Ahrensburger Sommermärchen: Muschelläufer zieht um!

Am 17. März 2008 haben die Ahrensburger Stadtverordneten mit den Stimmen von CDU und WAB beschlossen: Der Muschelläufer zieht um! Und die damalige Ahrensburger Zeitung schrieb: „10.000 Euro gibt Ahrensburg dafür aus, das umstrittene Kunstwerk vom Rondeel zu entfernen“. Und nun – rund 11 Jahre danach – ist es endlich soweit: Der Blaumann zieht um, und zwar vom Rondeel in Ahrensburg auf das Heiligengeistfeld nach Hamburg! Und das Allerbeste: Die Stadt Ahrensburg hat dafür nicht 10.000 Euro löhnen müssen, sondern der Stadtkämmerer hat dafür 10.000 Euro in die Stadtkasse bekommen!

Wie ist es dazu gekommen? Nicht schuldlos daran war Szene Ahrensburg. Auf dieses Blog hatte der Besitzer einer Geisterbahn gegoogelt und gelesen, dass es in Ahrensburg ein Horrormonster im öffentlichen Raum gibt, an dem sich sogar die Geister scheiden. Was also gibt es bessere Vorraussetzungen dafür, als dass diese Schockfigur die Besucher einer Geisterbahn anlockt?!

Der Schausteller und der Bürgermeister wurden sich schnell einig: Für 10.000 Euro bekam der Besitzer der Geisterbahn den Blaumann von Ahrensburg. Und wenn der Hamburger Dom am 26. Juli 2019 auf dem Heiligengeistfeld eröffnet wird, dann können Ahrensburger dort den Schock erleben, den sie früher auf ihrem Rondeel erlebt hatten.

Ein Sommermärchen. Und mit Märchen ist es bekanntlich so, dass sie selten wahr sind. Leider nicht. Und so ist auch das Sommermärchen vom Muschelläufer nur ein Traum des Bloggers, und das gezeigte Foto ist ein Symbolbild. Aber es könnte für die Stadt immerhin als Anregung dienen, sich mit dem Betreiber einer Geisterbahn in Verbindung zu setzen. Es wäre das bestmögliche Recycling für Kunststoffmüll.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Juli 2019

Ein Gedanke zu „Ahrensburger Sommermärchen: Muschelläufer zieht um!

  1. Thomas

    Hallo in die Szene!

    Wenn es im Sommer nicht klappt, dann vielleicht zum Winter-Dom? Und auf die Muschel, die eine Schnecke ist, stellen wir dann Frau Pepper als Denkmal für all den Blödsinn, den sie in der Stadt hinterlassen hat.

    Freundliche Grüße
    Thomas F.

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