Hätten Sie das gedacht: „Täter sind schwer zu fassen“?!

Im Bilde sehen Sie zwei Zeitungsseiten, die ich aus Urheberrechtsgründen verfremdet habe. Beide Seiten stammen aus dem 3. Buch Abendblatt, die linke ist vom 1. Oktober 2019, die rechte von heute, also vom 9. Oktober 2019. Dazwischen liegen demzufolge acht Tage. Und das Thema ist hier wie dort Einbrüche in Schulen.

Abbildung (verfremdet) aus Abendblatt

Auf der linken Zeitungsseite sehen Sie dazu ein großes Foto mit einer Schulleiterin und ihrer Stellvertreterin hinter der zerstörten Tür. Und darunter ein kleines Foto mit der Schulleiterin am Schreibtisch im Chaos.

Auf der rechten Seite sehen wir dasselbe Foto mit der Schulleiterin am Schreibtisch im Chaos, diesmal in Großaufnahme. Und ein Foto im Kleinformat von der zerstörten Tür ohne die Schulleiterin und ihre Stellvertreterin.

Die Überschrift am heutigen Tage lautet: „Schuleinbrüche: Die Täter sind schwer zu fassen“. Donni, donni aber auch, denkt sich dabei der Leser, was für eine interessante Nachricht! Hatten wir bis gestern noch gedacht, dass nur die Tat unfassbar ist und die Täter leicht zu fassen sind.

Der heutige Bericht ist im Grunde ein Dacapo, denn es steht nicht viel mehr als im Bericht von vor acht Tagen. Nur, dass es auch in Reinbek einen Einbruch in eine Schule gegeben hat, was allerdings auch schon im 3. Buch Abendblatt gestanden hat. Und der Leser erfährt, dass Videoüberwachung und Alarmanlagen, die von der Kripo begrüßt werden, von der Stadtverwaltung genehmigt werden müssen.

Das einzig Nachdenkenswerte am heutigen Bericht ist für mich, dass ein Mitarbeiter der Verwaltung nicht weiß, dass es Kameras gibt, die auch bei Dunkelheit aufnehmen. Und da Einbrecher selten zur Schulzeit kommen, wenn die Kinder dort herumlaufen, besteht auch keine Gefahr, dass die Kinder gefilmt werden. Warum die Reporterin dazu die Verwaltung nicht befragt hat, wird das Geheimnis der Redaktion bleiben.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Oktober 2019

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