendwelcher Bürger hängen?
    Die Frage muss erlaubt sein – würde man sonst so ein großes Geheimnis darum machen?
    Zunächst in einem Container in Niedersachsen aufbewahrt, nun (angeblich) im Rathauskeller versteckt – ich wette, die befinden sich an allen möglichen und unmöglichen Orten – nur nicht im Rathauskeller!
    Schade, dass wir keine unabhängige Presse haben; dieser Skandal – und in meinen Augen ist es ein Skandal – und zwar ein gewaltiger! – wäre sonst eine dicke Schlagzeile im Stormarner Tageblatt, dem MARKT, in der Ahrensburg- Beilage des Hamburger Abendblattes wert.
    Ich bin sicher: Auch überregionale Zeitungen – Medien allgemein – würden sich dafür interessieren.
    Bei „extra 3“ hat sich Ahrensburg ja schon einen gewissen Ruf „erarbeitet“!

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