Ahrensburg: Wünsche für das Jahr 2018 von Max & Moritz und der Frommen Helene

Im 3. Buch Abendblatt finden wir heute eine ganze Seite mit „Schlagzeilen, die wir uns für das kommende Jahr wünschen“. Bezüglich Ahrensburg haben sich drei Redaktionsmitarbeiter zu Wort gemeldet, als dieses sind Ralph-André Klingel-Domdey, Hinnerk Blombach und Dorothea Benedikt.

Klingel-Domdey kommt uns  wieder mal mit einem seiner Lieblingsthemen: Abriss des Rathauses. Er möchte, dass Kiel den Denkmalbeschluss der vorherigen Regierung zurücknimmt. Und Klingel-Domdey fabuliert sein(en) Traum(a) wie folgt:

Hintergrund ist eine repräsentative Erhebung eines Meinungsforschungsinstituts, in der sich eine überwältigende Mehrheit der stimmberechtigten Einwohner der Schlossstadt gegen eine Sanierung des umstrittenen Scheuermann-Baus und für eine umfassende Neugestaltung des Ensembles Rathaus- und Stormarnplatz ausgesprochen hat. Nicht einmal zehn Prozent der Befragten schließen sich darin der Einschätzung des Landesamtes für Denkmalschutz an, der Verwaltungssitz sei ein ‚herausragendes Gebäude von architekturhistorischer Bedeutung’.“

Und mit solcher Utopie will der Redakteur falsche Tatsachen in die Köpfe seiner Leser setzen, um damit deren Meinung zu manipulieren. Und später wundert er sich dann, warum mehr und mehr Leser sich von der Zeitung verabschieden.

3. Buch Abendblatt: Utopisches aus Ahrensburg

Und dann ist da auch noch Hinnerk Blombach. Der Mann möchte in Ahrensburg ein Carsharing-System und Shuttebusse haben. Und der Redaktionsleiter träumt: Privatfahrzeuge werden bis auf einige Ausnahmen künftig radikal aus der Innenstadt ferngehalten, Parkgebühren von bis zu zehn Euro pro Stunde sollen abschrecken.“

Und Blombach verweist in diesem Zusammenhang auf die Stadt Hasselt in Belgien (!), was jedoch ein hinkender Vergleich ist. Denn zum einen ist diese Stadt mehr als doppelt so groß wie Ahrensburg; und zum anderen gibt es dort ausreichend Parkmöglichkeiten in der Innenstadt. Außerdem: Ahrensburg liegt gar nicht in Belgien, Herr Blombach!

Fazit: So einen Unfug kann nur jemand verzapfen, der nicht in Ahrensburg, sondern in Belgien am anderen Ende von Hamburg wohnt, lebt und – vor allem: einkauft. Wie kann dieser Bahnpendler die Probleme von Ahrensburger Bürgern, Besuchern und Geschäftsleuten nachempfinden, wenn er persönich gar nicht davon betroffen ist?! Nota bene: Si tacuisses, philosophus mansisses!

Ausgangs bleibt mir nur noch ein Lob auszusprechen, und zwar für die einzige Dame in der Herrenriege. Dorothea Benedikt macht sich lustig über die Ahrensburger Parkscheinbautomaten und träumt von einer Abschaffung. Die Redakteurin in futuristischem Weitblick: „Ein Gutachter hat berechnet, dass pro Tag mindestens zwei Automaten nicht funktionieren und pro Jahr jedes Gerät mindestens zweimal repariert werden muss. Mehr als 300.000 Euro wurden dafür im Haushalt bereitgestellt. Hinzu kommen höhere Personalkosten bei der Verwaltung. Denn neben den Knöllchenschreiberinnen musste im Rathaus eine neue Vollzeitstelle geschaffen werden, damit die Reparaturen in Auftrag gegeben werden können.“

Hoffen wir also, dass die Wunsch-Schlagzeile von Dorothea Benedikt tatsächlich in 2018 erscheinen wird! 🙂

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Dezember 2017

5 Gedanken zu „Ahrensburg: Wünsche für das Jahr 2018 von Max & Moritz und der Frommen Helene

  1. Rohde

    Lustig lustig: Schlagzeilen, die sich die Redaktionsmitglieder wünschen. Wäre sinnvoller, die Leser zu befragen, was die sich für Schlagzeilen wünschen. Und nicht spaß-, sondern ernsthaft.

  2. Kassandra

    Hallo! Herr Blombach vergaß darauf hinzuweisen, dass auch die belgische Schokolade viel besser schmeckt als die deutsche. Vielleicht kann er diese Information ja in der kommenden Ausgabe nachholen.

  3. Frau Behnemann

    Würde mich jemand nach dem „Blödsinn des Jahres“ befragen, dann wäre meine Antwort eindeutig: „Shuttlebusse zum Einkaufen in Ahrensburg“. Man merkt daran, dass der Redaktionsleiter der Stormarnbeilage in weiter Ferne lebt. Und vermutlich ist er auch Single, sonst könnte er solchen lebensfremden Quatsch nicht verzapfen.

  4. Petra

    Man merkt, dass R. Klingel-Domdey und H. Blombach nicht in Ahrensburg, sondern irgendwo im Wolkenkuckucksheim leben, wo das Wünschen noch geholfen hat. Es ist nicht witzig, wenn die leitenden Redakteure einer Zeitung einen derartigen Unfug schreiben.

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