Neuer „Kassentarif“ fürs Badlantic: Bezahlen Krankenkassen den Eintritt ins Ahrensburger Schwimmbad?

Am Wochenende konnte man beim Abendblatt auf Stormarn Online lesen, dass ein „Freitzeitbad bei Hamburg“ die Eintrittspreise erhöht „aber nicht für alle“. Und beim „Freizeitbad bei Hamburg“ im Stormarnteil der Zeitung handelt es sich um das Badlantic Ahrensburg. Und der „Betreiber“, der „mit Beginn dieses Jahres neuen Kassentarif“ einführt, das ist die Stadt Ahrensburg.

Was ist ein „Kassentarif“?  Ein Kassentarif ist ein festgelegter, von den gesetzlichen Krankenkassen (kurz: Kasse) und Leistungserbringern (Ärzte, Therapeuten, Hebammen) vereinbarter Preis für medizinische Leistungen, der bestimmt, wie viel die Kasse erstattet, aber auch, wie viel ein Arzt maximal abrechnen darf, wenn er einen Kassenvertrag hat.

Und nun zum gedruckten Abendblatt von heute: Im Stormarnteil, der aus zwei Seiten besteht, ist die zweite Seite zur Hälfte gefüllt mit dem Hinweis: „Badlantic Ahrensburg erhöht die Eintrittspreise – aber nicht für alle“ mit dem Hinweis auf einen „neuen Kassentarif“. Ich wiederhole: Eine halbe Zeitungsseite wegen einer Preiserhöhung nicht für alle! Und heute verkündet die Schreiberin Elvira Maria Nickmann online: „Stadt will defizitäres Schwimmband loswerden“ und sucht nach„alternativen Betreiberkonzepten“.

Zur Erinnerung: Im Jahre 2014 hatte die Stadt Ahrensburg das Badlantic vom damaligen Betreiber gekauft, um das Defizit des Bades zu verringern.🤡

Und die andere Hälfte der Seite im heutigen Abendblatt Stormarn: Diese Seite wird erneut von einer unverschämten Eigenanzeige des Verlages gefüllt – siehe die Abbildung rechts! Und das Abendblatt-Abonnement kostet den Leser in Stormarn rund 800 (achthundert) Euro im Jahr. Und das würde ich nicht als Kassentarif bezeichnen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Januar 2026

Ein Gedanke zu „Neuer „Kassentarif“ fürs Badlantic: Bezahlen Krankenkassen den Eintritt ins Ahrensburger Schwimmbad?

  1. Ahrensbürger

    Na hoffen wir bloß, dass nicht irgendein gemauscheltes Konstrukt dabei rauskommt und am Ende ein Geister-Schwimmbad a la Schlosshotel auf der Fläche steht.
    An einer ganz normalen Fortsetzung eines defizitären Tagesgeschäftes, mit anstehenden, gigantischen Renovierungskosten und ohne Hilfe der Stadt, wird wohl kein Investor Interesse haben.
    Aber an der Fläche bestimmt. Und das gefährliche dabei; es soll Investoren geben, die Unwahrheiten erzählen um zu bekommen, was sie wollen!

    Eine Gefahr die ich sehe:
    Es wird mit einem Investor zusammen ein Abriss und darauf ein deutlich kleinerer Neubau des Schwimmbads geplant, um den Schwimmunterricht und Sportbetrieb zu erhalten. Der Investor sichert zu, das kleine Schwimmbad nach Fertigstellung zu betreiben, bzw. betreiben zu lassen.
    Die große, freigewordene Fläche erhält der Investor zum Vorzugspreis. Nach Bebauung dieser Fläche kommt die schlechte Nachricht: Das Schwimmbad passt (plötzlich) nicht mehr in die ursprüngliche Kostenplanung und kann nicht gebaut, bzw. betrieben werden.
    Wer erkennt Parallelen? 😉

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