Was die Stadt Ahrensburg dringend benötigt, das sind weitere Steuererhöhungen! 😇

Schon seit Jahren kursiert in unserer geliebten Stadt der Spruch: „Ahrensburg hat kein Einnahmeproblem – Ahrensburg hat ein Ausgabeproblem“. Und nun hört man im Schilda des Nordens eine neue Vokabel, die da lautet: „Finanzkollaps“. Das klingt beunruhigend für den gemeinen Bürger, nicht aber für unseren tüchtigen Bürgermeister in Zusammenarbeit mit den einschlägig bekannten Stadtverordneten. Denn wenn das Geld nicht mehr so üppig im Stadtsäckel klingt, dann springt flugs der Steuersatz in die Höhe, und zwar bei Gewerbe- und Grundsteuern. 

Ich will hier nicht den Luzifer an die Tapete malen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die soeben in Ahrensburg verabschiedeten Steuererhöhungen nur wenige Tropfen auf der ewig heißen Herdplatte sind. Und weil ich ein getreuer Bürger bin, gebe ich dem Bürgermeister heute ein paar Tipps zu weiteren Anträgen auf Steuererhöhungen, um die Not in unserer Stadt zu lindern.

Wie zum Beispiel eine spezielle Erhöhung der Mehrwertsteuer. Was meint: Nachdem diese Umsatzsteuer in Restaurants landesweit gesenkt worden ist, sollte der Ahrensburger Bürgermeister einen Antrag an die örtliche Politik stellen, dass für Ahrensburger Gaststätten wieder der alte Mehrwertsteuersatz gültig ist, von dem die Gastwirte dann 12 Prozent direkt in die Stadtkasse abführen müssen!

Weiterhin empfehle ich eine Wiedereinführung von Steuern, die man früher einmal gekannt hat, die jedoch in Vergessenheit geraten sind. Und diese Steuern könnten exklusiv erhoben werden im Schilda des Nordens! Zum Beispiel:

Abortsteuer: Diese Steuer für die Benutzung öffentlicher Toiletten hatte anno dunnemals der Kaiser Vespasian im Römischen Reich eingeführt, woraufhin bis heute der Spruch bekannt geblieben ist: Geld stinkt nicht. Merke: Die Stadt Ahrensburg hat reichlich öffentliche Toiletten!

Bartsteuer: Zar Peter I. hatte diese Steuer in Russland eingeführt, weil er den Männern den Bart vermiesen wollte, da ihm die Haare im Gesicht zu altmodisch erschienen waren. Sachdienlicher Hinweis: Heute tragen mehr und mehr Männer in Ahrensburg einen Bart!

Dachsteuer: Diese Steuer wurde dermaleinst in Österreich erhoben als Vermögenssteuer nach Dachfläche. Und die Stadt Ahrensburg ist gut überdacht.

Fahrradsteuer: Ob Sie es glauben oder nicht, aber gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es diese Steuer in diversen europäischen Ländern. Warum also nicht wiedereinführen in Ahrensburg mit Zuschlag auf Lastenräder?! Von den Erlösen könnten endlich die Fahrradwege in der Stadt saniert werden!

Jungfernsteuer: Im alten Preußen gab es diese Steuer zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Sie galt für unverheiratete Frauen. (Bitte „Jungfern“ nicht gleichsetzen mit „Jungfrauen“, denn eine Jungfrauensteuer in Ahrensburg würde der Stadtkasse kaum etwas nützen!)

Katzensteuer: Früher war in einzelnen Gemeinden des Deutschen Reiches das Halten von Katzen steuerpflichtig. Warum heute nur noch für Hunde und nicht für Katzen in Ahrensburg, die frei herumlaufen und unsere Vögel erschrecken?!

Mineralwassersteuer: Bis 1993 gab es diese Steuer auf gewerbsmäßig abgefüllte Mineralwässer, Limonaden und bierähnliche Getränke. Und weil Wasser immer knapper wird, sollte es auch wieder besteuert werden!

Perückensteuer: Im alten Preußen war das Tragen von Perücken steuerpflichtig zur Rettung der Staatsfinanzen. Für Ahrensburg empfiehlt sich die Perückensteuer inklusive von Extensions, um die Stadtfinanzen zu retten. 

Salz- und Zuckersteuer: Sie sind die in aller Welt am verbreitetsten Steuern, die auch in Ahrensburg erhoben werden sollten! Und weil im Bund bereits Gedanken für eine Zuckersteuer aufgekommen sind, sollte die Stadt Ahrensburg bei dieser Steuer die erste Einnehmerin sein!

Speiseeissteuer: Die gab es früher in Bayern und wurde 1972 abgeschafft. Und da Speiseeis in der City von Ahrensburg bekanntlich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, lohnt sich die Steuer für die städtische Kasse.

Zündholzsteuer: Nachdem diese in Deutschland im Jahre 1981 abgeschafft wurde, sollte sie für Ahrensburg ab sofort wieder eingeführt werden! Das würde vielleicht auch Brandanschläge verhindern. 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Januar 2026

2 Gedanken zu „Was die Stadt Ahrensburg dringend benötigt, das sind weitere Steuererhöhungen! 😇

  1. Hans

    Das Fiskal-Wunder von Ahrensburg
    Während die Stadtverwaltung und Politik schamlos an der Grundsteuer gedreht hat, liefern Sie das komplette Waffenarsenal für eine Renaissance des Raubrittertums.

    Ich ergänze Ihr Geniestreich-Portfolio gerne um drei essenzielle Posten:
    1) Die Schlagloch-Maut: Jeder Stoßdämpfer, der in einem städtischen Krater stirbt, zahlt eine „Erschütterungs-Gebühr“. Offroad-Feeling gibt es schließlich nicht umsonst.
    2) Die Luftschloss-Abgabe: Eine Steuer auf jedes Bauprojekt, das jahrelang teuer geplant, aber nie fertiggestellt wird. Das saniert den Haushalt binnen zwei Wochen.
    3) Die Phrasen-Steuer: Jedes Mal, wenn im Rathaus das Wort „alternativlos“ oder „Bürgernähe“ fällt, wandern 100 Euro ins Säckel.
    Besonders Ihre Bartsteuer überzeugt: Wer sich in Ahrensburg nicht glatt rasiert, zeigt schließlich offen, dass er etwas zu verbergen hat – vermutlich das Geld für die nächste XY-Erhöhung!
    Geld stinkt nicht – aber in Ahrensburg stinkt es gerade gewaltig nach neuen Bescheiden!

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  2. Kassandra

    Nicht nur Steuern bringen Geld. Auch eine Eintrittsgebühr für das Rathaus könnte ertragreich sein für die Stadt. Und ich zitiere: Auch das älteste Gewerbe der Welt muss dran glauben: Und so wird auch die schönste Nebensache – zur Steuersache. Die Stadt Bonn wurde dabei besonders kreativ. Damit auch das Straßengeschäft nicht von der Steuer ausgenommen bleibt, wurden Automaten aufgestellt. Damen, die sexuelle Dienste anbieten, müssen sich hier ein entsprechendes Ticket kaufen. Dieses Ticket muss bei Kontrollen dem Ordnungsdienst vorgezeigt werden.

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