Es war am 24. November 2025, als ich mich in der Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung bei Bürgermeister Eckart Boege erkundigt hatte: „Auf die Frage vom Hamburger Abendblatt im Jahre 2021 an den damaligen Bürgermeister-Kandidaten Eckart Boege, warum er Bürgermeister von Ahrensburg werden will, hat der Bewerber am 16. September 2021 u. a. gesagt: ‚Ich habe mich für eine Kandidatur als Bürgermeister entschieden, weil ich überzeugt bin, dass viele Dinge in Ahrensburg zügig angepackt werden müssen: zum Beispiel ein überzeugendes und stimmiges Stadtmarketing.‘ Meine Frage lautet: Was verstehen Sie unter ‚zügig‘, Herr Bürgermeister?“
Und was hat Eckart Boege geantwortet, nachdem er bereits über 3 ½ Jahre im Amt gewesen ist? Ich zitiere aus dem amtlichen Schreiben des Verwaltungsleiters der Stadt Ahrensburg vom 5. Dezember 2025 und also lautend:
„Mit der Beschlussvorlage 2019/027 wurde der Prozess zur Fortführung des Prozesses zur Errichtung eines Stadtmarketings mehrheitlich durch die Fraktionen der CDU, Grüne, WAB und Linke abgelehnt. Da es sich hierbei um eine kommunale Selbstverwaltungsaufgabe handelt, bedarf es eines politischen Auftrags für den Bürgermeister und seine Verwaltung. Bisher ist dieser nicht erfolgt. Derzeit steht die Stadt Ahrensburg vor so großen Herausforderungen, dass Politik und Verwaltung mit Blick auf die Haushalte der kommenden Jahre Prioritäten setzen müssen. Vor diesem Hintergrund ist die Kostenposition für einen Stadtmarketingprozess eher unwahrscheinlich.“
Wohl gemerkt: Der Beschluss von CDU, Grüne, WAB und Linke stammt aus dem Jahr 2019 und damit aus der Amtszeit von Boeges Vorgänger Michael Sarach! Und im Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters im Jahre 2021 hatte der Kandidat Eckart Boege ausdrücklich erklärt, dass er das Thema Stadtmarketing zügig anpacken wolle! Dass wir inzwischen das Jahr 2026 schreiben, muss ich wohl nicht erwähnen.
Nun habe ich etwas getan, was viele Menschen machen, wenn sie etwas wissen wollen, nämlich via Google die KI befragt. Nicht weil ich glaube, dass künstliche Intelligenz meine eigene ersetzen kann, sondern weil ich eine neutrale Antwort auf meine Frage haben wollte. Und nun lenken Sie Ihr Augenmerk bitte nach rechts und lesen Sie, was die KI zur Frage „Braucht Ahrensburg ein Stadtmarketing?“ geantwortet hat!
Ich unterstreiche das, was Sie soeben gelesen haben und weise auf das Fazit hin, das im letzten Satz verankert ist: „Zusammenfassend ist ein zielgerichtetes Stadtmarketing essenziell, um die Entwicklung der Stadt aktiv zu steuern, statt dem Wandel nur zuzusehen.“
Und damit komme ich zu meinem Fazit: Der Bürgermeister hat geschrieben, dass er keinen „politischen Auftrag“ für ein Stadtmarketing bekommen hat. Hierzu die Frage des Bürgers: Warum haben Sie denn keinen Antrag für ein Stadtmarketing an die Politik gestellt, Herr Boege, wenn Sie doch schon seit dem Jahr 2021 der Meinung sind, dass Ahrensburg ein überzeugendes und stimmiges Stadtmarketing haben muss?! Außerdem: Ein überzeugendes und stimmiges Stadtmarketing kostet weitaus weniger Geld als es an Gewinn für die Stadt einbringt.
Postskriptum: Hatte der Bürgermeister eigentlich einen politischen Auftrag bekommen zur Produktion seiner „Imagefilme“ für 60.000 Euro…?

Aber Mr. Dzubilla! Vor der Wahl ist doch nicht nach der Wahl! Und nach der Wahl ist nicht vor der Wahl! Als Wähler sollten Sie das doch eigentlich wissen! 😉
Grinsend grüßend
J. P.
Wenn Herr Boege unter Stadtmarketing das versteht, was er sich mit seinen Filmen geleistet hat, dann lieber kein Stadtmarketing unter der Regie von Herrn Boege!