Nachrichten & Notizen: Gelbe Tonne, ein Glühweinabend, Hundekot, Zins in Ferne und ein stehendes Fließband

Heute macht das 3. Buch Abendblatt auf mit dem Thema: „Gelbe Tonne abbestellt – trotzdem wird geliefert“. Und die Begründung folgt bereits auf dem Fuße: „Wer die 240-Liter-Behälter nicht haben möchte, bekommt sie dennoch – vorübergehend. Entsorger führt logistische Gründe an“. Dazu wird Olaf Stötefalke, Sprecher der AWSH, unter seinem Foto zitiert: „Die Einführung der Gelben Tonne ist eine logistische Herausforderung mit großem Aufwand. Es müssen bis zu 65.000 Behälter verteilt werden“.

Mehr habe ich nicht gelesen, denn was gibt es dazu noch mehr zu berichten außer von Menschen, die unzufrieden sind? Doch Reporter Christian Thiesen muss ja schließlich auch was schreiben, um sein Geld zu verdienen.

Und ich bringe auf Szene Ahrensburg eine Ergänzung zu diesem Thema, wozu ich am 30. Januar 2020 eine E-Mail bekommen habe und also lautend: „Hallo Herr Dzubilla! Ich vermisse einen bissigen Aufsatz in der Szene Ahrensburg zum Thema Wertstoff Tonne 240 L? Habe ich etwa etwas verpasst? Mit den besten Grüßen Carlo Cantina“.

 Wer immer dieser „Carlo Cantina“ auch sein mag, ich habe ihm wie folgt geantwortet: „Ja stimmt: Ich warte sehnsüchtig darauf! Denn diese dünnen gelben Säcke waren eine Katastrophe, zerrissen ständig. Und wir haben uns für viel Geld dickere gelbe Säcke im Baumarkt gekauft. Und die gefüllten Säcke mussten wir im Garten unterm Carport lagern – kein schöner Anblick! Mit der neuen großen Tonne wird alles gut werden. Und auch besteht damit keine Gefahr, dass streunende Katzen oder bissige Ratten die Säcke aufreißen.

Ich weiß, dass Sie von mir etwas anderes lesen wollen. Aber nach schwarzer, brauner, blauer Tonne warte ich wirklich auf die gelbe. Recht gebe ich Ihnen in der Kritik, dass es diese Tonne nur in XXL-Format geben soll. Aber da ich gehört habe, dass man dort auch andere Wertstoffe wie alte Töpfe, Bratpfannen und andere Sachen entsorgen darf, gefällt es mir persönlich.“

aus: Anzeigenblatt MARKT

Für das Immobilienkontor Nord wurde heute eine Anzeige im MARKT veröffentlicht, die nicht mit dem Hinweis „Anzeige“ überschrieben ist, zumal diese Werbung auch noch redaktionell aufgemacht worden ist. Die Werbebotschaft: Der Immobilienmakler hat im vergangenen Jahr darauf verzichtet, seine Kunden zu Weihnachten mit Geschenken und Weihnachtskarten zu erfreuen. Statt aber das gesparte Geld dafür an de Kinderschutzbund zu spenden, hat er es für Alkohol ausgegeben. Wir erfahren: „Stattdessen lädt Tilo Hoppenrath Geschäftskunden und –partner sowie Freunde zum Glühweinabend ein“. Wie schön, für die fröhlichen Zecher.

Aber die Teilnehmer der Glühweinrunde werden vom Gastgeber zum Spendentopf gebeten, auf dass sie dort ihr Geld hineinstecken. So haben sich am Ende – vom Gastgeber laut eigener Angabe aufgerundet – 500 Euro ergeben.

Und was hat der Makler dann gemacht? Er hat Nina Gülzau vom Kinderschutzbund in sein Office bestellt, um ein gemeinsames Foto zu machen. Und daraus hat der MARKT dann eine Anzeige gefertigt, mit welcher der besagte Makler auf Kosten seiner Geschäftskunden und -partner sowie Freunden für seine Firma wirbt, um das Image vom Immobilienkontor Nord und das der eigenen Person zu fördern.

Und ich befürchte: Die Kosten für den fröhlichen Glühweinabend mit Kunden und Freunden hat der lachende Makler auch noch als Geschäftskosten in seiner Steuererklärung aufgeführt. Und falls er es auch noch gewagt hat, sich vom Kinderschutzbund eine Spendenquittung über 500 Euro geben zu lassen, die er dann steuermindernd ans Finanzamt schickt, dann wäre das in meinen Augen der absolute Tiefpunkt bei der ganzen peinlichen Show.

Es gibt Hundehalter, die haben echt einen Vogel. Zum Beispiel derjenige, der den Kot seines Hundes in eine Plastiktüte steckt und diese auf der Straße entsorgt hat – siehe Corpus Delicti rechts! Und an den Gehweg hat diese Person auch eine leere Bierflasche einer Billigmarke abgestellt, wie ich selber gesehen habe.

Alkohol am Steuer ist verboten. Aber Alkohol an der Hundeleine sollte auch verfolgt werden, zumindest vom Ordnungsamt.

Bei der Sparkasse Holstein ist „Zins in Sicht!“ – siehe die Anzeige! Und auf den ersten Blick habe ich gedacht: Aha, die Holsteiner mit der Made wollen jetzt offensichtlich auch Zinsen auf Guthaben erheben! Doch klein daneben ist zu lesen: „Jetzt sichern: 1.5 % Festzins für 12 Monate*!“

Wer sich darauf freut und spontan mit dem Gedanken spielt, alles Bare unter der Matratze hervorzuholen, um es zur Sparkasse Holstein zu karren, der wird mit einem zweiten * eines Schlechteren belehrt: „*Nur in Kombination mit ausgewählten Investmentfonds der DekaBank. Aktionsprodukt.“

Und in diesem Moment wurde mir auch klar, warum die Darstellerin in der Anzeige durch ein Fernglas guckt: Der Zins bei der Sparkasse Holstein liegt in so weiter Ferne, dass die Sicht nur durch ein Fernglas möglich ist.

Immer wieder erlebe ich, dass das Förderband im CCA nicht fördert, weil es still liegt. Wohlgemerkt: Das Band, das nach unten führt! Was für Kunden ohne Einkaufswagen jedoch kein großes Problem darstellt.

Aber wenn ich als Kunde von Rewe allerdings mit voll beladenem Einkaufswagen oben vor dem Band stehe, um meine Einkäufe zum Auto in die Tiefgarage zu rollen, dann habe ich Probleme, wenn das Band nicht läuft. Weil man den Wagen darauf nur schwerlich schieben kann. Also umdrehen, zum Fahrstuhl gehen und auf diesem Wege in die Garage zu kommen.

Ich schreibe das, weil ich es in den über zehn Jahren, in denen Erich Lawrenz dort als Manager gearbeitet hat, so gut wie gar nicht erlebt habe, dass das Laufband nicht lief. Und wenn das mal passiert ist, dann höchstens für eine knappe Stunde und nicht tagelang, wie das heute öfter der Fall ist.

Was sagt die REWE-Geschäftsleitung denn zu so einem Zustand, mit dem die Kunden verärgert werden? Ich empfehle: Kürzung der Miete! 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Februar 2020

4 Gedanken zu „Nachrichten & Notizen: Gelbe Tonne, ein Glühweinabend, Hundekot, Zins in Ferne und ein stehendes Fließband

  1. Torsten Schmidt

    Die stillstehende Rolltreppe könnte ihre Ursache in der schwierigen wirtschaftlichen Situation haben, in der sich das CCA derzeit wegen dem großflächigem Leerstand befindet. Auch so ein Punkt der langfristig an der wirtschaftlichen Existenz der Restmieter nagt: Diese müssen die trotzdem entstehenden Kosten übernehmen, ja ihr Anteil an den Betriebskosten hat sich sogar noch erhöht!!! Zur erhöhten Betriebskostenkasse gebeten werden aber auch Wohnungsmieter wenn im Wohnhaus ein Geschäft leersteht. Und wer kann sucht das Weite …. Und Gebäude mit leerstehenden Wohnungen und Geschäften werden schnell Opfer von Vandalismus und Einbrechern. Ob das von Politik und Verwaltung verstanden wird?

  2. Kassandra

    Ist die Welt nicht grauenvoll: In China tobt Corona, und in Stormarn wird die Gelbe Tonne geliefert, auch wenn man die genauso wenig will wie das Corona-Virus!!! Die nicht bestellte Gelbe Tonne wird zwar wieder abgeholt im Gegensatz zum nicht bestellten Corona-Virus, aber wer sagt dem Bürger, dass diese Gelbe Tonne nicht aus China stammt? Womöglich wurden darinnen Corona-Viren nach Stormarn eingeschleust? Es ist gut, dass sich die Stormarnbeilage zur Sprecherin aller Verzweifelten macht und diese im Foto präsentiert, damit alle Leser, die noch nicht weggestorben sind, erkennen können, was für ein schreckliches Problem diese armen Menschen haben. Ein tonnenschweres.

    (Man kann das Problem natürlich auch in die Tonne werfen, nämlich die Zeitung in die Blaue!)

  3. Koslowski

    Sprach man nicht früher schon von einer „gelben Gefahr“? Nun ist sie bei uns in Stormarn angekommen in Form von gelben Wertstoff-Containern. Aber wieso sind Wertstoffe eine Gefahr?

    1. Stiller Beobachter

      Entwarnung! Es handelt sich gar nicht um eine „Gelbe Tonne“ wie die Stormarnbeilage schreibt, sondern es ist eine Tonne, die eher schwarz ist und nur einen gelben Deckel hat. Also weder Gelbe Gefahr noch Gelbfieber oder sonst was. 😉

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