Normalerweise bezahlt der Leser an den Verlag, wenn er eine Zeitung abonniert. Bei BILD hingegen kann der Abonnent 230 Euro abkassieren. Und überdies auch noch bis zu 100.000 Euro gewinnen. Allerdings: Dieser Geldempfang gilt nicht für Leser, die bereits abonniert haben. Und so ein Leser bin ich. Und wenn Sie in Ahrensburg wohnen, dann rate ich Ihnen aus meiner Erfahrung heraus: Abonnieren Sie die BILD-Zeitung nicht, denn Sie würden sich ärgern!
Am vergangenen Samstag zum Beispiel habe ich mein abonniertes und im voraus bezahltes Exemplar nicht bekommen. Auch nicht das Hamburger Abendblatt, das zusammen mit BILD zugestellt wird bzw. zugestellt werden sollte. Und ein paar Tage davor hat mein freundlicher Nachbar mir meine beiden Zeitungen zugestellt, denn er hatte sie in seinem Briefkasten gefunden.
Schuld an dem Übel ist die Mediengruppe Funke in Essen, wo das Abendblatt erscheint. Und dieser Verlag liefert im Auftrag des Springer-Verlages auch die BILD-Zeitung aus, was sogar per Auto geschieht mit der Aufschrift „Funke Logistik“. Und dort
weiß man genau, dass die Zustellung zu wünschen übrig lässt. Der Abonnent bekommt nämlich immer wieder eine E-Mail und liest: „Bedauerlicherweise kommt es derzeit in Ihrem Gebiet aufgrund unvorhergesehener Umstände zu einer verspäteten Zustellung Ihrer gedruckten Ausgabe. Wir entschuldigen uns aufrichtig für die dadurch entstehenden.“ – siehe die Abbildung rechts!
Eine verspätete Zustellung wäre nicht so tragisch für mich; aber die Zeitungen kommen an manchen Tagen überhaupt nicht. Und am Tag darauf werden sie auch nicht nachgeliefert. Warum auch, denn der Kunde hat sie ja eh schon bezahlt.
Und dann lese ich in der E-Mail etwas, was unverschämt ist, nämlich dass ich das Blatt auch online lesen kann. Wohlgemerkt: das Abendblatt und nicht die nicht gelieferte BILD-Zeitung! Und unverschämt ist es, weil ich auch für die Online-Ausgabe vom Abendblatt bezahle, denn ich habe diese genauso abonniert wie die gedruckt Zeitung!
Um nicht gelieferte Zeitungen (Abendblatt = 2,80 €, BILD = 1,50 € ) gutgeschrieben zu bekommen, muss ich mich bei beiden Verlagen melden und die Nicht-Belieferung reklamieren. Das ist nicht nur lästig, sondern es kostet mich auch Lebenszeit. Und wenn dann die Abbuchungen für ein Quartal kommen, dann muss ich auch noch überprüfen, ob die nicht gelieferten Exemplare tatsächlich gutgeschrieben worden sind. Und falls nicht, dann… 😤

Die Zustellung war in Rahlstedt auch nicht besser, weshalb wir das Abendblatt schon vor Jahren abbestellt haben. Das Fass zum Überlaufen brachte für mich die Urlaubsregelung des Funke-Verlags. Während das Abendblatt bei Springer kostenlos als Postvertriebsstück an die Urlaubsadresse geschickt wurde (innerhalb Deutschlands, wie es in Europa gewesen wäre, weiß ich nicht), verlangte die Funke Mediengruppe dafür das Porto extra. Dann musste auch noch mit einer Frist von 6 Wochen zum Quartal gekündigt werden, wie eine Wohnung. Diese Mischung aus Arroganz und nachlassendem Niveau muss ich mir nicht antun.