Die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt spaltet Ahrensburg

„Parkplätze-Pläne spalten Ahrensburg“, so ist heute der Bericht im 3. Buch Abendblatt überschrieben. Was bedeutet das? Es bedeutet: Durch die gesamte Stadt Ahrensburg verläuft eine imaginäre Mauer. Und auf der einen Seite befinden sich alle Einwohner, die auf dem Stormarnplatz parken wollen, auf der anderen Seite all diejenigen, die das nicht möchten. Letztere zum Beispiel nicht, weil sie gar kein Auto haben wie u. a. die Kids vom Kinder- und Jugendausschuss, deren Eltern für sie sorgen und einkaufen, während die Kinder nach der Schule auf der Schlosswiese herumliegen können. 😉

Aus: Hamburger Abendblatt Stormarn

Richtig ist: Es gibt Mitglieder in der Stadtverordneten-Versammlung, die sich für den (vorübergehenden) Parkplatz ausgesprochen haben; und es gibt Stadtverordnete die dagegen gestimmt haben und lieber ein hässlich-hohes Parkhaus am anderen Ende des Areals erstellen möchten.

Nun leben wir in einer Demokratie, wo die politische Mehrheit bestimmend ist. In diesem Sinne ist die Entscheidung für den Parkplatz gefallen. Und ich sehe kein Zeichen, dass „Ahrensburg“ dadurch gespalten wird wie beispielsweise durch sechs Meter hohe Lärmschutzwände, so die denn kommen sollten.

Wegen des Stormarnparkplatzes wird Ahrensburg gespalten…? Dazu kann ich nur anmerken, dass es keine Entscheidung in und für Ahrensburg gibt, die 100%ig allen Bürgern gefällt. Womit ich sagen will: Wenn Entscheidungen, die nicht einstimmig durch Politik und Bürger erfolgen, von der Redaktion des Stormarn-Teils als Spaltung von Ahrensburg beschrieben werden, dann fühlt sich der Leser irgendwann mal vergackeiert, Herr Redaktionsleiter.

Und Reporterin Janina Dietrich fragt in ihrem Beitrag: „Wo soll denn der Rettungshubschrauber landen?“ (Hinweis: Auf dem Kunstrasen ist das angeblich nicht möglich.) Nun, ich kenne die Statik der Gebäude Rathaus/Stadtbücherei/Peter-Rantzau-Haus nicht, könnte mir aber vorstellen, dass ein Hubschrauber durchaus auf einem Dach landen könnte. (Vor ein paar Monaten sah ich, wie ein Rettungshubschrauber in der Schimmelmannstraße auf einem relativ kleinen Grundstück gelandet ist, das noch nicht bebaut war.)

Außerdem: Man könnte auf dem Stormarnplatz auch die Skater-Bahn so lange abbauen, wie der Parkpatz benötigt wird, und dort einen Platz für den Rettungshubschrauber einrichten.

Genau: An dieser Stelle wird der Kinder- und Jugendbeirat aufheulen. Und dann frage ich mal voller Ironie: Sind Eure Rollbretter vielleicht wichtiger als ein Menschenleben, das zu retten ist…?

Mein Fazit: Der Mensch wird auf sein Auto nicht verzichten wollen und zum großen Teil auch nicht können. Es kommt also darauf an, dass Automobile in naher Zukunft nur noch so gebaut werden, dass die Schadstoffe für die Umwelt nicht schädlicher sind als der Pups einer Kuh auf der grünen Weide.

Notabene: Unter dem Rathausplatz gibt es seit rund einem Jahrzehnt immer noch rund 90 abgesperrte Parkplätze! Was haben SPD, FDP und Linke eigentlich dagegen unternommen…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Juni 2019

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