Über Köpfe und Immobilien im Schilda des Nordens

Wie ich nicht zum ersten Mal feststellen muss, wird die Homepage der Stadt Ahrensburg von einem Siebenschläfer betreut, einer menschlichen Trantüte. Corpus Delicti: Wir sehen im Bilde unter dem Rubrikenkopf „Branchenverzeichnis“ die Überschrift: „Fritz-Reuter-Schule, Förderzentrum Lernen, Sprache, emotional-soziale Entwicklung“. Und in der Abbildung blicken wir auf ein Foto von der Stadt Ahrensburg. Das Dumme ist nur: Das gezeigte Gebäude ist mitnichten die Firitz-Reuter-Schule im Wiulfdorfer Weg 71, sondern es ist dieses das ehemalige Gebäude der Schule, aus der das Förderzentrum schon vor Jahren ausgezogen ist in sein neues Domizil neben der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule – wenn Sie bitte die Abbildungen vergleichen wollen! Was soll dieser Quatsch? Und warm hat das die Schulleitung bis heute nicht bemerkt und reklamiert?!

Und damit komme ich zum eigentlichen Thema dieses Blogs, nämlich zum Bedarf an Büroraum für die Stadtverwaltung. Wir erfuhren soeben aus dem Abendblatt, dass unser Rathaus Nord an der Strusbek 23 von der Stadt verlassen werden muss, weil der Eigentümer die Immobilie verkaufen will. Und die Stadt hat bereits ein neues Gebäude angemietet unweit des jetzigem. Über die Mietkosten für das derzeitige Haus steht in der Zeitung: Der Makler, der das Gebäude auf dem Immobilienportal anzeigt, gibt die Jahresmiete mit 317.400 Euro an. Und für dieses Geld müssen Ahrensburger Steuerzahler arbeiten.

Da das bereits neu angemietete Gebäude nebenan größer ist, dürfte die Jahresmiete nicht geringer sein. Jedoch würde die Miete fürs Rathaus bei 0 Euro liegen, wenn die Stadt die heutige Stadtbücherei für die Rathauserweiterung räumen und mit der Bücherei ins Kulturzentrum Marstall umziehen würde. Und sollte für die Verwaltung noch mehr Platz benötigt werden: Im runden Büroturm am Beimoorkamp steht ständig freier Büroraum zur Verfügung – siehe die Abbildung rechts! Und es gibt Abteilungen im Rathaus, die nicht miteinander kommuniuzieren müssen, weil sie autark arbeiten.

Und damit komme ich zurück zur ehemaligen Fritz-Reuter-Schule und frage: Wieso, warum und weshalb wird dieses städtische Gebäude nicht von der Stadt Ahrensburg für städtische Belange genutzt, und zwar mietfrei?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Februar 2026

7 Gedanken zu „Über Köpfe und Immobilien im Schilda des Nordens

  1. K. Ludwig

    Ich bin sehr dafür, dass die Stadt(verwaltung) Ahrensburg Geld einspart.
    Einen Umzug der Stadtbücherei von der Stadtmitte in den nicht zentral gelegenen Marstall lehne ich allerdings vehement ab.
    Für sehr viele Menschen würde eine Verlegung bedeuten, dass sie die Bücherei nicht mehr so ohne weiteres erreichen können. Vor allem Kinder, aber auch viele ältere Menschen wären betroffen.

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    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Darum gehen die Menschen ja auch nicht in die Reithalle und ins badlantic, weil das nicht im Zentrum liegt. Und auch nicht zum Hockey. Und auch nicht zur Berufsschule, weil der Weg dorthin vor allem für Kinder viel zu weit ist genauso wie zum INDOO. Und auch die beiden U-Bahnhöfe liegen nicht in der Stadtmitte. Übrigens wo liegt sie denn, die Stadtmitte … ich dachte immer beim Rathaus Nord…..?

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  2. Lionel Hutz

    Meiner Meinung nach ist die Stadtbücherei gut da, wo sie ist. Der Speicher ist ein schlechter Standort – deshalb funktioniert da ja auch nichts.
    Dagegen ist es schon sinnvoll, diejenigen Kapazitäten des Rathauses auszulagern, die keinen Publikumsverkehr haben. Um Ihre Idee aufzugreifen: ob sich da nicht der Speicher anbietet?

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