Parkprobleme: Wer nur mit einem Auge hinschaut, verliert den ganzen Überblick, Herr Klingel-Domdey!

Ralph Klingel-Domdey hat sich mal wieder geäußert. Im 3. Buch Abendblatt schreibt er heute: „Neue Parkplätze? Bitte nur noch unter die Erde!“ Was erkennen Leser von Szene Ahrensburg daraus: Sie erkennen, dass Ralph Klingel-Domdey abgeguckt hat, nämlich von Szene Ahrensburg, wo ich bereits am 3. April 2014 über das Thema Parken in Ahrensburg geschrieben habe: „Der Zukunftsweg von Ahrensburg ist unterirdisch“.

Abendblatt vom 18. Januar 2020 – Szene Ahrensburg vom 3. April. 2014

Klingel-Domdey schaut jedoch mal wieder nur mit einem Auge in die Stadt Ahrensburg. Zwar schreibt er in seiner Unterzeile: „Der kostbare öffentliche Raum in Ahrensburg sollte den Menschen dienen, nicht den Autos“ – aber nirgendwo in seinem Beitrag hat er vermerkt, wo denn die Menschen ihre Autos parken können, damit sie den kostbaren öffentlichen Raum in Ahrensburg auch wirklich genießen können und sich dort nicht abplagen müssen mit unnötigem Schleppen auf langen Wegen. Und von kleinen Kindern, Kinderwagen, Rollatoren, Rollstühlen und Hunden hat Herr Klingel-Domdey noch nie etwas in der Ahrensburger Innenstadt gesehen oder gehört.

Was Klingel-Domdey entweder nicht sehen oder kapieren will: Der kostbare öffentliche Raum in Ahrensburg, der Tag für Tag zugeparkt ist, das sind die Wohnstraßen der Menschen in und um die Innenstadt. Hier parken die Autos umweltschädlich unter Bäumen. Und auf Kundenparkplätzen von Läden, ohne dass sie dort einkaufen. Oder sie parken vor dem Badlantic, ohne dass sie dort baden oder in die Cottage-Sauna gehen. Diese Parkplätze sind regelmäßig voll belegt von „Falschparkern“, die dort ganztägig ihre Autos abstellen.

Und: Autofahrer bremsen auf freier Straße in der Stadt, steigen aus und lassen ihre Fahrzeuge mitten auf der Fahrbahn stehen! Weil sie keinen Parkplatz am Bahnhof finden. Und auch nicht in der Nähe ihres Arbeitsplatzes in der Stadt. Wenn ich nach 9 Uhr morgens mit der Regionalbahn nach Hamburg fahren will, finde ich im Alten Lokschuppen keinen Parkplatz mehr. Und auf dem Parkplatz am U-Bahnhof West genauso wenig. Und die Zahl der Bahnfahrer soll noch steigen und der Parkplatz Alte Reitbahn ersatzlos gestrichen werden, statt dass dort eine öffentliche Tiefgarage gebaut wird…?!

Klingel-Domdey hat recherchiert, dass in Ahrensburg per Ende 2029 = 20.945 Fahrzeuge zugelassen sind. Nicht darüber informiert er seine Leser, wie viele Fahrzeuge dazu täglich von außerhalb nach Ahrensburg kommen und noch kommen werden, wenn eine S-Bahn fährt. Wo sollen diese Fahrzeuge parken, damit unsere Stadt für Menschen lebenswert ist…!?

Und Klingel-Domdey vergleicht Ahrensburg mit Hamburg. Warum? Lassen Sie mich raten: Weil er den Unterschied zwischen beiden Städten gar nicht kennt, obwohl er in Ahrensburg wohnt und in Hamburg arbeitet, wohin er vermutlich täglich per Anhalter fährt oder mit einem Rollator Skateboard zum Bahnhof rollt, weil dort bis heute nicht mal ausreichend Parkplätze für Fahrräder frei sind. Deshalb sieht er das Ahrensburger Verkehrsproblem ziemlich einäugig. Und erwähnt auch mit keiner Silbe, dass die Ahrensburger Stadtverordneten von CDU, Grünen und WAB, die er heute ob ihrer Entscheidung belobigt,  „jederzeit Stellflächen im kostbaren öffentlichen Raum für sich beanspruchen“ dürfen, nämlich in der Tiefgarage des Rathauses. Warum brauchen diese Damen und Herren dann noch ein öffentliches Parkhaus nebenan? Etwa für uns gemeine Bürger…?

Deshalb spricht Ralph Klingel-Domdey sich gegen ein neues privates öffentliches Parkhaus aus, das der Ahrensburger Kaufmann Matthias Timm (Nessler) auf eigene Kosten bauen will und das von SPD und FDP favoritisiert wird. Ein Parkhaus, das zusätzlich zur geplanten Tiefgarage dringend nötig ist, um auch unsere Wohnstraßen wieder frei zu bekommen für fließenden Verkehr von Autos, Radfahrern, Taxen und Bussen. Und ein Parkhaus, das die Stadt Ahrensburg keinen Cent kostet.

Und immer wieder kommt Klingel-Domdey auf  die alte und langst überholte Erhebung der Beratungsgesellschaft Cima zurück, wonach Parkplätze in Ahrensburg nach ihrer Wichtigkeit auf Platz sieben liegen. (Damals gab es auch den Parkplatz Lindenhof noch.)  Aber zu welcher Zeit und in welchem Gebiet die Cima-Resultate bei welchen Menschen erhoben worden sind, das verschweigt der Autor wohlweislich. Ich behaupte: Die Erhebung der Cima war schon bei Veröffentlichung nicht repräsentativ. Und auf jeden Fall ist sie heute längst überholt, weshalb deren Erwähnung durch Klingel-Domdey unseriös ist.

Wer das Leben in Ahrensburg wirklich verbessern und die Straßen von parkenden Autos frei machen möchte, der sollte in der Innenstadt noch drei weitere Tiefgaragen für jeweils 250 Fahrzeuge bauen. Wenn das nicht möglich ist oder nicht gewollt wird, dann sollte so schnell wie möglich ein neues Parkhaus geschaffen werden, ob der Hamburg-Pendler Klingel-Domdey das möchte oder nicht. Und der Alte Lokschuppen muss ganz schnell aufgestockt werden, da er ja leider nicht unterkellert werden kann.

Alle Forderungen, die Autos aus der Ahrensburger Innenstadt zu nehmen, um die Stadt lebenswert für Menschen zu machen, gleichen der Forderung, das Hamburger Abendblatt nicht mehr zu kaufen, um die Bäume im Wald stehen zu lassen, damit der Wald lebenswert für Menschen bleibt und nicht für Zeitungspapier abgeholzt wird, das auch noch zu Remittenden wird.

Apropos Auflage: Laut aktueller IVW-Meldung hat das Hamburger Abendblatt mit Stormarn-Beilage von Ende 2018 zu 2019 = 1000 Exemplare verloren. Wohl gemerkt: täglich! Vielleicht, weil die Redaktion auf die Sorgen und Probleme der Menschen nicht aufrichtig eingeht…? Und wieviel Exemplare von den verbliebenen 10.986 in der Stadt Ahrensburg verkauft werden, das bleibt ein Geheimnis des Verlages und wird nach meiner Information nicht einmal den zahlenden Inserenten verraten.

Auflage Hamburger Abendblatt Stormarn im Vergleich 4. Quartal 2018 zu 4. Quartal 2019 (Quelle: IVW-Meldung)

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Januar 2020

7 Gedanken zu „Parkprobleme: Wer nur mit einem Auge hinschaut, verliert den ganzen Überblick, Herr Klingel-Domdey!

  1. Kassandra

    Und warum dienen die Fußballfelder nur einigen wenigen Menschen in einigen wenigen Stunden, statt dass dieser kostbare öffentliche Raum möglichst vielen Menschen ständig dienen kann?

  2. Kirchberger

    Menschen, die in Ahrensburg einkaufen oder ein Restaurant aufsuchen möchten und Probleme beim Parken haben, die fahren eben weiter nach Volksdorf auf den Wochenmarkt, ins EKZ Alstertal oder sonst wohin. Notfalls bis zum Amazon(as). Davon erfährt man nichts im Rathaus, Politiker erfahren davon nichts und auch nicht die Stormarnredaktion vom HA wird darüber nicht schreiben, wenn kein Leserbrief kommt. Und die Läden in der Innenstadt werden es später mal erfahren, wenn sie ihre Bilanzen erstellen und feststellen: Da fehlt doch etwas!

    Höchst verwunderlich, dass sich das Stadtforum nicht dazu meldet. Oder schreiben deren Mitglieder auf Szene Ahrensburg nicht, weil sie Angst haben, dass sie Stress bekommen mit dem Ordnungsamt, wenn sie die Gehwege vor ihren Läden nicht gut gefegt oder ein Schild zu weit an die Straße rausgestellt haben? 😉 Paradox ist ja schon, dass sich der Vorsitzende vom Stadtforum in der Einwohner-Fragestunden gar nicht zu Wort melden kann, weil er gar kein Einwohner in Ahrensburg ist.

    Aber was ich eigentlich berichten will: Ich habe mein HA-Abo schon vor langer Zeit gekündigt. Und bald werde ich mir die Zeitung auch nicht mehr dann und wann im Laden kaufen.

  3. Stefan Skowronnek

    Lieber Herr Dzubilla,

    tatsächlich habe ich einige Tage gebraucht, um die BPA-Sitzung (vom Mittwoch) zu verarbeiten. Obwohl ich (noch immer) nicht alles verstanden habe & nachvollziehen kann, möchte ich Ihnen meine persönliche Sicht der Dinge mitteilen. Meine Positionen und Antworten mögen – in den Augen anderer – nicht richtig sein, aber vielleicht wäre es doch sinnvoll mal kurz darüber nachzudenken…

    Ich beziehe mich – in meinen Ausführungen – auf TOP 7 („Stormarnplatz – Errichtung einer Tiefgarage und eines urbanen Stadtparks“). Die Formulierung des TOP lässt bereits vermuten, dass die Diskussion nicht so „ergebnisoffen“ war, wie ich mir das gewünscht hätte.

    Die Firma WRS trug Ihre Untersuchungsergebnisse vor und verglich die 3 beauftragten Varianten (Tiefgarage, Parkhaus und Parkplatz). Unabhängig von der Machbarkeit und der (wünschenswerten) städtebaulichen Integration ging es hierbei auch um die Kosten. Hier wunderte ich mich das 1. Mal: Der Stadt Ahrensburg ist angeboten worden, dass das Parkhaus privat finanziert & betrieben werden könnte. Somit stellt sich die Frage (nach den Kosten) gar nicht, oder? Es wäre Aufgabe der Firma nessler (oder eines anderen Investors) die Finanzierung darzustellen und den Betrieb zu gewährleisten. Können Sie sich daran erinnern, dass sich die Stadt Ahrensburg um die Wirtschaftlichkeit des CCA oder des Lindenhofes gekümmert hat? Der Vergleich zwischen ca. 8.6 Mio. € (Parkhaus) & ca. 6.9 Mio. € (Tiefgarage) ist somit falsch – richtig wäre 0 € (Parkhaus) & ca. 6.9 Mio. (Tiefgarage). In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass ich die angenommenen Preise (pro Stellplatz) für Wunschdenken halte! Es waren – am Mittwoch – mehrere Personen anwesend, die bereits Stellplätze geschaffen haben und die konnten (bei den geschätzten Baukosten, im Vergleich) nur mit dem Kopf schütteln. Ein Systemparkhaus (für einen deutlich geringeren Preis) wäre – laut Verwaltung & WRS – nicht möglich (zu wenig Platz, bei dem Erhalt aller Bäume etc.).

    Nachdem der Vortrag abgeschlossen war, kam ein Mitarbeiter der Fa. Goldbeck zu Wort. Was nun folgt, ist der Grund meiner Fassungslosigkeit: Nach einer ersten oberflächlichen Einschätzung wäre es durchaus möglich (wenn auch nicht einfach), ein Systemparkhaus zu bauen. Dies würde die Kosten drastisch reduzieren & die Bauzeit massiv verkürzen. Natürlich hat Goldbeck großes Interesse an diesem Projekt, aber was wäre die Motivation (des Mitarbeiters) die Unwahrheit zu sagen? Warum lässt man Goldbeck nicht mal planen, um zu prüfen ob es (nicht doch) machbar wäre? Die Verwaltung war mit der Aussage (natürlich) nicht einverstanden und widersprach permanent bzw. sprach dem Mitarbeiter die Planungsfähigkeit ab. Gerne hätte ich gewusst, wer die größere Anzahl (an Parkhäusern) gebaut bzw. wer mehr Projekterfahrung hat…

    Herr Dr. Steuer (WAB) stellte dann auch die richtige Frage: Eine Frage – zwei Antworten, was stimmt? Leider gab es – auf diese Frage – keine Antwort und den anderen Fraktionen (insbesondere CDU & Grünen) war dies (offensichtlich) auch egal. Mir war die Information (dass vielleicht doch ein Systemparkhaus mögliche wäre) neu. Den Vertreterinnen und Vertretern von FDP & SPD ging es ähnlich und so wurde um Vertagung / Beratung gebeten. Dieser Antrag wurde abgelehnt (gegen – bisher – gelebte politische Praxis). Wieder wird bzw. wurde in Ahrensburg eine Entscheidung (über Millionen von €) getroffen, bei der man ein ausgesprochen ungutes Gefühl hat. Ich mache mir Entscheidungen (über deutlich kleinere Beträge) um einiges schwerer!

    Mein Vorwurf: Die Entscheidungsfindung ist (obwohl demokratisch) intransparent, die Gewichtung der einzelnen Punkte (Kosten, Bauzeit, Flexibilität, Umweltbelastung, städtebauliche Eingliederung etc.) unklar und – im Detail – unvollständig. Das Ergebnis stand bereits im Vorfeld fest & alle (neuen) Fakten waren irrelevant.

    Es wurde (zum Beispiel) nie über den Betrieb (der Tiefgarage) gesprochen. Wer macht das eigentlich? Kann sie bzw. er das? Was kostet das? Wie sind die Folgekosten (der einzelnen Konzepte)? Im Normalfall (wahrscheinlich außer in Ahrensburg) sind die Folgekosten von Tiefgaragen immer höher. Wie groß ist das CO2-Volumen (im Vergleich)? Verbraucht eine Tiefgarage nicht viel mehr Ressourcen? Und wenn wir – in ein paar Jahren – wirklich alle (nur noch) zu Hause sind & nicht mehr in die Stadt fahren: Wie bekommt man den Beton wieder aus dem Boden? Über den städtebaulichen Aspekt kann man sicher diskutieren, aber dass sich eine Garage immer besser einfügt (als ein Parkhaus) würde ich bestreiten. Hierzu führte auch Fa. Goldbeck aus: Fassade & Dach können (bei einem Parkhaus) begrünt werden! Wie die Garage (mit Stadtpark) – zum Schluss – wirklich aussehen wird, werden wir (frühestens) in der nächsten Legislaturperiode sehen…

    In Ahrensburg wurden (und werden noch heute) viele Objekte gebaut, die man hätte attraktiver gestalten können – warum wurden bzw. werden diese genehmigt? Am Mittwoch hatte man das Gefühl, dass ein Parkhaus (an dieser Stelle, umgeben von recht hohen Zweckbauten) die größte städtebauliche Katastrophe wäre, die man sich vorstellen könnte. Und nochmal: Eine entsprechende Planung / Ansicht gab & gibt es nicht!

    Ein weiteres Argument – an diesem Abend – war das Parkhaus-Grundstück selbst. Die Stadt bzw. Politik hat fast alle (eigenen) Grundstücke verkauft / versilbert (an externe Investoren), aber damit soll jetzt Schluss sein! Warum merken das die Beteiligten (erst) jetzt? Wäre das Argument auch gekommen, wenn ein externer Investor (also kein Ahrensburger) hätte bauen wollen? Warum verkauft man die Reitbahn, wenn man doch die Grundstücke braucht bzw. behalten möchte?

    Es folgt das Argument „VHS“ & „90 % Förderung“. Viel lieber als ein Parkhaus möchten Politik & Verwaltung nämlich ein weiteres Gebäude (selbst) bauen. Laut Aussage von Herrn Dr. Steuer wäre es ja ziemlich ungünstig, die dafür mögliche Förderung (90 Prozent) nicht in Anspruch zu nehmen. Irgendwie richtig, aber auch irgendwie falsch. Die Alternative ist doch: Die Stadt verkauft das Parkhausgrundstück an einen Investor, dafür erhält die Stadt einen Kaufpreis. Anschließend baut der Investor ein Parkhaus (Kosten: 0 €) und betreibt es selbst (Kosten: 0 € / Risiko für die Stadt: 0). Das eingesparte Budget (für die Garage) kann jetzt für die VHS verwendet werden & die Planung unterläge keinen Zwängen (durch das Förderprogramm). Vielleicht habe ich nicht richtig mitgerechnet, aber wo ist der (finanzielle) Unterschied?

    Am Ende bleibt eine weitere Frage: Reicht diese Tiefgarage aus (wenn sie denn kommt) um das Parkplatzproblem zu lösen? Ich denke nicht. Müsste wir nicht „größer“ denken & daran interessiert sein, eine nachhalte Lösung zu finden? Eine Lösung die alle Anforderungen erfüllt und die Stadt – in ihrer Funktion – erhält. Ist eine funktionierende Stadt nicht elementarer Bestandteil eines (möglichen) Stadtmarketingkonzeptes? Wenn die Innenstadt – durch Maßnahmen von Verwaltung & Politik – dysfunktional geworden ist, womit werben wir dann? Mit dem neuen Verbrauchermarkt im Gewerbegebiet?

    In den letzten Tagen wurde ich öfter gefragt: Hast Du etwas gegen die Garage & die Stellplätze? Natürlich nicht, ABER ich halte das nicht für die beste Lösung.

    Liebe Leserinnen & Leser, ich unterbreche mich an dieser Stelle selbst, obwohl mir noch einiges (zu diesem Thema) einfällt. Wir müssen akzeptieren, dass es auf einfache Fragen (Parkhaus oder Tiefgarage? Warum nicht beides?) keine einfachen Antworten gibt. Beteiligen Sie sich, mischen Sie sich ein, fragen Sie nach, diskutieren Sie – das ist anstrengend, führt aber zu besseren Lösungen!

    Mit ungläubigen Grüßen

    Stefan Skowronnek

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Lieber Herr Skowronnek –

      vielen Dank für Ihren sachdienlichen Kommentar. Damit bestätigen Sie, was ich schon seit Wochen und Monaten auf Szene Ahrensburg kommuniziere. Und ich sehe an meinen „Einschaltquoten“, dass sich viele Leser mit diesen Themen beschäftigen.

      Es sind in Ahrensburg schon seit längerer Zeit bestimmte Vorgänge zu beobachten, die nicht mehr nachvollziehbar sind. Und die Medien – wenn man in Ahrensburg überhaupt von Medien sprechen kann – sehen darüber hinweg. Oder sie hauen noch in die Kerbe von gewissen Politikern. Wobei ich erkenne, dass es kein Zufall ist, dass Nadine Levenhagen von der CDU zu den Grünen gewechselt ist und dort sogar inzwischen den alleinigen Fraktionsvorsitz übernommen hat und dazu auch noch im Bau- und Planungsausschuss sitzt, ohne dass sie über entsprechende Fachkenntnisse verfügt wie zum Beispiel Eckehard Knoll, der offenkundig aus der CDU-Fraktion geekelt wurde. Es ist keine Satire, wenn ich von „Familie Levenhagen“ schreibe. Man könnte durchaus von einem von langer Hand vorbereiteten Coup sprechen, um in der Stadt durchregieren zu können.

      Aus meiner Sicht würde es Sinn machen, wenn verantwortungsvolle Bürger sich jetzt zusammentäten und eine Aufklärungskampagne für alle Einwohner der Stadt initiieren würden. In ganzseitigen Anzeigen im MARKT, wo alle Vorgänge ganz sachlich aufgezeigt werden, vom Thema „Stadtmarketing“ mit Geldverschwendung bis hin zu Parkplätzen und Veruntreuung von Steuergeldern. Das könnte man auch per Flyer in alle Hausbriefkästen stecken und per Plakat in den Läden aushängen. Die Bürger müssen erkennen, wie sie von Verwaltung und bestimmten Politikern hinters Licht geführt werden, wozu auch der Lindenhof gehört und die Alte Reitbahn als Tauschgeschäft (!!!) gegen ein Großstadtkino. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre, da es zu Lasten der Bürger unserer Stadt geht.

      Und dann das Thema S-Bahn mit Lärmschutzwänden, die aber nicht gegen die S4 sondern gegen den Donner der XXXL-Transitgüterzüge schützen sollen, welche dann bei Tag und Nacht in kurzen Abständen durch unsere Stadt rasen werden – was haben unsere Politiker eigentlich bis jetzt dagegen unternommen, wenn schon der Bürgermeister nichts tut außer Sprüche zu klopfen und der Bürgervorsteher mit einer Einwohnerversammlung so getan hat, als ob er was tut? (Klar, wenn es soweit kommt, ist der Bürgermeister schon längst aus seinem Amt und wieder zurück in Schwerin, wo er geruhsam seine üppige Pension verleben wird, die er bekanntermaßen aus Ahrensburg bekommen wird.)

      Das Dumme ist: Es gibt in Ahrensburg keine erkennbare „Opposition“, wo Tacheles gesprochen wird, außer Szene Ahrensburg – oder kennen Sie eine? Und wenn das Stadtforum seine Aufgaben nur darin sieht, das Stadtfest zu delegieren, alte Autos in die Stadt rollen zu lassen und T-Shirts mit Sprüchen wie „My home is my castle“ zum Kauf anzubieten, dann sollte man diesen Verein besser auflösen und stattdessen eine Agentur beauftragen, um für Bürger und Kaufleute ein Konzept zu entwickeln und es dann mit harter Hand durchzuführen – egal ob das im Rathaus auch Zuspruch findet oder ob es der Familie Levenhagen gefällt.

      Meine vordringliche Empfehlung: Gehen Sie in jede Versammlung der Stadtverordneten und stellen Sie dort dem Bürgermeister knallharte Fragen. Der Mann ist verpflichtet, die Fragen von Einwohnern zu beantworten. Und je mehr Bürger kommen und fragen, desto nervöser werden sie, die Damen und Herren, die in geheimen Sitzungen kungeln und dann Entscheidungen treffen, die niemand mehr nachvollziehen kann, der bei klarem Verstand ist.

      Es ist an der Zeit, dass sich in Ahrensburg eine echte Bürgerpartei gründet und zur nächsten Kommunalwahl antritt. Das würde dann für ganz neue Mehrheits- und damit Machtverhältnisse in der Stadt sorgen.

      Mit hoffnungsvollen Grüßen
      Harald Dzubilla

  4. Sperling

    @Stefan Skowronnek … doch, doch, die Stadt hat sich um die Wirtschaftlichkeit vom CCA gekümmert. Deshalb hat man den Investoren doch ein Stück öffentliche Straße mit Einfahrt zur Tiefgarage geschenkt!!!!! Und der Platz zwischen dem CCA, der nun keine Straße mehr ist, der wird auf Kosten der Bürger mit Hecken und Sitzmöbeln bestückt. Wer darüber nachdenkt, bekommt das Würgen, um nicht zu schreiben: Kotzen. Und das Wundersame: Dagegen hat niemand geklagt.

  5. Frau Behnemann

    Über die Grünen stand kürzlich auch was im Stormarnteil vom Abendblatt. Wenn man diese Fraktion beobachtet, dann lässt sich seit der Lindenhof-Bebauung erkennen, dass man dort mit „grüner Politik“ nichts am Hut hat. Im Interesse von Investoren werden die Bäume reihenweise gefällt. Im Interesse der Bürger darf nicht ein einziger Baum gefällt werden, auch wenn dafür drei neue Bäume an anderer Stelle gepflanzt werden können. https://www.abendblatt.de/region/stormarn/article227118723/Fraktionszwang-Ahrensburger-Gruener-wirft-hin.html

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